The wild bunch

The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz

Regie: Sam Peckinpah, , USA, 1969

  • Genre: Western,

Szenenphoto aus The wild bunch, © Warner Brothers/Seven Arts


Stab und Besetzung

Produktion Warner Brothers/Seven Arts
Produzent Phil Feldman
Associate Producer Roy N. Sickner
Produktionsleiter William D. Faralla [(Unter dem Namen William Faralla)]
Regisseur Sam Peckinpah
Drehbuch Sam Peckinpah
Walon Green
Story Walon Green
Roy Sickner
Kamera Lucien Ballard
Musik Jerry Fielding
Schnitt Lou Lombardo [(Unter dem Namen Louis Lombardo)]
Architekt Edward Carrere
Kostümbild James R. Silke [(Nicht genannt )]
Spezialeffekte Bud Hulburd
Darsteller William Holden [Pike Bishop]
Ernest Borgnine [Dutch Engstrom]
Robert Ryan [Deke Thornton]
Edmond O'Brien [Freddie Sykes]
Warren Oates [Lyle Gorch]
Jaime Sánchez [Angel (Unter dem Namen Jaime Sanchez)]
Ben Johnson [Tector Gorch]
Alfonso Arau [Herrera]
Elsa Cárdenas [Elsa]
Albert Dekker [Harrigan]
Emilio Fernández [Mapache (Unter dem Namen Emilio Fernandez)]
Paul Harper [Ross]
Bo Hopkins [Crazy Lee]
L.Q. Jones [T.C]
Strother Martin [Coffer]
Jorge Russek [Zamorra]
Dub Taylor [Wainscoat]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:2,35 - Ratio: 1:2,35 - Farbfilm Eastmancolor,Länge: 145 Minuten
Tonsystem: Dolby Digital DTS
Premiere: 18. Juni 1969 in USA

Inhaltsangabe
Im Jahr 1914, als Automobile und Flugzeuge eine neue, rasante Ära andeuten, ist die Zeit der Desperados, die auf ihren Beutezügen durch den Westen der USA streifen, eigentlich schon vorbei. Doch der alte Haudegen Pike und seine Bande von Outlaws wollen es noch nicht wahr haben und planen einen neuen Coup. Als sie in einem verschlafenen Städtchen an der texanisch-mexikanischen Grenze das Büro einer Eisenbahngesellschaft ausrauben, geraten sie aber in einen Hinterhalt. Die Bande kann dem Blutbad zwar entkommen, doch Deke Thornton, Pikes ehemaliger Weggefährte und nun Anführer einer Truppe von Kopfgeldjägern, ist ihnen dicht auf den Fersen. Auf der Flucht geraten sie in Mexiko an den verschlagenen und marodierenden General Mapache, der Pikes Bande ein Geschäft vorschlägt: Für 10.000 Dollar in Gold sollen sie einen US-Waffentransport überfallen und Mapaches Leute mit modernen Waffen ausstatten. In seiner Zwangslage geht Pike auf das Angebot ein. Doch nachdem er die Waffen geliefert hat, spielt Mapache ein falsches Spiel. Er lässt einen von Pikes Männern gefangen nehmen, foltern und töten. Ihrem Ehrenkodex verhaftet, bleibt den Desperados keine Wahl: In fatalistischer Gleichgültigkeit entfesseln sie mitten in Mapaches Lager einen aussichtslosen Vergeltungskampf ... (3Sat Presse)

