Wie sich das Kino rächt

Wie sich der Kientop rächt

Regie: Gustav Trautschold, , Deutschland, 1912


    Stab und Besetzung

    Produktion Eiko-Film GmbH, Berlin
    Produzent Franz Vogel
    Regisseur Gustav Trautschold
    Drehbuch Gustav Trautschold
    Nach einer Vorlage von Richard Rhodius
    Kamera Hans Saalfrank
    Darsteller Kitty Dewall
    Hanns Kräly
    Fritz Kuhlbrodt
    Käthe Samst
    Gustav Trautschold

    Technische Angaben
    Kategorie: Kurzer Spielfilm
    Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Ratio: 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,, 340 Meter, 1 Akte
    Tonsystem: silent
    Premiere: 12. Oktober 1912 in Deutschland
    Erstzensur: 30. August 1912

    Anmerkungen : "WIE SICH DAS KINO RÄCHT ist ein Zeugnis der Kinoreformbewegung. Professor Moralski, dem Helden, werden in den Zwischentiteln Sätze in den Mund gelegt, wie sie in den Schriften der Bewegung tatsächlich nachzulesen sind: "So wird unser Volk vergiftet durch Schlammströme der Unmoral, die der Kinematograph jeden Abend über sein Publikum ergiesst."
    WIE SICH DAS KINO RÄCHT gehört zu den frühesten Filmen, die ›Film im Film‹ zeigen, in denen die Branche sich selber darstellt. Die aufklärende Kraft des Mediums stellt sich an der Doppelmoral des Bildungsbürgers dar, der es bevormunden will. - Eine Schauspielerin soll die Gelegenheit eines Kongresses zur "Bekämpfung der Kinematographie" benutzen, um den ohne Gattin reisenden Professor Moralski zu verführen. Ein Aufnahmeteam begleitet sie in das Seebad, den Ort der Tagung, um den Seitensprung des Professors dokumentarisch festzuhalten. Der Plan gelingt. (Heide Schlüpmann) / filmarchiv.at

    "(...) Der unerschütterlichen Systemtreue des Mainstream, vor allem durch die Messter-Produktion gekennzeichnet, steht eine Reihe von Einzelfilmen, aber auch von eigenwilligen Persönlichkeiten gegenüber, die zur Ehrenrettung der frühen deutschen Filmkomödie anzuführen sind. WIE SICH DAS KINO RÄCHT (Gustav Trautschold, 1912) ist ein Film von programmatischer Polemik. Ein besonders gefürchteter Zensor wird von Filmleuten geleimt: Eine junge Schauspielerin macht sich an ihn heran, und die versteckte Kamera filmt den Sittenwächter in flagranti. Eine trickreich arrangierte Filmvorführung entlarvt den amtlichen Heuchler coram publico. Mit bemerkenswertem Selbstbewusstsein verteidigt hier das neue Medium das Recht auf die Freiheit des Bildes, indem es den biederen Entlarvungsgestus aufgreift und gegen seine Urheber wendet. Der Verdacht liegt nahe, dass Hanns Kräly, einer der Darsteller, uncredited auch am Buch beteiligt war. Kitty Derwall, die freisinnige Aktrice dieser Verführungskomödie, reiht sich in einen langen Reigen von Frauenrollen ein, deren durchaus emanzipatorischen Charakter Heide Schlüpmann in ihrer Studie "Die Unheimlichkeit des Blicks" hinlänglich gewürdigt hat." (Thomas Brandlmeier, Frühe deutsche Filmkomödie, 1895-1917, in Cinegraph.de, filmmaterialien 10)

    Wie sich das Kino rächt ist ein Film, der im Jahr 1912 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Gustav Trautschold, mit Kitty Dewall, Hanns Kräly, Fritz Kuhlbrodt, Käthe Samst, Gustav Trautschold, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 12. Oktober 1912 in Deutschland seine Premiere. Zur Zeit haben wir keine Inhaltsangabe zu diesem Film; Kritiken zu Wie sich das Kino rächt sind leider nicht verfügbar.



    Literatur Hinweise Thomas Brandlmeier, Frühe deutsche Filmkomödie, 1895-1917, in Cinegraph.de, filmmaterialien 10

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