Romeo und Julia im Schnee

Regie: Ernst Lubitsch, , Deutschland, 1920

  • Genre: Comedy,

Szenenphoto aus Romeo und Julia im Schnee, © Maxim-Filmgesellschaft Ebner & Co., Berlin


Stab und Besetzung

Produktion Maxim-Filmgesellschaft Ebner & Co., Berlin
Produzent Paul Ebner
Maxim Galitzenstein
Regisseur Ernst Lubitsch
Drehbuch Hanns Kräly
Ernst Lubitsch
Kamera Theodor Sparkuhl
Architekt Paul Richter
Darsteller Gustav von Wangenheim [Romeo]
Lotte Neumann [Julia]
Jakob Tiedtke [Bauer]
Marga Köhler [Bäuerin]
Anton Ernst Rückert [Montekugerl]
Josefine Dora [Montekugerls Frau]
Julius Falkenstein [Paris]
Paul Biensfeldt [1. Beamter]
Paul Passarge
Hermann Picha [2. Beamter]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Ratio: 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,Länge: 40 Minuten
Tonsystem: silent
Erstzensur: März 1920
Szenenphoto aus Romeo und Julia im Schnee, © Maxim-Filmgesellschaft Ebner & Co., Berlin

Inhaltsangabe
Shakespeares Tragödie gerät bei Ernst Lubitsch zur turbulenten Farce vor verschneiter Dorfkulisse: Bei ihm sind Romeo und Julia die Abkommen der verfeindeten schwäbischen Bauernfamilien Capulethofer und Montekugerl, und statt Gift verkauft der Apotheker dem unglücklichen Liebespaar nur Zuckerwasser.

Aber auch das reicht letztlich, um die verbohrten Eltern zur Besinnung zu bringen, und so kann Romeo seine Julia am Ende vor den Augen der versöhnten Familien in die Arme schliessen. (filmportal.de)

Kritiken :

Romeo und Julia im Schnee


Am Dienstag: "Kohlhiesels Töchter" im Schnee der Alpen – am Freitag Romeo und Julia im Schwarzwald-Schnee. Das Manuskript dieses zweiten Lubitsch-Lustspiels (Maxim-Film) ist sicherlich das stärkere; die Handlung zeigt mehr Reichtum und Entwicklung. Situationskomik ist gar kein Ausdruck für das, womit dieser Film überreich gesättigt ist. Die Szenen, die Typen sind einfach zwerchfellerschütternd. Die Typen – ja, sie sind einfach vorzüglich. Biensfeld und Picha als Dorfrichter und sein Schreiber sind unbezahlbar. Auch Jacob Tiedke und Marga Köhler ein köstliches Bauernpaar; der Paris Falkensteins ein Kabinettstück. Das ganze Ensemble, wie es geht und steht, brillant. Allerdings Lotte Neumann spielt als unverfälschte, urwüchsig-blonde Bauerdeern nicht in dem Maße wie Henny Porten sich selbst. – Lubitschs an Einfällen reiche und bildsaubere Arbeit ist ein voller Erfolg. (W., Lichtbild-Bühne, Nr. 12/13, 27.3.1920)

Romeo und Julia im Schnee


Man kann darüber streiten, ob es eine sehr glückliche Idee war, dieses Marim-Lustspiel in derselben Woche herauszubringen, wie den neuesten Henry Porten-Schlager, mit dem es nicht nur die Autoren Hanns Kräly und Ernst Lubitsch und des letzteren Regieführung, sondern auch das bäuerliche Milieu und die bayerische Winterlandschaft als Szenerie gemeinsam hat. So werden Filmpremieren-Tiger und fleißige Kinobesucher ganz unwillkürlich zu einem Vergleich herausgefordert, der sicherlich nicht zugunsten des Maritim-Lustspiels ausfällt. Das kann man eigentlich bedauern, denn ohne die Erinnerung an das überschäumend lustige, urdrollige Henry Porten-Lustspiel mit der fabelhaften Leitung dieses Filmstars in einer Doppelrolle wirkt sicherlich auch der neueste Bauernschwank sehr erheiternd.

Es war eine glückliche Idee, Romeo und Julia aus dem Hochdramatischen, Hochadligen und Tiefernsten in das Hochkomische, Kleinbäuerliche und Urfidele zu übertragen. (Film-Kurier, Nr.64, 28.3.1920)

Anmerkungen : In dieser vor Pointen sprühenden Groteske verlegt Regisseur Ernst Lubitsch das berühmte Shakespeare-Drama in den Schwarzwald und belebt es mit Karikaturen aus einem gleichnamigen Volksstück, wobei aus den Häusern Capulet und Montague die Capulethofers und die Montekugerls werden.

Lubitschs zweite Shakespeare-Adaption. Romeo und Julia – im verschneiten Schwarzwald angesiedelt – ist eine Groteske, deren Höhepunkt der Maskenball darstellt. Der Film kam zu einer Zeit in Deutschland heraus, als Streiks und Protestmärsche an der Tagesordnung waren. (Locarno 2010)

Romeo und Julia im Schnee ist ein Film, der im Jahr 1920 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Ernst Lubitsch, mit Gustav von Wangenheim, Lotte Neumann, Jakob Tiedtke, Marga Köhler, Anton Ernst Rückert, in den wichtigsten Rollen.



Literatur Hinweise Film-Kurier, Nr.64, 28.3.1920
Lichtbild-Bühne, Nr. 12/13, 27.3.1920

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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