La Via senza Gioia

Die freudlose Gasse

Regia: Georg Wilhelm Pabst, , Germania, 1925

    Szenenphoto aus La Via senza Gioia, © Sofar-Film-Produktion GmbH., Berlin


    Génénerique

    Casa produtrice Sofar-Film-Produktion GmbH., Berlin
    Produttore Romain Pinès
    Michael Salkin
    Direttore Georg Wilhelm Pabst
    Assistente al Direttore Mark Sorkin
    Scenaggiatore Willy Haas
    Basato Hugo Bettauer [Novel]
    Direttore della Fotografia Robert Lach
    Curt Oertel
    Guido Seeber
    Montaggio Mark Sorkin
    Anatole Litvak [(Nicht genannt )]
    Architetto-scenografo Otto Erdmann
    Hans Sohnle
    Interpreti Gregori Chmara [Der Kellner]
    Mario Cusmich [Colonel Irving]
    Agnes Esterhazy [Regina Rosennow]
    Karl Etlinger [Rosenow]
    Maria Forescu
    Jaro Fürth [Hofrat Rumfort]
    Greta Garbo [Grete Rumfort]
    Robert Garrison [Ganez]
    Valeska Gert [Frau Greifer]
    Ilka Grüning [Frau Rosenau]
    Einar Hanson [Leutnant Davy]
    Max Kohlhase [Vater Lechner]
    Krafft-Raschig [Soldat]
    Werner Krauss [Geiringer]
    Lya Mara
    Edna Markstein [Frau Merkl]
    Alexander Murski [Dr. Leid]
    Loni Nest [Mariandl]
    Asta Nielsen [Marie Lechner]
    Ivan Petrovich
    M Raskatoff [Trebitsch]
    Otto Reinwald [Elses Mann]
    Henry Stuart [Egon Stirner]
    Tamara Tolstoj [Lia Leid]
    Gräfin Tolstoj [Fräulein Henriette]
    Sylvia Torff [Mutter Lechner]
    Hertha von Walther [Else]

    Caratteristiche tecniche
    Informazioni tecniche: Format: 35 mm - Bianco e Nero,Durata: 145 minuti
    Sistema sonoro: silent
    Szenenphoto aus La Via senza Gioia, © Sofar-Film-Produktion GmbH., Berlin

    Sinossi (in Tedesco)
    Wien zur Zeit der Inflation. Die Melchiorgasse ist ein Spiegelbild der Verhältnisse: mächtig sind Leute wie der geile Fleischermeister oder die zwielichtige Frau Greifer, die Not und Elend ausnutzen, um die Menschen auszubeuten. Zu ihren Opfern gehören Unschuldige wie Grete Rumfort (Greta Garbo), deren Vater nach Fehlspekulationen völlig verarmt ist. Grete wird durch die Liebe eines amerikanischen Leutnants gerettet – im Gegensatz zu der zur Prostituierten gewordenen Marie (Nielsen), die aus Verzweiflung zur Mörderin wird.

    Ein Querschnitt menschlicher Schicksale im Wien der Inflationszeit: In der Melchiorgasse liegen Elend und Luxus nah beieinander. Hier treffen sich die Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher, Kuppler und Spekulanten. Der Fleischer gibt seine Ware nur gegen sexuelle Dienste heraus. Die Schneiderin betreibt einen Klub, in dem sie junge, hübsche Mädchen verkuppelt. Ein Mann, der an der Börse ein Vermögen machen will, flirtet mit einer reichen Frau. Seine ehemalige Geliebte, inzwischen selbst Mätresse eines reichen Geschäftsmannes, ermordet die Frau aus Eifersucht. Ein Hofrat verliert sein ganzes Geld an der Börse. Seine Tochter landet im Bordell der Schneiderin. Und am Ende kommt auch der brutale Fleischer ums Leben, erschlagen von einer hungernden Mutter. (filmportal.de)

