Bologna - Il Cinema ritrovato


vom 25. Juni bis 2. Juli 2011

Reihe: Retrospektive

A Letter to Elia

Regia:   Martin Scorsese, Stati Uniti - 2010
Direttore: Kent Jones - Martin Scorsese -

Bortsij

Regia:   Gustav von Wangenheim, Unione Sovietica - 1936
Direttore: Gustav von Wangenheim - Interpreti: Ernst Busch - Alexander Granach - Curt Trepte - Lotte Loebinger - Bruno Schmidtsdorf - Konrad Wolf - Gregor Gog - Nikolaj Akimov -
Riviste (in Tedesco): "Die Geschichte einer politischen Erweckung: Fritz Lemke (Bruno Schmidtsdorf) will nur ein bisschen Glück im Leben, aber er lebt zur falschen Zeit für Individualismus. Denn er wird im Verlaufe des Films vom unpolitischen Heißsporn zum kommunistischen Parteigänger. Damit ist der Anspruch dieses Agitprop-Spektakels erfüllt. Der Bruder von Fritz wurde von den Nazis erschlagen, aber der Widerstand gegen die hemmungslose Willkür von SA und SS drohte zu erlahmen, wenn nicht der Prozess gegen den bulgarischen Kommunisten Georgi Dimitroff wegen des Reichstagsbrandes vor dem Reichsgericht in Leipzig nicht als Hoffnungssignal und Kampffanal diente. Der Freispruch Dimitroffs stärkte den Antifaschismus noch mehr. Der Eindruck, den "Kämpfer" heute hinterlässt, ist ein zwiespältiger. Als Film wirkt er, gerade im Vergleich mit Antifa-Filmen, die während des Naziregimes in Hollywood entstanden - "Auch Henker sterben" von Fritz Lang oder "Das siebte Kreuz" von Fred Zinnemann -, unfreiwillig komisch. Noch schlimmer: wie eine Schmierenkomödie. Das Pathos der "Gerechten", also der Kommunisten, die sich auf rechtem Wege wähnen als Avantgarde des Proletariats, ist kaum erträglich. Unerträglich aber sind die Sauf- und Folterexzesse der Nazis, die diese Uniformierten nur noch als Operetten-Personal denunziert. Die herzensguten Kommunisten verbindet mit den Nazis immer nur eins: In diesem Film herrscht Höchstlautstärke. Die Gespräche finden schreiend und brüllend statt, wohl um die Hochwertigkeit des politischen Kampfes ständig bewusst zu machen. Aber die durch und durch holzschnittartige Zeichnung der handelnden Personen wird dadurch nicht nivelliert, eher verschlimmbessert. Besonders peinlich: Die Heiligsprechung des "proletarischen Genossen" Georgi Dimitroff (Alexander Granach). Kommunisten-Apotheose à la "sozialistischer Realismus" im Sinne Stalins. Die fatale Seite der zwiespältigen Wirkung von "Kämpfer" liegt im dokumentarischen Charakter des Films, der überhaupt nicht intendiert sein konnte, nämlich die Liste der Beteiligten an der Produktion als Totenbuch zu sehen. Stalins Terror im eigenen Land machte natürlich nicht Halt vor den Flüchtlingen, die sich vor den Nazis in die Sowjetunion "retteten". Einige von ihnen wurden getötet, einige gerieten in die Mühlen des sowjetischen Justiz. "Evakuierung" konnte alsbaldigen Tod bedeuten. Der Gulag wartete bereits und die allnächtlichen Verhaftungen im Moskauer "Hotel Lux", in dem viele Exilanten wie Herbert Wehner und seine Frau Lotte Loebinger (sie spielte in "Kämpfer" Fritz Lemkes Mutter) einquartiert waren, sind immer wieder beschrieben worden. Einige der Mitwirkenden verschwanden während der Dreharbeiten von einem Tag auf den anderen, andere wurden nach dem Ribbentrop-Molotow-Abkommen von 1939, direkt vom NKWD an die Gestapo ausgeliefert. Für filmhistorisch Interessierte noch abschließend eine Bemerkung. Ein kleiner Junge tritt auf, der auch ein paar Sätze sagen darf, die die "Nazi-Lumpen" verdammen. Dabei handelt es sich um den späteren DDR-Regisseur Konrad Wolf ("Solo Sunny"), den Sohn des Exil-Dramatikers Friedrich (Zyankali) und Bruder des späteren Stasi-Generals Markus ("Mischa") Wolf. " (Klaus Kirschner, br-online.de)

Fiamma simbolica

Regia:   Eugenio Perego, Italia - 1919
Casa produtrice: Film d'Arte Italiana, Roma - Direttore: Eugenio Perego - Basato: Washington Borg - Direttore della Fotografia: Emilio Guatari - Interpreti: Berta Nelson - Ugo Gracci - Rina Maggi - Luigi Maggi -

Fiamma simbolica

Regia:   Eugenio Perego, Italia - 1919
Casa produtrice: Film d'Arte Italiana, Roma - Direttore: Eugenio Perego - Basato: Washington Borg - Direttore della Fotografia: Emilio Guatari - Interpreti: Berta Nelson - Ugo Gracci - Rina Maggi - Luigi Maggi -

