Sehnsucht

Regie: Valeska Grisebach, , Deutschland, 2005

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Szenenphoto aus Sehnsucht, © 3Sat, Rommel Productions, Rommel Productions


Stab und Besetzung

Produktion 3Sat
Peter Rommel Productions
Peter Rommel Productions
Produzent Peter Rommel Productions
Peter Rommel
Regisseur Valeska Grisebach
Drehbuch Valeska Grisebach
Kamera Valeska Grisebach
Musik Valeska Grisebach
Schnitt Natali Barrey
Bettina Böhler
Valeska Grisebach
Darsteller Valeska Grisebach
Andreas Müller
Andreas Müller

Technische Angaben
Technische Info: Format: 35 mm - Farbe,Länge: 82 Minuten
Tonsystem: Keine Angabe

Inhaltsangabe
Ein Mann und eine Frau, beide Anfang Dreissig, leben in einem Dorf in der Nähe von Berlin. Er ist Schlosser und bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, sie arbeitet stundenweise als Haushaltshilfe und singt im Chor. Sie lieben sich seit Kindertagen. Ihr Zusammenleben ist frei von Alltagsreibereien und fast unschuldig. Eines Tages unternimmt der Mann mit der Feuerwehr eine Fortbildungsreise in eine Stadt. Nach einer durchzechten Nacht wacht er in der Wohnung einer fremden Frau auf und kann sich an wenig erinnern. Als er versucht herauszufinden, was passiert ist, ist das der Anfang einer leidenschaftlichen Liebesaffäre. Er trifft sich heimlich mit der anderen, aber das ändert nichts an der Liebe zu seiner Frau. Als er keinen Weg zurück in sein altes Leben findet, greift er zur Schrotflinte und zielt auf sein Herz. (ZDF Presse)

Kritiken : "Sehnsucht" ist ein Virtuosenstück des deutschen Kinos, und nicht der kleinste Teil seiner Meisterschaft liegt im Porträt jenes ländlichen Deutschlands, wie es in Orten wie Zühlen verkörpert ist. Es ist auch die Sehnsucht nach einem größeren Leben, die unausgesprochen dem ganzen Film zugrunde liegt, ... Doch wie Valeska Grisebach diese dörfliche Dreiecksgeschichte inszeniert, das ist sehenswert. Es gibt zwei zentrale Szenen, beide beobachten minutenlang einen Tanz. Zunächst ist es Markus, der auf dem Kameradschaftsabend einer befreundeten Feuerwehrtruppe selbstvergessen und beinahe unbewegt zu "Feel" von Robbie Williams tanzt. Nur er ist im Bild, und bis auf einen einzigen, kaum sichtbaren Schnitt gibt es keine Unterbrechung in dieser Studie eines glücklich verheirateten und doch einsamen Mannes. Hier läßt der Film das erste Mal spüren, warum er "Sehnsucht" heißt..." (Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2006 )

"Valeska Grisebachs zweiter Spielfilm ist nicht nur ein Liebesfilm, sondern handelt auch von jener Sehnsucht des Menschen nach einem anderen Leben als das, welches man gerade lebt. Wortkarg sind die Protagonisten, ohne Effekthascherei die Kameraführung und unspektakulär die Erzählung. Dramaturgisch überraschend ist dann aber doch gegen Ende des Films der Bruch mit der Filmillusion und die Aufforderung, sich den Schluss dieser Dreiecksgeschichte selber zu Ende zu denken, mithilfe von Spekulationen einer plötzlich auftretenden Kindergruppe. Ein langsamer, intensiver Film, der beim Betrachter nachwirkt." (DB) (art-tv.ch)

"Verhalten intimer Film über das Leben und eine Liebegeschichte der Dreissig-Jährigen in der Berliner Provinz" (lhg 2007)

"Intelligentes und ungemein bewegendes Drama mit Laiendarstellern und minimalistischer, fast dokumentarischer Inszenierung." (tele 36/2007)
Anmerkungen : Der erste abendfüllende Spielfilm von Valeska Grisebach erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, deren melodramatische und märchenhafte Anklänge sich in einer realistischen, manchmal dokumentarisch anmutenden Weise spiegeln. Der Konzeption vorausgegangen sind ausgiebige Video-Recherchen über die Lebenswirklichkeit und private Befindlichkeit von 30-Jährigen im Raum Berlin-Brandenburg. Aus diesem Material hat Valeska Grisebach ihre Geschichte und die Figuren destilliert.

Valeska Grisebach: "Neben dem konkreten, sichtbaren Leben, das man führt, haben mich immer die vielen anderen berührt, die nur in der Phantasie vorkommen: Wenn man an einem anderen Ort wäre, einen anderen Menschen getroffen, sich anders entschieden hätte, sich trauen würde ... 'Sehnsucht' empfinde ich als etwas sehr Persönliches. Als wilde Kraft, die viel über einen Menschen erzählen und gleichzeitig auch eine Prise Abschied, Verzicht in sich tragen kann. Manchmal ist das eine Leben zu klein. – In den Interviews während der Recherche zum Film hatte ich den Eindruck, dass Liebesgeschichten oft die Bühne für Sehnsüchte werden. Hier sollen Wünsche in Erfüllung gehen, das Aufregende passieren, das einen lebendig macht. Hier wird man zur dramatischen Figur, zeigt sein Gesicht. (...) Der Mann in dieser Geschichte ist eine überhöhte, romantische Figur, im altmodischen Sinne fast ein Ehrenmann. Einer, der versucht alles richtig zu machen, Verantwortung zu übernehmen und darin scheitert. Es gibt keinen Schutz." (ZDF Presse)

«A man and a woman live in a village not far from Berlin. Out here, it feels as though the city were miles away. The couple has loved each other since they were children. They are inseparable. Both are now in their early thirties; he is a welder and a member of the auxiliary fire brigade. She works a few hours a week as a home help and sings in the choir. Their blissful relationship is so untrammeled by life’s little ups and downs that others regard them with a mixture of astonishment and mistrust. They give the impression of being as innocent and unsuspecting as a couple of children. One day, the man goes on a business trip to a large town with the fire brigade. After a night of heavy drinking and carousing he wakes up in another woman’s apartment. He can barely remember what went on. His efforts to find out what did occur lead to a passionate affair. This liaison does not change his love for his wife – even for a moment. But, try as he might, he cannot seem to find his way back to his old life. And so one day he picks up a shotgun and aims for his heart.» (Filmfest Motovun)

General Information

Sehnsucht is a motion picture produced in the year 2005 as a Deutschland production. The Film was directed by Valeska Grisebach, with Andreas Müller, , , in the leading parts.

Preise und Auszeichnungen
Buenos Aires International Festival of Independent Films 2006 Special Jury Award



Hinweise auf Datenbanken
KinoTV Database Nr. 55395

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

    Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:

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