Jean Renoir

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Regisseur, Autor - Frankreich
Geboren 15. September 1894 in Paris
Verstorben 12. Februar 1979 in Beverly Hills, CA, US

Mini-Biography:
Jean Renoir wurde am 15. September 1894 in Paris geboren. Jean Renoir war ein französischer Regisseur, Autor, bekannt durch French Can Can (1954), La Grande Illusion (1937), Les Bas-fonds (1936), 1915 entstand sein erster genannter Film. Jean Renoir starb am 12. Februar, 1979 in Beverly Hills, CA, US. Sein letzter bekannter Film datiert 1985.
Biographische Notizen : Sohn des impressionistischen Malers Auguste Renoir, 1914 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg. Zu seinen wichtigsten Filmen zählen NANA (1926), LA GRANDE ILLUSION (1937) und LA CAROZZA D'ORO (1953)

«Jean Renoir, Sohn des impressionistischen Malers Auguste Renoir, zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der Filmgeschichte. Seine Filme "Die große Illusion" (1937) und "Die Spielregel" (1939) gehören nach Meinung von Kritikern zu den 10 besten Werken der Filmgeschichte. Renoir wurde am 19.9.1894 in Paris geboren.

Er wuchs in der Provence auf und erlernte zunächst das Handwerk des Keramikers. Zu den wichtigsten Einflüssen seiner Kindheit gehörten seiner Meinung nach nicht nur das künstlerische Milieu, in dem er aufwuchs, sondern auch seine häufigen Ausflüge in die Tuilerien, wo er sich als Kind für das (Kasper-)Theater begeisterte. Künstlerisch war er vom Impressionismus und vom literarischen Naturalismus beeinflusst.

Im Ersten Weltkrieg erlitt Jean Renoir eine schwere Kriegsverletzung, die den Humanisten sein Leben lang prägte und ihn zu einem überzeugten Kämpfer für den Pazifismus machte. In den 20er Jahren begann er, als Filmautor und Regisseur zu arbeiten. Sein größtes Vorbild war der Regisseur und Schauspieler Erich von Stroheim, dem er später eine Hauptrolle in "Die große Illusion" gab.

Sein erstes Drehbuch schrieb Renoir 1924 für den Film "Ein freudloses Leben" (Regie: Albert Dieudonné), in dessen Produktion er viel Geld steckte, um so die Karriere der Hauptdarstellerin, seiner Frau Catherine Hessling, zu beschleunigen Als Regisseur drehte er dann, ebenfalls mit Hessling, "Das Mädchen vom Fluss" (1925) und "Nana" (1926). 1928 drehte er "Die kleine Streichholzverkäuferin" und "Der Drückeberger", in dem Michel Simon mitspielte. Dieser wurde sein Lieblingsschauspieler. Nach seinem ersten Tonfilm "Baby wird bestraft" (1931) schuf er im gleichen Jahr seinen ersten großen Film "Die Hündin" mit Michel Simon als schüchternen Angestellten, der zu einem Mord getrieben wird.

In dem 1932 gedrehten Film "Die Nacht an der Kreuzung" verkörpert Renoirs älterer Bruder Pierre den Kommissar Maigret und in "Boudu - aus den Wassern gerettet" (ebenfalls 1932) zeigt Michel Simon sein außergewöhnliches schauspielerisches Talent in der Rolle eines Landstreichers, der vor dem Selbstmord gerettet wird. "Boudu" wurde 1986 von dem Renoir-Bewunderer Paul Mazursky unter dem Titel "Zoff in Beverly Hills" neu verfilmt. 1934 erschuf Renoir mit "Toni" lange vor den Italienern einen neorealistischen Stil, drehte den Film an realen Schauplätzen und ließ Laiendarsteller auftreten.

Bei diesem Film arbeitete er erstmals mit seinem Neffen Claude Renoir als Kameramann. Zu seinen Literaturadaptationen zählt "Madame Bovary", eine 1935 entstandene Verfilmung des Flaubert-Romans. Noch im selben Jahr drehte Renoir eines seiner Meisterwerke zum Thema Klassengesellschaft: "Das Verbrechen des Monsieur Lange". Vor allem in den dreißiger Jahren war das Kino Renoirs geprägt von einer Mischung aus Wirklichkeit und Phantasie, Sozialkritik und Satire. Durch einen eher poetischen Stil zeichnet sich der Film "Eine Landpartie" (1936) aus, der Vorlage für das 1959 entstandene Werk "Frühstück im Grünen" war: Im Mittelpunkt der ausgefeilten Bilder stehen Landschaften und Menschen und beide Filme wirken wie Etüden filmischer Landschaftsmalerei.

Der Filmhistoriker David Thomson , der Renoir für den bedeutendsten Regisseur der Filmgeschichte hält, schrieb über ihn, dass "... seine Größe darin liegt, dass er immer wieder Risiken einging, um eine neue Art von Filmen zu machen, um experimentell zu sein" und dass "es in den 30er Jahren nicht ein Experiment mit natürlichem Licht, mit der Kamerabewegung, der Tiefenschärfe, realen Schauplätzen und der Vermischung von Innen und Außen gab, dass Renoir sich nicht vornahm." Auch die Filmenzyklopädie von Leonard Maltin beschreibt sein Schaffen als "unique in outlook, individual in treatment, he had an uncanny appreciation of what was true and honest in cinema".

