Angel Face

Engelsgesicht, Die Bestie im Weib

Regie: Otto Preminger, , USA, 1952

  • FSK 12  

  • Genre: Film noir,

Plakatmotiv Angel Face, © RKO Radio Pictures

Stills and posters © RKO Radio Pictures


Stab und Besetzung

Produktion RKO Radio Pictures
Verleih RKO Radio Pictures
Produzent Otto Preminger
Regisseur Otto Preminger
Regieassistent Fred Fleck
Drehbuch Frank S. Nugent
Oscar Millard
Ben Hecht [(Nicht genannt )]
Story Chester Erskine
Kamera Harry Stradling
Musik Dimitri Tiomkin
Schnitt Frederic Knudtson
Architekt Carroll Clark
Albert S. D'Agostino
Set Decoration Jack Mills
Darrell Silvera
Kostümbild Michael Woulfe
Maskenbildner Mel Burns
Darsteller Robert Mitchum [Frank Jessup]
Jean Simmons [Diane Tremayne]
Mona Freeman [Mary Wilton]
Herbert Marshall [Mr. Charles Tremayne]
Leon Ames [Fred Barrett]
Barbara O'Neil [Mrs. Catherine Tremayne]
Jim Backus [District Attorny Judson]
Griff Barnett [The Judge]
Morgan Farley [Juror]
Robert Gist [Miller]
Raymond Greenleaf [Arthur Vance]
Kenneth Tobey [Bill Crompton]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 90 Minuten
Tonsystem: Mono
Premiere: 11. Dezember 1952 in USA
FSK ab 12 Jahren,
Szenenphoto aus Angel Face, © RKO Radio Pictures

Inhaltsangabe
Frank Jessup ist Chauffeur bei der Familie des erfolgreichen und wohlhabenden Schriftstellers Charles Tremayne. Er verliebt sich in dessen junge Tochter Diane. Eines Tages bringt Diane aus Hass ihre Stiefmutter um. Allerdings wird bei dem von ihr inszenierten Autounfall auch ihr geliebter Vater getötet. Neben Diane gerät Frank ebenfalls unter Mordverdacht und beide werden gemeinsam vor Gericht gestellt. Durch eine schnelle Heirat können sie die Sympathie der Jury gewinnen und werden freigesprochen. Frank, der inzwischen die Intrigen von Diane durchschaut hat, trennt sich von ihr und will sich nach Mexiko absetzen. Gekränkt und voller Schuldgefühle stürzt Diane sich und Frank in den Tod... (arte Presse)

Kritiken : "Wir sahen Jean Simmons, die zarte englische Darstellerin, schon geraume Zeit nicht mehr auf der Leinwand der deutschen Filmtheater. Die Wiederbegegnung mit ihr erfolgt in einem Film, dessen Genre vor zwei bis drei Jahren grosse Mode war, heute aber nicht mehr so faszinierend wirkt wie damals. Denn die psychoanalytische Motivierung mysteriöser, in die Bezirke der Kriminalistik hineinreichender Vorfälle hat thematisch doch etwas von ihrem Reiz verloren. Andererseits ist das „Engelsgesicht“ von Jean Simmons so von eigenartiger Schönheit erfüllt, dass man die düstere Geschichte von der jungen Mörderin, die sie darstellt, als nebensächlich empfindet, obwohl es vier Tote im Abgrund gibt." Anonym in: Film-Echo (Wiesbaden), Nr. 27, 3.7.1954.

"Eine ungewöhnliche Story, in der die Autoren Frank S. Nugent und Oscar Millard eine schöne und bedenkenlose Frau, den düsteren Engel Diane, vorstellen. Die Fäden der Verwirrung, mit denen die verlarvte Teufelin zur Durchsetzung ihrer geheimen Wünsche ihren Liebhaber kühl und berechnend einspinnt, können von dem gutmütig lässigen Freund nicht mehr zerrissen werden. Das „rasche Abenteuer“– als mehr wollte er das Erlebnis mit Diane nicht gelten lassen – wächst aber zu einer sensationellen Mordaffaire, zu unlöslichen Schicksalsverwicklungen und endet für die beiden unglücklich Verketteten – im Abgrund. Noch vor der JUNGFRAU AUF DEM DACH [THE MOON IS BLUE, BRD/USA 1953] hat Otto Preminger das Bild dieser anderen, verwöhnten und überspannten „Jungfrau aus der Hölle“ auf Celluloid gezeichnet. Viele realistisch eingesetzte Details und faszinierende, darstellerische Einzelleistungen: Jean Simmons, als die Mörderin mit der Engelsmaske, spielt den marternden Reiz ihrer kalt glänzenden Schönheit aus. Robert Mitchum ist der von Dianes Leidenschaftlichkeit jäh Getriebene. Die von Harry Stradling brillant geführte Kamera erfasst sicher das Milieu und die von Mona Freeman, Barbara O’Neil, Herbert Marshall und Leon Ames gespielten Randfiguren. Diese Howard Hughes-Produktion dürfte wegen ihrer eigenartigen Mischung von Erregung und Absonderlichkeit nicht nur auf das an „Reissern“ interessierte, sondern auch auf das anspruchsvolle Filmpublikum wirken." whz. in: Die Filmwoche (Karlsruhe), Nr. 12, 27.3.1954.

«Das superbe, düstere Melodram mit Freud'schen Anklängen fand erst lange nach der Erstaufführund die verdiente Anerkennung...» (TV Spielfilm 15/2011)

Anmerkungen : "Die Figur des Frank gerät in die Schlingen einer Femme fatale, aus denen er sich nicht mehr befreien kann. Er wird zum blossen Werkzeug und ist dem mörderischen Plan einer Kindfrau vollkommen ausgeliefert. Diese totale Machtlosigkeit des Protagonisten ist ein typisches Merkmal für den späten "film noir". Charakteristisch für Premingers Filmkunst ist das Stilmittel der Zeitdehnung, das wohl einzigartig im Hollywood-Kino der 50er Jahre ist. Diane durchwandert das einsame Haus, lässt Erinnerungen aufleben und denkt über ihr Leben nach, das ihr aus den Händen zu gleiten scheint. Die Kameraschwenks und die Gesten der Frau vermitteln Isoliertheit und Einsamkeit - ein Gefühl, das der Exilant Preminger fern ab der Heimat nur zu gut kannte.

Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt zu "Engelsgesicht": "Low-Budget-Kino der 'Schwarzen Serie': kalt, düster, melodramatisch - ein kleines Meisterwerk." (arte Presse)

Angel Face ist ein Film, der im Jahr 1952 in USA produziert wurde. Regie führte Otto Preminger, mit Robert Mitchum, Jean Simmons, Mona Freeman, Herbert Marshall, Leon Ames, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 11. Dezember 1952 in USA seine Premiere.



Literatur Hinweise Paul Werner, film noir, Die Schattenspiele der schwarzen Serie, Fischer Cinema nr. 4452, Frankfurt 1985;
Filmmuseum Berlin - Retrospektive 2006: Traumfrauen. Stars im Film der fünfziger Jahre, Gabriele Jatho und Hans Helmut Prinzler (Hg.), Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2006

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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