French Can Can

Regia:   Jean Renoir, Francia - 1954
Casa produtrice: Jolly Film, Roma - Franco-London Films - Distributtore: Gaumont Distribution - Produttore: Louis Wipf - Direttore: Jean Renoir - Assistente al Direttore: Pierre Kast - Serge Vallin - Scenaggiatore: Jean Renoir - André-Paul Antoine - Max Dalban - Direttore della Fotografia: Michel Kelber - Musica: Georges van Parys - Montaggio: Borys Lewin - Ausstattung: Max Douy - Arredatore: Jean André - Jacques Douy - Costumi: Rosine Delamare - Interpreti: Gaston Gabaroche Oscar, le pianiste - Valentine Tessier Mme Olympe, mère de Nini - Pâquerette Mimi Prunelle (/xx/) - Anna Amendola Esther Georges - Philippe Clay Casimir le Serpentin - Jacques Jouanneau Bidon - Michèle Philippe Eleonore - J.-M. Tennberg - Albert Rémy Barjolin - Jaque Catelain - Jean-Roger Caussimon Baron Walter - Jacques-René Chauffard - Dora Doll La Génisse - Giani Esposito Prince Alexandre - María Félix Lola de Castro de la Fuente de Espramadura 'La Belle Abbesse' - Jean Gabin Henri Danglard - Léon Larive - Jean Parédès Coudrier - Franco Pastorino Paulo, le boulanger - Patachou Yvette Guilbert - Edith Piaf Eugénie Buffet - Michel Piccoli Le Capitaine Valorgueil - France Roche Beatrix - Françoise Arnoul Nini -
Sinossi (in Tedesco): Der Varietébesitzer Henri Danglard herrscht über das Pariser Vergnügungsviertel Montmartre der Belle Epoque. Als Gründer der Varietétheater "Paravent Chinois" und "Reine Blanche" - in Letzterem tritt auch seine Mätresse Belle Abbesse auf - besitzt er das Vertrauen seiner Geldgeber, zu denen auch der reiche Prinz Alexander gehört. Als Henri eines Tages auf den Anhöhen von Montmartre der jungen Wäscherin Nini begegnet, kommt ihm die Idee, den Cancan, einen längst aus der Mode gekommenen Tanz, wieder aufleben zu lassen. Trotz Missgunst, Niedertracht und Intrigen seitens der anderen Tänzerinnen verhilft die begabte, temperamentvolle Nini dem French Cancan bei der Eröffnung des neuen Varietés "Moulin Rouge" zu einem triumphalen Comeback. (arte Presse)
Osservazione generali: «Die Tänzerin Lola, die ihre Gunst zwischen Danglard und Walter verteilt, ist durch ihre Eifersucht auf Nini, eine Kollegin, "schuld" am Entstehen des French Cancan im neugegründeten Moulin Rouge, das der verliebte Prinz Alexander als Mäzen unterstützt. Die Eröffnung wird für ganz Paris zum außergewöhnlichen Ereignis und läßt die Belle Epoque erstrahlen. „Ein Film, der die Gemälde von Degas, Toulouse-Lautrec und Pierre-Auguste Renoir in einen Wirbel aus Tanz, Technicolor und Bewegung überführt. Eine Huldigung an die Sinneslust und an das Varieté, das Renoir mit liebendem, aber illusionslosem Auge sieht - als heitere Stätte der Kunst, unbarmherzige Maschine und Bordell. An der von Jean Gabin dargestellten Person Danglards (der das Moulin Rouge gründet und den Cancan kreiert) wird deutlich, wie die Liebe zum Schauspiel mit Verlust an Leben erkauft wird. Die Welt Renoirs, sagt Truffaut, sei ein freundlicher und grausamer Dschungel.“ (Österreichisches Filmmuseum Wien) «„Das Schauspiel vor der Liebe“, das könnte die Mitteilung des Films sein. Nini widersteht dem Prinzen, einem schönen Baum ohne Obst, und auch Paulo, der sie in seiner Bäckerei einsperrt und sogar der exklusiven Liebe Danglards. Zugleich ist der Film einer der sinnlichste von Renoir. „Das Gemälde einer schönen Frau ist dann gelungen wenn man Lust hat, ihr in die Pobacken zu kneifen“, so der Vater Renoir zum Sohn, der sich vor schönen Landschaften langweilte doch sich für familiäre Gesten oder die Oberfläche einer Haut faszinierte. Diese Geste, diese sinnliche Liebe, ist es, die Jean seit 30 Jahren zu fasse versuchte. French Cancan sei nach ihm der Film, in dem er diese gefunden habe: in der Geste eines Mädchens, das sich das Haar zurecht legt, in dem Atmen einer schönen schlafenden Frau, in einer vorbeigehenden Katze...» (www.kultur-frankreich.de) «Die Dialoge des Musicalfilms verfasste Filmemacher Jean Renoir nach einer Idee von André-Paul Antoine. "French Cancan" zählt zu den Höhepunkten im Schaffen von Jean Renoir. Einstellung und Farbgestaltung mancher Szenen tragen impressionistische Züge und erinnern an die Bilder von Auguste Renoir, Edgar Degas und Henri Toulouse-Lautrec. Szenen wie der Ball im Varieté "Reine Blanche", die Szene im Hinterzimmer des Ladens, in dem sich Nini zum ersten Mal dem kleinen Bäcker hingibt, und die Liebeserklärung von Prinz Alexander an den Montmartre zeugen vom Talent Jean Renoirs. Der Rhythmus, die Kostüme der Tänzerinnen und die technische Perfektion zeichnen den Film aus. Jean Gabin verkörpert die Figur des Danglard mit großer Überzeugung: massig, herzlich, ganz der Liebe zum Varieté ergeben. Auch Françoise Arnoul überzeugt in der Rolle der kleinen Wäscherin Nini, die zur Königin des "Moulin Rouge" aufsteigt. Obwohl es ihr in "French Cancan" gelingt, mit Leichtigkeit und Anmut, verliebt, schmollend und eifersüchtig, aber auch großzügig und spontan zu spielen, war sie später kaum noch in Filmen zu sehen. Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: "Jean Renoir hat seine Kompositionskunst und seine Liebe zu dramatischen Details völlig ausgespielt in einem Film, der wie kaum ein anderer die 'Belle Epoque' erstrahlen lässt; die Ausstattung wird dabei zum integralen Handlungselement."» (arte Presse)

Främmande Hamn

Regia:   Hampe Faustman, Svezia - 1948
Casa produtrice: Sandrew Film AB - Produttore: Rune Waldekranz - Direttore: Hampe Faustman - Scenaggiatore: Herbert Grevenius - Basato: Josef Kjellgren Play "Unknown Swedish Soldier" - Direttore della Fotografia: Carl Edlund - Musica: Carl-Olof Anderberg - Montaggio: Lennart Wallén - Architetto-scenografo: P.A. Lundgren - Interpreti: Birger Lesander Koch - Jan Molander Fracht Agent - Henake Schubak Toivo - Georg Skarstedt Strandmark - Carl Ström Erster Ingenieur - Alexander von Baumgarten Dirty Dick - Emanuel Warhaftig Polizei Offizier - Anders Andelius Norwegischer Junge - Sten Larsson Unbekannter Mann - Stig Johansson Jerker - Josua Bengtsson Matrose - Fritiof Billquist Erster Mat - Anders Börje Christian - Georg Fant Hakan, ein Matrose - Åke Fridell Steward - Nils Hallberg - Gösta Holmström Zweiter Mat - Adolf Jahr Kapitän - Janina Das unschuldige Mädchen - Stig Järrel - Illona Wieselmann Mimi, ein jüdischer Flüchtling -

G.P.U.