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs entstand sein berühmtester, von einem pazifistischen Romantizismus beeinflusster Film "Die große Illusion" (1937), der während des Ersten Weltkriegs spielt und eine hervorragende gesellschaftliche Milieustudie ist. Dieser Film wird häufig als der berühmteste Antikriegsfilm zitiert, obwohl seine Einsichten zu den Themen Loyalität, Klassengesellschaft und Menschlichkeit weit über derartige Klassifizierungen hinausgehen.

Nach den 1938 entstandenen Filmen "Die Marsellaise" und "Bestie Mensch" drehte er 1939 "Die Spielregel", der als sein wichtigstes Werk gilt und zu den Klassikern der Filmgeschichte zählt. Vor dem Hintergrund einer noblen Jagdpartie zeigt Renoir eine meisterhafte Satire auf die damalige Gesellschaft, in der quer durch alle Schichten geheuchelt und betrogen wird. Der Film wurde als Skandal aufgenommen und war kommerziell ein Misserfolg.

Nach mehrfachen Kürzungen wurde er schließlich bei Kriegsausbruch als "demoralisierendes Werk" verboten und erst viele Jahre später wurde die Originalfassung wieder hergestellt. Jean Renoirs engagierte Filme, seine Sympathie für die Kommunisten und die Volksfront und nicht zuletzt der Skandal um "Die Spielregel" führten dazu, dass er während des Zweiten Weltkriegs in die USA emigrierte. Dort arbeitete er für die 20th Century Fox, für die er als erstes Werk 1941 den Thriller "In den Sümpfen" drehte, gefolgt von "Dies ist mein Land" (1943) mit Charles Laughton und Maureen O'Hara und "Salut an Frankreich" (1943) mit Burgess Meredith und der Musik von Kurt Weill. Weitere Filme in den USA folgten: "Der Mann aus dem Süden" (1945), für den er eine Oscar-Nominierung erhielt, "Tagebuch einer Kammerzofe" (1946) und "Die Frau am Strand" (1946). Nach den USA folgte 1950 ein Indien-Aufenthalt, wo Renoir im gleichen Jahr seinen ersten Farbfilm drehte.

"Der Strom" ist ein Epos über eine britische Familie in Bengalen, ein sehr lyrischer Film, der auf einem Roman von Rumer Godden basiert. In Italien machte er 1952 seinen zweiten Farbfilm, "Die goldene Karosse" mit Anna Magnani, von Truffaut als "vielleicht das Meisterwerk" Renoirs angesehen. Die damalige Kritik warf ihm, dem anerkannten Realisten, Inkonsequenz und Abkehr von der Wirklichkeit vor. Zurück in Frankreich, drehte er 1955 "French Can Can", eine wundervolle Hommage an das Moulin Rouge. Der Film wurde ein großer Kinoerfolg.

Weniger bedeutend war "Weiße Margeriten" (1956), doch drei Jahre später schuf er mit "Frühstück im Grünen" und "Das Testament des Dr. Cordelier" zwei weitere brillante Filme. Im letztgenannten Film verarbeitet er die Stevenson-Vorlage "Dr.Jekyill und Mr. Hyde" mit Jean-Louis Barrault in der glänzend gespielten Doppelrolle als Dr. Cordelier und dem bösartigen Opale. Einer seiner letzten Filme, "Der Korporal in der Schlinge", spielt wieder in einem Gefangenenlager, und nach einem Kurzfilm 1968 ist sein letztes Werk der Episodenfilm "Das kleine Theater von Jean Renoir" von 1969.

Im Jahr 1974 erhielt er für sein Lebenswerk und den Einfluss auf die Filmkunst den Ehrenpreis der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Jean Renoir starb am 12. Februar 1979 in Beverly Hills. » (archives.arte.tv)

