The Nun's Story

Die Geschichte einer Nonne

Regie: Fred Zinnemann, , USA, 1959

  • Genre: Klosterleben, Kongo, Ordensschwester,

Plakatmotiv The Nun's Story, © Production Company


Stab und Besetzung

Produzent Henry Blanke
Regisseur Fred Zinnemann
Regieassistent Sergio Leone [Nicht genannt]
Drehbuch Robert Anderson
Kamera Franz Planer
Musik Franz Waxman
Darsteller Elsa Albani
Peggy Ashcroft [Mutter Mathilde]
Patricia Collinge [Schwester William]
Rosalie Crutchley
Mildred Dunnock [Schwester Margarita]
Edith Evans [Mutter Emmanuel]
Peter Finch [Dr. Fortunati]
Audrey Hepburn [Gabrielle von der Mal]
Dean Jagger [Dr. Van der Mal]
Lionel Jeffries [Dr. Goovaerts]
Eva Kotthaus [Schwester Marie]
Beatrice Straight [Mutter Christoph]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Farbfilm,Länge: 145 Minuten
Tonsystem: Ton
Szenenphoto aus The Nun's Story, © Production Company

Inhaltsangabe
Der Arzt Dr. Van der Mal (Dean Jagger) bringt seine Tochter Gabrielle (Audrey Hepburn) ins Kloster. Er respektiert zwar ihren Entschluss, Nonne zu werden, doch gutheissen kann er ihn nicht. Im Kloster zu Brügge muss sich das empfindsame Mädchen den strengen Gehorsamsregeln des Ordens unterwerfen. Das fällt ihr nicht leicht. Aber Mutter Emmanuel (Edith Evans) ist angetan vom ernsten Bemühen der Novizin, sich in Geduld und Demut zu üben. Die Oberin erkennt bald, dass Gabrielles wacher Verstand gegen manche Regel des Klosterlebens rebelliert, sie ihren Widerstand jedoch unterdrückt, schweigt und gehorcht. Nach dem Noviziat nimmt die junge Nonne den Namen Schwester Lukas an, legt das schwierige Examen in Tropenmedizin ab und steht einen harte Zeit als Pflegerin in einer psychiatrischen Anstalt durch. Ihr Herzenswunsch erfüllt sich, als sie auf eine Missionsstation in Afrika versetzt wird. Hier arbeitet sie unter der Leitung von Dr. Fortunati (Peter Finch) im Krankenhaus. Der Chirurg schätzt und bewundert seine neue Assistentin, obwohl er mit Nonnen nicht viel anfangen kann. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, die für Schwester Lukas zu einem Prüfstein wird.... (Presse SF DRS)

Kritiken
"Im Rahmen höchster Filmkunst werden hier geheime Seelenregungen in aller Ehrfurch vor der Würde des Menschen sichtbar gemacht. Fred Zinnemann zaubert mit trefflich beobachteten Szenen eine lebendige Atmosphäre. Audrey Hepburn ist die ideale Darstellerin der Schwester Lukas" (Christ und Welt)

