Taza, Son of Cochise

Taza, der Sohn des Cochise

Regie: Douglas Sirk, , USA, 1954

  • FSK 12  
  • Genre: Western, Geronimo,

Plakatmotiv Taza, Son of Cochise, © Production Company


Stab und Besetzung

Regisseur Douglas Sirk
Drehbuch George Zuckerman
Gerald Drayson Adams
Kamera Russell Metty
Musik Frank Skinner
Darsteller Rock Hudson [Taza]
Barbara Rush [Oona]
Jeff Chandler [Cochise]
Bart Roberts [Naiche]
Gregg Palmer [Hauptmann Burnett]
Morris Ankrum [Grauer Adler]
Ian MacDonald [Geronimo]
Robert Burton [General Crook]
Richard H. Cutting [Cy Hagen]
Lance Fuller [Lieutenant Willis]
Charles Horvath [Kocha]
Eugene Iglesias [Chato]
Brad Jackson [Lieutenant Richards]
Dan White [Tiswin Charlie]
William Leslie [Kavallarie Sergeant (Nicht genannt )]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm / 3D - Farbfilm,Länge: 79 Minuten
Tonsystem: Mono
FSK ab 12 Jahren,
Szenenphoto aus Taza, Son of Cochise, © Production Company

Inhaltsangabe
Man schreibt das Jahr 1870: Auf dem Totenbett übergibt Cochise, der berühmte Häuptling der Chiricahuha-Apachen, seinem Sohn Taza die Führung des Stammes. Wie sein Vater will auch Taza das Werk der Aussöhnung zwischen Rot und Weiss fortsetzen, das der weise Cochise begonnen hat. In seinem jüngeren Bruder Naiche findet er einen erbitterten Rivalen. Naiche ist vom blinden Hass gegen die Weissen besessen, für ihn gibt es nur Krieg und Vernichtung. Naiche verbündet sich mit Cochises altem Widersacher Geronimo gegen den Bruder und zu neuen kriegerischen Beutezügen gegen die weissen Todfeinde. Doch es ist nicht nur eine "ideologische" Feindschaft, die die beiden Brüder entzweit. Zwischen ihnen steht das Mädchen Oona. Obwohl Taza und Oona sich von ganzem Herzen lieben, wird das Mädchen von ihrem Vater, einem Parteigänger Naiches, zur Heirat mit dem jüngeren Bruder gezwungen.
Während Geronimo und Naiche ihre Anhänger zum Kriegszug gegen die Weissen um sich scharen, verhandelt Taza mit dem amerikanischen General Crook über die Aufstellung einer Apachentruppe innerhalb der US-Kavallerie. Nur diese Truppe hat das Recht, gegen die aufrührerischen Apachen zu kämpfen, sie zu verfolgen, zu richten. Es kommt zu einer blutigen Schlacht zwischen den ehemaligen Stammesbrüdern... (BR Presse)

Taza, Sohn des ruhmreichen Apachen-Häuptlings Cochise, schwört seinem Vater auf dem Sterbebett, den Frieden mit den Weissen zu bewahren. Doch sein jüngerer Bruder Naiche hat andere Pläne. Zusammen mit dem kriegerischen Geronimo drängt er auf einen Krieg gegen die Weissen. Doch Taza und Naiche sind nicht nur politisch anderer Auffassung, die Brüder sind vor allem auch verbitterte Rivalen im Kampf um die Gunst eines schönen Mädchens.

Cochise, Häuptling der Apachen, konnte in Friedensverhandlungen zwischen der amerikanischen Regierung und den Indianern grosse Erfolge erzielen. Nach seinem Ableben sieht sich sein Nachfolger, sein ältester Sohn Taza, mit der Eifersucht seines Bruders Naiche und dem unterschwelligen Hass zahlreicher Stammesmitglieder konfrontiert. Diese hatten sich nach dem Tod von Cochise einen neuen, kriegerischen Kurs gegen die weissen Besatzer erhofft. Doch Taza ist um die Wahrung des Friedens bemüht, um ein Einlenken gegenüber den weissen Militärs - und um den Zusammenhalt seines Stammes. Doch den perfiden Machenschaften des Kriegstreibers Geronimo, der den charakterschwachen Naiche beeinflusst und heimlich lenkt, hat Taza bald nicht mehr viel entgegenzusetzen. In der offenen Prärie kommt es schliesslich zur entscheidenden Konfrontation zwischen den Soldaten der Armee der Vereinigten Staaten und guten, weil einsichtigen, wie bösen, weil aufsässigen, Indianern. (3Sat Presse)

Kritiken : "Pathetisch" (tele)