    Riviste (in Tedesco): «"Es fällt kein Meister vom Himmel" sagt man. Aber auch Sprichworte können lügen; denn was hier die junge Sofar-Film Gesellschaft uns als Erstling beschert hat, ist ein gradezu vollendetes Meisterwerk, ein bis in alle Tiefen aufrüttelndes, erschütterndes Zeitbild aus allerjüngster Vergangenheit, ein wahrer "Film der Menschlichkeit", dem wir an stofflicher und künstlerischer Wucht nur noch "Raskolnikoff" an die Seite stellen könnten. Mit dem Unterschied nur, daß Milieu, Ethik und Menschenschicksale uns hier so unendlich näher stehen, als in jener russischen Grübelei. Noch liegen die gräßlichen Nöte der alle Moral vernichtenden, eigenen Inflation uns allzu nahe, als daß wir nicht blutenden Herzens mitfühlen sollten mit den Unglücklichen, die uns nun in der Hauptstadt des Bruderlandes mit einer Realistik aufgezeigt werden, die erschrecken könnte, wenn nicht echte Kunst selbst das tödliche Grauen veredeln und in heißes Mitleiden verwandeln würde; wenn nicht diese wirtschaftliche und sittliche Verwüstung wertvollster und ganzer Volksteile durch skrupellose Spekulanten uns instinktiven Haß und Abscheu vor jenen Drohnen der Gesellschaft einimpfen und uns so auch ein wenig zu bessern – versuchte. Was hier in packenden und ach so wahrheitsgetreuen Einzelschicksalen auflebt, es ist die Geschichte von Millionen unserer Mitmenschen, an der wir nur teilnahmslos vorübergingen, weil eigene Sorgen uns allzusehr drückten; für die uns aber hier, zumal die Zeit so manches vergessen ließ, der Blick geschärft wird. Für einen winzigen Brocken Fleisch, für primitivste Bedürfnisse, aber auch für nichtige Eitelkeiten und gierige Spekulationen verkaufen sich Frauen und Mädchen, opfern Männer Stellung und Ehre. Der Dollar vergiftet alt und jung, läßt das Schiebertum in Nacht- und Nacktlokalen übelster Art prassen, während das arbeitende Volk darbt und verkommt! – Willi Haas hat Bettauers Roman zum Film zu einem wirklich lebenden Bilde meisterhaft gewandelt, G.W. Pabst seinen Worten schöpferisch heißen Odem eingeblasen. Und eine Schar großer Künstler hat in innigem, selbstlosem Zusammenspiel diesen Menschen Herz und Seele gegeben. Keiner fiel aus dem kostbaren Rahmen; fast erscheint es uns unrecht, hier einige Namen gesondert zu nennen: Asta Nielsen, Greta Garbo, Tamara, Gräfen Esterhazy, Hertha von Walther, Valeska Gert, Werner Krauß, Jaro Fürth, Robert Garrison und, als Episode leider nur und doch unvergeßlich Grigorij Chmara!.- Ein Ensemble wie selten eines: Dazu Seebers stimmungsreiche Photographie und Sohnle und Erdmans oft geradezu unheimlich echte Bauten – kurz: Dieses Prachtwerk, diese "Freudlose Gasse" wird wohl nirgendwo auch eine "Freudlose Kasse" hinterlassen.» (Dr. Mendel, Lichtbild-Bühne, Nr. 77, 19.5.1925, zitiert nach filmportal.de)

    «(…) Der Verfasser des Manuskripts Willi Haas, der Autor des Murnau-Films "Der brennende Acker", ist ohne Frage einer unserer kultiviertesten Filmautoren, dessen künstlerische Intentionen in früheren Filmen durch die Unzulänglichkeit der anderen beteiligten Faktoren mitunter durchkreuzt wurden. Ein Verhängnis, das gerade unsere wertvollsten Filmschriftsteller mit einer Art mystischer Notwendigkeit zu verfolgen pflegt. Vielleicht, damit im Kampf mit dem "großen Krummen" (um mit Ibsen zu reden) ihre geistige und künstlerische Energie zur höchsten Intensität gesteigert wird. Das Manuskript von Haas bietet dem Regisseur die denkbar tragfähigste Basis, um einen Film im oben angedeuteten Sinne zu schaffen. Trotzdem der Autor, wie gesagt, vielleicht besser getan hätte, eines der im Roman behandelten Schicksale zum Mittelpunkt der Geschehnisse zu machen, anstatt eine Reihe von Schicksalskomplexen als gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. Der große Vorzug dieses Manuskripts besteht vor allem hierin: Die einzelnen Geschehnisse sind untergeordnet einer einheitlichen Idee. Keines dieser Menschenschicksale steht isoliert, sondern es ist begründet in der Tragödie der Zeit, in dem Schicksal der sterbenden Stadt Wien, das hier im Bilde projiziert wird. Der Autor hat hier die Aufgabe erfüllt, die Sendung jedes Bühnenwerkes, jedes Romans und jedes Films, der mehr als bloße Unterhaltung sein will, bedeutet: im Mikrokosmos den Makrokosmos zu enthüllen, im einzelnen das Allgemeine aufzuzeigen.

    Neben Karl Mayers "Letzten Mann" ist diese "Freudlose Gasse" von Willi Haas das einzige deutsche Filmmanuskript der letzten Saison, das derartige Gedankengänge auslöst.