Regia:   Karl Ritter, Germania - 1942
Direttore: Karl Ritter - Scenaggiatore: Andrews Engelmann - Felix Lützkendorf - Interpreti: Hans Stiebner - Nico Turoff - Ivo Veit - Marina von Ditmar Irina - Helene von Schmithberg - Horst Winter - Lili Schönborn - Laura Solari - Theo Shall - Lale Andersen - Will Quadflieg Peter Assmuss - Wladimir Majer - Albert Lippert - Karl Haubenreisser - Andrews Engelmann - Ferdinand Classen - Maria Bard - Julius Eckhoff -

Gabriel over the White House

Regia:   Gregory La Cava, Stati Uniti - 1932
Casa produtrice: Metro-Goldwyn-Mayer - Produttore: Walter Wanger - Direttore: Gregory La Cava (AKA Gregory LaCava) - Scenaggiatore: Bertram Bloch - Carey Wilson - Direttore della Fotografia: Bert Glennon - Musica: William Axt - Montaggio: Basil Wrangell - Architetto-scenografo: Cedric Gibbons - Costumi: Adrian - Interpreti: Walter Walker Secretary of War - Fred Toones Sylvester - Mischa Auer Thieson - Walter Huston Hon. Judson [C.] Hammond, The President of the United States - Karen Morley Pendola Molloy - Franchot Tone Harley Beekman, Secretary to President - Arthur Byron Jasper Brooks, Secretary of State - Dickie Moore Jimmy Vetter - C. Henry Gordon Nick Diamond [alias of Antone Brilawski - David Landau John Bronson - Samuel S. Hinds Dr. Eastman - William Pawley Borell - Jean Parker Alice Bronson - Claire du Brey Nurse -

Gränsfolken

Regia:   Mauritz Stiller, Svezia - 1913
Casa produtrice: AB Svenska Biografteatern - Direttore: Mauritz Stiller - Scenaggiatore: Peter Lykke-Seest - Basato: Emile Zola - Direttore della Fotografia: Hugo Edlund - Julius Jaenzon AKA J. Julius - Interpreti: Stina Berg Sumis Frau - Anders Henrikson Soldat beim Begräbnis - Jenny Tschernichin-Larsson Ivans Mutter - Nils Elffors Knecht - Carl Borin Sumi - Lilly Jacobsson Ivans, Gregoris und Alexeis Schwester - Richard Lund Gregorj - Edith Erastoff Katjusha - John Ekman Alexei Potowski - Egil Eide Ivan - Olof Ås -
Riviste (in Tedesco): Noch sehr archaisch inszeniert, bestechen doch vor allem die Aussenaufnahmen in der nordischen Landschaft. Rückblickend gesehen klingt in dem Film die Vorahnung kommender Katastrophen des Zwanzigsten Jahrhunderts an, in dem aus friedlichen Nachbarn unerbitterliche Feinde werden. (lhg 2011)
Osservazione generali: 2009 wurde eine unvollständige Version des Films in einer polnischen Kirche gefunden und 2011 durch das Schwedische Filminstitut restauriert. Es ist dies bislang der früheste erhaltene Film von Mauritz Stiller. (lhg 2011)

Hitlerjunge Quex: Ein Film vom Opfergeist deutscher Jugend

Regia:   Hans Steinhoff, Germania - 1933
Produttore: Karl Ritter - Direttore: Hans Steinhoff - Scenaggiatore: Bobby E. Lüthge - Baldur von Schirach Liedertexte - K.A. Schenzinger - Basato: K.A. Schenzinger novel - Direttore della Fotografia: Konstantin Irmen-Tschet - Musica: Hans Otto Borgmann - Montaggio: Milo Harbich - Architetto-scenografo: Benno von Arent - Artur Günther - Costumi: Berta Grützmacher - Paul Haupt - Interpreti: Rotraut Richter Gerda - Ernst Rotmund Revierwachtmeister - Ernst Behmer Kowalski - Hermann Speelmans Stoppel - Hans Otto Stern Kneipenwirt - Heinz Trumper - Hans Richter Franz - Rudolf Platte Moritatensänger - Jürgen Ohlsen Heini Völker - Reinhold Bernt Ausrufer - Hermann Braun - Hans Joachim Büttner Arzt - Claus Clausen Bannführer Kass - Hans Deppe Altwarenhändler - Berta Drews Mutter Völker - Heinrich George Vater Völker - Karl Hannemann Lebensmittelhändler - Franziska Kunz Krankenschwester - Karl Meixner Wilde - Anna Müller-Lincke Völkers Nachbarin - Rolf Wenkhaus -

Kes

Regia:   Kenneth Loach, Granbretagna - 1969
Direttore: Kenneth Loach - Scenaggiatore: Barry Hines - Tony Garnett - Kenneth Loach - Basato: Barry Hines novel - Direttore della Fotografia: Chris Menges - Musica: John Cameron - Interpreti: Lynn Perrie Mrs. Casper - Robert Naylor McDowell - Bob Bowes Mr. Gryce - Trevor Hasketh Mr. Crossley - Brian Glover Mr. Sudgen - Freddie Fletcher Jud - David Bradley Billy Casper - Colin Welland Mr. Farthing -

Kuhle Wampe

Regia:   Slatan Dudow, Germania - 1932
Casa produtrice: Praesens-Film AG, Zürich - Prometheus Film, Berlin - Direttore: Slatan Dudow - Scenaggiatore: Ernts Ottwald - Bertolt Brecht - Slatan Dudow - Direttore della Fotografia: Günther Krampf - Musica: Hanns Eisler - Interpreti: Max Sablotzki - Olly Rummel - Erich Peters - Alfred Schäfer - Lili Schönborn - Willi Schur - Martha Seemann - Hans Sternberg - Hertha Thiele - Karl Wagner - Hugo Werner-Kahle - Gerhard Bienert - Rudolf Nehls - Martha Buchardi - Ernst Busch - Carl Heinz Carell - Carl Dahmen - Fritz Erpendeck - Adolf Fischer - Erwin Geschonneck - Josef Hanoszek - Richard Hilgert - Hermann Krehan - Paul Kretzburg - Anna Müller-Lincke - Martha Wolter - Sprecher: Ernst Busch Lieder gesungen von - Helene Weigel Lieder gesungen von -
Riviste (in Tedesco): "Der einzige kommunistische Spielfilm der Weimarer Republik beschwört das Zeitkolorit der Krisenjahre..." (Gregor / Patalas, Geschichte des Deutschen Films)

