The Search

Suchende Herzen, Die Gezeichneten

Regie: Fred Zinnemann, , Schweiz, USA, 1948

  • Genre: War, Drama,

Plakatmotiv The Search, © Praesens-Film AG, Zürich, Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)


Stab und Besetzung

Produktion Praesens-Film AG, Zürich
Metro-Goldwyn-Mayer (MGM)
Produzent Lazar Wechsler
Oskar Dübi
Regisseur Fred Zinnemann
Drehbuch Richard Schweizer
David Wechsler
Paul Jarrico
Kamera Emil Berna
Musik Robert Blum
Schnitt Hermann Haller
Architekt Robert Furrer
Darsteller Montgomery Clift [Ralph Stevenson]
Aline MacMahon [Mrs. Murray]
Jarmila Novotna [Mrs. Malik]
Wendell Corey [Jerry Fisher]
Ivan Jandl [Karel Malik]
Leopold Borkowski [Joe Makowsky]
Claude Gambier [Raoul Dubois]
Ewart G. Morrison [Mr. Crookes]
Mary Patton [Mrs. Fisher]
William Rogers [Tom Fisher]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,37 - Schwarz-Weiss Film,Länge: 104 Minuten
Tonsystem: mono
Premiere: 23. März 1948 in New York

Inhaltsangabe
Tschechischer Junge sucht nach dem Zweiten Weltkrieg im zerstörten Deutschland nach seiner Mutter; exzellenter Schweizer Beitrag zum Thema der verschleppten Kinder.

Mrs. Murray, die Leiterin eines Kinderlagers der UNRRA, erwartet auf dem Bahnhof einen neuen Transport. Als die Kinder die Waggons verlassen, herrscht gespenstische Stille. Die grösstenteils aus Konzentrationslagern stammenden Kinder haben das Kindsein verlernt. Apathie und Gehorsam stehen in ihre Gesichter geschrieben. Jede Uniform bedeutet für diese geschundenen Kreaturen Marter, Angst und Hass. Als die Kinder in einem Krankenwagen befördert werden, bricht Panik aus. Der Tschechenjunge Karel Malik, der seit der Trennung von seiner Mutter Gedächtnis und Sprache verloren hat, ergreift die Flucht und versteckt sich im Schilf. Sein Kamerad ertrinkt bei dem Versuch, einen Fluss zu überqueren. Die Lagerleitung geht davon aus, dass Karel auch umgekommen ist. Kurz darauf taucht Karels Mutter in diesem Lager auf. Sie kann nicht glauben, dass ihr Sohn tot sein soll... (Pressetext)

Kritiken : "g-f. Die Stars dieses Films sind die in Trümmern liegenden Städte Deutschlands, und eine aus Nazilagern zusammengeholte, terwaiste und verwahrloste Kinderhorde. In fast allen Briefen" ton drüben konnte man lesen: Ihr könnt Euch keine Vorstellung machen — diese Verwüstung muss man selbst gesehen haben." Jetzt kann man sich eine grauenhafte, schreckliche Vorstellung fliachen. "In Nürnberg, Würzburg, Frankfurt und München gefilmt" heisst es im Programm. Keine dieser vertrauten Stätten •war zu erkennen. Erschüttert fragt man sich: "Wird dies alles je wieder aufgebaut werden können?" — Und wird man je wieder Vertrauen und unverzerrtes Denken Jh diesen Kindern aufbauen können — kleine, scheue Tiere, die je nach der Situation sich ducken, beissen oder davonlaufen? Eine grosse Traurigkeit befällt den Beschauer, wenn er diese Kindergesichter betrachtet, deren Züge Verzweiflung, Verlassenheit, Stumpfsinn oder Härte ausdrücken. Unvergesslich ist die Szene, in der die Kinder von der Leiterin des UNRRA - Lagers (Aline MacMahon trifft wundervoll die Mischung von Beamtin und Mütterlichkeit), ausgefragt werden und auf deutsch, tschechisch, polnisch und französisch Auskunft geben. Auf diesem Hintergrund entwickelt sich die Handlung: eine Mutter, die durch alle Lager Deutschlands wandert, um ihr Kind zu finden. Jarmila Novoina gibt ihr die entschlossene, unbeirrbare Kraft, ein fast aussichtsloses Beginnen durchzuführen. Nur einmal, am Beginn, hört man ihre wundervolle Stimme, als die glückliche Harmonie einer Familien-Kammermusik in einer schrillen Dissonanz abbricht, um in das Hämmern von Gestapoläusten an der Türe über zu leiten. Den kleinen Jungen spielt der neunjährige Ivan Jandl, sehr glaubhaft und herzbewegend, so lange er als kleiner Landstreicher der ganzen Welt den Krieg erklärt hat; nur widerwillig und um sich schlagend fügt er sich dem freundlichen Zugriff eines G.I, auf den sich dann später die ganze Liebe einer ausgehungerten Kinderseele überträgt. Später, wenn er bewusst nach der Mutter fragt und auszieht, sie zu suchen, schauspielert er. Es ist eine Freude, Montgomery Clift in der Rolle jenes G.I. zu beobachten, wie er — der immer auf die "filthy DP's" geschimpft hat — durch die grossen. anklagenden und furchterfüllten Augen eines kleinen Jungen zur Verantwortung des liebenden Bruders gezwungen wird. Einige Phasen erscheinen gestellt, und das ist schade: die Mutter, die schon ihren Sohn gefunden zu haben glaubt, sieht sich plötzlich einem fremden Jungen gegenüber; oder: die Mutter verlässt das UNRRA-Lager gerade, als ihr Junge wieder dort eingeliefert wird. Und in diesem Augenblick, man mag es glauben oder nicht — ging ein tiefes "Ach" der Enttäuschung durch die Zuschauerreihen.
Die Regie führte Fred Zinnemann. L. Wechsler und Richard Schweizer, die "The Last Chance" herausbrachten, sind auch für "The Search" als Produzent und Autor verantwortlich. Das ganze, so schön geglückte Wagnis ist ein Auslandsunternehmen von MGM zusammen mit dem Praesenz- Film in Zürich" (Aufbau, 12. März 1948)

«Erschütternd illusionslos, 1948 mit dem Drehbuch-Oscar prämiert» (TV Spielfilm)

Preise und Auszeichnungen
1948 - Oscar für das beste Drehbuch
- Oscar Nominierung für Montgomery Clift

Anmerkungen : "It was most important to make the uninformed American audience aware of what had happened in Europe, and for this reason we were obliged to soften the truth. Otherwise people would have been unable to bear it." (Fred Zinnemann, cit. Diagonale)

...in der damaligen US-Besatzungszone weitgehend an Originalschauplätzen gedreht und zeigt die schrecklichen Spuren des Krieges mit einer bis heute beklemmenden quasi-dokumentarischen Authentizität... (ARD-Presseinfo)

The Search ist ein Film, der im Jahr 1948 in Schweiz, USA produziert wurde. Regie führte Fred Zinnemann, mit Montgomery Clift, Aline MacMahon, Jarmila Novotna, Wendell Corey, Ivan Jandl, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 23. März 1948 in New York seine Premiere.

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:


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