Venezia - Filmfestival 1957

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Reihe: Wettbewerb

Bitter victory

Rendező:   Nicholas Ray, USA, France - 1957
Gyártó: Columbia Pictures Corporation - Producer: Paul Graetz - Ügyvezető producer: Robert Laffont - Janine Graetz - Rendező: Nicholas Ray - Rendező asszisztens: Edouard Luntz - Christian Ferry - Script Supervisor: Lucie Lichtig - Forgatókönyv: Raymond Queneau franz. version - Nicholas Ray - Paul Gallico - Vladimir Pozner (/xx/) - Gavin Lambert - René Hardy - A bemutató után: René Hardy (novel) - Operatőr: Michel Kelber - Zeneszerző: Maurice Le Roux - Vágó: Léonide Azar (AKA Leonide Azar) - Látványtervező: Jean d'Eaubonne - Stand Photos: Jacques Boutinot - Színész: Harry Landis Private Browning - Joé Davray Private Spicer (AKA Joe Davray) - Christian Melsen Private Abbot - Anthony Bushell General Paterson - Richard Burton Captain Leith - Alfred Burke Lt. Colonel Callander - Nigel Green Private Wilkins - Andrew Crawford Private Roberts - Fred Matter Oberst Lutze - Christopher Lee Sergeant Barney - Raymond Pellegrin Mokrane - Curd Jürgens Major Brand - Ruth Roman Jane Brand - Sumner Williams Private Anderson - Raoul Delfosse Lieutenant Kassel - Ramón de Larrocha Lieutenant Sanders (AKA Ramon De Larrocha) - Ronan O'Casey Sergeant Dunnigan - Sean Kelly Lieutenant Barton -
Jegyzet: Bitter Victory spielt in Lybien während des 2. weltkriegs und schildert die Rivalität zwischen dem charismatischen Captain Leith (Richard Burton) und seinem Vorgesetzten Major Brand (Curd Jürgens). Die beiden Männer werden auf eine Mission geschickt, um Geheimdokumente zurückzuholen. Doch vor ihrer Abreise entdeckt Brand, dass seine Frau eine Liaison mit seinem Untergebenen unterhält. - Nicholas Ray zeigt, wie auf Grund des Konflikts seine Protagonisten zu kleinlichem Argwohn und hohler Rhetorik Zuflucht nehmen. Ein Meisterwerk über die Absurdität des Krieges. (Locarno Festival Katalog 2006) Längenangabe laut Katalog Locarno 2006: 102 Minuten Länge der französischen Version: 97 min Englische Version: 90 min USA Version: 82 min

