Bologna - Filmfestival 2016

Bologna - Il Cinema ritrovato

June 25 to July 6, 2016

Reihe: Piazza

Amarcord

Directed by:   Federico Fellini, Italy, France - 1973
Director: Federico Fellini - Scenario: Tonino Guerra - Federico Fellini - Director of Photography: Giuseppe Rotunno - Composer: Nino Rota - Art Director: Danilo Donati - Cast: Bruno Zanin Titta - Antonietta Beluzzi - Nando Orfei - Gennaro Ombra - Magali Noël Grandisca - Pupella Maggio Tittas Mutter - Peppino Janigro - Ciccio Ingrassia - Armando Brancia Tittas Vater - Nella Gambini -

Carmen

(Bizet's Carmen), Directed by:   Francesco Rosi, Italy, France - 1984
Director: Francesco Rosi - Based on : Georges Bizet Opera - Cast: Placido Domingo Don José - Julia Mingenes - Ruggero Raimondi -

Cops

Directed by:   Buster Keaton, USA - 1922
Producer: Joseph M. Schenck - Director: Edward F. Cline - Buster Keaton - Scenario: Buster Keaton - Edward F. Cline - Director of Photography: Elgin Lessley - Cast: Buster Keaton - Virginia Fox - Edward F. Cline - Joe Keaton - Joe Roberts - Freeman Wood -

Fat City

Directed by:   John Huston, USA - 1972
Director: John Huston - Scenario: Leonard Gardner - Director of Photography: Conrad L. Hall - Composer: Marvin Hamlish - Cast: Stacy Keach - Art Aragon - Nicholas Colasanto - Candy Clark - Jeff Bridges - Susan Tyrell -

Il sorpasso

Directed by:   Dino Risi, Italy - 1962
Director: Dino Risi - Scenario: Dino Risi - Ruggero Maccari - Ettore Scola - Director of Photography: Alfio Contini - Composer: Riz Ortolani - Cast: Jean-Louis Trintignant - Catherine Spaak - Linda Siwi - Luciana Angiolillo - Vittorio Gassman - Luigi Zerbinati -

Io la conoscevo bene

(I knew her well), Directed by:   Antonio Pietrangeli, Italy, France, Germany - 1965
Director: Antonio Pietrangeli - Scenario: Ettore Scola - Ruggero Maccari - Antonio Pietrangeli - Composer: Piero Piccioni - Cast: Ugo Tognazzi - Stefania Sandrelli - Enrico Maria Salerno - Mario Adorf - Nino Manfredi - Robert Hoffmann - Joachim Fuchsberger - Karin Dor - Jean-Claude Brialy - Franco Nero -

L' Albero degli Zoccoli

Directed by:   Ermanno Olmi, Italy - 1977
Director: Ermanno Olmi - Scenario: Ermanno Olmi - Director of Photography: Ermanno Olmi - Cast: Omar Brignoli Minek - Francesca Moriggi Batisti's Frau - Luigi Ornaghi Batisti - Franco Pilenga -
Reviews in German: "Fasznierende Chronik..." (AZ) "Meisterhaft gefilmt..." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Le Trou

