San Sebastian - Filmfestival 1958

Reihe: Wettbewerb

Ewa chce spac

Directed by:   Tadeusz Chmielewski, Poland - 1958
Director: Tadeusz Chmielewski - Scenario: Andrzej Czekalsi - Tadeusz Chmielewski - Director of Photography: Stefan Matyjaszkiewicz - Cast: Wladislaw Osto-Suski - Gustaw Lutkiewicz - Waclaw Kowalski - Zygmunt Zintel - Jarema Stepowski - Stanislaw Milski - Roman Klosowski - Maria Kaniewska - Ludwik Benoit Kasiarz - Stefan Bartik - Stanislaw Mikulski Piotr - Barbara Kwiatkowska Ewa Bonecka - Henryk Kluba -
Reviews in German: "Sechs Jahre hat es gedauert, ehe man hierzulande auch für polnische Filmkomödien Interesse zeigte. Polens junge Cinematografen, die uns wiederholt durch ihre sensiblen und aggressiven „Problemstücke“ überraschten (man denke an den NACHTZUG [POCIAG, Jerzy Kawalerowicz, Polen 1959], ASCHE UND DIAMANT [POPIÓL I DIAMENT, Andrzej Wajda, Polen 1958] und den ACHTEN WOCHTAG [OSMY DZIEN TYGODNIA, Aleksander Ford, Polen/BRD 1957/58]), haben jetzt mit dem Film EVA WILL SCHLAFEN den Versuch unternommen, das Leben von der rosaroten Seite zu sehen und in eine Domäne, die bisher den Amerikanern, Engländern, Franzosen und Italienern vorbehalten war, einzudringen. Die Fabel des Films hat gewisse Reize: Ein junges Mädchen kommt in die fremde Stadt, doch das Internat eröffnet erst am folgenden Tag. Für eine Nacht braucht es ein Bett, aber die Stadt erlebt eine Umkehrung aller Werte. Gangster und Polizei ziehen an einem Strang, wechseln die Uniform im Bedarfsfalle aus, suchen einen Kompromiss mit dem alltäglichen Leben.
Der Humor, den Regisseur Tadeusz Chmielewski hier vorführt, ist dem deutschen in vielem ähnlich. Posse, Schwank, Burleske und Parodie reichen sich hier die Hand. Aus Amerika hat man die Slapstick-Komik übernommen, aus den österreichischen Lustspielgefilden die Klamotte. Echt slawisch dagegen sind die poetischen Szenen, die etwa an Jirí Trnkas Puppenfilme erinnern. Doch das ständige Auswechseln der Stilarten wie auch das Wechselspiel von gut und böse, das sich unter den jeweils völlig konträren Kostümen verbirgt, ermüdet auf die Dauer. So bleibt schliesslich von allen lobenswerten Anstrengungen des Regisseurs – der für diesen Film einen Preis bekam – nur die Erinnerung an das zarte und eindringliche Gesicht von Barbara Kwiatkowska. Diese zarte, feingliedrige Polin, die als Barbara Lass inzwischen die dritte Frau des Schauspielers Karlheinz Böhm geworden ist, entschädigt für alle unerfüllt gebliebenen Wünsche und hält das Kaleidoskop der Bilder und Gesichter anmutig zusammen." kik in: Abendpost (Frankfurt am Main), 19.2.1964.

"(…) Eva, das ist die reine, naive Unschuld inmitten einer Stadt, in der es von grimmig-komischen Gaunern und Dieben wimmelt, von Spitzbuben, denen eine schlampige, köstlich vertrottelte Polizei gegenübersteht. Auf liebevoll karikierte Bürger-Typen, auf freundlich auf die Schippe genommene Ordnungshüter, auf munter-lockeres Bettgeflüster-Treiben in einem Arbeiterinnen- Heim, auf viele Dinge vermutlich, die der ausländische Zuschauer kaum gewahr wird, und auch ein wenig selbstironisch auf den Filmbetrieb zielt der mild-satirische Witz des Regisseurs, der nach Absolvierung der (…) Filmhochschule hier als Dreissigjähriger sein Debüt gab." (…) H.J. Weber in: Film-Echo/Filmwoche (Wiesbaden), Nr. 37, 8.5.1963.