Fehér éjszakák

(Le Notti bianche), Rendező:   Luchino Visconti, Italy - 1957
Producer: Franco Cristaldi - Rendező: Luchino Visconti - Forgatókönyv: Luchino Visconti - Suso Cecchi d'Amico - A bemutató után: Fjodor Dostojevskij novel 'Weisse Nächte' - Operatőr: Giuseppe Rotunno - Zeneszerző: Nino Rota - Vágó: Mario Serandrei - Ausstattung: Mario Garbuglia - Látványtervező: Mario Chiari - Set Decoration: Enzo Eusepi - Kosztümterv: Piero Tosi - Maskenbildner: Alberto de Rossi - Színész: Marcella Rovena La padrona della pensione - Dirk Sanders Il ballerino (AKA Dick Sanders) - Maria Schell Natalia - Renato Terra Un coinvolto nella rissa - Giorgio Albertazzi - Sandra Verani - Marina Zanoli La domestica (AKA Maria Zanolli) - Corrado Pani Un giovinastro - Sandro Moretti - Romano Barbieri - Clara Calamai La prostituta - Alberto Carloni - Lanfranco Ceccarelli Un coinvolto nella rissa (AKA Lanfranco Ceccarelli) - Elena Fancera La cassiera - Anna Filippini - Angelo Galassi Un coinvolto nella rissa - Fernando Gerra - Giorgio Listuzzi - Jean Marais L'inquilino - Marcello Mastroianni Mario - Leonilde Montesi - Lys Assia -
Vélemények (német): "Liebe beflügelt einen liebenswerten jungen Mann, der nächtens ein mit offenen Augen träumendes Mädchen kennenlernt. Sie hängt der Erinnerung an einen anderen nach, dessen vage versprochene Rückkehr sie sehnlichst erwartet. Zitternd zwischen Hoffnung und Zweifel, gelingt es dem jungen Manne, die Erinnerung an den längst entschwundenen Geliebten zurückzudrängen und das Herz der Träumerin zu gewinnen – als plötzlich der andere wieder auftaucht und das Mädchen in seine Arme stürzt. Auf Dostojewskis gleichnamige gefühlvolle Erzählung zurückgreifend, hat Luchino Visconti hier im Sinne des Dichters ein Abbild der zwiespältigen Menschenseele gegeben. Sein Film ist sehr literarisch und theaternah, er leugnet die Kulisse nicht. Mit einem wirkungsvollem Dekor von Brücken und Treppen, einem überhöhten dynamischen Dialog, einer puccinesken Musik und fotografischer Hell-Dunkel-Malerei wird das Traumhafte der Romanze zwar oft packend herausgearbeitet, doch hat diese Poesie eine sehr wechselnde Stärke und gleitet mitunter ernüchternd ins Beziehungslose ab. Sperrkonto einer phantasieverklärten Liebe, das dann mit Happy-End-Coup und Blankoscheck abgehoben wird: Maria Schell macht das sehr konzentriert, strahlend, lächelnd und kunstreich. Ihr Partner Marcello Mastroianni, der beseligte, doch unglückliche „zweite Mann“, ist ihr an sensitiver Ausdruckskraft ebenbürtig. Jean Marais gibt den Geliebten als ein „Denkmal“ männlicher Schönheit. Viscontis neoromantisches Experiment forderte in Venedig die Kritik heraus und gewann den Silbernen Löwen. Das Werk distanziert den Zuschauer und richtet sich an ein bewußt genießendes, interessiert beobachtendes Publikum." Edmund Luft in: Filmwoche (Karlsruhe), Nr. 9, 1.3.1958. "(…) Diese Verfilmung einer Novelle von Dostojewski hat mit den Schwierigkeiten zu kämpfen, die jede Verfilmung der Werke des großen Russen mit sich bringt. Daß trotzdem ein kleines Kunstwerk aus diesem Streifen geworden ist, muß man seinen Herstellern hoch anrechnen. Die größte Schwierigkeit liegt darin, daß man Dostojewskische Atmosphäre nur schwer auf die Leinwand bringen kann, ohne Längen zu schaffen. Wenn man der Novelle gerecht werden will, läßt sich nur mühsam ein Handlungsfluß aufrechterhalten. Man hat daher auch einige Einlagen gemacht, welche die Handlung „bereichern“ sollen. Überwiegend hat man sich jedoch um die Atmosphäre bemüht, weswegen vielleicht mancher, der für diese Dinge nicht so viel Empfinden hat, von Längen des Films sprechen wird. Die souveräne Gestaltung der Atmosphäre besticht. An ihr sind Regie und Kamera gleichermaßen beteiligt. Die realistische Inszenierung, die trotz allem Realismus Platz für Träume und Hoffnungen läßt, eine Kamera, die mit den Ruinen und Brücken einer alten Stadt, die im Süden Italiens stehen könnte, so sicher umzugehen weiß, Großaufnahmen, die in einer Massierung als interessantes filmisches Mittel eingesetzt werden, haben wesentlichen Anteil an der Verdichtung des Streifens. Einen mindestens gleich großen Anteil haben jedoch die Darsteller. Maria Schell, die alle Verhaltenheit, alles Leid und Glück, alle die unsinnigen und letztlich doch tragenden Hoffnungen des jungen, reinen und doch schon von der Liebe verwundeten Mädchens so überzeugend darzustellen vermag. Ihr Partner Marcello Mastroianni, der auf der Suche nach einem kleinen Abenteuer selbst zum unglücklich Liebenden wird, der sich von der Frau, die er liebt, die Geschichte ihrer Liebe zu einem anderen anhören muß, der das tragen will, ohne es tragen zu können. Dann der Mann, der weggeht, um in einem Jahr wiederzukommen, Jean Marais in einer kleinen Rolle, die er jedoch mit menschlicher Wärme zu füllen versteht. Figuren, gefüllt mit Paradoxien, wie sie das menschliche Leben immer wieder gebiert und die man so wenig auf der Leinwand sieht. (…) Als filmische Kostbarkeit (ab 16) warm zu empfehlen." Krp. in: Evangelischer Film-Beobachter (München), Nr. 11, 13.3.1958.