Stagecoach

Ringo

Regie: John Ford, , USA, 1939


    Genre: Western,

Plakatmotiv Stagecoach, © United Artists

Stills and posters © United Artists


Stab und Besetzung

Produktion United Artists
Produzent Walter Wanger
Regisseur John Ford
Drehbuch Dudley Nichols
Story Ernest Haycox ["Stage to Lordsburg"]
Kamera Bert Glennon
Musik Boris Morros
Schnitt Walter Reynolds
Dorothy Spencer
Architekt Alexander Toluboff
Stunts Yakima Canutt
Darsteller George Bancroft [Curly Wilcox]
John Carradine [Hatfield]
Berton Churchill [Mr. Gatewood]
Andy Devine [Buck]
Francis Ford
Tim Holt
Jim Mason [Jim (Nicht genannt )]
Donald Meek [Mr. Peacock]
Thomas Mitchell [Doc Boone]
Jack Pennick
Louise Platt [Lucy Mallory]
Claire Trevor [Dallas]
Tom Tyler
John Wayne [Ringo Kid]

Technische Angaben
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 89 Minuten
Tonsystem: mono
Szenenphoto aus Stagecoach, © United Artists

Inhaltsangabe
In den frühen 80er Jahren des 19. Jahrhunderts befinden sich Apachenhäuptling Geronimo samt Gefolge auf dem Kriegspfad und verbreiten Angst und Schrecken im Grenzbereich von Arizona und New Mexico. Zur gleichen Zeit in der Stadt Tonto schlägt eine Postkutsche den weiten Weg nach Lordsburg ein. Zur Weiterfahrt hat sich eine äusserst heterogene achtköpfige Reisegesellschaft gebildet: Buck, der gutmütige, aber wenig mutige Kutscher, sitzt auf dem Bock des Sechsspänners der "Overland State Line". Neben ihm hat Curly Wilcox Platz, ein brummiger Sheriff auf der Suche nach dem entlaufenen Sträfling Ringo Kid. Die sechs weiteren Passagiere befinden sich in der Kutsche selbst: Mrs. Mallory, eine hochschwangere Offiziersfrau auf dem Weg zu ihrem Mann; ein Animiermädchen namens Alice, das von den tugendhaften Einwohnerinnen aus Tonto vertrieben wurde; Doc Boone, ein ewig betrunkener Arzt, der in der Stadt ebenfalls nicht länger geduldet wurde; der unscheinbare, schüchterne Schnapsvertreter Mr. Peacock; Bankier Gatewood, der sich mit 50.000 Dollar Lohngeldern aus dem Staub machen will, sowie der ehemalige Südstaaten-Offizier und notorische Glücksspieler Hatfield - eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Nach kurzer Wegstrecke gesellt sich Outlaw Ringo der gemischten Reisegruppe hinzu: Der sympathische Held und vermeintliche Gauner wird zunächst von Sheriff Wilcox verhaftet. Doch bald stellt sich heraus, dass Ringo unschuldig im Gefängnis sass, weshalb er in Lordsburg mehrere Rechnungen zu begleichen hat.
Die Kutschfahrt - anfangs von einer Reiterpatrouille begleitet - dauert 36 Stunden. Unter den Passagieren entstehen Koalitionen und soziale Spannungen, die allein der souveräne Kavalier Ringo auszugleichen vermag. Nach dem ersten Halt muss die Kutsche ohne Begleitschutz weiterfahren. Am Abend erreicht sie die zweite Station "Dry Folk", wo Lucy Mallory ihr Kind zur Welt bringt. Bei der Geburt bewähren sich zwei Aussenseiter der Gruppe als tatkräftige Helfer: der ausgenüchterte Arzt und das leichte Mädchen. Daraufhin verliebt sich Ringo in die schöne Alice.
Am zweiten Reisetag muss die Kutsche, nun mit Baby an Bord, einen Fluss überqueren. Doch das grösste und gefährlichste Abenteuer steht den Reisenden noch bevor: der Angriff der Apachen. Obwohl sich die Männer verzweifelt gegen die Indianer zur Wehr setzen, sorgt erst die Kavallerie für die Rettung in letzter Sekunde. Allein Hatfield musste sein Leben lassen.
Nun ist Lordsburg nicht mehr weit, ebenso wie der Showdown in Epilogform: Denn Ringo hat seine Mission noch nicht vollbracht. Bei seinem Rachefeldzug wird schliesslich der Sheriff selbst zum Komplizen: Wilcox verschafft Ringo ein Gewehr und etwas Zeit, um sich mit den drei Plummer-Brüdern auseinanderzusetzen, die seinen Vater und seinen Bruder ermordet und Ringo selbst hinter Gitter gebracht haben. (Arte Presse)

