Beyond the forest

Der Stachel des Bösen

Regie: King Vidor, , USA, 1949


    Genre: Film noir,

Plakatmotiv Beyond the forest, © Warner Bros. Pictures, Inc.

Stills and posters © Warner Bros. Pictures, Inc.


Stab und Besetzung

Produktion Warner Bros. Pictures, Inc.
Produzent Henry Blanke
Regisseur King Vidor
Drehbuch Lenore J. Coffee
Story Stuart Engstrand [Roman]
Kamera Robert Burks
Musik Max Steiner
Darsteller David Brian [Neil Latimer]
Frances Charles [Miss Elliott]
Joseph Cotten [Dr. Lewis Moline]
Bette Davis [Rosa Moline]
Dona Drake [Jenny]
Ruth Roman [Carol]
Sarah Selby [Mildred]
Mary Servoss [Mrs. Wetch]
Regis Toomey [Sorren]
Minor Watson [Moose]

Technische Angaben
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 97 Minuten
Tonsystem: mono
Premiere: 10. April 1949 in
Szenenphoto aus Beyond the forest, © Warner Bros. Pictures, Inc.

Inhaltsangabe
Rosa Moline, die junge Frau eines Landarztes, träumt von einem Leben, das ihr die kleine Provinzstadt in Wisconsin nicht bieten kann. Um dieses zu erreichen, schreckt sie nicht einmal vor Mord zurück. - Wirkunsvolles Melodrama von King Vidor mit Bette Davis. Rosa Moline glaubt, mehr verdient zu haben als das eintönige Leben an der Seite ihres Mannes Dr. Lewis Moline in einer langweiligen Kleinstadt in Wisconsin. Während er eine Entbindung vornimmt, betrügt sie ihn mit Neil Latimer, einem Neureichen, der mit einem eigenen Flugzeug aus Chicago in die wald- und seenreiche Umgebung von Loyalton zum Jagen kommt. Die ehrgeizige Frau trägt sich mit dem Gedanken, ihren Mann zu verlassen und Latimer ganz an sich zu binden. An seiner Seite erhofft sie sich ein Leben in Luxus. Ein erster Ausbruchsversuch nach Chicago endet für sie allerdings mit einer schweren Enttäuschung; wütend und deprimiert kehrt sie nach Loyalton zurück. Dort eröffnet sie ihrem Mann, dass sie schwanger ist. Dr. Moline ist glücklich darüber, doch Rosa bedeutet ein Kind wenig. Im Gegenteil, als sie sich neue Hoffnung auf Latimer machen kann, will sie unbedingt verhindern, dass dieser von ihrer Schwangerschaft erfährt. Ohne jeden Skrupel erschiesst sie darum den alten Moose, der Latimer informieren will, und stellt den Mord als einen Jagdunfall hin. Vor Gericht kommt sie tatsächlich damit durch, aber ihre Rechnung geht nicht auf ... (ZDF Presse)

Anmerkungen : ""Der Stachel des Bösen" ist ein wirkungsvolles Melodram, in dem Bette Davis die bis zur Selbstironie entwickelte Hauptfigur spielt, eine böse, intelligente "femme fatale", die lieber sterben möchte, als das Leben an der Seite ihres Ehemanns fortzusetzen. Die Rolle des ehrenwerten Landarztes spielte der grosse Hollywood-Schauspieler Joseph Cotten. Joseph Cotten, geboren 1905 in Petersburg, Virginia, arbeitete zuerst kurz als Theaterkritiker, bevor er 1936 als Schauspieler zusammen mit Orson Welles und John Houseman ein Theater gründete. Seine Filmkarriere begann mit Welles' Klassiker "Citizen Kane" (1941), umfasste Meisterwerke wie "Duell in der Sonne" (1945/46), Carol Reeds "Der dritte Mann" (1949) und Henry Hathaways "Niagara" (1953) und endete erst Anfang der 80er Jahre. Wie der kritische Verleger-Freund des Helden in "Citizen Kane" übernahm Joseph Cotten meist, so auch in "Der Stachel des Bösen", die Funktion des Gegenparts, durch dessen Präsenz die Stars der jeweiligen Filme erst richtig zur Geltung kamen.." (ZDF Presse)

"Hintergrundinformationen:
Für die Hauptrolle in seiner düsteren "Madame-Bovary"-Version gewann Hollywood-Regisseur King Vidor die legendäre Bette Davis, berühmt-berüchtigt für ihre Kämpfe mit Regisseuren und Studiobossen hinter der Kamera und für ihre grandiosen Charakterporträts schillernder Frauenpersönlichkeiten vor der Kamera. Als ihr betrogener Ehemann glänzt der 1994 verstorbene Joseph Cotten, einer der stillen Stars aus der goldenen Ära Hollywoods.

