Annie Hall

Der Stadtneurotiker

Regie: Woody Allen, , USA, 1977

Genre: Komödie,

Szenenphoto aus Annie Hall, © Production Company


Stab und Besetzung

Regisseur Woody Allen
Regieassistent Fred Blankfein
Fred Gallo
Drehbuch Woody Allen
Marshall Brickman
Kamera Gordon Willis
Schnitt Ralph Rosenblum
Architekt Mel Bourne
Robert Drumheller
Kostümbild Ruth Morley
Darsteller Woody Allen [Alvy Singer]
Shelley Duvall
Carol Kane [Allison]
Diane Keaton [Annie Hall]
Janet Margolin
Tony Roberts [Rob]
Paul Simon [Tony Lacey]
Donald Symington
Paula Trueman
Sigourney Weaver

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Farbfilm,Länge: 88 Minuten
Tonsystem: Mono
Vorhandene Kopien: Kopien des Films sind erhalten

Inhaltsangabe
Der New Yorker Komiker Alvy Singer (Woody Allen) blickt in witzig-selbstironischer Weise auf seine Vergangenheit zurück, nachdem er durch die gescheiterte Beziehung zu Annie (Diane Keaton) aus Wisconsin wieder einmal in eine Krise geraten ist. Seine verkorkste Kindheit verbrachte er in einem nicht erschütterungsfreien Zuhause unter einer Achterbahn und hatte sich damals plötzlich geweigert, weiterhin seine Hausaufgaben zu erledigen. "Das Universum dehnt sich aus", hatte er nur lakonisch erklärt. In Anbetracht einer gewaltigen Explosion in zwei Millionen Jahren, die von der Erde nichts mehr übrig lassen würde, war für ihn jegliche Anstrengung sinnlos geworden. Die jahrelangen Sitzungen bei einem Psychiater hatten dem permanent unglücklichen Verlierer auch nicht geholfen, sich mit seinem Schicksal zu arrangieren (Alvy: "Ein Jahr geb ich dem Therapeuten noch, dann fahre ich nach Lourdes"). Selbst seine zwei Ehen gingen in die Brüche. Und nun blickt er auf die Scherben seiner Beziehung zu Annie, nachdem diese für eine Gesangskarriere nach Hollywood - für Alvy der Inbegriff des schönen, aber hohlen Scheins - gezogen ist... (SF DRS Presse)

Preise und Auszeichnungen
Oscar für beste Regie

Anmerkungen
Woody Allens von seiner eigenen Biografie geprägte Komödie porträtiert einen Intellektuellen, der mit ernsten Problemen hadert, diese aber auf komische Weise bewältigt. Der Träumer und geborene Verlierer - ein Stadtneurotiker eben - überlebt dank der eigenen Kreativität. Für seinen sechsten Film hat Allen im Vergleich zu seinen früheren Werken die eher episodischen Pointen zugunsten einer durchgehenden Geschichte weiterentwickelt, bei den Gags setzt er mehr auf bissig-ironischen Wortwitz als auf Slapstick. Die Unrast der Hauptfigur findet seine Entsprechung in Allens versiertem Jonglieren mit verschiedenen Stilen und Erzählformen (er blendet etwa in Untertiteln ein, was seine Figuren denken, das ganz im Gegensatz zu ihren Äusserungen steht). Prompt wurde "Annie Hall" 1978 mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet - als bester Film, für das beste Drehbuch, die beste Regie und die beste weibliche Hauptrolle (Keaton). Die dialogreiche Komödie hat damit sogar den allerersten "Star Wars"-Film im Rennen um die Oscars geschlagen und für damalige Verhältnisse die enorme Summe von 40 Millionen Dollar eingespielt. Der Film gilt als einer der besten Allens. Vielleicht auch deshalb, weil darin der Prototyp seiner Lieblingsfigur, dem mit seinem Alltag restlos überforderten, aber spitzzüngigen Grossstadtmenschen, ebenso etabliert wurde wie dessen leicht schusslige und naive Freundin, die ihm später in so manchen Filmen zur Seite stand. (SF DRS Presse)



Literatur Hinweise Reclam Filmführer pg 44

References in Databases
KinoTV Database Nr. 14263

Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:

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