The Misfits

Nicht gesellschaftsfähig

Regie: John Huston, , USA, 1960

  • FSK 16  

Plakatmotiv The Misfits, © United Artists

Stills and posters © United Artists


Stab und Besetzung

Produktion United Artists
Regisseur John Huston
Drehbuch Arthur Miller
Kamera Russell Metty
Musik Alex North
Schnitt George Tomasini
Architekt Stephen Grimes
Bill Newberry [Unter dem Namen William Newberry]
Darsteller Clark Gable [Gay]
Marilyn Monroe [Roslyn]
Montgomery Clift [Pierce]
Thelma Ritter [Isabelle]
Eli Wallach [Guido]
James Barton [Alter Mann in der Bar]
Kevin McCarthy [Raymond Tabor]
Philip Mitchell [Charles]
Dennis Shaw [Junge in der Bar]
Estelle Winwood [Religiöse Dame]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 124 Minuten
Tonsystem: mono
FSK ab 16 Jahren,
Vorhandene Kopien: Kopien des Films sind erhalten
Szenenphoto aus The Misfits, © United Artists

Inhaltsangabe
Roslyn Tabor (Marilyn Monroe) ist nach Reno gekommen, um sich scheiden zu lassen. Isabelle (Thelma Ritter), eine vor vielen Jahren geschiedene Frau, wird ihre mütterliche Freundin. Nach ihrer Scheidung lernt Roslyn den Automechaniker Guido (Eli Wallach) und den Cowboy und Rodeoreiter Gay Langland (Clark Gable) kennen. Roslyn und Isabelle fahren mit Guido und Gay hinaus in Guidos leer stehendes Haus. Roslyn bleibt mit Gay allein zurück und verbringt mit ihm einige glückliche Tage. Eines Tages erscheint Guido wieder, um Gay auf Mustangfang mitzunehmen. Gay lässt sich erst nach einigem Zögern überreden. Roslyn ist begeistert von diesem Plan, der ihr ein herrliches Abenteuer zu werden verspricht. Auf der Suche nach einem weiteren Jagdpartner machen die drei in einer kleinen Stadt Halt, wo gerade ein Rodeo stattfindet. Dort treffen Guido und Gay ihren Freund Perce Howland (Montgomery Clift), der an diesem Rodeo teilnimmt. Roslyn ist bestürzt darüber, wie hart es bei dem Rodeo zugeht. Perce stürzt zweimal und wird verletzt. Roslyn zeigt ihm so viel Mitgefühl, dass sich Perce in sie verliebt. Dann werden die wilden Pferde mit Flugzeug und Auto gejagt und eingefangen. Roslyn protestiert gegen die brutale Fangexpedition. Sie ist entsetzt, als sie erfährt, dass die gefesselten Tiere an eine Hundefutterfabrik verkauft werden sollen, und bekommt schliesslich einen Nervenzusammenbruch. Gay weigert sich, ihre Bitte zu erfüllen und die Pferde wieder freizulassen. Doch Perce schneidet in einem unbewachten Augenblick aus Mitgefühl für Roslyn die Fesseln der Pferde durch und jagt sie in die Berge. Der dazugekommene Gay ist wütend und setzt alles daran, wenigstens den Leithengst der Herde wieder einzufangen. Erst nach dem neuerlichen Sieg über dieses Tier gibt er ihm die Freiheit. Das ist für Roslyn das Zeichen der Versöhnung. Sie fährt mit Gay nach Hause... (3Sat Presse)

