Wim Wenders

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Regisseur - Deutschland
Geboren 14. August 1945 in Düsseldorf

Mini-Biography:
Wim Wenders wurde am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren. Wim Wenders ist ein deutscher Regisseur, bekannt durch Helsinki-Napoli (1987), Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (1971), Der amerikanische Freund (1977), 1970 entstand sein erster genannter Film. Sein letzter bekannter Film datiert 2011.
Biographische Notizen : 1964-65 Medizin- und Philosophiestudium, 1967-70 an der HFF München. Filmkritiker u.a. für die Zeitschrift "filmkritik". 1971 Mitbegründer des Filmverlags der Autoren, 1975 eigene Produktionsgesellschaft ROAD MOVIES, 1984 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 1991 Vorsitzender und seit 1996 Präsident der "European Film Academy".

"Er wurde geboren, als der Krieg gerade zu Ende war. Er gehörte damit zu einer Generation deutscher Intellektueller, die für die Vergangenheit nicht mehr zuständig war und sich doch dafür verantwortlich fühlte. Man nannte sie eine "vaterlose Generation", Kinder des Kriegs ohne Heimat, ohne Werte. Wenders gab diese Erfahrung einer Zerrissenheit, eines Lebens ohne feste Wurzeln – und, damit verbunden, einer unendlichen Sehnsucht nach Zärtlichkeit – an seine Figuren weiter: von Rüdiger Vogler Im Lauf der Zeit über Nastassja Kinski Paris, Texas und Bruno Ganz Der Himmel über Berlin bis zu Sam Shepard Don't Come Knocking. Die versunkene Heimat, die verlorene Identität, die daraus resultierenden inneren Nöte: das
sind die zentralen Motive, die seine Filme in Bewegung halten. Wim Wenders teilte diese Erfahrung mit den Regisseuren seiner Generation: Kluge, Herzog, Fassbinder. Er musste, wie die anderen, das Kino neu für sich erfinden. Auf Vorbilder war kaum Verlass (Murnau vielleicht und Nicholas Ray, dem er eine Hommage widmete, überhaupt ist seine amerikanische Liebe immer spürbar). Wenders erste Kurzfilme waren Versuche herauszufinden, was das eigentlich ist: das Kino, und diese Neugier treibt seine Filme bis heute an – jeder Film bringt das Kino ein Stück voran, erweitert die Grenzen seines Universums. Das setzt filmische Meisterschaft voraus. Genauigkeit, Nachdenklichkeit und Reflektion zeichnen seine Filme aus. Das genaue Hören auf die Sprache brachte ihn in die geistige Nähe zu Peter Handke. Das genaue Hinsehen machte ihn zu einem Meister des Atmosphärischen. Seine Liebe zur Musik half ihm beim Beschwören von Stimmungen. Wie kein anderer denkt und erzählt Wim Wenders nicht in Geschichten, sondern in Bildern und Tönen: das macht die Einmaligkeit (und die Verletzlichkeit) seines Universums aus. Wer denkt, das sei Kino von gestern, irrt. Es ist ein Kino, das jünger ist als manches junge Kino von heute. Auch wenn Wenders jetzt, man mag es nicht glauben, 60 wird." (Klaus Eder, Locarno 2005)

Wim Wenders Filmographie [Auszug]
2011: Pina (Regisseur),
2008: Auge in Auge - Eine deutsche Filmgeschichte (Darsteller), Regie Michael Althen, Hans Helmut Prinzler, mit Tom Tykwer, Andreas Dresen, Michael Ballhaus,
2005: Don't come knocking (Regisseur), mit Sam Shepard, Jessica Lange, Tim Roth,
2004: Land of Plenty (Regisseur), mit Michelle Williams, John Diehl, Shaun Toub,
2003: Egoshooter (Produzent), Regie Christian Becker, Oliver Schwabe, mit Lennie Burmeister, Simon Sean Hoffmann, Ben Nijmeijer,
2000: The Million Dollar Hotel (Regisseur), mit Tom Bower, Peter Stormare, Jimmy Smits,
1997: Am Ende der Gewalt (Regisseur), mit Pruitt Taylor Vince, Udo Kier, Samuel Fuller,
1996: Die Gebrüder Skladanowsky (Regisseur), mit Rüdiger Vogler,
1996: Go for Gold (Produzent), Regie Lucian Segura, mit Antonio Carmona, Maria de Medeiros, Carlos Hipolito,
1995: Lumière et Compagnie (Regisseur), Regie Cédric Klapisch, Theo Angelopoulos, mit Liv Ullmann, Isabelle Huppert, Ticky Holgado,
1994: Lisbon Story (Regisseur), mit Patrick Bauchau, Manoel de Oliveira, Madredreus,
1994: Par delà les nuages (Jenseits der Wolken) (Regisseur), Regie Michelangelo Antonioni, mit Peter Weller, Inès Sastre, Jean Reno,
1993: Himmel über Berlin II (In weiter Ferne, so nah!) (Regisseur), mit Matthias Zelic, Aline Karewski, Anette Hellwig,
1993: Buena Vista Social Club (Regisseur), mit Compay Segundo,
1992: Die Abwesenheit (Co-Produzent), Regie Peter Handke, mit Eustaquio Brajau, Alex Descas, Bruno Ganz,
1992: La Colonna Sonora (Darsteller), Regie Sibylle Thiedemann, mit Vittorio Gelmetti, Jürgen Knieper, Ennio Morricone,
1991: Bis ans Ende der Welt (Regisseur), mit Ernie Dingo, Max von Sydow, Rüdiger Vogler,
1989: Aufzeichnungen zu Kleidern und Städten (Regisseur),
1987: Helsinki-Napoli (Darsteller), Regie Mika Kaurismäki, mit Harry Baer, Kari Väänänen, Katharina Thalbach,
1987: Himmel über Berlin (Regisseur), mit Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander,
1985: Tokyo-Ga (Regisseur),
1984: Paris, Texas (Motel Chronicles (Arbeitstitel)) (Regisseur), mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell,
1982: Der Stand der Dinge (Regisseur), mit Viva Auder, Patrick Bauchau, Samuel Fuller,
1982: Hammett (Regisseur), mit Peter Boyle, Richard Bradford, Elisha Cook jr.,
1980: Als Diesel geboren (Produzent), Regie Braulio Tavares Neto, Peter Przygodda,
1979: Nick's Movie (Nick's Film) (Regisseur), Regie Nicholas Ray, mit Nicholas Ray, Susan Ray,
1977: Der amerikanische Freund (Regisseur), mit Gérard Blain, Nicholas Ray, Peter Lilienthal,
1977: Die linkshändige Frau (Produzent), Regie Peter Handke, mit Edith Clever, Angela Winkler, Bernhard Wicki,
1976: Im Lauf der Zeit (Drehbuch), mit Marquard Bohm, Lisa Kreuzer, Dieter Traier,
1975: Falsche Bewegung (Regisseur), mit Hans Christian Blech, Ivan Desny, Marianne Hoppe,
1974: Alice in den Städten (Regisseur), mit Ernst Böhm, Edda Köchl, Elisabeth Kreuzer,
1972: Der scharlachrote Buchstabe (Regisseur), mit Senta Berger, Hans Christian Blech, Lou Castel,
1971: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter (Regisseur), mit Arthur Brauss, Kai Fischer, Erika Pluhar,
1970: Summer in the City (Regisseur),

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