San Francisco Silent Film - Filmfestival 2018

Reihe: Retrospektive

Mare Nostrum

(Our Sea), Directed by:   Rex Ingram, France, Spain, USA - 1925
Production: Metro-Goldwyn Pictures Corporation - Producer: Rex Ingram - Production Manager: Joseph C. Boyle - Director: Rex Ingram - Assistant Director: Harry Lachman - George Noffka - Joseph C. Boyle - John Birkel - Walter Palmer - Dudley Murphy (/xx/) - Scenario: Willis Goldbeck - Based on : Vicente Blasco Ibáñez novel - Director of Photography: John F. Seitz - Editor: Grant Whytock - Art Director: Ben Carré - Stand Photos: Robert Tomatis - Cast: Fernand Mailly Graf Kaledin - Ben Shorty Macrech Gepäckträger in Ferraguts Haus - Alice Terry Freya Talberg - Rosita Garcia Pepita (AKA Rosita Ramirez) - Andrews Engelmann U-Boot Kommandant (AKA André von Engelman) - Uni Apollon Triton - Alex Nova Don Estaban Ferragut - Kada Abd el Kadr Der junge Ulysses - Hughie Mack Caragol - Antonio Moreno Ulysses Ferragut - Mlle Kithnou Doña Cinta, Ulysses Frau - Michael Brantford Der junge Esteban - Frédéric Mariotti Toni - Pâquerette Dr. Fedelman (AMA Mme. Paquerette) - John George Gepäckträger in Ferraguts Haus -
Synopsis in German: «Mare Nostrum ist zugleich eine Spionagegeschichte um deutsche Unterseeboote, wie eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen spanischen Kapitän und einer deutschen Spionin. Zeitlicher Hintergrund ist der Erste Weltkrieg: In den Ruinen von Pompeji lernen sich Ulysses Ferragut und Freya Talberg kennen. Der verheiratete Ulysses, der das Mittelmeer wie seine Westentasche kennt, erliegt der Schönheit Freyas, die ihn überredet, als Lotse bei einer U-Boot-Operation zu fungieren. Als er erkennen muss, dass er indirekt am Tod seines geliebten Sohnes Esteban schuld ist, der durch deutsche Torpedos starb, stellt er sein Schiff Mare Nostrum in den Dienst der Franzosen, um als Kommandant gegen die deutsche Marine zu kämpfen. Seine Liebe zu Freya schlägt in Hass um, und er sorgt dafür, dass sie als Spionin hingerichtet wird. Beeindruckend ist die vom Top-Kameramann John F. Seitz gedrehte Sequenz des Exekutionskommandos, die aus der Sicht der Delinquentin gedreht wurde.
Mare Nostrum galt lange Zeit als verschollen. Erst in den späten siebziger Jahren wurde der Film wiederentdeckt und von Photoplay Productions London in gewohnt sorgfältiger Weise restauriert. Die Viragen kommen dem Original sehr nahe.» (www.dmh.de / 2006)
Remarks and general Information: Ursprüngliche Länge des Films laut O'Leary 11'000 ft, dann auf 9'894 ft gekürzt.

Rosita

Directed by:   Raoul Walsh, USA - 1923
Production: Mary Pickford Company - Distribution: United Artists - Producer: Mary Pickford - Director: Ernst Lubitsch - Raoul Walsh (/xx/) - Assistant Director: James Townsend - Scenario: Hanns Kräly (AKA Hans Kraly) - Edward Knoblock - Based on : Adolphe D'Ennery Don Cesar de Bazan (play) - Director of Photography: Charles Rosher - Composer: Louis F. Gottschalk - Art Director: William Cameron Menzies - Svend Gade - Costume Design: Mitchell Leisen - Cast: Donald McAlpin Rosita's Brother - Mathilde Comont Rosita's Mother - Frank Leigh Prison Commandant - Mario Carillo Major Domo - George Bookasta Child role (/xx/) - Marcella Daly Bit Role (/xx/) - Joan Peers Bit Role (/xx/) - Holbrook Blinn The King - Charles Farrell Bit Role (/xx/) - Marian Nixon Bit Role (/xx/) - Snitz Edwards Little Jailer - George Periolat Rosita's Father - Mary Pickford Rosita - Irene Rich The Queen - Philippe de Lacy Rosita's Brother - Bert Sprotte Big Jailer - Doreen Turner Rosita's Sister - Mme. de Bodamere The Maid - George Walsh Don Diego - Charles Belcher The Prime Minister -
Synopsis in German: Der König von Spanien verliebt sich in die Strassensängerin Rosita, deren Herz dem verarmten Don Diego gehört. Beide landen im Kerker und werden zum Tod verurteilt… United Artists und Mary Pickford produzierten diesen ersten Film Lubitschs in den USA. Pickford hatte Lubitsch selbst ins Land geholt, mäkelte aber: «Einzig Türen interessieren ihn!» (Locarno 2010)

Auf den Strassen von Sevilla macht die lebhafte Strassensängerin Rosita mit ihren Spottliedern über den königlichen Hof auch vor den Obersten nicht Halt. Als der König von den Gerüchten über sie hört, möchte er sie kennenlernen, um für Ordnung zu sorgen. Bei ihrem Anblick ist er sofort verzaubert, doch weil er ihr Verhalten gegenüber ihm und seiner Autorität nicht dulden will, sieht er sich gezwungen, die lebhafte Spanierin zurechtzuweisen. Im gleichen Moment kreuzt ihr adliger Liebhaber Don Diego auf, der Rosita vor der Leibgarde des Königs ritterlich verteidigt. Der König, der sich indessen in die schöne Rosita verliebt hat, lässt die beiden einsperren und Don Diego aus Eifersucht zum Tode verurteilen.
Doch weil Rosita kein Interesse am König und dessen Avancen hat, gewährt er der widerwilligen Schönheit eine Hochzeit mit ihrem Edelmann.
Er hofft, so zwei Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen: Rosita für sich zu gewinnen und Don Diego aus dem Weg zu räumen. Jedoch setzt Rosita alles daran, ihren Liebhaber vor dem Tod zu bewahren. Doch auch der Königin ist die Strassensängerin ein Dorn im Auge und so wird die eifersüchtige Gattin des Monarchen zu Rositas Verbündeten, um sie und Don Diego ein für alle Mal loszuwerden. (Arte Presse)
Reviews in German: «Lubitschs Debütfilm in Amerika ist eine seltsame Mischung zwischen einem höfischen Kostümfilm, einer als Carmen verkleideten Mary Pickford mit einer halben Geschichte der Tosca - ein Mélange, bei welchem man sich nie im klaren ist, in welchem Film man eigentlich sitzt. Mary Pickford hatte wohl recht damit, dass sie in diesem Film eine Fehlbesetzung war...» (lhg 2010)

«Rosita ist Mary Pickford, und mit den ersten Tanzschritten auf einem kleinen Podest inmitten der quirligen Menge, eindrucksvoll von oben gefilmt, steht fest, dass sie diese Rosita als die herzensgute kleine Schelmen-Schwester einer Carmen spielen wird. Sie ist eine Strassensängerin mit losem Maul, Stiefkind einer malerisch armen Nichtstuer- und Lebenskünstler-Familie und ein Star, der handfest das Kostüm zurechtrücken, schwärmerisch tänzeln und mit ausgeprägtem Handwedeln sprechen kann. Natürlich erlebt diese bodenständige Kindfrau in ROSITA eine zarte, reine Liebesgeschichte über alle Ränke und Missverständnisse hinweg.» (Claudia Lenssen, filmmuseum münchen 2006, Heft 10)
Remarks and general Information: Es war der erste Film, den Lubitsch nach seiner Ankunft in Amerika drehte: Mary Pickford hatte den deutschen Erfolgsregisseur verpflichtet und erwartete von ihm einen Film, der ihren Rollen ein reiferes Image geben werde. Lubitsch hatte erst geplant, mit Mary Pickford einen Faust-Film zu drehen, gab dieses Projekt dann aber nach einigen Probeaufnagmen auf.

ROSITA wurde zu einem Erfolg bei Presse und Publikum, in den späteren Jahren distanzierte sich Mary Pickford allerdings von dem Film und trug sich gar mit der Idee, diesen Film (wie auch viele andere, an welchen sie die Rechte besass) zu zerstören. Lubitsch, so äusserte sie sich, sei ein Regisseur, der sich nicht für Schauspieler, sondern nur für Türen interessiere, aus welchen die Schauspieler ein und ausgehen. Es soll Lillian Gish gewesen sein, die ihr dies ausredete. Seitdem ist der Film vorwiegend im Archiv des Mary Pickford Estate unter Verschluss. Das Filmmuseum München besitzt eine unvollständige (??) Kopie mit russischen Zwischentiteln. (lhg 2010)

San Francisco Silent Film Filmfestival 2018 Program

Sorry, we actually have no further information on the 2018 San Francisco Silent Film Filmfestival.