Knallhart

Regie: Detlev Buck, , Deutschland, 2006

  • FSK 12  


Stab und Besetzung

Regisseur Detlev Buck
Kamera Kolja Brandt
Darsteller Arnel Taci [Crille]
David Kross [Michael Polischka]
Erhan Emre [Hamal]
Hans Löw [Kommissar Gerber]
Jan Henrik Stahlberg [Dr. Klaus Peters]
Jenny Elvers-Elbertzhagen [Miriam Polischka]
Oktay Özdemir [Erol]
Kai Michael Müller
Kida Khodr Ramadan

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Farbfilm,Länge: 98 Minuten
Tonsystem: Ton
Premiere: 9. März 2006 in
FSK ab 12 Jahren,

Inhaltsangabe
Ein 15-Jähriger sieht sich nach dem Umzug seiner Mutter nach Berlin-Neukölln im Visier einer türkischen Jugendgang. Durch seine Freunde lernt Michael den jungen Syrer Hamal kennen, der anbietet, ihn zu protegieren. Michael übernimmt für den charismatischen Grossdealer Botengänge. Auf einmal hat er dadurch mehr Geld als seine Mutter. Sie macht zwar ständig Männerbekanntschaften, fällt aber dennoch immer tiefer ins gesellschaftliche Abseits.

Voller Naivität lässt sich Michael auf den neuen Job ein. Die "Arbeit" ist für ihn wie ein grosses Spiel und der Aufstieg aus der sozialen Misere zum Greifen nah. Doch der erste grosse Auftrag misslingt: Die grosse Geldsumme, die Michael für Kokain kassiert hat, kommt ihm abhanden. