Lotte Neumann

Portrait Lotte Neumann
Schauspielerin, Autorin, Produzentin - Deutschland
Geboren 5. August 1896 in Berlin
Verstorben 26. Februar 1977 in Gaißach bei Bad Tölz, Bayern

Mini-Biography:
Lotte Neumann wurde unter dem Namen Charlotte Pötler am 05. August 1896 in Berlin geboren. Sie war eine deutsche Schauspielerin, Autorin, Produzentin, bekannt durch Jugend Liebe (1924), Es lebe die Liebe (1944), Sergeant Berry (1938), 1912 entstand ihr erster genannter Film. Lotte Neumann starb am 26. Februar, 1977 in Gaißach bei Bad Tölz, Bayern. Ihr letzter bekannter Film datiert 1997.
Biographische Notizen : Charlotte Bergmann (1) (geb. Pötler) wurde am 5. August 1896 in Berlin-Charlottenburg geboren. Bekannt wurde sie unter dem Namen Lotte Neumann als eine der erfolgreichsten Darstellerinnen in der Frühzeit des deutschen Films.
Lotte Neumann besuchte die Königliche Luisenschule in Berlin, danach die Wagnersche-Klinkhardsche Höhere Mädchenschule. Mit 13 Jahren (2) ist sie Choristin in der Komischen Oper in Berlin (3). Sie absolviert eine Gesangsausbildung bei Karl Grünwald und Emma Seebold, studiert Tanz, Klavier und Sprachen.
Von Max Mack wird sie für den Film entdeckt und sie gibt ihr Debüt 1912 in "Launen des Schicksals" (R: Max Mack). Die Deutsche Mutoscop-und Biograph GmbH dreht unter der Regie Paul von Woringens eine Lotte-Neumann-Serie. Sie tritt weiterhin als Schauspielerin und Sängerin an verschiedenen Bühnen in Deutschland und Berlin auf. Zwischen 1916 und 1918 ist sie auch als Schriftstellerin tätig.
1916 wird die Lotte-Neumann-Film-GmbH gegründet, die Regie führt weiterhin von Woringen. 1918 (1919?) ist Lotte Neumann bei der Ufa engagiert; 1918 schreibt sie das Drehbuch zu "Die Töchter des Herrn Dornberg" (R: Paul von Woringen, 1918). Lotte Neumann hat Filmverträge in österreich, Italien und in den Balkanstaaten, z.B. mit Gaumont-Aubert in Paris und Maldaria in Prag.

Ihre größten Erfolge als Schauspielerin feierte Lotte Neumann in den 20er Jahren, u.a. in der Filmoperette "Die Brigantin von New York" (R: Hans Werckmeister, 1924), "Die Frau für 24 Stunden" (R: Reinhold Schünzel, 1925), "Der gute Ruf" (R: Pierre Marodon, DE/FR 1926). Meist spielt sie sentimentale junge Mädchengestalten.
Eigenen Angaben zufolge muss sie ihren Beruf als Schauspielerin aufgeben, da ihr Ehemann und das Scheidungsverfahren, das 1929 bis 1932 läuft, es ihr unmöglich machen, in dieser Zeit einen Vertrag als Schauspielerin anzunehmen.(4)
Ab 1933 arbeitet sie als Filmschriftstellerin unter dem Pseudonym C.H. Diller (5). Als Schauspielerin ist Lotte Neumann ab 1936 nicht mehr beschäftigt.

In der Zeit von 1935 bis 1958 verfaßt sie - laut Glenzdorf - 25 Drehbücher,u.a. "Kora Terry" (Georg Jacobi, 1940) für die Ufa (Verkaufspreis 10.000 RM), "Friedrich Schiller" (R: Herbert Maisch, 1939) für die Tobis (Verkaufspreis 10.000 RM), zusammen mit Walter Wassermann "Die Nacht in Venedig" (R: Paul Verhoeven, 1941) und "Altes Herz wieder jung" (Erich Engel, 1942), die für 32.000 RM bzw. 30.000 RM an die Tobis-Filmkunst Gmbh verkauft wurden.

Aus: Hansch, Gabriele / Waz, Gerlinde. Filmpionierinnen in Deutschland. Ein Beitrag zur Filmgeschichtsschreibung. Berlin 1998. (unveröff.)

Fußnoten

(1) Vermutlich ist Bergmann der Name ihres ersten Mannes; Hinweise darauf finden sich in den Quellen aber nicht. Ihr zweiter Mann ist der Drehbuchautor Walter Wassermann.
(2) nach eigenen Angaben mit 14 Jahren
(3)Thaliatheater, Theater des Westens, Trianon Theater und Komödienhaus.
(4) lt. Fragebogen der Reichsfilmkammer von 1938
(5) lt. Film-Hölle Nr. 3/1920, S.15 hatte sie nie ein Pseudonym; dies widerspricht aber ihren eigenen Angaben (s. Bundesarchiv/RSK-Akte).