Directed by:   Jacques Becker, France - 1960
Production: Filmsonor - Director: Jacques Becker - Scenario: José Giovanni - Jean Aurel - Jacques Becker - Based on : José Giovanni novel - Director of Photography: Ghislain Cloquet - Cast: Michel Constantin Géo - Ph Bancel - Jean Keraudy Roland - Philippe Leroy Manu - Raymond Meunier "Monseigneur" - Marc Michel Gaspard -
Synopsis in German: "Das Loch" erzählt die Geschichte von vier Untersuchungshäftlingen, die vor Prozessbeginn einen Ausbruch aus dem Pariser Gefängnis "La Santé" planen. Während ihrer Vorbereitungsarbeiten bekommen sie einen weiteren Zellengenossen. Es ist der junge Gaspard, den man des versuchten vorsätzlichen Mordes an seiner Frau beschuldigt. Den vieren bleibt nichts anderes übrig, als Gaspard einzuweihen; dieser erklärt sich bereit mitzumachen. Sorgfältig getarnt, graben die Häftlinge ein Loch vom Zellenboden ins Kellergeschoss der Anstalt und schaffen sich mühsam einen Zugang zum städtischen Kanalisationssystem. Von dort scheint es nur noch ein kleiner Schritt in die Freiheit zu sein. In dieser Situation erfährt Gaspard bei einem Gespräch mit dem Gefängnisdirektor, dass seine Frau überraschend die Klage gegen ihn zurückgezogen hat. Das hat fatale Folgen...... (wdr Presse)
Remarks and general Information: "José Giovanni hat eine aufregende Biografie. Mit achtzehn Jahren kämpft er in der "Résistance" gegen die deutschen Besatzer, nach dem Krieg gerät er in das kriminelle Milieu von Paris und wird in eine Erpressungsgeschichte verwickelt. Bei einem überfall gibt es fünf Tote, er wird verletzt ins Gefängnis eingeliefert und beim Prozess zum Tode verurteilt. Schließlich wird er begnadigt. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis schreibt er ein Buch mit dem Titel "Das Loch", das minutiös den Ausbruchsversuch von fünf Häftlingen beschreibt. Jacques Becker verfilmt diesen Stoff 1960 und für José Giovanni beginnt ein zweites Leben: Er wird Schriftsteller und Filmregisseur. Erst sehr viel später erfährt er, dass es sein Vater war, dem er es zu verdanken hat, dass er mit dem Leben davon kam. Anfang der 90er Jahre schrieb er darüber ein Buch, aus dem jetzt sein Film entstanden ist: "Mon Père". Jacques Becker (1906 -1960) gehörte zu den maßgeblichen Regisseuren Frankreichs in den Nachkriegsjahren, "Goldhelm" mit Simone Signoret gilt als sein Meisterwerk. Der Bogen seiner Filme spannt sich von der ironischen Komödie bis zum Gangsterfilm ("Wenn es Nacht wird in Paris"). Kennzeichnend für seine Arbeit waren produktive Detailbesessenheit und subtiles psychologisches Gespür, besonders interessierte ihn menschliches Verhalten in der Gruppe. "Das Loch" zeigt Beckers Stärken in eindrucksvoller Bündelung, er selber hat die Uraufführung dieses Films nicht mehr erlebt." (Roland Johannes, wdr-Presse)