La Bohème

Regia:   Albert Capellani, Francia - 1912
Casa produtrice: S.C.A.G.L. - Société Cinématographique des Auteurs - Pathé Frères, Paris Pathé No. 4896 - Direttore: Albert Capellani - Scenaggiatore: Albert Capellani - Basato: Henri Murger novel 'Scènes de la vie de Bohème' - Direttore della Fotografia: Pierre Trimbach - Interpreti: Paul Capellani Rodolphe - Paul Gerbault Colline - Charles Deschamps Marcel - Cécile Barré - Léon Bélières Schaunard - Suzanne Revonne Mimi - Juliette Clarens Musette -

La Caduta degli Dei

Regia:   Luchino Visconti, Italia - 1968
Direttore: Luchino Visconti - Scenaggiatore: Enrico Medioli - Nicola Badalucco - Luchino Visconti - Direttore della Fotografia: Armando Nannuzzi - Pasquale de Santis - Musica: Maurice Jarre - Montaggio: Ruggero Mastroianni - Costumi: Piero Tosi - Interpreti: Ingrid Thulin Baronessa Sophie von Essenbeck - Albrecht Schoenhals Joachim von Essenbeck - Renaud Verley Günther von Essenbeck - Nora Ricci Erzieherin - Charlotte Rampling Elisabeth Thallmann - Karl-Otto Alberty - René Koldehoff Konstantin von Essenbeck - Helmut Griem Aschenbach - Florinda Bolkan Olga - Dirk Bogarde Friedrich Bruckmann - Helmut Berger Martin von Essenbeck - Klaus Höhne -
Sinossi (in Tedesco): In die Geburtstagsfeier des greisen Stahlbarons Joachim von Essenbeck platzt die Nachricht vom Reichstagsbrand in Berlin. Noch in derselben Nacht wird Essenbeck ermordet. Sein Enkel Martin, ein Neurotiker mit pervertierten sexuellen Neigungen, wird Erbe von Titel und Gütern. Martins Mutter Sophie und deren Liebhaber Friedrich Bruckmann, der im Essenbeck-Imperium selbst Karriere machen will und dabei im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht, unterschätzen den jungen Mann, der sich auf dem Weg zur Macht skrupellos zum Diktator entwickelt. Martin vergewaltigt die eigene Mutter, die diesen Inzest nicht verkraftet. Wenig später werden sie und ihr Liebhaber von Martin vergiftet. Nun ist er unumschränkter Herrscher im Konzern.... (ARTE Presse)
Osservazione generali: "Die Verdammten" ist der erste von drei Filmen, die in Viscontis Spätwerk die "Deutsche Trilogie" bilden. Der Film ist keine historische Analyse der Verflechtungen zwischen Nationalsozialismus und Industrie. Der Originaltitel verrät, was Visconti zeigen will, nämlich eine Beschwörung all dessen, was sich für ihn mit dem Begriff "Götterdämmerung" verbindet. Dies gelingt mit giftigen Farben, realistischen Details, deutlichen Anspielungen auf Krupp und Thyssen, durchsetzt mit Motivkombinationen aus Shakespeare, Richard Wagner, Dostojewskij und Thomas Mann. Fernab einer konkreten Betrachtung setzt sich der Film künstlerisch mit dem Nationalsozialismus auseinander - nicht als Ideologie, sondern als kollektive Selbstzerstörung, die am Ende zu einer barbarischen Geste, dem Weltherrschaftsanspruch erstarrt." (arte Presse)

La danseuse Orchidée

Regia:   Léonce Perret, Francia - 1928
Casa produtrice: Franco Film - Direttore: Léonce Perret - Basato: Jean Joseph Renaud novel - Direttore della Fotografia: René Colas - Léonce-Henri Burel - Architetto-scenografo: Henri Menessier - Interpreti: Gilbert Roland - Henri Richard - Denise Lorys - Marthe Lepers - Gaston Jacquet - Armand Dutertre - Nilda Duclos - Ernest Chambery - Siegfried Arno Pauly - Danièle Parola Miss Danièle - Ricardo Cortez Yoanes Etchegarry - Louise Lagrange Luicha Irrigoyen - Xenia Desni Marise -