    Wie weit ist nun der Regisseur G.W. Pabst die Wege gegangen, die das Manuskript ihm gewiesen? Das große Verdienst dieser Regieleistung ist vor allem dies: der Film hat Atmosphäre. Die Luftschicht um diese Menschen herum wird spürbar. Das Gesicht der Stadt Wien mit ihren individuellen Zügen wird entschleiert. – Was dem Film mangelt, ist die Geschlossenheit der Komposition. Die ungeheure Vielfalt der Geschehnisse hat den Regisseur betäubt. Anstatt eines einheitlich gefügten Organismus gibt er ein mitunter verwirrendes Mosaik von Szenenfetzen, die gleich einem Geisterzug vorüberflirren; der Stoff ist nicht rhythmisch gebändigt; das Furiose dieser Handlung, die psychischen Delirien, von denen diese Menschen geschüttelt werden, sind in dieser Bilderführung nicht Gestalt geworden.

    Die Stärke der Regie liegt in der Bildkonzeption. Jedes einzelne Bild, für sich allein betrachtet, hat fluidale Kraft. Die Menge, die sich am Fleischerladen drängt, das Treiben im Salon der würdigen Madame Greifer, das Toben der empörten Masse zum Schluß, der Brand, das alles sind Momente, die einer bildhaft orientierten Künstlerphantasie entstammen. Es fehlt nur die formende Kraft, aus einem Chaos einen Kosmos zu schaffen.

    Was dem Film eine Sonderstellung verleiht. Ist die Qualität einiger Schauspielerleistungen. Es ist der Film der großen Besetzung. (…)» (Heinz Michaelis, Film-Kurier, Nr. 117, 19.5.1925, zitiert nach filmportal.de)

    Osservazione generali (in Tedesco): DIE FREUDLOSE GASSE ist nicht nur einer der wichtigsten Filme der Weimarer Republik, der wegen seines realistischen Stils den Regisseur mit einem Schlag weltberühmt machte, sondern auch einer der spektakulärsten Zensurfälle der 20er Jahre. So haben bisher [1997] Filmhistoriker immer nur verstümmelte Fassungen zu sehen bekommen, die in keiner Weise annähernd an das Original heranreichten. Die neue Rekonstruktion stellt eine grosse Verbesserung gegenüber den bisher verfügbaren Fassungen dar. Waren bisherige Fassungen um die Hauptfiguren Marie und Grete (und mithin um die Stars Asta Nielsen und Greta Garbo) zentriert, so hat der Film jetzt vier weibliche Hauptfiguren: Else (Hertha von Walter), Marie, Grete und Regina (Agnes Esterhazy), die Tochter des Bankiers Rosenow - sie repräsentieren sämtliche soziale Schichten im Wien der 20er Jahre: Obdachloses Lumpenproletariat, Proletariat, den verarmten Mittelstand und das Grossbürgertum. Um diese vier Figuren gestaltet Pabst ein Tableau Vivant von mehr als 18 Charakteren, die in ihren verschiedenen Geschichten die sozialen Missstände genauso entblössen wie die nackten Frauen im Nachtclub ihre Körper. (Jan-Christopher Horak, Filmmuseum München)

    «Der Film beruht auf der Bearbeitung eines 1924 erschienenen Romans von Hugo Bettauer und wurde in nur fünf Monaten realisiert. Die Geschichte war seinerzeit hoch aktuell und politisch brisant: Bettauer war dem damals sogenannten "roten Wien" zugehörig, seine Arbeit in den deutschsprachigen Ländern äusserst umstritten. Rechtsgerichtete Politiker prangerten seine Werke an, Ende 1924 forderten nationalsozialistische Zeitungen seine "Ausrottung". Noch während der Dreharbeiten wurde der Schriftsteller ermordet. Kaum ein Film der internationalen Filmgeschichte wurde von der Zensur aus politischen und moralischen Gründen nachhaltiger gekürzt und verfälscht. Manche Länder verboten ihn sogar ganz. Nach seinem Erscheinen erhielt "Die freudlose Gasse" besonders von der linken Presse hervorragende Kritiken.» (filmportal.de)

    Eine nachsynchronisierte Fassung wurde 1937 in den USA unter dem Titel STREET OF SORROW gezeigt.

    // In the original prints, Asta, playing an impoverished woman who resorts to prostitution and murder, was one of two equal-time female leads. Ruthlessly cut for American release, the film suddenly became a Greta Garbo vehicle, with only snippets of the woman Garbo said "taught me everything I know." Fortunately, the print has been restored and Asta triumphs in the role of the increasingly unbalanced Marie. (Gary Morris, www.brightlightsfilm.com/16/asta.html)

    La Via senza Gioia is a motion picture produced in the year 1925 as a Germania production. The Film was directed by Georg Wilhelm Pabst, with Einar Hanson, Mario Cusmich, Agnes Esterhazy, Maria Forescu, Jaro Fürth, in the leading parts.



    Bibliografia - Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933, hg von Günther Dahlke und Günther Karl, Berlin 1988, pg 115ff

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

      Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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