Modern Times

Directed by:   Charles Chaplin, USA - 1936
Production: United Artists - Producer: Charles Chaplin - Director: Charles Chaplin - Assistant Director: Carter de Haven - Henry Bergman - Scenario: Charles Chaplin - Director of Photography: Roland H. Totheroh - Ira H. Morgan - Composer: Charles Chaplin - Art Director: Russell Spencer - Charles D. Hall - Cast: Myra McKinney - Murdoch McQuarrie - Louis Natheaux - Ted Oliver - John Rand - Cecil Reynolds - Tiny Sandford Big Bill/Arbeiter - Richard Alexander (AKA Dick Alexander) - Sam Stein Vorarbeiter - Juana Sutton - Hank Mann - Fred Maltesta - Henry Bergman Cafébesitzer - Stanley Blystone Sheriff Couler - Charles Chaplin Ein Arbeiter - Chester Conklin Mechaniker - Heinie Conklin - Allan Garcia Fabrikbesitzer - Paulette Goddard Gamine - Lloyd Ingraham - Walter James - Edward Kimball - Edward J. Le Saint - Jack Low - Wilfred Lucas - Gloria DeHaven Gamin's Sister (/xx/) -
Synopsis in German: Charlie ist Fließbandarbeiter in der Fabrik. Mit zwei riesigen Schraubenschlüsseln bewaffnet, hat er so lange den immer gleichen Handgriff auszuführen, bis er überschnappt und in euphorischem Wahnsinn die ganze Fabrik auf den Kopf stellt. Er landet in einer Nervenheilanstalt. Bei der Entlassung gibt man ihm den Rat, künftig jede Aufregung zu vermeiden. Auf der Straße gerät er in eine Demonstration von Arbeitslosen und wird prompt als vermeintlich gefährlicher Kommunist inhaftiert. lm Gefängnis holt er sich unfreiwillig einen Kokainrausch und fühlt sich plötzlich so stark, dass er im Alleingang eine Häftlingsrevolte niederschlägt. Wegen guter Führung wird er entlassen. Er findet Anstellung in einer Werft, wo er versehentlich ein großes Schiff vom Stapel Iässt. Wieder steht er auf der Straße und jetzt sehnt er sich nach dem ruhigen Gefängnisleben zurück. Um festgenommen zu werden, nimmt er einen Brotdiebstahl auf sich, den in Wirklichkeit ein junges Mädchen begangen hat. Keiner glaubt ihm. Doch er erzwingt seine Festnahme, indem er in einer Cafeteria eine große Zeche nicht bezahlt. lm Polizeiwagen trifft er das Mädchen wieder. Durch einen kleinen Verkehrsunfall werden sie aus dem Wagen geschleudert und fliehen. Von nun an sind sie unzertrennlich. Charlies nächste Beschäftigung als Nachtwächter in einem Kaufhaus dauert nur eine Nacht. In Einbrechern erkennt er Kameraden aus dem Gefängnis wieder, bewirtet sie mit Sekt und wird am nächsten Morgen von der Polizei geholt. Nach seiner Entlassung wird er in einem Tanzcafé, in dem seine Freundin als Tänzerin auftritt, als singender Kellner angestellt. Aber die beiden müssen wieder fliehen, als die Fürsorge das Mädchen festnehmen will.... (ARTE Presse)
Reviews in German: "Beim Fliessbandterror verliert er die Nerven, aber nicht die Formen: plötzlich schwebt er mit verzückt-graziösen Sprüngen, zierlich wie eine Ballettprinzessin, durch die Fabrikhallen. Charlie läuft nicht Amok, er tanzt Amok. Im Total- und Brutalkapitalismus der Fabrik ist er der einzige und letzte Sensible. Während die Kollegen, allesamt klobige Gesellen, in der Mittagspause stumpf an ihren Stullen kauen, kämpft Charlie den Kampf mit dem Fliessband pantomimisch weiter. So überragt Charlie mit Zwergencharme seine plumpe Umwelt: Lumpenaristokrat und Herrenmensch, kein hilflos-sentimentaler Clown." (Benjamin Henrichs, SZ, 1972) Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Eine Tragikomödie von bitter-ironischer Schärfe; mit einfachsten Mitteln, viel Bildwitz und Galgenhumor gestaltet, setzt der Film die vitalen Bedürfnisse des Menschen gegen die übertriebene Rationalisierung und Mechanisierung des Lebens." Und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Selten genug vermag ein Kintopp so zu erheitern und gleichzeitig Rührung, Erschütterung und Mahnung zu sein ...".
Remarks and general Information: " Mit bitterer Präzision fängt der Film die Monotonie der Fließbandarbeit ein. Eine riesige Maschine, die Charlie erfasst, zeigt die Bedrohung des Menschen. "'Moderne Zeiten' ist die Geschichte der Industrie, des privaten Unternehmertums, der Kreuzigung der Menschheit auf ihrer Jagd nach dem Glück.", sagt Chaplin über seinen Film, der einer der wenigen Hollywood-Filme der 30er Jahre ist, die sich mit den Problemen der Industriegesellschaft ernsthaft auseinandersetzen. Autor, Regisseur, Komponist und Produzent Chaplin schuf eine eigenwillige Mischung aus Stumm- und Tonfilm. Chaplin, der das Aufkommen des Tonfilms als Bedrohung für die Kinokunst empfand, verweigert darin seinem Tramp weiter das Wort und setzt stattdessen einzig auf Gestik und Mimik als Ausdrucksmittel. Nur einmal öffnet der Tramp Charlie den Mund: um in einem Phantasiekauderwelsch als Tellerwäscher ein Lied vorzutragen. Die Verwendung des Tons ist in diesem Film hingegen negativ besetzt: Die Maschinen lärmen, die Stechuhr piepst, der Fabrikdirektor brüllt. Immer steht der Ton für Macht und Kontrollausübung, für das Unwirtliche und Menschenfeindliche der Maschinenwelt." (Arte Presse) Der Filmhistoriker und Chaplin-Biograf Georges Sadoul notierte 1965: "Mit den Jahren gewinnt 'Moderne Zeiten' immer mehr an Kraft und Homogenität". Und die Zeitung "France Soir" meinte 1972: "Dieser Film von gestern ist ein Film von morgen". "Moderne Zeiten" entstand in den Jahren 1934/35 unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise, die Chaplin nicht nur in den USA, sondern auf einer Weltreise auch in anderen Ländern studiert hatte. Chaplins Meisterwerk aus dem Jahre 1936 zeigt den unsterblichen Tramp im Räderwerk der Industriemaschinerie und zeichnet in Bildern von abgründiger Komik eine Arbeitswelt, die einem Albtraum gleicht. Der über siebzig Jahre alte Film ist heute noch so aktuell wie die Tagesnachrichten; Chaplins "Moderne Zeiten" sind die Zeiten von Arbeitslosigkeit, Streik und Aussperrung; von Produktionsmaximierung, Rationalisierung und Automatisierung. Der Film handelt von Drogen- und Wohnungsproblemen; von totaler Kontrolle des Individuums, öffentlicher Hysterie bei der Verfolgung vermeintlicher Staatsfeinde; und von der staatlichen Fürsorge, der man entfliehen muss, wenn man den Weg zu sonnigeren Horizonten finden will. Als "Moderne Zeiten" herauskam, lag der Beginn der Tonfilmzeit schon mehr als ein halbes Dutzend Jahre zurück, aber wie schon in "Lichter der Großstadt" verweigert Chaplin sich auch hier dem Sprechfilm, es sei denn, Sprache bietet sich ihm als Pointe an, wie in Stimmen von Fernsehschirmen, Schallplatten und aus Radios. In Deutschland kam "Moderne Zeiten" erst 1956 in die Kinos. "Unter den Meisterwerken sind die,Moderne Zeiten' wiederum das Meisterwerk", schrieb der Kritiker Hellmuth Karasek zur Wiederaufführung der Chaplin-Werke 1972. (BR Presse)