Kritiken : "Roslyn Tabor lernt im berühmt-berüchtigten Scheidungsparadies Reno nach ihrer Trennung den Cowboy Gaylord Langland kennen, mit den sie eine Zeitlang ein harmonisches Leben führt. Wird das Paar den Prüfungen des Lebens widerstehen können ? Arthur Miller stellt sich im Drehbuch diese Frage. Er suchte die Welt zweier verschiedener Menschen zu zeichnen und in dieser Welt zu einer Synthese zu gelangen. Die Idee mag ihm nicht zufällig gekommen sein - er selbst suchte Reno in persönlicher Angelegenheit schon auf. Miller muss sich zu den drei Männern, den Aussenseitern der Gesellschaft, angezogen fühlen, denn dort findet er die Spannung und die Romantik, die Lebensweisheit, Männlichkeit, Kampfbereitschaft, Unabhängigkeit, Unbekümmertheit dem gesellschaftlichen Leben gegenüber, Verbundensein mit dem Leben im Handeln und Erobern: das ist die Welt der Cowboys. Weiblichkeit, Entgegenkommen, Hinnahme, Suche nach dem anderen, Aufgeschlossenheit dem gesellschaftlichen Leben gegenüber, Verbundensein mit dem Leben im Gefühl: dies ist Roslyns Welt.
Ein interessanter Vorwurf, gewiss. Leider erfüllte aber der Film diese Erwartung nicht. Wenn dem Regisseur John Huston auch einige bemerkenswerte Szenen gelangen, so erweist sich der Streifen auf die Länge doch etwas zu platt. Es gehört wohl zu den peinlichsten Momenten, wenn sich zwei auf der Leinwand einen Witz erzählen und ihn äusserst komisch finden, das Publikum aber diese Meinung nicht teilen kann. Dass der Film zudem vielfach langweilig wirkt, liegt in der zu oberflächlichen Entwicklung. Marilyn Monroe und Clark Gable sind viel zu wenig profiliert, um ihr einige starke Impulse zu geben. Zu den eindrücklichsten Szenen gehört - es lohnt sich zu sagen - die Jagd auf die wilden Mustangs. Hier gelangen einige fesselnde Momente und spannende Aufnahmen, die zu sehen es wert sind. Einen guten Eindruck hinterlässt auch Montgomery Clift in seiner Nebenrolle als Perce.
Filmische Routineangelegenheit oder Unvermögen des Drehbuchautoren ? Es mag beides sein - schade aber, dass es gerade der letzte Film des 'unvergänglichen' Clark Gable sein musste.
Nicht 'gesellschaftsfähig'...!" (ür in Freie Innerschweiz, 16. Mai 1961)

"Brillant gespielt und mit prächtigen Naturaufnahmen garniert" (tele)

"Der Film, den Arthur Miller seiner Frau Marilyn Monroe auf den Leib schrieb, ist ein melancholischer Abgesang auf Cowboy-Zeiten. Für Gable und Monroe war es der letzte Film: er verstarb acht Tage vor Fertigstellung des Films am 16. November 1960, sie am 5. August 1962 unter dubiosen Umständen" (tele 14/2002)

"In diesem, ihrem letzten Film, spielt die Monroe vielleicht ihre beste Rolle, als fast orientierungslos durch das Leben ziehendes Wesen, das dringend nach Halt sucht, aber sich nicht verwurzeln mag. MISFITS ist für alle Frauen, die Männer und ihre archaischen Träume von Unabhängigkeit und Freiheit nicht verstehen, und alle Männer, die Frauen nicht verstehen, sich aber eine bodenständige, phantasievolle, erdverbundene, wunderschöne, gefühlvolle, freundschaftliche und erotische Marilyn Monroe an ihre Seite wünschen." (Kai Wessel, SZ, 24/25. August 2002)

Anmerkungen : "Hintergrundinformationen:
Mit "Misfits - Nicht gesellschaftsfähig" unternahm John Huston den Versuch, einen kritischen, modernen Western zu drehen. Marilyn Monroes damaliger Ehemann, der Dramatiker Arthur Miller, schrieb das Drehbuch nach der Vorlage einer eigenen Kurzgeschichte. Obwohl von der Kritik nur als Achtungserfolg eingestuft, ist der Film legendär geworden, weil hier zwei unvergessene Hollywoodstars zum letzten Mal auf der Leinwand zu sehen waren: Clark Gable starb am 16. November 1960, Marilyn Monroe am 5. August 1962." (3 Sat Presse)

The Misfits ist ein Film, der im Jahr 1960 in USA produziert wurde. Regie führte John Huston, mit Clark Gable, Marilyn Monroe, Montgomery Clift, Thelma Ritter, Eli Wallach, in den wichtigsten Rollen.



Literatur Hinweise La Cinémathèque Suisse, Nr. 165-66, Lausanne 1998

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