Some like it Hot

Manche mögen's heiss

Regie: Billy Wilder, , USA, 1959

  • FSK 16  
  • Genre: Komödie,

Plakatmotiv Some like it Hot, © Production Company


Stab und Besetzung

Associate Producer I.A.L. Diamond
Regisseur Billy Wilder
Drehbuch I.A.L. Diamond
Billy Wilder
Nach einer Vorlage von Robert Thoeren
Kamera Charles Lang
Ausstattung Ted Haworth
Darsteller Joe E. Brown [Osgood]
Tony Curtis [Joe]
Jack Lemmon [Jerry]
Marilyn Monroe [Sugar]
Pat O'Brien [Mulligan]
George Raft [Gamaschen-Colombo]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 120 Minuten, 3315 Meter
Tonsystem: mono
FSK ab 16 Jahren,
Vorhandene Kopien: Kopien des Films sind erhalten
Szenenphoto aus Some like it Hot, © Production Company

Inhaltsangabe
Chicago im Winter 1929 zur Zeit der Prohibition: Die beiden arbeitslosen Musiker Joe und Jerry werden unfreiwillig Zeugen eines Massakers. Mit letzter Kraft können sie den Killern entwischen, aber ihnen ist klar, dass ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert ist, sollte sie Gamaschen-Joe, der Gangsterboss, erwischen. Sie müssen sich unsichtbar machen - und zwar für immer.

Mit Hilfe eleganter Kleider und hoher Pumps in "Josephine" und "Daphne" verwandelt, finden sie Unterschlupf und Arbeit bei der Damenkapelle von Sweet Sue, die im fernen Florida in einem Luxus-Hotel ein Engagement antreten soll.

Vor den Gangstern sind sie zwar sicher, dafür geraten sie in andere Schwierigkeiten. Vor allem die reizende Ukulele-Spielerin und Sängerin Sugar macht ihnen zu schaffen. Nicht ahnend, welche Gefühle sie in "Josephine" und "Daphne" weckt, freundet sich Sugar mit den reizenden Kolleginnen an, die ihr so spontan in jeder Notlage zu Hilfe eilen - und Sugar gerät immer und grundsätzlich in Notlagen. Deshalb ist sie wild entschlossen, dem ein Ende zu machen und sich in Florida einen Millionär zu angeln.

Mit Unterstützung des ahnungslosen Millionärs Osgood Fielding III bzw. seiner Luxusyacht mimt Joe nächtens den schwerreichen, aber komplexbeladenen Erben von Shell, während Jerry alias "Daphne" sich auf den Tanzböden mit dem liebestollen Osgood abmüht, der sie unbedingt zu seiner achten Ehefrau machen will.

Das Teamwork der beiden zeitigt Erfolg: Sugar ist wie wild in ihren Shell Junior verliebt, "Daphne" beginnt, sich an die Werbungen Osgoods zu gewöhnen. Doch das Gefühl der Sicherheit trügt. Die gross angekündigte Tagung der "Freunde der italienischen Oper", die das Hotel ausrichtet, entpuppt sich ausgerechnet als Zusammenkunft aller Chicagoer Gangster. Unter den Teilnehmern ist auch ein gewisser Gamaschen-Joe.... (ARD Presse)

Kritiken : "Pikantes Lustspiel: eine der bezauberndsten Filmkomödien" (Frankfurter Neue Presse)

"Eine der grössten Komödien" (Motion Picture Guide)

"Hinreissender Klassiker von Billy Wilder" (tele)

