The Da Vinci Code

Sakrileg

Regie: Ron Howard, , USA, 2006

  • FSK 12  

Plakatmotiv The Da Vinci Code, © Production Company


Stab und Besetzung

Regisseur Ron Howard
Drehbuch Akiva Goldsman
Kamera Akiva Goldsman
Darsteller Marie-Françoise Audollent
Marie-Françoise Audollent
Paul Bettany
Paul Bettany
Etienne Chicot
Etienne Chicot
Tom Hanks
Jean-Pierre Marielle
Ian McKellen
Alfred Molina
Jürgen Prochnow
Jean Reno
Jean Reno

Technische Angaben
Technische Info: Farbe,Länge: 147 Minuten
Tonsystem: Keine Angabe
Premiere: 17. Mai 2006 in IFF Cannes
FSK ab 12 Jahren,
Kritiken : «Eine Kugel im Bauch, ein Pentagramm aus Blut auf der Brust: Ein alter Mann wird ermordet, mitten im Pariser "Louvre". Er hinterlässt eine Reihe kryptischer Rätsel und fordert, quasi als letzter Wille, dass zur Aufklärung seines eigenen Mordfalles der Symbolwissenschaftler Robert Langdon (Tom Hanks) hinzugezogen wird. Langdon gerät über Nacht in einen Strudel von Ereignissen, die recht konkret auch sein Leben bedrohen. Denn hinter ihm und Sophie Neveu (Audrey Tautou), der Enkelin des alten Mannes, sind in kürzester Zeit nicht nur die Pariser Polizei, sondern auch ein Geheimbund der Kirche, ein sich selbst geisselnder Albino-Mönch und eine geheimnisvolle Figur, die sich der "Lehrer" nennt, her. Wen wundert's: Langdons Suche bedroht immerhin die Fundamente der katholischen Kirche, denn er ist auf der Spur des leiblichen Erben Jesu Christi.

So beginnt Dan Browns Klerikal-Thriller "Sakrileg". Mehr als 50 Millionen Mal wurde der Roman weltweit verkauft, und die Marketingschlacht, die der Verfilmung durch Regisseur Ron Howard vorausging, dürfte nur an Wenigen vorbeigegangen sein. Erst hängten die Sachbuchautoren Michael Baigent und Richard Leigh dem Bestseller-Fabrikanten Brown eine öffentlichkeitswirksame Plagiats-Klage an, weil er sich von ihren Thesen über die wahre Natur des Heiligen Grals inspirieren ließ. Dann folgten Boykott-Aufrufe aus dem Vatikan und Proteste aus dem Lager des katholischen Elite-Bundes "Opus Dei". Das "Sakrileg" blieb so wochenlang in der öffentlichen Wahrnehmung präsent, während den Film selbst bis zum Tag vor seiner Premiere auf dem Filmfestival in Cannes niemand sehen durfte.

Die Erwartungshaltung war nach dem medialen Dauerfeuer hoch. Leider kann Ron Howards rund 125 Millionen Dollar teuere Leinwand-Vision mit dem Kopfkino der Vorlage nicht mithalten. Die Probleme fangen schon beim Hauptdarsteller an. Tom Hanks, in seinen letzten Filmen schon einer minimalistischen Mimik verschrieben, ist zu brav, zu ausdruckslos für den intellektuellen Draufgänger Langdon. Wie fatal diese glatte Fehlbesetzung für den Film ist, das merkt man vor allem immer dann, wenn die Nebendarsteller den fahlen Helden die Schau stehlen: Paul Bettany als gruselig-gläubiger Killer mit dem Folter-Strumpfhalter aus Stahl und vor allem Ian McKellen als undurchsichtiger Gralsforscher Teabing sorgen für Spannung und Witz, die man sonst öfter vermisst.

Ron Howard, Regisseur von Filmen wie "A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn" oder "The Missing", hat den Roman zwar durchaus ansprechend in Bilder übersetzt. Er hat sich gerade mit der optischen Darstellung der Anagramme, Worträtsel und historischen Thesen besondere Mühe gegeben. Und trotzdem rauschen die fein konstruierten Zusammenhänge, die intellektuellen Spielchen des Buches in einer auf 148 Minuten gerafften Filmfassung vergleichsweise wirkungslos am Zuschauer vorbei. Allen bleichen historischen Rückblenden und kunsthistorischen Powerpoint-Präsentationen zum Trotz. Was bleibt, ist immer noch glattes Hollywood-Blockbuster-Kino, das – das darf man auch nicht ganz vergessen – die Kirche nicht besonders gut aussehen lässt und mit provokanten Thesen zum Leben Jesu Christi durchaus etwas Subversives und Polarisierendes hat. Der besondere Kitzel des Buches allerdings hat sich auf die Leinwandversion nicht übertragen.» (Gunnar Mergner, br-online.de)

