Wild is the Wind

Wild ist der Wind

Regie: George Cukor, , USA, 1957

    Szenenphoto aus Wild is the Wind, © Paramount Pictures, Inc.


    Stab und Besetzung

    Produktion Paramount Pictures, Inc.
    Produzent Hal B. Wallis
    Regisseur George Cukor
    Drehbuch Arnold Schulman
    Kamera Charles Lang jr.
    Musik Dimitri Tiomkin
    Schnitt Warren Low
    Kostümbild Edith Head
    Darsteller Joseph Calleia [Alberto]
    Anthony Franciosa [Bene]
    Dolores Hart [Angie]
    Anna Magnani [Gioia]
    Anthony Quinn [Gino]
    Lili Valenty [Teresa]

    Technische Angaben
    Technische Info: ,
    Tonsystem: Keine Angabe

    Kritiken
    "Dieser Film ist ein Erzeugnis der „psychologischen“ Abteilung Hollywoods. Seine Story, die auf der dramatischen Opposition von zwei gänzlich verschiedenartigen Charakteren aufbaut, verläßt kaum die herkömmlichen Geleise. Die Autoren des Films hielten sich beim Ersinnen ihrer Fabel offensichtlich weniger an das wirkliche Leben, als an die Aufgabe, großen Schauspielern ein geeignetes Wirkungsfeld zu schaffen. Vor allem der Magnani scheint WILD IST DER WIND auf den Leib geschrieben zu sein. Sie spielt hier eine impulsive, empfindsame Italienerin, die durch absonderliche Umstände von ihrer Heimat in die fremde Umgebung einer amerikanischen Farm verschlagen wird. Dort ehelicht sie den verwitweten Hausherren, einen ruppigen Selfmademan. Er liebt sie, verbirgt allerdings seine Gefühle unter der Schale äußerer Rücksichtslosigkeit; auf der anderen Seite zeigt er Verständnis für ihre bizarrsten Wünsche. Den heftigen Temperamentsausbrüchen seiner Frau steht der Farmer mit milder Fassungslosigkeit gegenüber; inzwischen hat der Adoptivsohn des Alten aber schon ein Auge auf die Italienerin geworfen. Damit beginnen die Komplikationen der Gefühle. Als alles verfahren scheint und das Flugzeug bereits wartet, das Gioia, die Unamerikanische, wieder nach Italien zurückbringen soll, rafft sich der fassungslose Ehemann aus seiner Depression auf, eilt zum Flugplatz und führt noch die Versöhnung herbei. Im Ganzen betrachtet, ist die hier erzählte Geschichte nicht mehr als eine Variante des traditionellen, unverbindlichen Dreiecksklischees. (…) Eine interessante Komponente besitzt sie indessen: die Konfrontierung des rauhbeinigen, autoritären, vom errungenen Lebensstandard befriedigten „Hausherren“ mit seiner hypernervösen, Aufrichtigkeit der Gefühle fordernden Frau. Das Interesse, das besonders die Person des alternden Farmers für uns besitzt, rührt von dem Widerspruch seiner humanen Impulse und der Ungeschicklichkeit, ja Brutalität ihrer Ausführungen her. (…) Diese innere Widersprüchlichkeit des Helden, die der Film hervorkehrt, ist ihm als Verdienst anzurechnen (…). Am reizvollsten ist dieser Film noch in seinen schauspielerischen Leistungen. Anthony Quinn, der den alten Farmer spielt, brilliert in einer ähnlich „tellurischen“ Rolle wie schon in LA STRADA [Federico Fellini, Italien 1954]. Anna Magnani wirkt überzeugend, ja hinreißend in der Abruptheit, mit der sich der Wechsel von Euphorie zur Niedergeschlagenheit in ihren kantig-strengen Gesichtszügen spiegelt. (…)" Ulrich Gregor in: Filmkritik (Frankfurt am Main), Nr. 9, September 1958.

    "Schon auf den Berliner Filmfestspielen wurden diesem amerikanischen Opus Ovationen gebracht. Kein Wunder, denn das Werk bezieht aus den überragenden Leistungen der beiden Darsteller und aus der meisterhaften Fotografie seine künstlerischen Effekte. (…) Die Gesichter von Anna Magnani und Anthony Quinn, diese Urlandschaft menschlichen Ausdrucks, waren denn auch das Wichtigste, woran sich der Fotograf leidenschaftlich hielt. Das Programm nennt Charles Lang junior als Kameramann. Ohne Zweifel hat er mehr nach seinem Konzept als nach dem des Regisseurs George Cukor seine Ideen verwirklicht. Das Lachen und Weinen der Magnani, dieser Katarakt der Gefühlsausbrüche, von der Verzweiflung und Angst bis zur Freude – das war eine Studie wert. So wurde dies ein Film der Porträtstudien, denn es gibt kaum schönere Aufnahmen sowohl von der Magnani als auch von Quinn. Wenn der Zuschauer sonst nichts von diesem Film behält, dann die Erkenntnis, daß diese beiden Künstler zu den epochemachenden Darstellern auf der Leinwand gehören. (…)" W. S. in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.8.1958.

    "(…) Der Film ist kunstvoll nicht durch die lasche Regie von George Cukor, nicht einmal durch den seit LA STRADA berühmten Anthony Quinn, sondern einzig und allein durch die Magnani. Sie ist, wie immer, eine richtige Schauspielerin, wie sie im Film sonst kaum zu finden ist: zart und derb, kindlich weich und müde zerfallen, mit verzweifeltem Humor und einer bedrohlichen, tragischen Sinnlichkeit. (…)" Karena Niehoff in: Der Tagesspiegel (Berlin), 5.7.1958.

    Wild is the Wind ist ein Film, der im Jahr 1957 in USA produziert wurde. Regie führte George Cukor, mit Anna Magnani, Anthony Quinn, Anthony Franciosa, Dolores Hart, Joseph Calleia, in den wichtigsten Rollen. Zur Zeit haben wir keine Inhaltsangabe zu diesem Film;



    Literatur Hinweise Filmmuseum Berlin - Retrospektive 2006: Traumfrauen. Stars im Film der fünfziger Jahre, Gabriele Jatho und Hans Helmut Prinzler (Hg.), Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2006

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

      Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:


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