«Das blutige Massaker am Valentinstag als Komödie? Es gehört schon ein Genie wie Regisseur Billy Wilder dazu, aus einem solchen Widerspruch die beste Comedy der Filmgeschichte zu kreieren. Wilder schaffte es, den (lautstark protestierenden) Mädchenschwarm Tony Curtis in Frauenkleider zu stecken. Trotz Marilyn Monroes notorischer Unzuverlässigkeit (die ihn bereits bei "Das verflixte 7. Jahr" nervte und Curtis beim Drehen zum Wahnsinn trieb: "Als ob man Hitler küsst...") überredete Wilder sie, wieder in ihre typische Rolle als naive, verletzliche Blondine zu schlüpfen. Denn sie war die perfekte Besetzung. So perfekt wie der ganze Film um zwei Musiker, die unfreiwillig Zeugen eines Gangstermordes werden und versuchen, vor ihren Häschern nach Florida zu entkommen, indem sie im Fummel bei einer Damenband anheuern.
Unvergessen:
Die Abschlussszene, in der sich der als Frau verkleidete Jerry (Jack Lemmon) an seinen millionenschweren Verehrer Osgood E. Fielding III. (Joe E. Brown) wendet: (Jerry nimmt die Perücke ab) "Osgood, wir können nicht heiraten. Ich bin ein Mann!" – Osgood erwidert unerschütterlich: "Niemand ist vollkommen!" » (Cinema, 2000)

«Das Massaker am Valentinstag als Ausgangspunkt für eine Komödie? Es braucht schon ein Genie wie Billy Wilder, aus einem solchen Widerspruch das beste Lustspiel der Filmgeschichte zu kreieren. Wilder schaffte es sogar, Tony Curtis in Frauenkleider zu stecken und Marilyn Monroe zu disziplinieren. Zwei arbeitslose Jazzmusiker werden unfreiwillig Zeuge eines Gangstermordes. Auf der Flucht vor ihren Häschern schließen sie sich einer Damenkapelle an. Nobody is perfect!
Warum wir ihn lieben: Billy Wilder schießt Gags im Tempo eines Schnellfeuergewehrs ab und veralbert nebenbei die Gangsterfilme der 30er.» (Cinema, 2006)

Anmerkungen : Der gleiche Stoff wurde 1935 von Richard Pottier als "Fanfare d'amour" und 1951 von Kurt Hoffmann als "Fanfaren der Liebe" verfilmt.

"Marilyn Monroe war und ist mehr als nur ein Star - sie ist ein Mythos, eine Legende, eine Kultfigur, die Personifizierung der Weiblichkeit und der Erotik. In "Manche mögen's heiss" arbeitete sie zum zweiten Mal nach "Das verflixte siebte Jahr" (1955) mit Billy Wilder zusammen. Obwohl sie mit ihrer Unzuverlässigkeit den Perfektionisten Wilder an den Rand eines Nervenzusammenbruchs brachte ist das Ergebnis eine der schönsten Komödien der Kinogeschichte überhaupt, mit einer hinreissenden Monroe, die alle verzaubert. "Es ist eine verrückte, intelligente, burleske Komödie, die wie ein Feuerwerk beginnt und bis zum Schluss die tollsten Funken sprüht. ... Es mag abgedroschen klingen, aber Marilyn sah nie besser aus. Ihre Leistung als Sugar, die üppige Blondine mit der Vorliebe für Saxophonspieler und Männer mit Brille, hat etwas auf köstliche Weise Naives. Sie ist eine Komödiantin mit jener Mischung aus Sex Appeal und Gespür für den richtigen Moment, die unschlagbar ist" (Variety).