La Dolce Vita

Regia:   Federico Fellini, Italia - 1959
Casa produtrice: Riama Film, Roma - Pathé Consortium Cinéma, Paris - Produttore: Giuseppe Amato - Angelo Rizzoli - Direttore di Produzione: Franco Magli - Direttore: Federico Fellini - Scenaggiatore: Ennio Flaiano - Federico Fellini - Tullio Pinelli - Brunello Rondi - Basato: Federico Fellini - Ennio Flaiano - Tullio Pinelli - Direttore della Fotografia: Otello Martelli - Arturo Zavattini - Musica: Nino Rota - Montaggio: Leo Catozzo - Architetto-scenografo: Piero Gherardi - Costumi: Piero Gherardi - Interpreti: Riccardo Garrone Riccardo - Enzo Doria Fotoreporter - Alain Dijon Frankie Stout - Carlo di Maggio Toto Scalise - Walter Santesso Paparazzo - Jacques Sernas - Harriet White Edna - Valeria Ciangottini Paola - Laura Betti Laura - Alain Cuny Steiner - Enzo Cerusico Fotoreporter - Adriano Celentano Rock-Sänger - Lex Barker Robert - Ferdinand Guillaume Clown - Mino Doro Nadjas Liebhaber - Giulio Paradisi Fotoreporter - Giulio Girola Polizeiinspektor - Nadia Gray Nadja - Sandra Lee Tänzerin - Renée Longarini Steiners Frau - Yvonne Furneaux Marcellos Frau - Anita Ekberg Sylvia - Marcello Mastroianni Marcello Rubini - Audrey McDonald Sonia - Adriana Moneta Prostituierte - Annibale Ninchi Marcellos Vater - Magali Noël Fanny - Nico Otzak - Anouk Aimée Maddalena -
Sinossi (in Tedesco): Marcello Rubini (Marcello Mastroianni) ist ein Klatschreporter, der seine Schriftstellerambitionen noch nicht völlig beerdigt hat. Durch einige schönfärberische Homestorys hat er sich die Gunst der römischen High-Society erworben. Dort gabelt er die scheinbar in ihn verliebte Millionärstochter Maddalena (Anouk Aimée) auf, und verbringt mit ihr die Nacht in der heruntergekommenen Wohnung einer Prostituierten. Als er nach Hause zurückkehrt, hat seine anhängliche Verlobte Emma (Yvonne Furneaux) einen Selbstmordversuch unternommen, mit dem sie Marcello zu mehr Häuslichkeit zwingen will. Marcello bleibt nur die Flucht in seine Arbeit. Er begleitet die exzentrische schwedische Filmdiva Sylvia (Anita Ekberg), die im nächtlichen Rom ihr legendäres Bad im Trevibrunnen nimmt, wofür Marcello sich einen filmreifen Kinnhaken von Sylvias versoffenem Verlobten Robert (Lex Barker) einhandelt. In der näheren Umgebung Roms muss Marcello über zwei Kinder berichten, denen angeblich eine Madonna erschienen ist. Marcello führt seinen Vater (Annibale Ninchi) durch Szenelokale, ohne rechten Kontakt zu ihm zu bekommen. Marcellos Freund Steiner (Alain Cuny), der auf Grund seiner intellektuellen Zielstrebigkeit als Vorbild fungiert, nimmt sich das Leben, worauf Marcello auf einer der immergleichen Szenepartys einen Eklat produziert. Bei Sonnenaufgang zieht die übernächtigte Partygesellschaft an den Strand, wo Fischer einen riesigen Rochen an Land ziehen, der die Paradiesvögel mit seinen toten Augen unheimlich anstarrt...... (ARD Presse)
Riviste (in Tedesco): "Künstlerisch das grossartigste Werk, das Federico Fellini drehte" (Frankfurter Rundschau);

Osservazione generali: Fellinis Meisterwerk "Das süsse Leben" ist ein beissendes Gesellschaftsporträt, das nach 40 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat. Neben der Kultszene - dem Bad Anita Ekbergs im Trevibrunnen - besticht der Film durch den zwanglos gezeigten Kontrast zwischen dem hohlen Luxus des römischen Jet-Sets und der provisorischen Idylle der Neubausiedlungen am Rande Roms. Grandios ist Fellinis Beobachtung, wie das Mediengeschäft (etwa bei der Madonna-Erscheinung) mit dem italienischen Alltag geräuschvoll-chaotisch ineinander fliesst. (ARD Presse)

«Federico Fellinis berühmtes römisches Gesellschaftsporträt mit Marcello Mastroianni und Anita Ekberg gehört zu den Kultfilmen, zu den Meisterwerken des europäischen Kinos, für Marcello Mastroianni wurde "Das süsse Leben" zum Durchbruch, in Cannes gab es die "Goldene Palme" für Fellini, während er beim Oscar des Jahres 1962 nicht über die Nominierung hinauskam. Nur der Kostümbildner Piero Gherardi konnte die begehrte Statue entgegennehmen.» (BR Presse)

La macchina ammazzacattivi

Regia:   Roberto Rossellini, Italia - 1948
Produttore: Roberto Rossellini - Direttore: Roberto Rossellini - Scenaggiatore: Liana Ferri - Roberto Rossellini - Giancarlo Vigorelli - Franco Brusati - Sergio Amidei - Basato: Eduardo De Filippo - Fabrizio Sarazani - Direttore della Fotografia: Enrico Betti Berrutto - Tino Santoni - Musica: Renzo Rossellini - Montaggio: Luigi Rovere - Jolanda Benvenuti - Interpreti: Helen Tubbs amerikanische Touristin - Giacomo Turia - Gajo Visconti - Bill Tubbs Amerikanischer Tourist - Gennaro Pisano Celestino - Aldo Nanni - Aldo Giuffrè - John Falletta - Piero Carloni - Camillo Buonanni - Marilyn Bufferd - Clara Bindi - Giovanni Amato -

Native Land

Regia:   Paul Strand, Stati Uniti - 1942
Direttore: Leo T. Hurwitz - Paul Strand - Scenaggiatore: Leo T. Hurwitz - Interpreti: Paul Robeson -

Noi vivi

Regia:   Goffredo Alessandrini, Italia - 1942
Direttore: Goffredo Alessandrini - Interpreti: Alida Valli Kira Argounova - Fosco Giachetti Andrei Taganov - Rossano Brazzi Leo Kovalenski - Emilio Cigoli Pavel Sjerov - Giovanni Grasso Stephan Tishenko - Annibale Petrone Vassili Dunaev - Elvira Betrone Maria Petrovna Dunaev -

