Taxi Driver

Regie: Martin Scorsese, , USA, 1976

    Plakatmotiv Taxi Driver, © Production Company

    Stills and posters © Production Company


    Stab und Besetzung

    Regisseur Martin Scorsese
    Drehbuch Paul Schrader
    Kamera Michael Chapman
    Musik Bernard Herrmann
    Darsteller Peter Boyle [Wizard]
    Albert Brooks
    Robert De Niro [Travis]
    Jodie Foster [Iris]
    Harvey Keitel
    Cybill Shepherd [Betsy]
    Joseph Warren

    Technische Angaben
    Kategorie: Langspiel Film
    Technische Info: ,Länge: 110 Minuten
    Tonsystem: Ton
    Szenenphoto aus Taxi Driver, © Production Company

    Inhaltsangabe
    Travis Bickle ist bereits im Alter von 26 Jahren ein vom Leben gezeichneter Mann. Seit seiner Zeit im Vietnamkrieg leidet er unter ständiger Schlaflosigkeit und arbeitet deshalb als Taxifahrer. Auf seinen Fahrten durch das nächtliche New York wird er täglich mit den Schattenseiten der Metropole konfrontiert, mit "Abschaum", von dem er hofft, dass er eines Tages "von einem grossen Regen von der Strasse gespült" wird. Freunde hat er keine, und in seinem Tagebuch beschreibt sich Travis selbst als "Gottes einsamster Mann".. Er verliebt sich in Betsy, die Mitarbeiterin des Präsidentschaftskandidaten Palantine. Ihr anfängliches Interesse endet abrupt, als Travis sie bei der ersten Verabredung in ein Pornokino einlädt - das einzige Kino, das er kennt. In einer Nacht flüchtet die minderjährige Prostituierte Iris vor ihrem Zuhälter in Travis' Taxi. Von ihrer Geschichte berührt, fasst er den Entschluss, sie aus den Fängen ihres Zuhälters zu retten und ihr die Rückkehr in ein bürgerliches Leben zu ermöglichen. Doch Iris lehnt seine Hilfe ab. Travis besorgt sich Waffen und trainiert seinen Körper.. Sein Hass fokussiert sich auf den Präsidentschaftskandidaten, der seiner Meinung nach zwischen ihm und Betsy steht. Während einer Wahlkampfveranstaltung versucht Travis, ein Attentat auf Palantine zu verüben. Als der Anschlag im letzten Moment verhindert wird, macht er sich auf den Weg zu Iris und richtet in ihrem Haus unter den Zuhältern ein Blutbad an. Sein Versuch, sich am Ende seines Amoklaufs selbst das Leben zu nehmen, scheitert. Stattdessen wird Travis als furchtloser Held gefeiert und zum ersten Mal von seiner Umgebung akzeptiert. Auch Betsy zeigt plötzlich wieder Interesse an ihm... (3Sat Presse)

    Kritiken : "Ein Metropolen-Albtraum voll latenter Gewalt; moralisch ambivalent, vor Spannung vibrierend" (Gong)

    «Robert De Niro als Travis Bickle war ein prototypischer Psychopath, der das Vorbild unzähliger Vietnam-Veteranen im Kino lieferte. Die Großstadt macht ihn fertig, die unerwiderte Liebe zu einer coolen Blondine auch. Nachdem sein Attentat auf einen Politiker scheitert, entlädt sich der mörderisch-schießwütige Hass auf den Zuhälter einer kindlichen Hure (starker Auftritt: die 13-jährige Jodie Foster). Bittere Pointe: Travis wird zum "Ehrenretter" und Medienhelden.
    Unvergessen:
    Travis übt vor dem Spiegel das Ziehen seiner Knarre und knurrt dazu ständig: "Redest du mit mir?!" (Cinema, 2000)

    «Martin Scorseses zweites frühes Meisterwerk nach "Hexenkessel" spiegelte das zerrissene, latent gewalttätige Politklima der Post-Vietnam-Ära wider. Robert De Niro streift als Taxifahrer Travis Bickle durch eine urbane Hölle aus Prostitution, Drogen, Verkommenheit und Kriminalität. Die unerwiderte Liebe zu einer kindlichen Hure (starker Auftritt von der erst 13-jährigen Jodie Foster) treibt den desolaten Einzelgänger in einen blutigen Amoklauf.
    Warum wir ihn lieben: Scorseses Kultfilm ist noch heute aktuell.» (Cinema, 2006)

    Anmerkungen : "Hintergrundinformationen:
    Mit kühler Eindringlichkeit und analytischer Präzision beschreibt Scorsese in dieser "soziologischen Horrorgeschichte" die psychische Deformation seines Protagonisten und liefert mit "Taxi Driver" eine düstere Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft vor dem Hintergrund der Folgen des Vietnamkriegs und der wirtschaftlichen Rezension. Regisseur Martin Scorsese hatte bereits mit "Hexenkessel" ("Mean Streets", 1972) einen pessimistischen New-York-Film gedreht, ebenfalls mit Robert De Niro und Harvey Keitel. Und wieder gelang es Scorsese, präzise Beobachtungen mit den Mythen und Formen des Genrefilms zu verbinden. "Taxi Diver" ist wegen seiner Intensität, die Robert De Niro als zynischer, trauriger und verzweifelter Held vermittelt, wegen seiner rauen und doch kino-mythischen Fotografie (Michael Chapman) und seines genauen, lakonischen Drehbuchs zu einem Klassiker New Hollywoods und der modernen Filmgeschichte geworden. Drehbuchautor Paul Schrader, der später selbst ein bekannter Regisseur wurde, liess sich nach eigenen Angaben einerseits von dem Fall eines realen Attentäters, andererseits von den kompromisslosen Filmen des französischen Regisseurs Robert Bresson und den existentialistischen Schriften Jean-Paul Sartres inspirieren. "Taxi Driver" war die letzte Arbeit des grossen Filmkomponisten Bernard Herrman, der hier auch ein Motiv seiner Musik für Hitchcocks "Psycho" verarbeitete. Als "bester Film" war "Taxi Driver" zwar für den Oscar nominiert, erlebte seinen eigentlichen Triumph aber in Europa, wo er 1976 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde." (3Sat Presse)

    Taxi Driver is a motion picture produced in the year 1976 as a USA production. The Film was directed by Martin Scorsese, with Joseph Warren, Albert Brooks, Robert De Niro, Jodie Foster, Harvey Keitel, in the leading parts.

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

      Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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