Jean Renoir Filmographie [Auszug]
1985: [////1] Down and Out in Beverly Hills (Zoff in Beverly Hills) (Nach einer Vorlage von: Film "Boudu sauvé des Eaux"), Regie Paul Mazursky, mit Richard Dreyfuss, Bette Midler, Donald F. Muhich,
1961: [] Le Caporal épinglé (Regisseur), mit Guy Bedos, Claude Brasseur, Jean Carmet,
1959: [/ /1] Le déjeuner sur l'herbe (Frühstück im Grünen) (Regisseur), mit Paul Meurisse, Catherine Rouvel, Régine Blaess,
1959: [/ /1] Le testament du Docteur Cordelier (Das Testament des Dr. Cordelier) (Drehbuch), mit Jean-Louis Barrault, Teddy Bilis, ,
1956: [09.12] Elena et les hommes (Weisse Margeriten) (Regisseur), mit Francine Bergé, Renaud Mary, Frédéric Duvallès,
1954: [12.27] French Can Can (Regisseur), mit Jean Gabin, Françoise Arnoul, María Félix,
1952: [/ /1] La Carrozza d'Oro (Die goldene Kutsche, Die goldene Karosse) (Regisseur), mit Paul Campbell, George Higgins, Duncan Lamont,
1950: [/ /1] The River (Der Strom) (Regisseur), mit Thomas E. Breen, Nora Swinburne, Arthur Shields,
1947: [06.02] The woman on the beach (Die Frau am Strand) (Regisseur), mit Joan Bennett, Charles Bickford, Nan Leslie,
1946: [] The Diary of a chambermaid (Regisseur), mit Judith Anderson, Florence Bates, Paulette Goddard,
1945: [/ /1] The Southerner (Der Mann aus dem Süden) (Regisseur), mit Betty Field, Jay Gilpin, Percy Kilbride,
1943: [] This land is mine (Regisseur), mit Charles Laughton, Maureen O'Hara, George Sanders,
1941: [] Swamp water (Regisseur), mit Dana Andrews, Anne Baxter, Walter Brennan,
1940: [] Tosca (Regisseur: (/xx/)), Regie Karl Koch, mit Imperio Argentina, Rossano Brazzi, Michel Simon,
1939: [] La règle du jeu (Die Spielregel) (Regisseur), mit Nora Gregor, Paulette Dubost, Mila Parély,
1939: [/ /1] La bête humaine (Bestie Mensch) (Regisseur), mit Julien Carette, Jean Gabin, Jenny Hélia,
1937: [] La Grande Illusion (Die Grosse Illusion) (Regisseur), mit Jean Gabin, Pierre Fresnay, Erich von Stroheim,
1937: [/ /1] La Marseillaise (Regisseur), mit Aimé Clariond, Lise Delamare, Maurice Escande,
1936: [/ /1] Les Bas-fonds (Nachtasyl) (Regisseur), mit Junie Astor, Jean Gabin, Gabriello,
1936: [] Une partie de campagne (Regisseur), mit Sylvia Bataille, Jacques B. Brunius, Georges Darnoux,
1936: [04.07] La Vie est à nous (Das Leben gehört uns) (Regisseur), mit Jean Dasté, Jacques B. Brunius, ,
1935: [01.??] Le Crime de Monsieur Lange (Regisseur), mit Sylvia Bataille, Marcel Duhamel, ,
1934: [] Toni (Regisseur), mit Andrex, Charles Blavette, Max Dalban,
1933: [] Chotard & Cie (Regisseur), mit Jeanne Boitel, Fernand Charpin, Max Dalban,
1933: [] Madame Bovary (Regisseur), mit Max Dearly, Monette Dinay, Pierre Larquey,
1932: [11.11] Boudu sauvé des eaux (Boudu, aus dem Wasser gerettet) (Regisseur), mit Michel Simon, Marcelle Haina, Charles Granval,
1932: [] La nuit du carrefour (Regisseur), mit Georges Koudria, Pierre Renoir, ,
1931: [] La chienne (Die Hündin) (Regisseur), mit Magdeleine Berubet, Georges Flament, Gaillard,
1931: [] On purge Bébé (Regisseur), mit , , Michel Simon,
1930: [05.27] Jagd nach dem Glück (Darsteller), Regie Rochus Gliese, Lotte Reininger, mit Berthold Bartosch, Catherine Hessling, Alexander Murski,
1929: [] La petite marchande d'alumettes (Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern) (Regisseur), Regie Jean Tedesco, mit Catherine Hessling, , ,
1929: [] Le Bled (Regisseur),
1928: [12.07] Tire-au-flanc (Der Drückeberger) (Regisseur), mit Georges Pomiès, Michel Simon, ,
1928: [] Le tournoi dans la cité (Regisseur), mit , Jackie Monnier, Enrique Rivero,
1927: [/ /1] Charleston (Regisseur), mit Catherine Hessling, Johnny Higgins,
1927: [] Sur un air de Charleston (Regisseur), mit Pierre Braunberger, André Cerf, Catherine Hessling,
1926: [/ /1] Nana (Regisseur), mit Catherine Hessling, Jean Angelo, Pierre Champagne,
1924: [] La fille de l'eau (Das Mädchen vom Wasser) (Regisseur), mit Pierre Champagne, Charlotte Clasis, Catherine Hessling,
1924: [] Une vie sans joie (Regisseur), Regie Albert Dieudonné, mit Catherine Hessling, Albert Dieudonné, ,
1924: [] Une vie sans joie (Darsteller: Le sous-préfet ), Regie Albert Dieudonné, mit Catherine Hessling, Albert Dieudonné, ,
1915: [11.22] Ceux de chez nous (Darsteller), Regie Sacha Guitry, mit André Antoine, Auguste Rodin,

. 3 . 9 . 10 . 11 . 13 . 14 . 15 . 17 . 18 . 19 . 20 . 21 . 22 . 23 . 24 . 27 . 30 . 32 . 33 . 34 . 35 . 36 . 37

Filmographie Jean Renoir nach Kategorien

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