Solaris

Regie: Steven Soderbergh, , USA, 2002

  • TV Tip:

Szenenphoto aus Solaris, © Production Company


Stab und Besetzung

Produzent James Cameron
Jon Landau
Rae Sanchini
Executive Producer Gregory Jacobs
Regisseur Steven Soderbergh
Drehbuch Steven Soderbergh
Story Stanislaw Lem [Roman oder Erzählung]
Kamera Peter Andrews
Schnitt Mary Ann Bernard
Ausstattung Philip Messina
Darsteller George Clooney [Chris Kelvin]
Jeremy Davies [Snow]
Viola Davis [Gibarian]
Natascha McElhone [Rheya]
Natascha McElhone [Gibarian]

Technische Angaben
Technische Info: Format: 35 mm - Farbe,Länge: 98 Minuten
Tonsystem: Ton
Premiere: 27. November 2002 in USA
Szenenphoto aus Solaris, © Production Company

Inhaltsangabe
Der Psychologe Dr. Chris Kelvin erhält den Auftrag, wissenschaftlich unerklärliche Vorkommnisse auf der Raumstation Prometheus zu untersuchen. Sein Freund und Missionsleiter Gibarian und ein weiteres Besatzungsmitglied sind bereits tot, als Kelvin an Bord eintrifft. Die Station umkreist den luminiszierenden Planeten Solaris, von dem auch die Besucher zu stammen scheinen, die bei den zwei verbliebenen Crewmitgliedern auftauchen. Mit der Zeit wird jedoch klar, dass die Wesen lediglich Kreationen ihrer eigenen Erinnerung sind…

Die Trauer über den Selbstmord seiner Frau Rheya ist noch ganz frisch, als der Psychologe Dr. Chris Kelvin den Auftrag erhält die Raumstation Prometheus zu untersuchen, die seit Jahren den rätselhaften Planeten Solaris umkreist. Seltsame Dinge sind an Bord des Forschungsschiffes passiert. Der Leiter der Mission ist bei Kelvins Ankunft bereits tot und die verbliebenen Crewmitglieder leiden unter Wahnvorstellungen. Kelvin will den Grund für das mysteriöse Verhalten der Besatzung ausmachen, vertraut aber seinem Verstand bald selbst nicht mehr. Es scheint so zu sein, dass der seltsame Planet Solaris ihre Gegenwart bemerkt.

Allem Anschein nach ist es so, dass der Planet die Besatzung zu verändern und zu beeinflussen versucht. Es kommt schliesslich dazu, dass die Mitglieder der Mission von Gästen besucht werden - keine Ausserirdischen, sondern Menschen, die den Crewmitgliedern auf irgendeine Weise nahe stehen. Auch Kelvin erhält bald Besuch: Seine totgeglaubte Frau kommt leibhaftig zu ihm an Bord und obwohl er weiss, dass sie nicht die wirkliche Rheya sein kann, kann er es nicht verhindern, dass er mit ihr umgeht, als sei sie es doch. Beide sprechen über die Beziehung, die sie hatten, dabei lassen sie ihre gemeinsamen Tage auf der Erde noch einmal aufleben. Doch diese Rheya ist nur eine Projektion dessen, was Kelvin noch von der wirklichen in seinem Gehirn gespeichert hat. Er muss sich bald entscheiden, ob er bei ihr bleibt oder den Weg zurück in die wirkliche Welt einschlägt… (Pressetext RTL)

Kritiken : «Auf einer verunglückten Raumstation begegnet Traumatologe Kelvin (George Clooney) seiner verstorbenen Frau (Natascha McElhone) ... Elegisches Remake von Tarkowskis Klassiker (1971) nach Stanislaw Lem» (TV Spielfilm)

«Fern ist die Zukunft auf der Raumstation Prometheus, auf die der Psychologe Dr. Chris Kelvin nach einem Notruf eilt und eigenartigen Dingen begegnet. Bei seiner Ankunft sind zwei Besatzungsmitglieder schon tot, zwei andere benehmen sich seltsam und erzählen von Besuchern des nahen Planeten Solaris, die als Figuren der Erinnerung fungieren. Und schon findet der irritierte Doktor seine Frau, die vor Jahren Selbstmord beging, in seinem Bett.