One Eyed Jacks

Directed by:   Marlon Brando, USA - 1960
Production: Paramount Pictures, Inc. - Director: Marlon Brando - Scenario: Calder Willingham - Guy Trosper - Based on : Charles Neider novel - Cast: Karl Malden Sheriff Longworth - Katy Jurado Maria - Ben Johnson Bob - Pina Pellicer Louisa - Slim Pickens Lon - Marlon Brando Johnny Rio - Rodolfo Acosta -

The Age of Innocence

Directed by:   Martin Scorsese, USA - 1992
Production: Columbia Pictures Corporation - Producer: Barbara De Fina - Co-Producer: Bruce Pustin - Production Manager: Bruce Pustin - Director: Martin Scorsese - Assistant Director: Joe Reidy - Vorspann: Saul Bass - Scenario: Jay Cocks - Martin Scorsese - Director of Photography: Michael Ballhaus - Editor: Thelma Schoonmaker - Production Design: Dante Ferretti - Art Director: Speed Hopkins - Set Decoration: Bob Franco - Costume Design: Gabriella Pesucci - Cast: Alexis Smith Mrs. van der Luyden - Geraldine Chaplin Mrs. Welland - Stuart Wilson Julius Beaufort - Joanne Woodward Narrator - Winona Ryder May Welland - Carolyn Farina Janie Archer - Daniel Day-Lewis Newland Archer - Richard E. Grant Larry Lefferts - Mary Beth Hurt Regina Beaufort - Robert Sean Leonard Ted Archer - Norman Lloyd Letterblair - Miriam Margolyes Mrs. Mingott - Michael Gough Mr. van der Luyden - Michelle Pfeiffer Ellen Olenska - Sian Phillips Mrs. Acher - Jonathan Pryce Monsiuer Riviere - Alec McGowen Silleron Jackson -