Vertigo

Directed by:   Alfred Hitchcock, USA - 1958
Production: Alfred J. Hitchcock Productions - Distribution: Paramount Pictures, Inc. - Producer: Alfred Hitchcock - Associate Producer: Herbert G. Coleman - Director: Alfred Hitchcock - Vorspann: Saul Bass - Scenario: Samuel A. Taylor - Alec Coppel - Maxwell Anderson (contributing writer) (/xx/) - Based on : Pierre Boileau (novel: D'Entre Les Morts) - Thomas Narcejac (novel: D'Entre Les Morts) - Director of Photography: Robert Burks - Composer: Bernard Herrmann - Editor: George Tomasini - Production Design: Henry Bumstead - Art Director: Hal Pereira - Costume Design: Edith Head - Special Effects: John Fulton - Stand Photos: Robert Coburn - Cast: David McElhatton Radio Announcer - European Version Only (voice) (/xx/) - Perk Lazelle Diner at Ernie - June Jocelyn Nurse (/xx/) - Catherine Howard Nun (/xx/) - Art Howard Juror (/xx/) - Victor Gotti Matire d - Jimmie Horan Juror (/xx/) - Alfred Hitchcock Man Walking Past Elster - Buck Harrington Elster - Robert Haines Stenographer (/xx/) - Fred Graham Policeman on Rooftop (/xx/) - Lyle Moraine Patron (/xx/) - Forbes Murray Diner at Ernie - Sara Taft Nun (/xx/) - Dori Simmons Woman at Ernie - Nina Shipman Woman in Museum Mistaken for Madeleine (/xx/) - Jeffrey Sayre Diner at Ernie - Ed Stevlingson Inquest Attorney (/xx/) - Jack Richardson Escort (/xx/) - William Remick Jury Foreman (/xx/) - Kathy Reed Patron (/xx/) - Ezelle Poule Older Mistaken Identity (/xx/) - Julian Petruzzi San Francisco Flower Vendor (/xx/) - Miliza Milo Saleswoman (/xx/) - Roland Gotti Bartender at Ernie - Margaret Bacon Nun (/xx/) - Jack Ano (/xx/) - Isabel Analla (/xx/) - David Ahdar Priest (/xx/) - James Stewart John 'Scottie' Ferguson - Konstantin Shayne Pop Liebl - Lee Patrick Car Owner Mistaken for Madeleine - Raymond Bailey Scottie's Doctor - Kim Novak Madeleine Elster / Judy Barton - Henry Jones Coroner - Tom Helmore Gavin Elster - Barbara Bel Geddes Midge Wood - John Benson Salesman (/xx/) - Danny Borzage Juror (/xx/) - Don Giovanni Salesman (/xx/) - Joanne Genthon Carlotta Valdes (/xx/) - Joe Garcio Juror (/xx/) - Bess Flowers Diner at Ernie - Molly Dodd Beautician (/xx/) - Roxann Delman Ransohoff - Bruno della Santina Waiter at Ernie - Jean Corbett Mrs. Elster (/xx/) - Steve Conte Burglar (/xx/) - Boyd Cabeen Diner at Ernie - Paul Bryar Capt. Hansen (/xx/) - Margaret Brayton Ransohoff - Ellen Corby Manager of McKittrick Hotel -
Synopsis in German: Nach einem Unfall über den Dächern von San Franciso ist der Polizist John "Scottie" Ferguson traumatisiert. Er leidet unter Höhenangst, muss den Dienst quittieren und verbringt die meiste Zeit bei seiner College-Freundin Midge. Doch dann bittet ihn der Geschäftsmann Gavin Elster, seine Frau zu beobachten. Elster gibt an, Madeleine sei vermutlich von einer Toten besessen, und er habe Angst um ihr Leben. John folgt der attraktiven Blondine auf den kleinen Friedhof einer spanischen Mission zum Grab einer Frau namens Carlotta Valdez und in eine Ausstellung, in dem ein Porträt von eben jener Carlotta Valdez hängt.

Sie war die Geliebte eines reichen Geschäftsmannes, die 1857 Selbstmord beging und zudem Madeleines Urgrossmutter war. John ist fasziniert von Madeleine, er verliebt sich in die geheimnisvolle Schöne. Als sie in der spanischen Mission San Juan Battista den Glockenturm erklimmt, kann John ihr wegen seiner Höhenangst nicht folgen und muss zusehen, wie sie vom Turm stürzt. Jahre später trifft er plötzlich auf das Ebenbild Madeleines. Doch die Frau ist angeblich eine aus Kansas stammende Verkäuferin namens Judy Barton. (3Sat Presse)
Reviews in German: "Brillant inszenierter, psychologisch tiefgründiger Thriller aus dem Reich der unvergesslichen Filme" (tele) «Zeitlos grandios...» (tele 22/2018)

«Hitchcock machte es seinem Publikum nicht leicht – der Film floppte 1958 bei Zuschauern und Kritikern. Aber er gehört zu den facettenreichsten Psychothrillern überhaupt. Cop Stewart leidet an Höhenangst und an sich selbst, bis er sich in die geheimnisvolle Kim Novak verliebt. Sie stirbt, und der besessene Stewart formt eine Doppelgängerin nach ihrem Bilde. Die Story ist so verzwickt, dass man den Film nicht nur mehrfach sehen sollte, sondern muss.
Unvergessen:
Das buchstäblich Schwindel erregende Finale auf dem Glockenturm. » (Cinema, 2000)
Remarks and general Information: «"Vertigo" war wegen der Streitigkeiten um Hitchocks Nachlass fast zehn Jahre nicht öffentlich zu sehen. Der Film wurde erst 1983 neu entdeckt und von der Kritik als Hitchocks Meisterwerk gefeiert. In der alle zehn Jahre veranstalteten Umfrage der britischen Filmzeitschrift "Sight and Sound" stiess er 2012 sogar "Citizen Kane" als besten Film aller Zeiten vom Sockel. Der Plot des Thrillers basiert auf einer französischen Romanvorlage, die Hitchcock nach San Francisco verlegte, wo er auch an Originalschauplätzen drehte. Um das Gefühl der Höhenhangst (engl.: vertigo) im Bild umzusetzen, entwickelte Hitchcock mit seinem Kameramann Irmin Roberts eine neue Technik, bei der die Kamera sich in eine Richtung bewegt und in die andere zoomt. Das als "Vertigo-Effekt" bekannte Kunststück wurde danach von den unterschiedlichsten Regisseuren übernommen.» (3Sat Presse)

San Sebastian Filmfestival 1958 Program

Sorry, we actually have no further information on the 1958 San Sebastian Filmfestival.