«(...) Wenn das Publikum nach zwei Stunden Knallerei und Detonationen und irgendwelchen irrsinnigen Verfolgungsjagden dumm, benommen, aber glücklich aus dem Kino wankt, dann ist dagegen gar nichts einzuwenden. Das ist das Kerngeschäft Hollywoods. Schlimm wird es erst, wenn die Industrie meint, irgendwie Tiefsinn oder Erhabenheit produzieren zu müssen. Dann ist es unerträglich. Wir reden also von «The Da Vinci Code», dem Film. Mit diesem hohlen, miserabel inszenierten und (mit Ausnahme Ian McKellens) erbärmlich gespielten Geschwätz hat sich Cannes zur Eröffnung seiner 59. Ausgabe gleich einmal selber einen Schlag in die Magengrube versetzt (...)» (Christoph Egger, NZZ 29. Mai 2006)

«Verborgene Hinweise in den Kunstwerken Leonardo da Vincis, die Tempelritter, heidnische Rituale, eine geheime Bruderschaft – das sind die Eckpfeiler, auf die der ehemalige Englischlehrer Dan Brown seine haarsträubende, aber teuflisch plausible Verschwörungstheorie stützt: Der Heilige Gral ist eine Frau! Jesus Christus war sterblich, hat mit Maria Magdalena Nachkommen gezeugt – und der Klerus schreckt vor nichts zurück, um die erschütternde Wahrheit zu vertuschen.
„Blasphemie!“, zürnten geistliche Würdenträger. „Totaler Quatsch!“, fluchte Opus Dei (Gottes Werk), eine ultrakonservative Katholizismus-Bewegung mit Sektencharakter und Hang zur Selbstgeißelung, die in „Sakrileg“ den Todesengel Silas entsendet. Und William Donahue, der Vorsitzende der Catholic League, forderte Sony auf, im Filmvorspann ein für alle Mal klarzustellen, dass es sich um ein Werk purer Fiktion handelt. Regisseur Ron Howard hält sich bedeckt, deutet aber an, dass er auf Browns Vorwort – „Sämtliche erwähnten Werke sind wahrheitsgetreu wiedergegeben“ – verzichtet. Und dass er die Schnitzeljagd, die im Buch atemlose 20 Stunden in Anspruch nimmt, auf „unter drei Stunden“ beschränken wird.
Nicht alle „erwähnten Werke“ reagierten geschmeichelt: Londons ehrwürdige Westminster Abbey verweigerte dem „Sakrileg“-Team die Dreherlaubnis: Das Werk sei „theologisch zweifelhaft“. Bange harrte Howard auf den Bescheid des französischen Nationalheiligtums Louvre – sein Hauptschauplatz. Stattdessen erhielt er eine Einladung zum Kaffee bei Staatschef Jacques Chirac, der ihn seiner Unterstützung versicherte. Zumal „Sakrileg“ die Besucherzahlen des Museums 2005 in Rekordhöhe getrieben hatte. Bei dieser Gelegenheit schlug Monsieur Chirac die beste Freundin seiner Tochter für die weibliche Hauptrolle vor. Das Pariser Kultusministerium erteilte die Genehmigung auch ohne Einwirken von höchster Stelle. Der Part der Sophie Neveu, der mutigen Enkelin des ermordeten Louvre-Kurators, ging an „Amélie“ „Mathilde“ Audrey Tautou. Und obwohl Dan Brown seinen Helden Robert Langdon als „Harrison Ford in Tweed“ beschreibt, entschied sich Howard für Tom Hanks, seinen Star aus „Splash“ (1984) und „Apollo 13“ (1995). Nur das berühmteste Gesicht ist nicht authentisch: Da Vincis „Mona Lisa“ ist zu empfindlich für grelles Scheinwerferlicht. Im Film wird eine Replik verwendet.
Die befürchteten Protestaktionen aufgebrachter Katholiken blieben aus. Die englische Presse berichtete indes von 200 Demonstranten am Set in Lincolnshire. Tatsächlich wetterte eine als Nonne kostümierte Frau einsam auf den Stufen der Lincoln Cathedral (die Westminster Abbey doubelt). „Die anderen 199“, stellt Ron Howard amüsiert klar, „wollten ein Autogramm von Tom Hanks!“» (Ulrike Schröder, Cinema)

General Information

The Da Vinci Code is a motion picture produced in the year 2006 as a USA production. The Film was directed by Ron Howard, with , , Ian McKellen, Alfred Molina, Jürgen Prochnow, in the leading parts. We have currently no synopsis of this picture on file;



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