Spur des Falken

Regie: Gottfried Kolditz, , Deutsche Demokratische Republik, 1968

    Szenenphoto aus Spur des Falken, © Production Company

    Stills and posters © Production Company


    Stab und Besetzung

    Regisseur Gottfried Kolditz
    Drehbuch Günter Karl
    Kamera Otto Hanisch
    Musik Karl-Ernst Sasse
    Wolfgang Meyer
    Darsteller Gojko Mitic [Häuptling Weitspähender Falke]
    Hannjo Hasse [Bludgeon]
    Barbara Brylská [Catherine Emmerson]
    Lali Meszchi [Blauhaar]
    Rolf Hoppe [James Bashan]
    Helmut Schreiber [Samuel D. Blake]
    Fred Delmare [Peter Hille]
    Hartmut Beer [Fletcher]
    Milan Jablonsky [Bad Face]
    Holger Mahlich [Pat Patterson]
    Michael Gwisdek

    Technische Angaben
    Kategorie: Langspiel Film
    Technische Info: Format: 35 mm - Farbe,Länge: 110 Minuten
    Tonsystem: Mono

    Inhaltsangabe
    Nordamerika im Jahre 1875/76. In den Black Hills, die den Rocky Mountains nach Osten vorgelagert sind, ist Gold gefunden worden, unter anderem auch von den beiden Abenteurern Chat und Pat.

    Das gelbe Metall, so ist sich der junge Dakota-Häuptling Weitspähender Falke sicher, wird viele weisse Männer in sein Land bringen. Tatsächlich kommen bald zahllose Bodenspekulanten, Abenteurer, Goldgräber, Händler und Siedler in das Land der Schwarzen Berge, das vertragsmässig allein den Dakota-Indianern zugesichert ist. Manche kommen als Freund, doch viele als Feind. Der skrupellose Bodenspekulant Bludgeon lässt kaltblütig Büffelherden niedermetzeln, um den Indianern ihre Existenzgrundlage zu rauben. Seine Rechnung: keine Büffel, keine Indianer. In ohnmächtigem Zorn überfällt daraufhin Weitspähender Falke mit seinen Anhängern den voll besetzten Zug der Union-Pacific-Eisenbahngesellschaft, in dem auch der Friedensrichter John Emmerson mit seiner Tochter Catherine sitzt. Da aber auch Leutnant Forsythes Dragoner im Zug sind, scheitert der Angriff der nur mit Pfeil und Bogen bewaffneten Indianer.

    Dennoch ist Weitspähender Falke im Gegensatz zu Häuptling Grauer Bär davon überzeugt, gegen die vertragsbrüchigen Eindringlinge kämpfen zu müssen. Ist das Land erst einmal besiedelt, wird sein Stamm dem Untergang geweiht sein. Er trennt sich vom Hauptlager und will mit seinen Kriegern Waffen beschaffen. Bludgeon versucht inzwischen rücksichtslos, seine Interessen durchzusetzen. Er bemächtigt sich des Claims von Pat und Chat. Chat kommt dabei ums Leben. Den Händler Sam Blake, der schon über Jahre in der Goldgräbersiedlung Tanglewood mit Dakotas und friedlichen Siedlern Geschäfte treibt, zwingt er, diese mit den Indianern einzustellen. Angesichts der auf ihn gerichteten Pistolenläufe bleibt Sam Blake und seinem Gehilfen Hille keine andere Wahl.

    Die von den Siedlern angestrebten Verhandlungen mit den Dakotas werden blutig durchkreuzt. Bludgeon und seine Anhänger überfallen das Indianerdorf und brennen es nieder. Häuptling Grauer Bär und Luchsauge, die bereits den Aufbruch in die Reservate beschlossen haben, werden gefangengenommen und nach Tanglewood verschleppt. Die Goldgräbersiedlung wird nun Schauplatz des offenen Kampfes zwischen den Kriegern des Weitspähenden Falken und Bludgeon mit seinen Männern. Nur die anrückenden Dragoner verhindern die verheerende Niederlage der Weissen. Mit Mut und List gelingt es dem Falken, seine Blutsbrüder zu befreien und den Abzug seines Stammes aus den verlorenen Black Hills zu sichern. Doch bevor er selbst das Land seiner Väter verlässt, hat Weitspähender Falke noch eine letzte Rechnung mit Giftige Schlange Bludgeon zu begleichen. (mdr Presse)

    Anmerkungen : "Spur des Falken" ist der dritter Indianerfilm der DEFA. Er greift auf historische Tatsachen zurück: Bis 1875 verhandelte die amerikanische Regierung mit den Dakotas über den Ankauf der Black Hills. Doch ungeachtet der Vertragssituation wurde das Land von den Weissen besiedelt. Die Aussenaufnahmen entstanden im Kaukasus und in Höhen bis zu 2.400 Metern. Der ehemalige Sportlehrer und "Chefindianer der DEFA" Gojko Mitic beweist einmal mehr in ungedoubelten Szenen tollkühne Sportlichkeit.

    Zum prominenten Ensemble gehört neben Rolf Hoppe, Hannjo Hasse und Fred Delmare auch Barbara Brylska. Die polnische Schauspielerin spielt auch in der Fortsetzung "Weisse Wölfe" die weibliche Hauptrolle. Populär wird sie als Priesterin Kama in Jerzy Kawalerowicz' Monumentalfilm "Pharao" (1966). In den 1970er-Jahren ist sie eine der beliebtesten Schauspielerinnen Polens, mehrfach wird sie zur Filmschauspielerin des Jahres gewählt. Auch bei den Regisseuren anderer sozialistischer Länder ist sie gefragt. Besonders in der früheren Sowjetunion erfreut sie sich grosser Beliebtheit. Mit Eldar Rjasanow dreht sie 1975 die Komödie "Ironie des Schicksals", die heute Kultstatus geniesst. 2007 entsteht "Ironie des Schicksals: Die Fortsetzung" - der Film wird mit einem Einspielergebnis von 47 Millionen US-Dollar zum erfolgreichsten russischen Spielfilm aller Zeiten. 1980 spielt sie die Hanka in der DDR-TV-Serie "Archiv des Todes". Barbara Brylska erlitt 1993 einen schweren Schicksalsschlag. Ihre Tochter, die als Schauspielerin im Begriff war, in die Fussstapfen der Mutter zu treten, starb bei einem Verkehrsunfall. Lange zog sich die Schauspielerin aus der Öffentlichkeit zurück. Aber im letzten Jahrzehnt ist sie im Kino wie im Fernsehen wieder präsent. (mdr Presse)

    Spur des Falken ist ein Film, der im Jahr 1968 in Deutsche Demokratische Republik produziert wurde. Regie führte Gottfried Kolditz, mit Gojko Mitic, Hannjo Hasse, Barbara Brylská, Lali Meszchi, Rolf Hoppe, in den wichtigsten Rollen. Kritiken zu Spur des Falken sind leider nicht verfügbar.

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:


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