Opfergang

Regia:   Veit Harlan, Germania - 1944
Casa produtrice: Universum-Film AG (UFA), Berlin - Produttore: Veit Harlan - Direttore di Produzione: Erich Holder - Regista: Ernst Liepelt - Direttore: Veit Harlan - Scenaggiatore: Alfred Braun - Veit Harlan - Basato: R.G. Binding Novelle - Direttore della Fotografia: Bruno Mondi - Musica: Hans Otto Borgmann - Montaggio: Karl von Puttkamer - Architetto-scenografo: Erich Zander - Karl Machus - Fonico: Heinz Martin - Buchhaltung: Conny Carstennsen - Interpreti: Ludwig Schmitz Büttenredner - Edgar Pauly Diener - Carl Raddatz Albrecht Froben - Franz W. Schröder-Schrom - Charlotte Schultz Schwester - Kristina Söderbaum Äls Flodéen - Ernst Stahl-Nachbaur Sanitätsrat Terboven - Annemarie Steinsieck Frau Froben - Otto Tressler Senator Froben - Franz Schafheitlin Matthias - Frida Richard Frau Steinkamp - Paul Bildt Notar - Irene von Meyendorff Octavia Froben -
Sinossi (in Tedesco): Nach einer dreijährigen Seereise kehrt Albrecht in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Dort soll er nach dem Willen seiner Familie die bezaubernde Tochter seines Onkels, Octavia, heiraten. Das junge Paar wohnt in einer Villa am Elbhang. Dort lernt Albrecht die reizende Nachbarin Aels Flodéen kennen. Die beiden beginnen, regelmäßig miteinander auszureiten, wobei sich Aels in Albrecht verliebt. Dieser merkt es zuerst nicht, obwohl er selbst sehr von Aels angetan ist, und zieht mit Octavia nach Düsseldorf. Doch das Paar findet sich nicht zurecht in der rheinischen Stadt und kehrt nach kürzester Zeit zurück nach Hamburg. Jeden Tag reitet Albrecht an Aels‘ Haus vorbei und grüßt sie vom Tor aus, die junge Dame liegt nämlich krank im Bett. Als Aels wieder etwas Kraft gewinnt, fangen die beiden wieder an, gemeinsam auszureiten. Octavia, die nun ihre Eifersucht nicht mehr unterdrücken kann, folgt Aels eines Tages und findet heraus, dass diese eine kleine Tochter hat, die im Hafenviertel untergebracht wurde. Als in der Stadt Typhus ausbricht, bittet Aels, die ihr Bett nicht mehr verlassen kann, Albrecht um Hilfe: Er solle ihre Tochter in Sicherheit bringen. Albrecht rettet das kerngesunde Kind, steckt sich selbst aber an … Nun muss Octavia einen Opfergang antreten. (arte Presse)
Osservazione generali: Veit Harlans Regiearbeit „Opfergang“ ist zweifellos einer der interessantesten deutschen Spielfilme, die in der Kriegszeit entstanden sind. In gedeckten Farben führt der Regisseur die Dekadenz der bürgerlichen Welt vor und inszeniert die unerfüllte Liebe eines Mannes wie einen großen Fiebertraum. Gedreht in Agfacolor und in gewohnter technischer UFA-Perfektion hergestellt, kleidet der Film die Opferidee in eine melodramatische Spielhandlung ein. Ein Propagandafilm zur mentalen Aufrüstung der Heimatfront. (Arte Presse)

The President vanishes

Regia:   William A. Wellman, Stati Uniti - 1934
Direttore: William A. Wellman - Scenaggiatore: Cedric Worth - Carey Wilson - Lynn Starling - Direttore della Fotografia: Barney McGill - Interpreti: Edwin Arnold - Rosalind Russell - Jason Robards sr. - Osgood Perkins - Walter Kingsford - Paul Kelly - DeWitt Jennings - Paul Harvey - Andy Devine - Peggy Conklin - Arthur Byron - Sidney Blackmer - Janet Beecher - Charley Grapewin AKA Charles Grapewin -

Public Speaking

Regia:   Martin Scorsese, Stati Uniti - 2010
Direttore: Martin Scorsese -

Il porto delle nebbie

(Quai des brûmes), Regia:   Marcel Carné, Francia - 1938
Direttore: Marcel Carné - Scenaggiatore: Jacques Prévert - Pierre MacOrlan - Basato: Pierre MacOrlan Roman - Direttore della Fotografia: Eugen Schüfftan - Musica: Maurice Jaubert - Ausstattung: Alexandre Trauner - Interpreti: René Génin Le docteur (AKA Genin) - Marcel Pérès Le chauffeur (AKA Perez) - Aimos - Michel Simon Zabel - Louis Page - Michèle Morgan Nelly - Jean Gabin Jean - Pierre Brasseur Lucien - Robert Le Vigan Lée Peintre (AKA Le Vigan) -
Sinossi (in Tedesco): Le Havre in den 30er Jahren: Nach seiner Flucht vom Militär erreicht der Deserteur Jean ausgehungert und pleite die Hafenstadt in der Normandie. In einer kleinen Strandkneipe bietet ihm der Besitzer namens Panama Unterschlupf und eine ausgiebige Mahlzeit im Nebenzimmer an. Dort macht er die Bekanntschaft der schönen Nelly. Die beiden verbindet nicht nur eine traurige Vergangenheit, sondern auch die Suche nach Zuneigung und Liebe. Am nächsten Morgen, bei einem gemeinsamen Spaziergang an der Hafenpromenade, wird Nelly von dem Verbrecher Lucien und seinen Leuten bedrängt. Kurzum schlägt Jean die Männer nieder und ohrfeigt den eingeschüchterten Lucien. Als Jean die Strandkneipe wieder besucht, scheint sich für ihn das Schicksal zu wenden: Ein lebensmüder Maler hinterlässt ihm nach seinem Selbstmord Zivilkleidung, einen Pass und Geld. Diese karge Ausstattung genügt Jean, um aus Frankreich zu fliehen. Noch am selben Tag schreibt er sich in die Passagierliste eines Frachtschiffs nach Venezuela ein. Inzwischen sind Nelly und er sich näher gekommen und die beiden verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Nelly, die Ärger mit der Polizei hat - sie wird verdächtigt, einen ehemaligen Liebhaber, der verschwunden ist, ermordet zu haben - will Jean ziehen lassen und zu einem späteren Zeitpunkt nachkommen. Doch der gekränkte Lucien sehnt sich nach Rache ... (arte Presse)
Riviste (in Tedesco): "Französischer Milieufilm, von dem wir, trotz seiner unübertroffenen künstlerischen und darstellerischen Qualitäten, wegen seines sehr deprimierenden und pessimistischen Inhaltes und der vollkommen unmoralischen Grundtendenz abraten." (Filmberater SKVV) "Marcel Carné erlebte 1038 mit QUAI DES BRÛMES seinen ersten triumphalen Erfolg, nachdem er lange Zeit als begabtester Schüler seines grossen Lehrers Jacques Feyder gearbeitet hatte. Zum ersten Male schlägt nun Carné in vollendeter Meisterschaft das Thema an, das sein ganzes späteres Werk bestimmen sollte: die Ewigkeit der Liebe und ihre Unmöglichkeit. Die Story: ein desertierter Soldat will in Le Havre, dem Hafen im Nebel, untertauchen. Sein Schicksal wird die ausweglose Liebe zu einem jungen Mädchen. Er gerät unter Mordverdacht, tötet im Jähzorn den Peiniger des Mädchens und wird kurz darauf selbst von einem Nebenbuhler erschossen. - Carné setzt seine ganze Kunst ein, um durch die Nebelschwaden hindurch die Dinge hinter den Dingen sichtbar zu machen, denn für ihn ist die Wirklichkeit immer Realität und Symbol zugleich." (Falter-Kinos, München) "Eines der überzeugendsten Beispiele des poetischen Realismus des französischen Kinos jener Zeit." (Lexikon des internationalen Films) «Schön gefilmte, melancholisch-düstere Story. bewegend.» (tele 21/2009)
Osservazione generali: «Marcel Carnés "Hafen im Nebel" nach einer Romanvorlage von Pierre Dumarchais ist einer der herausragenden Filme des französischen poetischen Realismus der 30er Jahre. Die fatalistisch-pessimistische Weltsicht am Vorabend des Zweiten Weltkriegs, die der Regisseur hier formuliert, korrespondiert mit Eugen Schüfftans großartigen kontraststarken Bildern der düsteren Hafenstadt und wird von den entfremdeten und verbitterten Figuren selbst beschrieben. Melancholie, Verzweiflung und Lebensmüdigkeit werden in der Figur des Malers auf die Spitze getrieben und durch Äußerungen wie "Ein Schwimmer ist für mich bereits ein Ertrunkener!" illustriert. Auch Jean zeichnet eine Resignation und stolze Härte aus. Nelly hingegen ist in ihrer Weichheit, Weiblichkeit und Uneigenständigkeit ein Kind ihrer Zeit und ein Beispiel für das damalige Frauenbild. Realismus im Sujet, die Beschäftigung mit sozialen Problemen und die Situierung der Handlung in einem Milieu werden hier bereichert durch einen poetisierten Blick auf das Leben. Allerdings bleibt der Pessimismus, denn der durch die aufkeimende Liebe entstandene Hoffnungsschimmer kann sich nicht lang am Horizont der Figuren halten. "Hafen im Nebel" zählt zu den größten kommerziellen Erfolgen von Marcel Carné und wurde in den USA von der National Board of Review als bester ausländischer Film ausgezeichnet.» (arte Presse)