Szenenphoto aus Stagecoach, © United Artists
Kritiken : One of the great American films, and a landmark in the maturing of the Western, balancing character study (as disperate passangers travel together on the same stagecoach) and peerless action (in a lenghty Indian attack, featuring Yukima Canutt's famous stuntwork). Also the film that propelled John Wayne to genuine stardom. Mitchell won an Oscar as the drunken doctor, as did the music score. Script by Dudley Nichols, from Ernest Haycox's story "Stage tp Lordsburg" (whose plot is reminiscent of Guy de Maupassant's Boule de Suif). Filmed in Ford's beloved Monument Valley on the Arizona-Utah border. Remade in 1966 and ad a TVM in 1986. (George Maltin Movie and Video Guide 1993 ****)

Anmerkungen : «Drehbuch nach der Erzählung "Postkutsche nach Lordsburg" von Ernest Haycox
Ein Western, ein Roadmovie, ein Klassiker von John Ford (1894-1973). Mit "Ringo", im Original "Stagecoach", ist dem Grossmeister des Genres der erste literarisch-poetische Western von Weltruf gelungen. Im Vordergrund stehen die sozialen und psychologischen Probleme der Figuren, die einer Versuchsanordnung - der Postkutschenfahrt - zueinander in Beziehung gesetzt werden. Und natürlich wird das Ganze vom Mythos des Westerns überstrahlt: Der Film setzt den Pioniergeist des jungen Amerika in Bilder um, während er das imaginierte Bild eines Westens zeichnet, der in dieser Form nie existiert hat. Einmal mehr ist Regisseur John Ford eine beeindruckende Balance geglückt zwischen einer einfachen Story und einer monumentalen Landschaft, zwischen epischem Erzählrhythmus und Personengefüge. Furioser Höhepunkt ist der Überfall der Apachen auf die Kutsche - ein Meisterstück der Inszenierung und Montage.
Neben der Kulisse des "Monument Valley" (alias "John-Ford-Country") machte "Ringo" vor allem John Wayne zum (Western-)Star. Doch den Oscar erhielt damals Thomas Mitchell für die beste Nebenrolle als "Doc Boone", der vom ausgestossenen Alkoholiker zum Helden avanciert. "Ringo" wurde für weitere fünf Oscars nominiert, erhielt 1939 den Preis der New Yorker Filmkritik für John Ford in der Kategorie "Beste Regie" und zählt laut dem renommierten "American Film Institute" zu den 100 besten Filmen aller Zeiten (1998) sowie zu den zehn besten Western aller Zeiten (2008).
Zwar enthält der Kinoklassiker alle Topoi des Genres, und dennoch ist Fords Werk mehr als ein gewöhnlicher Western: Die Fahrt der "Stagecoach" ist Metapher einer Lebensreise, sie bringt Geburt und Tod (vgl. Heinzlmeier und Schulz). "Es geht nichts über eine Postkutsche, die von einem Ford angetrieben wird", schrieb die New York Times 1939.» (Arte Presse)

Stagecoach is a motion picture produced in the year 1939 as a USA production. The Film was directed by John Ford, with Jim Mason, John Carradine, Berton Churchill, Andy Devine, Francis Ford, in the leading parts.



Literatur Hinweise George Maltin, Movie and Video Guide 1993, pg 1170
Ted Sennett, Hollywood's Golden Year 1939, New York 1989
La Cinémathèque Suisse # 117-118, pg 3

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:


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