Anmerkungen : "Der Indianer-Western "Taza, der Sohn des Cochise" ist die Fortsetzung der "Schlacht am Apachenpass" und der einzige Western des grossen europäischen Hollywood-Melodramatikers Douglas Sirk: "Ich drehte ihn während der 50er-Jahre, der Zeit der Koexistenz. Und diese Doktrin spiegelt sich irgendwie auch in dem Film. Es ist für die Indianer der Zwang, zu einer Verständigung mit der übermächtigen weissen Gesellschaft zu kommen. Am Anfang steht das Symbol: Cochise stirbt und damit auch der Freiheitstraum der Apachen. Diese Szene war für mich wichtig, und ich brauchte Jeff Chandler dafür, der Cochise in 'Der gebrochene Pfeil' und 'Die Schlacht am Apachenpass' gespielt hatte, und obgleich er viel Geld für die kurze Szene verlangte, bekam ich ihn schliesslich.
Die Tragik in der Person Tazas, des Sohnes von Cochise, dem grossen indianischen Revolutionär, liegt in der Notwendigkeit, die Revolution zu beenden, um so das Überleben seiner Rasse zu sichern."
Wie in Sirks späteren Melodramen droht Rock Hudson schon hier als Mann des Ausgleichs zwischen zwei Kulturkreisen und Gesellschaftsformen zerrieben zu werden. Hudsons Taza muss für seine Kompromissbereitschaft den Makel des Feiglings in Kauf nehmen und droht an der Sturheit der Weissen und dem Widerstand der Roten zu scheitern. Als militanter Friedensapostel opfert er sogar seine Liebe den Interessen der Weissen, die die Apachen mit Pflug und Weizen zu Farmern domestizieren möchten. Taza rechtfertigt den freiwilligen Gang seines Volkes in die Reservation mit dem Versprechen auf eine rein indianische Selbstverwaltung und Polizeihoheit. Als er die Uniform der Weissen anzieht, isoliert er sich im eigenen Lager immer mehr, bis ihn der Betrug der Weissen und deren widerrechtliche Strafaktionen gegen seine aufständischen Brüder zur Entscheidung zwingt." (Walter Greifenstein, BR Presse)

yDouglas Sirk wurde unter dem Namen Hans Detlef Sierck als Sohn dänischer Eltern 1897 in Hamburg geboren. Als erfolgreicher Bühnenregisseur erhielt er 1934 einen Vertrag von der Ufa und ging später nach Hollywood. Sirk gilt als Experte für Melodramen und zählt zu den heute meist geschätzten Regisseuren der 50er Jahre. Rainer Werner Fassbinder gab gerne zu, von seinem Werk beeinflusst worden zu sein. Auch Pedro Almodóvar zählt ihn zu seinen Vorbildern.

Mit "Taza, der Sohn des Cochise" betrat Douglas Sirk ungewohntes Terrain. Er schuf einen Western mit prominenter Schauspielerriege und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. Der Film blieb sein einziger Beitrag zu diesem uramerikanischen Genre.

Wegweisend war die Besetzung der Hauptrolle mit Rock Hudson, mit dem Sirk zuvor schon einmal bei "Hat jemand meine Braut gesehen?" zusammengearbeitet hatte und mit dem er nach "Taza, der Sohn des Cochise" für lange Zeit ein kreatives Duo formen sollte.

Ähnlich bedeutsam wie für die persönlichen Karrieren von Regisseur Sirk und Schauspieler Hudson ist diese Besetzung auch im filmhistorischen Kontext: Der populäre weisse Schauspieler Rock Hudson spielt den "guten", den versöhnlichen Indianer Taza. Maske und Kostüm sollen die Glaubwürdigkeit verstärken. Doch wirklich traditionell sehen die Indianerkleider nicht aus, zudem agiert Taza in weiten Teilen des Films in US-Uniform.

Echte First Nations erscheinen lediglich als Staffage, die Sprechrollen werden allesamt von weissen Schauspielern verkörpert. Indianer-Klischees dominieren das Setting, folgerichtig wird auch viel getanzt und getrommelt. Douglas Sirk, dessen Melodramen Filmgeschichte schrieben, und sein Stammschauspieler Rock Hudson schufen mit "Taza, der Sohn des Cochise" einen farbenfrohen und unterhaltsamen Western, der den Konventionen des Genres allerdings stark verhaftet bleibt.» (3Sat Presse)

Taza, Son of Cochise is a motion picture produced in the year 1954 as a USA production. The Film was directed by Douglas Sirk, with Rock Hudson, Barbara Rush, Jeff Chandler, Bart Roberts, Gregg Palmer, in the leading parts.

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