Mit Mitte 20 schrieb Joseph Cotten Theaterkritiken, 1936 stiess er zu Orson Welles' Theaterprojekt und gründete mit diesem und John Houseman das berühmte Mercury-Theater. Sein erster Film war "Citizen Kane" (1941), sein zweiter "Der Glanz des Hauses Amberson" (1942), sein dritter "Von Agenten gejagt" (1943) - alle mit Orson Welles. Bei "Citizen Kane" arbeitete Cotten auch am Drehbuch mit - ein Start, der seinesgleichen sucht. "Und dafür, dass es nach diesem gewaltigen Einstieg ins Gewerbe eigentlich nur noch bergab gehen konnte, hat seine Karriere durchaus gehalten, was das Debüt versprach. Cotten ist einer der ganz Grossen, aber einer, der sich immer ganz klein macht" (Michael Althen). Es folgten der meisterhafte "film noir" "Das Haus der Lady Alquist" (1943), in dem er Ingrid Bergman rettet, Hitchcocks Thriller "Im Schatten des Zweifels", in dem er seinen ersten Bösewicht - und zwar beklemmend gut - spielte, das Psychodrama "Liebesbriefe" (1945), der glanzvolle Western als griechische Tragödie "Duell in der Sonne", die visionäre Liebesgeschichte "Jenny", die ihm bei den Filmfestspielen von Venedig den "Volpi"-Preis einbrachte und - wieder ein absoluter Höhepunkt - Carol Reeds Meisterwerk "Der dritte Mann" mit Orson Welles. Weiter ging es mit dem Liebesdrama "Der Stachel des Bösen" an der Seite von Bette Davis, die er 15 Jahre später in dem Horror-Meisterwerk "Wiegenlied für eine Leiche" in den Wahnsinn treibt, mit Marilyn Monroe in "Niagara" mit "Der Tag der Vergeltung" und Shelley Winters. Dann aber geizte Hollywood mit guten Rollen und Cotton ging ans Theater zurück. 1953/54 hatte er einen grossen Erfolg mit "Sabrinas Fair". Gleichzeitig unterschrieb er einen Vertrag bei der Centfox für eine Reihe von Fernseharbeiten.
Er drehte in den 60er und 70ern auch weiterhin Kinofilme und brachte sogar in die fragwürdigsten B-Movies und billigsten Horrorfilme die ihm eigene Würde ein: "Es war wohl dieser unwiderstehliche Drang, der uns immer weiter machen lässt", sagte er einmal entschuldigend. Einen späten Erfolg feierte er 1980 in "Heaven's Gate". Ein Schlaganfall und eine Kehlkopfentzündung, die ihm zeitweise die Sprache raubten, zwangen ihn zum Rückzug. 1988 rief er sich mit seinen Memoiren "Mein unbescheidenes Leben" eindrucksvoll in die Erinnerung zurück. Am 6. Februar 1994 starb Cotten im Alter von nicht ganz 85 Jahren." (Walter Greifenstein, BR Presse)

Beyond the forest ist ein Film, der im Jahr 1949 in USA produziert wurde. Regie führte King Vidor, mit Minor Watson, Frances Charles, Joseph Cotten, Bette Davis, Dona Drake, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 10. April 1949 seine Premiere. Kritiken zu Beyond the forest sind leider nicht verfügbar.



Literatur Hinweise Rudolph S. Joseph, King Vidor, Stadtmuseum München, "Hervorragende Filmgestalter, Band 2", München oJ. (ca 1968); Paul Werner, film noir, Die Schattenspiele der schwarzen Serie, Fischer Cinema nr. 4452, Frankfurt 1985

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