Lotte Neumann Filmographie [Auszug]
1997: Ein Herz wird wieder jung (Nach einer Vorlage von: Altes Herz wird wieder jung (AKA C.H. Diller)), Regie Heide Pils, mit Otto Schenk, Annika Pages, Tobias Moretti,
1958: Man müsste nochmal zwanzig sein (Drehbuch: AKA Charlotte H. Diller), Regie Hans Quest, mit Ewald Balser, Karlheinz Böhm, Johanna Matz,
1944: Es lebe die Liebe (Drehbuch: AKA Charlotte H. Diller), Regie Erich Engel, mit Viktor Afritsch, Will Dohm, Angelo Ferrari,
1941: Die Nacht in Venedig (Drehbuch: AKA Charlotte H. Diller), Regie Paul Verhoeven, mit Heidemarie Hatheyer, Lizzi Waldmüller, Hans Nielsen,
1938: Sergeant Berry (Drehbuch: AKA Charlotte H. Diller), mit Hans Albers, Louis Brody, Alexander Golling,
1937: Starke Herzen (Drehbuch), Regie Herbert Maisch, mit Alice Franz, Maria Cebotari, Katja Bennefeld,
1936: Der Bettelstudent (Drehbuch: AKA Charlotte H. Diller), Regie Georg Jacoby, mit Paul Schwed, Marika Rökk, Karl Platen,
1931: Die Liebesfiliale (Darsteller), Regie Carl Heinz Wolff, mit Annie Ahlers, Paul Westermeier, Hans Schüren,
1926: Der gute Ruf (Darsteller), Regie Pierre Marodon, mit Maria Forescu, Hans Mierendorff,
1925: Ein Frau für 24 Stunden (Darsteller), Regie Reinhold Schünzel, mit Bruno Arno, Siegfried Arno, Harry Liedtke,
1924: Jugend Liebe (Darsteller), Regie Robert Dinesen, mit Peter Nielsen,
1923: Muz bez srdze (Der Mann ohne Herz) (Darsteller), Regie Josef Hornák, Franz W. Köbner, mit Anny Ondra,
1921: Das Gelübde (Darsteller), Regie Rudolf Biebrach, mit Eugen Rex, Theodor Loos, Rudolf Biebrach,
1921: Die verbotene Frucht (Darsteller), Regie Rudolf Biebrach, mit Johannes Riemann, Rudolf Biebrach,
1920: Eines grossen Mannes Liebe (Darsteller: ELisabeth Senftenberg), Regie Felix Basch, Rudolf Biebrach, mit Harry Nestor, Lina Lossen,
1920: Die Frau im Doktorhut (Darsteller), Regie Felix Basch,
1920: Romeo und Julia im Schnee (Darsteller: Julia), Regie Ernst Lubitsch, mit Gustav von Wangenheim, Jakob Tiedtke,
1919: Der Weg der Grete Lessen (Darsteller), Regie Rudolf Biebrach, mit Rudolf Biebrach, Georg John, Helga Molander,
1919: Arme Thea (Darsteller), Regie Carl Froelich, mit Ernst Hofmann, Adolf Klein,
1919: Der Klapperstorchverband (Darsteller), Regie Carl Froelich, mit Josefine Dora, Olga Engl, Martha Hübner,
1919: Wem nie von Liebe Leid geschah (Produzent),
1919: Schatten der Vergangenheit (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Karl Beckersachs, Rudolf Klein-Rohden,
1919: Herzensopfer (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Marga Köhler,
1919: Wem nie von Liebe Leid geschah (Produzent), Regie Paul von Woringen, mit Anton Ernst Rückert, Leo Connard,
1918: Das Narrenschloss (Darsteller: Mädchen), Regie Paul von Woringen, mit Karl Beckersachs, Anna von Palen,
1918: Das Spiel mit dem Feuer (Darsteller: Gutsbesitzertochter), Regie Paul von Woringen, mit Anton Ernst Rückert, Max Adalbert,
1918: Das Schweigen im Walde - 1. Ein Erbfolgestreit (Ein Erbfolgestreit (Teil 1)) (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Heinrich Peer, Hans Mühlhofer,
1918: Das Hexlein von Gross-Tornau (Produzent), Regie Paul von Woringen, mit Anton Ernst Rückert, Georg Strasser,
1918: Das Schweigen im Walde. 2. Eine aussergerichtliche Einigung (Eine aussergerichtliche Einigung (Teil 2)) (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Anton Ernst Rückert,
1918: Die Töchter des Herrn von Dornberg (Drehbuch), Regie Paul von Woringen, mit Bruno Eichgrün, Anton Ernst Rückert,
1918: Die Buchhalterin (Darsteller: Lucie von Werner ), Regie Paul von Woringen, mit Max Adalbert, Emil Biron,
1918: Die Ehe der Charlotte von Brakel (Produzent), Regie Paul von Woringen, mit Frida Richard, Bruno Kastner,