The Graduate

Directed by:   Mike Nichols, USA - 1967
Production: Avco Embassy - Director: Mike Nichols - Scenario: Calder Willingham - Buck Henry - Director of Photography: Robert Surtees - Composer: Dave Grusin - Cast: Murray Hamilton Mr. Robinson - William Daniels Mr.Braddock - Dustin Hoffman Benjamin Braddock - Anne Bancroft Mrs. Robinson - Katharine Ross Elaine - Brian Avery Carl Smith - Elizabeth Wilson Mrs.Braddock -
Synopsis in German: Benjamin Braddock ist sich keineswegs sicher, was er anfangen wird, als er nach einem glänzend bestandenen College-Examen zurück zu seinen Eltern nach Los Angeles fliegt. Auf einer Party, die sie ihm zu Ehren geben, fühlt er sich auch nicht besonders wohl. Zu den Gästen gehört Mrs. Robinson. Sie bittet den jungen Mann schliesslich, sie nach Hause zu fahren. Dort angekommen, zeigt sie sich mehr als entgegenkommend. Ben ist heilfroh, dass Mr. Robinson gerade noch rechtzeitig auftaucht, um ihm einen Rückzug zu gestatten. Er hat nämlich grosse Hemmungen, mit Mrs. Robinson ins Bett zu gehen, obwohl sie sehr attraktiv ist. Es dauert nicht lange, bis Mrs. Robinson doch erreicht, was sie will. Der junge Mann tut sich zwar etwas schwer, aber dann erfüllt er ihre Erwartungen. Eines gibt Mrs. Robinson ihm allerdings deutlich zu verstehen: von ihrer Tochter Elaine soll er ja die Finger lassen. Bens Eltern dagegen sähen es gern, wenn ihr Sohn Elaine Robinson einmal ausführen würde. Als er deren Drängen schliesslich nachgibt, entdeckt er zu seiner eigenen überraschung, dass Elaine ihm ausnehmend gut gefällt. (3sat Presse)
Reviews in German: "Komik, schöne Musik, bissige Gesllschaftskritik..." (Hamburger Morgenpost)
"Der Film lebt von einer Vielzahl glänzender Einstellungen, ausgezeichnet verpackter Gags und den Leistungen der Hauptdarsteller" (Der Tagesspiegel, Berlin)
«Was 1967 noch an bürgerlichem Mief durch Hollywood waberte, wurde vom frischen Wind dieser Komödie verweht: Ein brillanter Klassiker um Sitte und Moral, die ein Erwachsenenthema auf unverknöcherte, aber dennoch erwachsene Art darstellte – und ein Massenpublikum begeisterte. Collegeboy Ben (Dustin Hoffman) wird von Mrs. Robinson (Anne Bancroft) verführt, verliebt sich jedoch in ihre Tochter Elaine (Katharine Ross): der Start von Hoffmans Superstar-Karriere
Unvergessen:
Ben stürmt die Kirche, in der Elaine gerade heiraten soll, und entführt sie vom Altar weg. » (Cinema, 2000)
Remarks and general Information: Mike Nichols, am Broadway und in Hollywood gleichermassen erfolgreich ('Wer hat Angst vor Virginia Woolf?', 'Catch 22'), erhielt 1967 für den überraschungserfolg 'Die Reifeprüfung' einen Regie-Oscar. Zunächst sollte Robert Redford die Figur des orientierungslosen College-Absolventen verkörpern, strahlte jedoch nicht die nötige Verunsicherung aus. Die Verpflichtung des damals noch kaum bekannten und späteren Mega-Stars Dustin Hoffman für die Hauptrolle erwies sich allerdings als grosser Glücksgriff. Seine Darstellung des jungen Ben Braddock, stets etwas linkisch, aber höchst sympathisch, machte Hoffman zum Idol der amerikanischen Jugend. Sie erkannte sich in Bens Schwierigkeiten wieder, gegenüber der Elterngeneration und dem Establishment zu eigenen Werten und zu einem eigenen Weg zu finden. Mit feinem Sinn für Humor und psychologische Nuancen setzte Nichols diese Suche effektvoll und einfallsreich in Szene und schuf dabei einen Klassiker, der auch ein Vierteljahrhundert später nichts von seiner Frische verloren hat. Dazu tragen nicht zuletzt die zeitlosen Songs von Simon & Garfunkel bei ('The Sounds of Silence', 'Scarborough Fair', 'Mrs. Robinson'), die Nichols kongenial im Film einsetzte. (3sat Presse)