Die gefürchteten Outlaw-Banden des Wilden Westen sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahezu ausgerottet, sie werden von Kopfgeldjägern gejagt und vom Gesetz verurteilt. Pike Bishop und seine Jungs sind eine der letzten Gaunerbanden, die ihr Unwesen in der Gegend um San Rafael, Texas, treiben. Hierher kommen sie auch, um das Büro der Eisenbahngesellschaft zu überfallen. Doch dort wartet schon Kopfgeldjäger Deke Thornton mit seiner Truppe auf sie - ein Hinterhalt! Die Parteien liefern sich eine Schiesserei, die Stadt wird zum Schlachtfeld, doch Pike und seine Männer können nahezu unverletzt fliehen. Thornton, selbst ein ehemaliger Bandit und einst der beste Freund von Pike, wird ein Ultimatum gestellt: Binnen 30 Tagen soll er die Gauner dingfest machen, ansonsten geht es für ihn zurück ins Gefängnis. So nimmt er mit seiner Truppe die Verfolgung auf. Auf der Flucht vor Thorntons Kopfgeldjägern gelangen Pike und seine Männer mitten in die Wirren der mexikanischen Revolution. Der dubiose General Mapache beauftragt sie, einen Waffentransport zu überfallen, um seine Armee mit den besten Waffen auszustatten. Der Coup gelingt und dieses Mal ist es Pike, der Thornton und seine Männer hereinlegt. Doch als die Verbrecher die Waffen an General Mapache übergeben, bemerkt dieser, dass der gebürtige Mexikaner Angel seinem Heimatdorf eine der 16 Waffenkisten zum Widerstand gegen das Militärregime überlassen hat. Angel wird getötet, woraufhin Pike und seine Männer Rache üben und ein wahres Blutbad anrichten - bei dem sie schliesslich selbst das Zeitliche segnen. (Arte Presse)

Anmerkungen
""The Wild Bunch" ist ein Klassiker des Genres, ein Prototyp des Spätwestern. Seine Helden sind wandelnde Anachronismen, die als Desperados mit ihrer naiven Definition von Ehre, Männlichkeit und Kameradschaft in der längst angebrochenen Epoche der Maschinen, der Geschwindigkeit und der grossen Gesellschaften keine Chance mehr haben. Sam Peckinpah, einer der letzten grossen Western-Regisseure ("Sacramento", "Sierra Charriba", "Pat Garrett jagt Billy the Kid"), inszenierte ihren Untergang als Totentanz, in dem die Gewalttätigkeit der Protagonisten nie unterschlagen wird. Die Kampfszenen, die Kameramann Lucien Ballard oft gleichzeitig aus mehreren Perspektiven und in Slow-Motion aufnehmen liess, gerieten in der ungewöhnlichen und bahnbrechenden Montage von Cutter Lou Lombardo zu einem Ballett des Todes, das Peckinpah für die einen zu einem "Apologet der Gewalt", für die anderen zu ihrem "schärfsten Kritiker" machte. Nicht zuletzt für aktuelle Regisseure wie Quentin Tarantino, Roberto Rodriguez oder John Woo zählen "The Wild Bunch" und andere Werke Peckinpahs zu den wichtigsten Vorbildern. Sam Peckinpah, der durch seine unbeugsame Art während der gesamten Karriere grosse Schwierigkeiten mit Produzenten hatte, drehte sein Meisterstück nach fünfjähriger erzwungener Regie-Abstinenz mit einer Besetzungsliste voller prominenter Namen. Auch bei "The Wild Bunch" kam es zu Differenzen mit seinem Produzenten: Während Peckinpah auf Hawaii weilte, wurde der Film um zehn Minuten beschnitten. Erst 1995, elf Jahre nach Peckinpahs Tod, kam der "Director's Cut" in den USA wieder in die Kinos." (3Sat Presse)

Üble Kerle, fiese Sprüche und lautes Gelächter - ein Western wie aus dem Lehrbuch und doch anders: "The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz, das Meisterwerk von Sam Peckinpah, ist gleichsam ein nostalgischer Abgesang auf das Genre. Die Figuren haben ihre besten Tage hinter sich, Gesetz und Zivilisation haben überhandgenommen - doch Pike und sein wilder Haufen passen nicht in dieses neue Amerika. Ein turbulenter Abschied: Die schonungslose, gar krasse Inszenierung von Gewalt wurde Ende der 60er Jahre als Gewaltverherrlichung interpretiert und löste einen Skandal aus. (Arte Presse)

The wild bunch ist ein Film, der im Jahr 1969 in USA produziert wurde. Regie führte Sam Peckinpah, mit William Holden, Ernest Borgnine, Robert Ryan, Edmond O'Brien, Warren Oates, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 18. Juni 1969 in USA seine Premiere. Kritiken zu The wild bunch sind leider nicht verfügbar.



Literatur Hinweise Cinémathèque Suisse, Nr. 167, Lausanne 1998

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