Shoes

Regia:   Lois Weber, Stati Uniti - 1916
Casa produtrice: Bluebird Photoplays Inc. - Distributtore: Universal Film Manufacturing Company - Produttore: Lois Weber - Phillips Smalley - Direttore: Lois Weber - Scenaggiatore: Lois Weber - Basato: Jane Addams novel - Basato: Stella Wynne Herron - Direttore della Fotografia: King D. Gray - Stephen Norton - Allen G. Siegler - Interpreti: Lina Basquette Schwester - Mary MacLaren Eva Meyer - William V. Mong 'Cabaret' Charlie - Jessie Arnold Lil - Mrs. Witting Evas Mutter - Harry Griffith Evas Vater - Violet Schram Schwester -
Sinossi (in Tedesco): Die junge Eva muss mit ihrem niedrigen Lohn ihre Eltern und die drei jüngeren Schwestern ernähren. Entsprechend ärmlich sind die Lebensumstände. Selbst für das Essen bleibt nicht genug. Geschweige denn für ein Paar Schuhe, das Eva dringend benötigt. Lange erträgt sie alle Last, bis sie einen verzweifelten Schritt tut.

Die junge Eva Meyer arbeitet in einem billigen „Five-and-Dime“-Laden. Von ihrem geringen Verdienst hängt die ganze Familie ab: die drei jüngeren Schwestern, die Mutter, die kämpft, um alles zusammenzuhalten, und der Vater, der lieber zu Hause bleibt, liest und raucht oder das Geld in der Kneipe für Bier ausgibt, als sich Arbeit zu suchen. Entsprechend ärmlich geht es in der kleinen Wohnung zu.
Am Ende jeder Woche übergibt Eva ihr mageres Einkommen an ihre Mutter. Aber ihr Lohn deckt kaum die Lebenskosten und reicht nicht für neue Kleidung. So bleibt ihr nur Pappe, um die Löcher in den Sohlen ihrer Schuhe abzudecken. Mit jedem regnerischen Tag und jedem Splitter wird Evas Leben trostloser. In ständigem Schmerz und ohne Lösung in Sicht, blickt das entmutigte Mädchen auf die ungebetenen Avancen von Charlie, einem Kunden mit klar unehrenhaften Absichten.
Jeden Tag betrachtet Eva sehnsüchtig ein Paar neue Schuhe im Schaufenster, von denen sie hofft, sie eines Tages kaufen zu können. Doch von ihrem Lohn bliebt ihr nichts. Ihre Kollegin, die sich von Männern aushalten lässt, kennt dagegen keine Geldsorgen. Noch besitzt Eva zu viel Selbstwertgefühl und Stolz, um es ihr gleichzutun, aber die Schuhe sind bald nicht mehr zu flicken (arte Presse)
Riviste (in Tedesco): Es war die erste Hauptrolle von Mary MacLaren als Eva Meyer, eine kleine Verkäuferin in einem New Yorker Warenhaus. Lois Weber zeigt die soziale Not einer kinderreichen Familie, Mary braucht dringend neue Schuhe, da ihre alten zerfestzt und durchlöchert sind. Aber die kümmerliche Wochengage geht für das tägliche Leben, und so erliegt schliesslich auch sie den Verlockungen des Nachtclubs und verkauft ihren Körper für ein paar neue Schuhe.
Die deklamatorische Botschaft ist in den Zwischentiteln, die inszenierung zurückhaltend und für die damalige Zeit quasi "nerorealistisch", trotz der melodramatischen Geschichte bleibt der Film kühl.
Der Film wurde in den anfangs der Dreissiger Jahre in einer zusammengeschnittenen Tonfassung unter dem Titel "Unshoed Maiden" gezeigt (Kopie in der Library of Congress 280 m). 2011 wurde eine Kopie des Films annähernd wieder in der originalen Fassung durch das Film Institut Netherlands restauriert. (lhg 2012)
Osservazione generali: Lois Weber (1881-1939) hat in ihrer fruchtbaren Karriere circa 300 Filme gedreht, von denen ein Großteil verloren gegangen ist. Die aus einer wohlhabenden Familie stammende Regisseurin wandte sich für ihre Filme bald anderen Horizonten zu. So arbeitete sie in anderen Vierteln, um andere Lebensweisen kennenzulernen. Die Kritik an bürgerlichen Moralvorstellungen ist all ihren Filmen gemein. Ihr feministischer Blick kritisiert oftmals die Passivität der Frau. Auch das Aufzeigen von Klassenunterschieden ist ihr ein zentrales Anliegen. (arte Presse)

Mary MacLaren drehte dann noch weitere vier Filme unter der Regie von Lois Weber: Saving the Family Name , Idle Wives and Wanted - A Home in 1916; and The Mysterious Mrs. M in 1917.

