Der Fall Vera Brühne

Vera Brühne

Regie: Hark Bohm, , Deutschland, 2000


    Genre: Doku-Drama,


Stab und Besetzung

Produzent Bernd Eichinger
Regisseur Hark Bohm
Drehbuch Hark Bohm
Kamera Frank Küpper
Darsteller Corinna Harfouch [Vera Brühne]
Ulrich Noethen [Böck , Oberstaatsanwalt]
Bernd Fischerauer [Dr. Vogt]
Katja Flint [Isabel Mende]
Mavie Hörbiger [Stephanie Virno]
Hans-Werner Meyer [Dr. Wilhelm Haddenhorst]
Uwe Ochsenknecht [Johann Ferbach]
Anton Pointecker [Dr. Dietrich Schwarz]
Udo Wachtveitl [Sternmüller]
Fritz Wepper [Dr. Xaver Wallner]

Technische Angaben
Kategorie: Fernseh Film
Technische Info: Farbe,
Tonsystem: Keine Angabe

Inhaltsangabe
Vera Brühne liess die Emotionen überschwappen. Ob nun gewissenlos und verdorben oder doch nur zielstrebig und selbstbewusst - sie wurde eine Ikone ihrer Zeit.

Nach den Osterfeiertagen des Jahres 1960 werden in einer Villa am Starnbergersee zwei Leichen entdeckt. Es handelt sich um den Arzt Herbert Schwarz sowie dessen Lebensgefährtin. Als sich herausstellt, dass Dr. Schwarz' Haus in Spanien seiner Mitarbeiterin Vera Brühne vererbt werden soll, wird diese zur Hauptverdächtigen erklärt. Aus Habgier soll sie zusammen mit ihrem - wie Staatsanwalt Böck formuliert - "sexuell hörigen" Komplizen Johann Ferbach die Morde begangen und sich dadurch ihr Erbe gesichert haben.

Vera Brühne, die über kein ausreichendes Alibi verfügt, beginnt sich bei mehrmaligen Befragungen in Widersprüche zu verstricken. Durch die pikant erotischen Details, die im Laufe des Prozesses zutage treten, werden die Verhandlungen zum die Republik erschütternden Ereignis.

Am 25. April 1962 wird die Hauptverhandlung gegen die Angeklagten Vera Brühne und Johann Ferbach wegen gemeinschaftlich begangenen Doppelmordes eröffnet. Oberstaatsanwalt Böck, von der Schuld der Angeklagten überzeugt, hatte zuvor die Ermittlungen unerbittlich vorangetrieben und kleinste Ungereimtheiten als Beweise für den Mord interpretiert. So werden ein Brief und ein Autokauf zum "Passierschein für die Mörder". Als schliesslich noch Brühnes Tochter Stephanie ihre Mutter vor dem Ermittlungsrichter schwer belastet, werden Vera Brühne und Johann Ferbach nach 22, von der sensationslüsternen Öffentlichkeit leidenschaftlich verfolgten Prozesstagen, zu lebenslanger Haft verurteilt.

Zehn Jahre nach dem Doppelmord und der anschliessenden Verurteilung stösst der Tübinger Rechtswissenschaftler Wilhelm Haddenhorst auf eine Prozessakte dieses Falles und fängt sofort Feuer. Er durchforstet sämtliche Akten und Protokolle und entdeckt dabei zahlreiche Ungereimtheiten. Seine Schlussfolgerung: Die beiden Verurteilten hätten nach Aktenlage nie überführt werden dürfen. Doch davon muss er erst das Bundesverfassungsgericht überzeugen... (Arte Presse)

Anmerkungen : Hintergrundinformationen:

"Der Fall Vera Brühne" ist nicht nur ein akribisch erstellter, sich auf höchstmögliche Authentizität berufender Gerichtsfilm, sondern ebenso Sittengemälde einer Zeit. Ohne sich auf Schuld oder Unschuld der Protagonistin festzulegen, zeigt Hark Bohms Inszenierung das Kesseltreiben gegen Vera Brühne, eine Frau, die sich den Moralvorstellungen ihrer Zeit nicht unterworfen hat. Wie wäre der gleiche Prozess mit einer anderen Frau verlaufen? Hätte eine 50-jährige Durchschnittsbürgerin in den 60er Jahren je Anlass geben können zum grössten Schauprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte? "Der Fall Vera Brühne" ist ein Film über den letzten grossen deutschen Hexenprozess.

Regisseur Hark Bohm, 1939 in Hamburg geboren, absolvierte 1966 das Staatsexamen im Studium der Rechtswissenschaften. Schon drei Jahre später wandte er sich seiner zweiten Leidenschaft - dem Filmemachen - zu. Er begann als Schauspieler unter der Regie von Fassbinder und führte selbst bei einigen Kurzfilmen Regie, bevor er 1972 seinen ersten preisgekrönten Film "Tschetan, der Indianerjunge" (Buch und Regie) realisierte. Es folgten zahlreiche renommierte Werke wie "Yasmine" (1988, Buch und Regie), für den Hark Bohm den Bundesfilmpreis in Gold erhielt. Bohm engagierte sich als Initiator und Mitbegründer des "Hamburger Filmbüros" (1979), des "Filmfests Hamburg" (1979) und etablierte und leitet in Hamburg einen Studiengang Film- beziehungsweise Theaterregie. In den letzten Jahren steht Hark Bohm wieder vermehrt vor der Kamera, so in "Charlotte Link: Das verräterische Collier" (2004) und Steve Hudsons "True North" (2006).

Corinna Harfouch, 1954 in Suhl geboren, beherrscht als Vera Brühne mit einer grossen Ausstrahlung den Film. (arte Presse)

Der Fall Vera Brühne ist ein Film, der im Jahr 2000 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Hark Bohm, mit Corinna Harfouch, Ulrich Noethen, Udo Wachtveitl, Uwe Ochsenknecht, Hans-Werner Meyer, in den wichtigsten Rollen. Kritiken zu Der Fall Vera Brühne sind leider nicht verfügbar.

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