Die Rätselhaftigkeit ihres Todes am 5. August 1962 - sie ist nur knapp 36 Jahre alt geworden - beschäftigt bis heute die Medien. "Sie lebt weiter im Bewusstsein einer Milllionen-Fan-Gemeinde, gebannt auf einige tausend Meter Zelluloid, als Monument eines reinen, sinnlichen Vergnügens, der reifen Erotik ohne den Apfel der Sünde. ... Ihre sinnliche Ausstrahlung verwandelt sie in ein Objekt der Begierde. ... Jeder Durchschnittsmann ist von ihr hingerissen, fühlt sich ihr überlegen und zugleich in der Lage, sie glücklich zu machen. ... Sie ist die letzte romantische Geliebte des Hollywood-Kinos" (Adolf Heinzelmeier: Die Unsterblichen des Kinos)
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Informationen zu Billy Wilder:
Die sagenhafte Karriere des sechsfachen Oscar-Preisträgers umfasste vierzig Jahre, in dieser Zeit entstanden 26 Filme, für die Wilder als Regisseur, Drehbuchautor und später auch als Produzent verantwortlich zeichnete. Seine Filme wurden insgesamt 21 Mal für den Oscar nominiert. Bekannt wurde er mit Filmen wie "Der Glückspilz", "Boulevard der Dämmerung" und "Das Appartement", für den Wilder 1960 als erster Regisseur gleich drei Oscars bekam. Doch Wilder war ein bescheidener Mensch und selbst der grösste Kritiker seines unermüdlichen Schaffens: "Zehn Prozent meiner Filme sind sehr gut, dreissig Prozent gut, sechzig Prozent schlecht", sagte er einmal.
Dabei sind manche seiner Szenen, die der Regisseur für missraten hielt, längst legendär, man denke nur an Marilyn Monroe über dem Luftschacht der U-Bahn in "Das verflixte siebte Jahr" (1955).
Die Komödie "Buddy, Buddy", mit Wilders Lieblingsstars Lemmon und Matthau besetzt, wurde sein Abschied von der Kinoszene.
1992 gab Billy Wilder, der geniale Anekdotenerzähler und sarkastische Chronist seiner Zeit, Helmut Karasek, den er seinen "Eckermann" nennt, Auskunft über sein Leben. "Billy Wilder", eine Mischung aus Biografie und Autobiografie, ist ein "Must" für jeden Cineasten und macht aus jedem Leser einen Cineasten. 1997 erhielt er als letzte in einer Kette illustrer Auszeichnungen den "Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk". (Walter Greifenstein, BR-Presse)

«Mit "Manche mögen's heiss" steht nicht nur die beste Kinokomödie von Billy Wilder auf dem Programm, es ist auch eine der berühmtesten Komödien der Kinogeschichte überhaupt, die längst Kultstatus erreicht hat. Die Schluss-Szene mit dem legendären Ausspruch "Nobody is perfect" hat Wilder selbst widerlegt. Denn "Manche mögen's heiss" ist perfekt inszeniert.» (BR-Presse)

«(...) "Na und? Niemand ist vollkommen!" (im Original: "So what? Nobody's perfect!") gehört wohl zu den bekanntesten Schlussworten der Filmgeschichte. Dabei gibt es kaum einen anderen Film, auf den Vollkommenheit so gut zutrifft wie auf Billy Wilders unsterbliche Komödie "Manche mögen's heiss". Schon bei seiner Premiere 1959 schreibt das Branchenblatt Variety: "'Manche mögen's heiss' [...] ist wohl der witzigste Film seit langem. Es ist eine verrückte, clevere, burleske Komödie, die wie ein Feuerwerk beginnt und bis zum Schluss die tollsten Funken sprüht." Aber auch fünf Jahrzehnte und mehrere Wiederholungen später hat der Film nichts von seiner Frische und seiner Unterhaltsamkeit eingebüsst und wurde im Jahr 2000 vom American Film Institute zum lustigsten amerikanischen Film aller Zeiten erklärt.

In der weiblichen Hauptrolle glänzt neben Tony Curtis, dessen Auftritt des angeblichen Ölmillionärs "Junior" an Cary Grant angelehnt ist, und Wilders Lieblingsschauspieler Jack Lemmon ("Das Appartement"), Hollywood-Ikone Marilyn Monroe, die hier eine ihrer eindrucksvollsten Rollen als naive Sugar Kane darbietet. Monroes zweite Zusammenarbeit mit Wilder nach "Das verflixte 7. Jahr" (1955) war zunächst von ihrem unprofessionellen Verhalten während der Dreharbeiten gezeichnet, zu denen sie häufig zu spät und unvorbereitet erschien. Dennoch sprechen ihre Auftritte im Film - nicht zuletzt die Gesangsnummern "I Wanna Be Loved by You" und "I'm Through with Love" - für ihre Starqualitäten. Wilder sagt später über sie: "Sie war aus Fleisch, das sich wie Fleisch fotografierte.» (Arte Presse)

Some like it Hot ist ein Film, der im Jahr 1959 in USA produziert wurde. Regie führte Billy Wilder, mit Joe E. Brown, Tony Curtis, Jack Lemmon, Marilyn Monroe, Pat O'Brien, in den wichtigsten Rollen.

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