Warum Steven Soderbergh Andrej Tarkowskis als Klassiker geltende grandiose Verfilmung aus dem Jahre 1972 noch einmal ziemlich oberflächlich auf die Leinwand bringt, ist nicht zu ergründen. Die neue Geschichte mit einem mimisch nicht auffälligen George Clooney jedenfalls bleibt weiter hinter dem vielschichtigen Original zurück. Das Designer-Epos wischt sämtliche Philosophie und Psychologie hinweg, was bleibt, ist eine ins All transferierte relativ übliche und dadurch auch überflüssige Love-Story.» (Margret Köhler)

«(...) Dass "Solaris" in den USA sein Publikum nicht hat finden können, ist zwar traurig, sollte aber keinen irritieren und ergibt gar einen Sinn. Das Timing ist nicht besonders gut - eine Zeit, da die Welt aus den Fugen geraten scheint; das Kino taugt für Eskapismus nur, wenn es eine Parallelwelt bietet, die vorgibt, real zu sein. Soderbergh aber wendet sich bewusst ab von der Wirklichkeit, entzieht der Logik, die der Welt eben nicht innewohnt, sondern nur ein übergestülptes System bleibt, mit voller Absicht das Vertrauen. Und es hat wohl selten ein Film unverschuldet so viele falsche Erwartungen gebündelt, die zwischen Love Story, Science-Fiction mit dem Touch des Produzenten James Cameron und einer philosophischen Abhandlung umherirren - "Solaris" ist nichts davon wirklich, alles irgendwie doch, und was dabei herauskommt, ist ein Stück Kino, das die Zeit überdauern wird.» (Susan Vahabzadeh, SZ, 5.3.2003)

«(...) Der amerikanische Autorenfilmer Steven Soderbergh, der unter dem Pseudonym Peter Andrews auch für die Kamera verantwortlich ist, setzt viel handwerkliches Können ein, zitiert Regie-Größen wie Stanley Kubrick und Michelangelo Antonioni, erzählt von großen Themen mit verständlicher Eleganz. Die Farben der Erde (vor allem in Rückblenden) sind warm, die des Alls kühl-blau. Wenigstens der Zuschauer weiß so, in welchen Welten er sich befindet. Die Helden dieses Psychodramas sind in dekorativer Verlorenheit weit entfernt.» (Angie Dullinger, AZ, 6.3.2003)



Szenenphoto aus Solaris, © Production Company
Anmerkungen : Steven Soderbergh im Interview mit Susan Vahabzadeh und Fritz Göttler

»Es ist ja auch ein wenig Antonioni in "Solaris"...

Aber nein, es ist eine ganze Menge drin ... Ich schaute mir alle Tarkowskijs an, während ich den Film machte. Aber auch viel Antonioni. Das war eine der grössten Einflüsse, als ich über den Film mir meine Gedanken machte: zur Stimmung, zum Gebrauch der Farbe.

Diese lakonische Art, Leuten zuzuschauen, die nicht so recht wissen, wer sie sind, was sie eigentlich tun, die sich traumwandlerisch im Raum bewegen...

Antonioni gehört zu einer besonderen Art von Filmemachern ... wenn man ihre Filme das erste Mal sieht, verändern sie all die Vorstellungen, die man von Drama und Konflikten hatte. Und diese ausserordentliche Kontrolle über die Einstellungen. Die Textur, der Ton, der Rhythmus der Montage. Wenn man "Red Desert" zum ersten Mal sieht, das ist fast zu viel... Tarkowskij, Antonioni, das sind Poeten, die beschlossen haben Filme zu machen.

Arbeiten Sie wie Martin Scorsese - der seine Crew regelmässig Filme zeigt, damit sie wissen was er will?

Nein, ich schaue meistens für mich selbst. Nicht unbedingt um praktische Anregungen zu kriegen für meine Arbeit. Oft nehme ich einen Filmemacher, der eine starke Konsequenz, Kompromisslosigkeit hat. Das gibt einem einen Ego-Schub - am nächsten Tag sagt man dann: Okay, das ist es, was wir auch machen werden. Was die Technik angeht, habe ich bei "Solaris" vor allem bei dem Kameramann Gordon Willis nachgeschaut - ich habe alle Farbfilme gesehen, die er in den Siebzigern und Achtzigern machte, für Coppola oder Woody Allen. Es gibt Einstellungen in "Solaris", dafür könnte man mich urheberrechtlich vors Gericht bringen.» (Süddeutsche Zeitung, 6.3.2003)

General Information

Solaris is a motion picture produced in the year 2002 as a USA production. The Film was directed by Steven Soderbergh, with George Clooney, Jeremy Davies, Viola Davis, Natascha McElhone, , in the leading parts.



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KinoTV Database Nr. 46198

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