Unser täglich Brot

Regia:   Phil Jutzi, Germania - 1928
Casa produtrice: Welt-Film - Direttore: Phil Jutzi - Scenaggiatore: Phil Jutzi - Leo Lania - Direttore della Fotografia: Phil Jutzi - Montaggio: Phil Jutzi - Interpreti: Holmes Zimmermann Der Arbeitslose -

Controcorrente

(Upstream), Regia:   John Ford, Stati Uniti - 1927
Casa produtrice: Fox Film Corporation - Produttore: William Fox - Direttore: John Ford - Scenaggiatore: Randall H. Faye - Basato: Wallace Smith short story 'The Snake's Wife' - Direttore della Fotografia: Charles G. Clarke - Zweite Kamera: Edward O - Interpreti: Grant Withers Juan Rodriguez - Lydia Yeamans Titus The Landlady - Nancy Nash Gertie Ryan - Ely Reynolds Deerfoot - Francis Ford Juggler - Harry Bailey Gus Hoffman - Judy King The Sister Team - Lillian Worth The Sister Team - Jane Winton Soubrette - Sammy Cohen Callahan - Earle Foxe Eric Brashingham - Raymond Hitchcock The Star Boarder - Émile Chautard Campbell-Mandare - Ted McNamara Callahan -

Vecchia guardia

Regia:   Alessandro Blasetti, Italia - 1934
Direttore: Alessandro Blasetti - Architetto-scenografo: Primo Zeglio -

La Vie est à nous

Regia:   Jean Renoir, Francia - 1936
Direttore: Jean Renoir - Scenaggiatore: Jacques Becker - Pierre Unik - André Zwoboda - Henri Cartier-Bresson - Jean-Paul Le Chanois - Jacques B. Brunius - Direttore della Fotografia: Claude Renoir - Jean Bourgoin - Claude Bourgoin - Interpreti: Madeleine Sologne - Marcel Lesieur Le patron du garage - Jean Renoir - Simone Guisin Une dame au Casino - Henri Pons - Nadia Sibirskaia - Gaston Modot - Léon Larive - Julien Bertheau - Charles Blavette - Jacques B. Brunius Le président du conseil d'administration - Max Dalban - Jean Dasté L'instituteur - Edy Debray - Emile Drain - Marcel Duhamel - Gabrielle Fontan - Sylvain Itkine - Teddy Michaud Un fasciste à l'entraînement -
Sinossi (in Tedesco): Der Film zeigt eine Geographiestunde in einer Schule, in der der Lehrer die ungleichen Besitzverhältnisse in Frankreich aufzeigt. Dann folgt eine Darstellung des kommunistischen Kampfes durch den Herausgeber der kommunistischen Zeitung L’Humanité: ein arbeitsloser alter Arbeiter wird wieder in die Gesellschaft eingegliedert, einem Bauer wird geholfen, seinen Besitz vor der Zwangsversteigerung zu retten, und einem jungen Ingenieur wird eine Arbeit vermittelt. Die Führer der Partei reden anschliessend zur Mobilisierung auf. (www.kultur-frankreich.de)
Osservazione generali: «Der Film wurde von der französischen kommunistischen Partei in Auftrag gegeben in Hinblick auf die Wahlen im Mai 1936, die der Front Populaire gewann. La Vie est à Nous wurde von einer Gruppe militanter kommunistischer Filmemacher und Techniker gemacht und ist zugleich Dokumentarfilm, eine Montage von Wochenschauausschnitten, eine Anreihung von Szenen und ein politischer Diskurs. Die Zensur verbot den Film, den Renoir zusammen mit Vaillant-Couturier geschrieben hatte. Er konnte nur bei privaten Anlässen gesehen werden, was Renoirs Hoffnung zunichte machte, die Zuschauer mit dem Film von einer kommunistischen Wahl zu überzeugen.» (www.kultur-frankreich.de)

Vosstanije rybakov

Regia:   Mikhail Doller, Unione Sovietica - 1934
Direttore: Erwin Piscator - Mikhail Doller - Scenaggiatore: Georgi Grebner - Basato: Anna Seghers Roman - Willy Döll Drehbuch - Direttore della Fotografia: Pjotr Vassiljevitch Jermolov - Mikhail Kirillov - Interpreti: Konstantin Eggert - Vjera Janukova Maria, Prostituierte - Konstantin Davidovskij - Emma Tsesarskaja Nehrs Frau - Judith Glizev - A Safroshin - N Izvolskij - Vladimir Uralskij - Nikolaj Livanov - Aleksej Konsovskij Andreas - Nikolaj Gladkov Gul, Matrose - Vasilij Kovrigin Kerhus - Sergeij Martinson Herr Bredel, fishing magnate - Lotte Loebinger - Alexej Dikij Martin Kedennek - F Ivanov Nehr -

Fango sulle stelle

(Wild River), Regia:   Elia Kazan, Stati Uniti - 1960
Direttore: Elia Kazan - Interpreti: Montgomery Clift Chuck Glover - Jo Van Fleet Ella Garth - Barbara Loden - Lee Remick - Albert Salmi -

Il paradiso dei Barbari

(Wind across the Everglades), Regia:   Nicholas Ray, Stati Uniti - 1958
Direttore: Nicholas Ray - Scenaggiatore: Budd Schulberg - Direttore della Fotografia: Joseph Brun - Montaggio: Georges Klotz - Interpreti: Christopher Plummer Walt Murdoch - Gypsy Rose Lee Mrs. Bradford - Burl Ives Cottonmouth - Pat Henning Sawdust - Tony Galento Beef - Sumner Williams Windy -

Zaza

Regia:   Adrien Caillard, Francia - 1913
Casa produtrice: S.C.A.G.L. - Société Cinématographique des Auteurs Pathé No. 5800 - Distributtore: Pathé Frères, Paris - Direttore: Adrien Caillard - Basato: Charles Simon - Pierre Berton - Interpreti: Marie Ventura Zaza - Maria Fromet La petite Dufresne (AKA La Petite Fromet) - Georges Grand Bernard Dufresne (AKA M. Grand) - Jules Mondos Cascar (AKA M. Mondos) - Germaine Dermoz Mme. Dufresne (AKA Mme. Dermoz) -