Kohlhiesels Töchter

Regie: Ernst Lubitsch, , Deutschland, 1920

    Szenenphoto aus Kohlhiesels Töchter, © Messter-Film GmbH, Berlin, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Stills and posters © Messter-Film GmbH, Berlin, Universum-Film AG (UFA), Berlin


    Stab und Besetzung

    Produktion Messter-Film GmbH, Berlin
    Universum-Film AG (UFA), Berlin
    Regisseur Ernst Lubitsch
    Drehbuch Hanns Kräly
    Ernst Lubitsch
    Kamera Theodor Sparkuhl
    Musik Giuseppe Becce
    Architekt Jack Winter
    Kostümbild Hans Baluschek
    Darsteller Henny Porten [Liesel + Gretel Kohlhiesel]
    Emil Jannings [Peter Xaver]
    Gustav von Wangenheim [Paul Seppl]
    Jakob Tiedtke [Vater Mathias Kohlhiesel]
    Willy Prager [Händler]
    Karl Harbacher [Mitwirkung fraglich oder ungesichert]

    Technische Angaben
    Drehzeit: Januar-Februar 1920
    Drehort resp. Ateliers: Garmisch-Partenkirchen; Ufa-Messter-Atelier Berlin
    Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 70 Minuten, 1129 Meter, 4 Akte
    Tonsystem: stummn
    Premiere: 3. September 1920 in Berlin, Ufa-Palast am Zoo
    Erstzensur: Berlin Februar 1920 No 43836
    Szenenphoto aus Kohlhiesels Töchter, © Messter-Film GmbH, Berlin, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Inhaltsangabe
    Der Kohlhiesel-Wirt hat zwei Töchter im heiratsfähigen Alter, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Liesel, die etwas Ältere, ist ein echter Trampel, unansehnlich, ewig schimpfend und grantig. Gretel ist hingegen ein Ausbund an adretter Schönheit, graziös und charmant zu jedermann. Wenn Liesel den Ausschank macht, geht der Umsatz in den Keller, Gretels Auftritt in der Gaststube sorgt für drangvolle Enge. Alle Männer träumen von ihr. Unter ihren Verehrern haben sich Xaver und Seppl an die Spitze gesetzt, wenn auch Xaver im Augenblick der aussichtsreichere Kandidat um die Gunst der hübschen Gretel zu sein scheint. Um Liesel dagegen macht jeder, der Hosen trägt, einen grossen Bogen.
    Als Xaver um Gretels Hand anhält, macht ihm der alte Kohlhiesel klar: Erst muss die Liesel unter die Haube, die Gretel muss sich gedulden. Xaver ist zwar der Stärkste im Dorf, Seppl aber der Schlaueste. Und der Schlaue gibt dem Rivalen einen "freundschaftlichen" Rat. Soll er doch erst zum Schein die Liesel freien. Eine Ehe kann ja geschieden werden und dann kann er die Gretel zur Frau nehmen. Xaver ist begeistert von der Idee und setzt sie gleich in die Tat um, sehr zur schüchternen Freude von Liesel, sehr zur begeisterten Verwunderung des Vaters, der sich diesen Sinneswandel einfach nicht erklären kann. Doch als Ehemann ist Xaver ein wahres Ungeheuer.... (BR Presse)

    Szenenphoto aus Kohlhiesels Töchter, © Messter-Film GmbH, Berlin, Universum-Film AG (UFA), Berlin

    Anmerkungen : Für Karl Harbacher wird dieser Titel genannt, möglicherweise nichtidentisch mit diesem Film.

    Hintergrundinformationen:
    Ernst Lubitsch, das Genie der Kinokomödie, inszenierte seine Stummfilm-Komödie nach dem Bauernschwank seines ständigen Koautors Hanns Kräly, der auch diesmal am Drehbuch beteiligt war. Lubitsch besetzte die Doppelrolle mit Henny Porten. Aljoscha Zimmermann komponierte die hinreissende Musik und spielte sie in BR-Studios ein. "Die Musik sollte dem Film dienlich sein, die Figuren praller machen; gleichzeitig aber eigenständig, dem Film ein gleichwertiger Partner", sagte Zimmermann zu seiner Musik, die all das auch leistet. Das neueste Beispiel für Zimmermanns Kunst der Filmsymphonie erlebt auf dem Filmfest München ihre glanzvolle Uraufführung: die musikalische Bearbeitung der Stummfilmkomödie "Die Bergkatze", die Ernst Lubitsch mit seinem Star Pola Negri 1921 inszenierte, ein Jahr nach seinem Megaerfolg mit "Kohlhiesels Töchter".
    "Kohlhiesels Töchter" entstand nach einem Drehbuch, das Lubitsch zusammen mit seinem ständigen Koautor Hanns Kräly nach dessen Bauernschwank schrieb. Ihr Filmlustspiel wurde zu einem der grössten Kinoerfolge der Weimarer Zeit. Seine filmische Wirksamkeit führte zu einigen Remakes: 1930 inszenierte Hans Behrendt eine erste Tonfilmversion, ebenfalls mit Henny Porten, 1943 folgte Kurt Hoffmanns Fassung mit Heli Finkenzeller, 1962 war es Lilo Pulver unter der Regie von Axel von Ambesser.
    Zur Entstehungszeit von "Kohlhiesels Töchter" stand Ernst Lubitsch auf dem Zenit seiner "deutschen" Karriere. Der unglaublich rasche Aufstieg Lubitschs vom Darsteller zum Regiestar hatte erst vier Jahre zuvor mit der Komödie "Schuhpalast Pinkus" begonnen, in der er Hauptdarsteller und Regisseur in einem war. Zwei Jahre später begann seine Zusammenarbeit mit Pola Negri und Emil Jannings, die unter seiner Führung Weltruhm erlangen sollten." (BR Presse)

    Xaver möchte Gretel heiraten, doch deren Vater, Kohlhiesel, bietet ihm stattdessen seine Ältere, die Liesel, an, die keiner will wegen ihres boshaften Charakters. «Diese Zähmung der Widerspenstigen in den bayrischen Alpen ist die beliebteste der Komödien, die ich in Deutschland realisierte». (Ernst Lubitsch) (Locarno 2010)

    Kohlhiesels Töchter is a motion picture produced in the year 1920 as a Deutschland production. The Film was directed by Ernst Lubitsch, with Henny Porten, Emil Jannings, Gustav von Wangenheim, Jakob Tiedtke, Willy Prager, in the leading parts. The movie had its first screening on September 03, 1920 in Berlin, Ufa-Palast am Zoo. There are no reviews of Kohlhiesels Töchter available.

    Szenenphoto aus Kohlhiesels Töchter, © Messter-Film GmbH, Berlin, Universum-Film AG (UFA), Berlin


    Literatur Hinweise Retrospektive Berlin 1967, pg 23f
    Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933, hg von Günther Dahlke und Günther Karl, Berlin 1988, pg
    42

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

      Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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