Konrad Wolf

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Regisseur - Deutschland
Geboren 20. Oktober 1925 in Hechingen, Württemberg
Verstorben 3. März 1982 in Berlin

Mini-Biography:
Konrad Wolf was born on Oktober 20, 1925 in Hechingen, Württemberg. He was a German Regisseur, known for Sterne (1959), Mama, ich lebe (1976), Sonnensucher (1957), Konrad Wolf's first movie on record is from 1936. Konrad Wolf died on März 3, 1982 in Berlin. His last motion picture on file dates from 1981.
Biographische Notizen : Konrad Wolf, geboren 1925 im württembergischen Hechingen, gelangte über die Schweiz und Frankreich 1934 nach Moskau. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er als Oberleutnant der russischen Armee nach Deutschland zurück. Von 1949 bis 1955 studierte er Regie am Allunionsinstitut für Kinematografie in Moskau, das er 1955 mit dem Film "Einmal ist keinmal" abschloss. Während des Studiums absolvierte er mehrere Praktika, unter anderem bei Joris Ivens. Danach begann er als Regisseur bei der DEFA. Weitergehende Beachtung fand er 1957 mit "Lissy", der Verfilmung eines Exilromans von F. C. Weiskopf. Auch wenn Konrad Wolf innerhalb der Hierarchie der DDR-Kulturbürokratie aufstieg, wurden seine Filme nicht von den kritischen Augen der Zensoren verschont. So wurde die Aufführung von "Sonnensucher" (1957) um über zehn Jahre hinausgezögert. 1971 gelang Wolf mit "Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis" nach dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger ein internationaler Erfolg, der 1971 mit einem Sonderpreis beim Moskauer Filmfestival honoriert wurde. 1979 drehte Wolf "Solo Sunny", seinen letzten vollständigen Spielfilm, der ein ungeschöntes Bild der Wirklichkeit in der DDR lieferte und 1980 bei der Berlinale mit dem Kritiker-Preis und in Chicago für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Sein letztes Projekt, "Busch singt" (1981/82), eine sechsteilige Dokumentarfilmreihe über den Sänger Ernst Busch, wurde nach Wolfs Tod im Jahre 1982 von Freunden und Kollegen vollendet. Konrad Wolf ist der jüngere Bruder von Markus Wolf, der von 1953 bis 1986 Spionage-Chef der DDR im Ministerium für Staatssicherheit war. (arte Presse)

Konrad Wolf wäre am 20. Oktober 2005 80 Jahre alt geworden. Dreizehn Filme hat der 1982 viel zu früh verstorbene Künstler gedreht, Filme, die eng mit seiner Biografie verbunden sind. Als Sohn des kommunistischen und jüdischen Arztes und Schriftstellers Friedrich Wolf wird er 1925 geboren. Die Familie emigriert 1934 in die Sowjetunion. Mit 17 kämpft er in der Roten Armee, in deren Reihen er nach Deutschland zurückkehrt und hier für die sowjetische Militäradministration arbeitet. 1949 führt ihn sein Weg nach Moskau zurück, um an der Filmhochschule Regie zu studieren. Ab 1955 arbeitet er für die DEFA und gilt "bald als einer der begabtesten Filmregisseure der DDR" (Munzinger).
"Ausgenommen sein Babelsberger Debüt 'Einmal ist keinmal', ein Heimat-Musical, (...) sind alle Filme Konrad Wolfs Auseinandersetzungen mit deutscher NS-Vergangenheit und Nachkriegsgegenwart, stellen Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Geschichte und Gesellschaft" (Heinz Kersten). So durchleuchtet er vor allem in "Lissy" (1957) und "Professor Mamlock" (1961) den Weg des deutschen Bürgertums in den Faschismus, in seinen Antikriegsfilmen "Ich war neunzehn" (1968) und "Mama, ich lebe" (1977) thematisiert er Beziehungen zwischen Deutschen und Russen, in "Der geteilte Himmel" (1964) und seinem letzten Kino-Film "Solo Sunny" (1980) erzählt er kritische Gegenwartsgeschichten." (mdr Presse)

Konrad Wolf Filmographie [Auszug]
1981: Busch singt (Sechs Lieder über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts) (Regisseur), Regie Erwin Burkert, Peter Voigt, mit Ernst Busch,
1979: Solo Sunny (Regisseur), mit Renate Krössner, Alexander Lang, Heide Kipp,
1976: Mama, ich lebe (Regisseur), mit Donatas Banionis, Detlef Giess, Jevgenij Kindinov,
1974: Der nackte Mann auf dem Sportplatz (Regisseur), mit Johannes Wieke, Günter Schubert, Erika Pelikowsky,
1971: Goya oder: Der arge Weg der Erkenntnis (Regisseur), mit Donatas Banionis, Olivera Katarina, Fred Düren,
1968: Ich war neunzehn (Regisseur), mit Vasilij Livanov, Johannes Wieke, Dieter Mann,
1964: Der geteilte Himmel (Regisseur), mit Eberhard Esche, Renate Blume, Hilmar Thate,
1961: Professor Mamlock (Regisseur), mit Ellen Weber, Horst Giesen, Walter E. Fuss,
1960: Leute mit Flügeln (Fundamente) (Regisseur), mit Albert Zahn, Hans Lothar Dimke, Jochen Diestelmann,
1959: Sterne (Regisseur), mit Sasha Krusharska, Jürgen Frohriep, Erik S. Klein,
1957: Sonnensucher (Das grosse Abenteuer) (Regisseur), mit Albert Zahn, Joachim Gläser, Erwin Geschonneck,
1956: Lissy (Regisseur), mit Else Wolz, Georg Feicht, Klaus Erforth,
1956: Genesung (Regisseur), mit Gerry Wolff, Gisela Graupner, Erich Franz,
1955: Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse (Regieassistent), Regie Kurt Maetzig, mit Günther Simon, Hans-Peter Minetti, Karla Runkehl,
1954: Einmal ist keinmal (So klingt's in Klingenthal) (Regisseur), mit Jutta Zoff, Edgar Engelmann, Christoph Engel,
1954: Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse (Regieassistent), Regie Kurt Maetzig, mit Karl Weber, Hans Flössel, Martin Flörchinger,
1952: Freundschaft siegt (Regieassistent), Regie Ivan Pyrjev, Joris Ivens,
1936: Bortsij (Der Kampf, Kämpfer) (Darsteller), Regie Gustav von Wangenheim, mit Ernst Busch, Alexander Granach, Curt Trepte,

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