"Eine junge Belgierin, Tochter eines bedeutenden und wohlhabenden Arztes, geht Anfang der 30er Jahre in ein Kloster, das Schwestern für die Krankenhäuser in Belgisch-Kongo stellt. Das Mädchen faßt seinen Entschluß gegen den schwachen Widerstand der Familie, weil es Gott nahe sein und der leidenden Menschheit helfen will. Aber es stellt sich in langen, von inneren Kämpfen erfüllten Jahren heraus, daß seine Auffassung von der Arbeit einer als Krankenpflegerin ausgebildeten Nonne eine andere ist als die des Ordens. Das Mädchen ist zu sehr Tochter seines Vaters, um auf die Dauer dem strengen religiösen Ritus den Vorrang vor der geliebten Arbeit geben zu können. Es verläßt mit Einwilligung des Bischofs das Kloster und kehrt in das zivile Leben zurück. (…) Der Regisseur Fred Zinnemann und sein Drehbuchautor verdienen Anerkennung für den Ernst, mit dem sie sich des immerhin ungewöhnlichen Stoffes angenommen haben. Sie verwendeten einen großen Teil des langen Films dazu, den Werdegang einer Nonne vom Tage ihres Klostereintritts bis zur endgültigen Bindung an den Orden aufzuzeigen und sie machten dem Zuschauer mit aller Ausführlichkeit deutlich, welch Konsequenzen das Gebot demütiger Unterordnung für einen von Natur aus selbstbewußten Menschen haben kann. Diese Ausführlichkeit war, auch wenn man sie bisweilen als Länge empfinden sollte, zur Deutlichmachung des Konflikts und für das Verstehen seiner Lösung notwendig. Vom Dramaturgischen her ebenso notwendig war es aber auch, wenigstens einen Teil der Szenen, in diesem Falle also die, die im Gebiet des Kongo spielen, mit so etwas wie kinomäßiger Spannung anzufüllen. Selbst die leise Andeutung von Sympathien zwischen der Nonne und dem sarkastischen Stationsarzt und das Offenlassen aller Weiterungen aus dieser Begegnung sollte man den Schöpfern dieses zu Recht mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichneten Films konzedieren. Audrey Hepburn kann man wohl kein größeres Kompliment machen als das, daß man im Verlaufe des Films immer mehr das Gefühl verliert, einem Filmstar in der Rolle einer Nonne gegenüberzusitzen. Dieser Eindruck verstärkt sich bis zu der erschütternden Schlußszene, in der zum zweiten Male nach mehr als dreitausend Filmmetern der entblößte Kopf der Hepburn sichtbar wird und in der eine vom Leid gezeichnete Frau den Weg ins Ungewisse antritt. Peter Finch gelingt es, in der Rolle des Arztes vom ersten Auftritt an als starke Persönlichkeit zu erscheinen. Es ist anzunehmen, daß man auch in Deutschland diesem Film als einer freimütigen Diskussion von Glaubensfragen starkes Interesse entgegenbringen wird." Georg Herzberg in: Film-Echo (Wiesbaden), Nr. 92/93, 21.11.1959.

Anmerkungen
"I preferred not to use Roman Catholics in creative situations. It seemed important to keep an objective approach to the work." (Fred Zinnemann, cit. Diagonale)

"In der Rolle der Klosterschwester zeigte Audrey Hepburn, die bis dahin vor allem in Romanzen und Komödien aufgetreten war, eine neue Facette ihres Könnens. Nach zehn erfolgreichen Jahren im Filmbusiness war die Zeit für den damals 30-jährigen Star reif für eine neue Herausforderung. Die Dreharbeiten im damaligen Kongo dauerten mehr als sechs Monate und wurden für die zierliche Schauspielerin zur echten Belastung. Nicht nur die Hitze machte ihr zu schaffen - mehr als einmal erlitt sie in ihrem schwarzen Kostüm einen Schwächeanfall - sie wurde sogar buchstäblich von einem Affen gebissen. "The Nun's Story" sollte für Audrey Hepburn zu einem ihrer grössten Erfolge werden, für den sie unter anderem den Bafta-Award, den Preis der New Yorker Filmkritik, und ihre dritte Oscar-Nominierung erhielt." (Presse SF DRS)

The Nun's Story ist ein Film, der im Jahr 1959 in USA produziert wurde. Regie führte Fred Zinnemann, mit Beatrice Straight, Peggy Ashcroft, Patricia Collinge, Rosalie Crutchley, Mildred Dunnock, in den wichtigsten Rollen.



Literatur Hinweise La Cinémathèque Suisse # 114, pg 7;
Filmmuseum Berlin - Retrospektive 2006: Traumfrauen. Stars im Film der fünfziger Jahre, Gabriele Jatho und Hans Helmut Prinzler (Hg.), Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2006

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

    Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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