1917: Hinter verschlossenen Türen (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Anton Ernst Rückert,
1917: Die Rache des Avenarius (Darsteller), Regie N. N., mit Bruno Kastner,
1917: Der Geigenspieler (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Paul Otto, Johannes Müller,
1917: Die Richterin (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Carl Clewing, Magnus Stifter,
1917: Jugend (Die Furcht vor der Wahrheit, Ihr Kind) (Darsteller: Lore, Tochter von Dorfamtmann), Regie Paul von Woringen, mit Hermann Seldeneck, Marga Köhler,
1917: Der Mut zum Glück (Darsteller: Eveline), Regie Paul von Woringen, mit Erich Kaiser-Titz, Heinrich Schroth,
1917: Die Bettlerin von St. Marien (Darsteller: Lara van Holmen), Regie Alfred Halm, Fred Leander, mit Emil Jannings, Bruno Kastner,
1916: Lori & Co. (Lori und Co) (Darsteller: Eleonore von Meersburg, ihre Nichte), Regie N. N., mit Hermann Seldeneck, Elisabeth Hruby, Bruno Kastner,
1916: Wenn Menschen reif zur Liebe werden (Darsteller: (--??--)), Regie Fern Andra, mit Fern Andra, Alfred Abel, Olga Engl,
1916: Die Hochzeit der Cassilda Mediadores (Darsteller: Cassilda Mediadores ), Regie Emmerich Hanus, mit Elisabeth Hruby, Karl Beckersachs,
1916: Der Schwarze Pierrot (Darsteller), Regie Emmerich Hanus, mit Fritz Schroeter, Karl Beckersachs,
1916: Das goldene Friedelchen (Darsteller: Adele Strecker (Frau)), Regie Emmerich Hanus, mit Hans Mierendorff, Ines Malva,
1916: Doktor Käthe (Fräulein Käthe) (Darsteller), Regie N. N.,
1916: Die Fiebersonate (Darsteller), Regie Emmerich Hanus, mit Friedrich Zelnik, Frida Richard,
1916: Jenseits der Hürde (Darsteller: Arzttochter), Regie Emmerich Hanus, mit Max Ruhbeck, Karl Bernhard,
1916: In letzter Sekunde (Darsteller: Tochter vom Kommerzienrat Hedda ), Regie Walter Schmidthässler, mit Franz Arndt, Olga Engl,
1916: Mirko Pasqua (Schuld, Sühne) (Darsteller: Else Hilber (Tochter) ), Regie Paul von Woringen, mit Joseph Klein, Hermann Seldeneck,
1916: Die Andere (Für fremdes Glück) (Darsteller: Braut von Karl Feldern Anna), Regie Paul von Woringen, mit Hermann Seldeneck, Theodor Loos,
1915: In Treue fest (Erkämpfte Liebe) (Darsteller: Junges Mädchen ), Regie Emil Albes, mit Ernst Mátray,
1915: Artur Imhoff (Darsteller: Annie von Arnsberg), Regie Paul von Woringen, mit Erich Kaiser-Titz, Emil Rameau,
1915: Der rote Faden (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Rudolf Klein-Rohden, Charly Berger,
1915: Der Intrigant (Akten einhundertfünfzehn) (Darsteller: Irene Althoff ), Regie Kurt Matull, mit Willy Roberts, Kurt Gotho,
1915: Der eiserne Ring (Darsteller), Regie Paul von Woringen, mit Friedrich Zelnik, Anna von Palen,
1915: Sonne und Schatten (Darsteller: Tochter Ilse Falkenberg), Regie Paul von Woringen, mit Olga Engl, Carl Ebert,
1914: Goldene Herzen in eiserner Zeit (Ein Goldenes Herz in eiserner Zeit) (Darsteller), Regie Walter Schmidthässler, Gerhard Dammann, mit Hanni Reinwald, Richard Wirth, Hermann Seldeneck,
1914: Ein seltsamer Fall (Darsteller), Regie Max Mack, mit Alwin Neuss, Hanni Weisse,
1914: Das Millionenhalsband (Darsteller), Regie Eugen Illés, mit Erna Morena, Alexander von Antalffy, Heinrich Liebmann,
1914: Teddy ist herzkrank (Der herzkranke Teddy) (Darsteller), Regie N. N., mit Paul Heidemann, Aud Egede-Nissen,
1914: Das Rote Licht (Darsteller: Lisa Olfers ), Regie N. N., mit Hans Werder, Ressel Orla, Otto Treptow,
1913: Ketten der Vergangenheit (Schatten der Vergangenheit) (Darsteller), Regie N. N., mit Mia May, Max Wogritsch,
1912: Die Launen des Schicksals (Darsteller), Regie Max Mack, mit Max Mack, Hanni Weisse,
1912: Im Übermut (Darsteller), Regie Max Mack,
1912: Das Bild der Mutter (Darsteller), Regie Max Mack, mit Max Mack, Hanni Weisse, Erwin Fichtner,

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