The High Sign

Directed by:   Buster Keaton, USA - 1920
Producer: Joseph M. Schenck - Director: Edward F. Cline - Buster Keaton - Scenario: Edward F. Cline - Buster Keaton - Joe Roberts - Director of Photography: Elgin Lessley - Cast: Joe Roberts - Buster Keaton - Sybil Sealey -

The kid

(Het Jochie, The Waif (Working title), 6 reels of Joy), Directed by:   Charles Chaplin, USA - 1921
Production: First National Pictures Inc. - Producer: Charles Chaplin - Director: Charles Chaplin - Assistant Director: Charles Riesner - Scenario: Charles Chaplin - Director of Photography: Jack Wilson Zweite Kamera - Roland H. Totheroh - Composer: Charles Chaplin Neufassung - Art Director: Charles D. Hall - Cast: Granville Redmond the artists' friend - Charles Riesner Bully (AKA Chuck Riesner) - Phyllis Allen - May White Frau des Polizisten - Tom Wilson Polizist - Robert Dunbar - Edna Purviance Die Dame - Carl Miller Der Mann - Raymond Lee Bullys kleiner Bruder - Albert Austin Dieb - Nellie Bly Baker Slum Nurse - Henry Bergman Kunst Agent und Nachasylwirt - Charles Chaplin The Tramp - Syd Chaplin - Jackie Coogan The Kid - Jack Coogan sr. Taschendieb - Lita Grey AKA Lillita MacMurray - Esther Ralston (/xx/) -
Synopsis in German: Vor seiner schäbigen Wohnung findet Charlie ein Wickelbaby, das eine junge ledige Mutter (Edna Purviance) ausgesetzt hatte. Nach fruchtlosen Versuchen, das Baby wieder los zu werden, findet sich Charlie mit seinem Schicksal als unfreiwilliger Ziehvater ab. Jahre später: die beiden sind ein perfektes Team geworden: der Kleine (Jackie Coogan) schmeisst mit Steinen Fensterscheiben ein, wie zufällig kommt Augenblicke später Charlie vorbei, um seine Dienste als Glaser anzubieten und die zerbrochenen Scheiben auszutauschen. Aus der Mutter ist eine berühmte Sängerin geworden, die verzweifelt ihr ausgesetztes Kind sucht. Ohne sich zu erkennen, kreuzen sich beider Wege. Der Junge wird krank, der herbeigerufene Arzt will den Kleinen in ein Waisenhaus einweisen, aber Charlie kann seinen Ziehsohn in letzter Minute retten. In der Zwischenzeit hat die Mutter eine Belohnung für das Finder ihres Sohnes ausgeschrieben: Charlies Wirt, bei dem die beiden Nachtasyl gefunden haben, bringt den schlafenden Jungen zur Polizei. Charlie, verzweifelt auf der Suche nach dem Kid, schläft ermattet vor der Türe seiner Wohnung ein: ihm träumt, er wäre im Himmel, bis ihn der Polizist weckt und zum Haus der Sängerin bringt, wo Mutter und Sohn auf ihn gewartet haben...
Reviews in German: "Was Charlie Chaplin betrifft, scheint es mir immer mehr, dass er nicht nur als Filmschauspieler, sondern viel mehr noch als Filmdichter gross ist. er ist der Meister jener unliterarischen, spezifischen Filmsubstanz, von der kluge europäische Theoretiker träumen." (Bela Bálasz, Der Tag)
Remarks and general Information: THE KID war der dritte Film, den Chaplin für die FIRST NATIONAL gedreht hatte. Für Chaplin war die Drehzeit und besonders die Fertigstellung aus privaten Gründen besonders anstrengend. Es war die Zeit der Scheidung Chaplins von seiner ersten Frau Mildred Harris, und ihre Anwälte versuchten, das Negativ des noch ungeschnittenen Filmes zu pfänden, um ihre Alimentenforderungen absichern zu können. So reisten die Filmbüchsen in einem Taxi kreuz und quer durch New York, nach New Jersey und schliesslich bis nach Utah, wo schliesslich Chaplin seinen Film fertig schneiden konnte. - In THE KID begegnete Chaplin dann aber auch seiner zweiten Frau, Lita Grey, die als Engel in der Paradiesszene auftritt. Die Ehe mit Mildred Harris wurde im November 1920 geschieden, jene mit Lita im August 1927 und kostete Chaplin rund zwei Millionen Dollar. «Jeder kennt das Findelkind und den Tramp - sie zählen zu den berühmtesten Paaren der Filmgeschichte, und sie haben Millionen von Zuschauern zu Tränen gerührt. Das "Lexikon des Internationalen Films" resümiert: "Chaplin reflektiert in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm die eigene Kindheit. Eine sentimentale, bittere, sozialkritische Tragikomödie, in der sich Realismus, Romantik und Phantasmagorie dank Chaplins und des kleinen Jackie Coogans unwiderstehlicher Darstellung mit Gags und Slapsticks zu einem großen Kinovergnügen verbinden."» (arte Presse)

