Die Königstochter von Travankore

Ein indisches Liebesdrama

Regie: Otto Rippert, , Deutschland, 1917


    Stab und Besetzung

    Produktion Decla-Film Gesellschaft, Holz & Co., Berlin
    Produzent Erich Pommer
    Regisseur Otto Rippert
    Drehbuch Martin Berger
    Kamera Carl Hoffmann
    Darsteller Elga Beck [Agra, die Königstochter von Travankore]
    Richard Bruno [Fürst von Ighawar]
    Ernst Benzinger [Agras Vater, der König von Travankore]
    Yellva de Fernandez [Bajadere (?)]
    Josef Peterhans [Baron Karwe]
    Paul Rehkopf [Minister Malati]
    Johannes Petersen [Joghi]
    Hella Moja
    Heinrich Peer [(Mitwirkung fraglich oder ungesichert )]

    Technische Angaben
    Drehort resp. Ateliers: Eiko-Film
    Kategorie: Langspiel Film
    Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Ratio: 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,, 1619 Meter, 5 Akte
    Tonsystem: silent
    Premiere: 11. November 1917 in Berlin, Marmorhaus
    Erstzensur: Berlin, Polizei Oktober 1917 No BPZ.41171 Entscheid: Jugendverbot

    Inhaltsangabe
    Sie heiratet einen indischen Fürsten, obwohl sie einen Engländer liebt. Als der Fürst ermordet und der Täter entlarvt wird, kann sie den Geliebten heiraten. (German early Cinema Database)

    Irgendwo in einer indischen Phantasiewelt vergangener Zeiten. Agra, die schöne Tochter des Königs von Travankore, liebt den jungen Baron Karwe (andere Quellen nennen ihn Käwe), soll aber auf Geheiss des Vaters, um zwei Dynastien zu vereinen, den Fürsten von Ighawar heiraten, mit dem sie schon als Kind zwangsverlobt wurde. Nun ist der Tag der Eheschliessung gekommen: Ein Fest von kolossalem Aufwand mit gewaltigem Gepränge wurde auf die Beine gestellt, für die Strassenaufzüge hat man Elefanten und Kamele als Statisterie aufgeboten. Prächtige Gastmahle werden gegeben, er wird in jedem Sinne geprasst. Agra scheint sich dem Hochzeitswunsch der Organisatoren zu unterwerfen, doch ihr Herz gehört in Wahrheit noch immer Baron Karwe, der die junge Frau gleichfalls nicht aufgeben mag.

    Nach dem Gastmahl begibt sich der Fürst zu einer Abschiedsfeier in den Liebestempel der Bajaderen. Auch der Baron hat sich mit „seiner“ Agra dorthin begeben, um den letzten Versuch zu wagen, seiner grossen Liebe klar zu machen, dass sie ihr Leben an den Falschen gekettet hat. Ein Finsterling namens Malati, seines Zeichens Minister des Königs, hat jedoch eigene Pläne und aus diesem Grunde üble Gestalten gedungen, die den fürstlichen Nebenbuhler Karwe ermorden sollen. Doch die Schandtat trifft den Falschen, und der Fürst fällt der Bluttat zum Opfer. Rasch werden Karwe und Agra als Drahtzieher des Komplotts beschuldigt und als solche eingekerkert. Agra, so will es das Witwenurteil, soll dem Flammentod überantwortet werden, und rasch wird ein Scheiterhaufen aufgebaut. Im letzten Moment kann der wahre Übeltäter überführt werden, und die beiden Liebenden sinken sich schliesslich in die Arme. (wikipedia)

    Kritiken
    "Ein Filmwerk, das tatsächlich alles bisher Gesehene weit überbot. (…) Denn nur die kühnste Phantasie kann Bilder von solch märchenhafter Pracht und Schönheit schaffen, Zeiten … mittelalterlichen Glanzes stehen vor uns auf. Nur Reinhardt, der geniale Meister der modernen Bühnentechnik, hat es bis jetzt verstanden, Aehnliches zur Schau zu bringen. Eine wahre Augenweide boten die grandiosen Szenen des Hochzeitsfestes und daran anschließend die Straßenumzüge auf Kamelen und Elefanten. Die Tänze und Reigen der Bajaderen, der Besuch des Fürsten im Liebestempel, der Scheiterhaufen, auf dem Agra verbrannt werden soll und noch viele andere. So war der Rahmen beschaffen, in welchem sich die poetische, rührende Liebestragödie der Königstochter von Travankore abspielte. Die Photographie darf wohl als das beste gewertet werden, was moderne Technik schaffen kann." (Neue Kino-Rundschau, 12. Januar 1918, pg 10)

    Die Königstochter von Travankore ist ein Film, der im Jahr 1917 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Otto Rippert, mit Elga Beck, Richard Bruno, Ernst Benzinger, Yellva de Fernandez, Josef Peterhans, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 11. November 1917 in Berlin, Marmorhaus seine Premiere.



    Literatur Hinweise - D Vol. 17 No. 116
    - Film No. 37, 1917
    - Film No. 40, 1917
    - Lichtbildbühne No. 40, 1917
    - Film No. 42, 1917
    - Kinema/Zürich No. 42, 1917
    - Kinema/Zürich No. 46, 1917
    - Lichtbildbühne No. 47, 1917
    - Film No. 48, 1917
    - Kinematograph No. 565, 1917
    - Film No. 5, 1918
    - IFW No. 45/46, 1917
    - Kinematograph No. 567, 1917
    - Neue Kino-Rundschau, 12. Januar 1918, pg 10

    Hinweise auf Datenbanken
    Filmportal.de be2e4319380946cbb41118912888b02f
    The German Early Cinema Database Nr. 27421
    KinoTV Database Nr. 41346

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