Valmont

Directed by:   Miloš Forman, France, USA - 1989
Production: Renn Productions - Orion Pictures - Producer: Claude Berri - Production Manager: Xavier Castano - Director: Miloš Forman - Scenario: Jean-Claude Carrière - Miloš Forman - Director of Photography: Miroslav Ondricek - Editor: Nena Danevic - Production Design: Pierre Guffroy - Costume Design: Theodor Pistek - Cast: Henry Thomas - Fairuza Balk - Sian Philips - Ivan Palec - Jeffrey Jones - Colin Firth Valmont - Meg Tilly -
Synopsis in German: Die junge Cécile ist heimlich verliebt in ihren Musiklehrer, der ihre Liebe erwidert. Doch ihre Mutter hat für Cécile bereits die Heirat mit Monsieur Goncourt vorgesehen. Der wiederum ist ein ehemaliger Geliebter der Marquise de Merteuil - und diese will sich an Goncourt rächen. Zu diesem Zweck setzt sie den gerissenen Frauenheld Vicomte de Valmont auf die junge Cécile an, damit diese noch vor ihrer Hochzeit ihre Jungfräulichkeit verliert und Goncourt so der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Gleichzeitig haben die Marquise und der Vicomte ein anderes Abkommen getroffen: Wenn es dem Vicomte gelingt, die tugendhafte Ehefrau des Président de Tourvel zu verführen, wird die Marquise sich ihrerseits auf eine Nacht mit dem Vicomte einlassen... Die Marquise hat ihre Intrigen perfekt gesponnen. Doch dann machen die wahren Gefühle der von ihr Manipulierten der intriganten Adligen einen Strich durch die Rechnung...(ARTE Presse)
Remarks and general Information: «"Valmont" ist die dritte von fünf Adaptionen des Briefromans von Choderlos de Laclos, der in seinem berühmten Werk auf luzide, sarkastische Weise Kritik an der höfischen Gesellschaft des französischen 18. Jahrhunderts übte. Milos Formans Film kam nur ein Jahr nach Stephen Frears Kassenschlager "Gefährliche Liebschaften" (1988) in die Kinos und kann es ohne weiteres mit seinem direkten Vorgänger aufnehmen. Die Hauptfiguren werden verkörpert von Colin Firth, der zuletzt durch seine Rolle als niederländischer Maler Vermeer in "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" (2003) von sich reden machte, und Annette Bening, die für ihre Rolle in "American Beauty" für den Oscar nominiert war. Auch "Valmont" wurde 1990 aufgrund der aufwändigen Kostüme für den Oscar nominiert und erhielt im selben Jahr den César, für den auch Milos Forman als bester Regisseur nominiert war. Der Filmemacher wurde 1932 in der Tschechoslowakei geboren und besuchte die Prager Filmhochschule. Anfang der 60er Jahre war er einer der führenden Vertreter der tschechischen Filmbewegung "Neue Welle", emigrierte aber 1968 wegen des Einmarschs der Truppen des Warschauer Paktes in die USA. Zu seinen berühmtesten Filmen zählen die Romanverfilmung "Einer flog übers Kuckucksnest" (1974) und die mit acht Oscars prämierte Biografie "Amadeus" (1984).» (ARTE Presse)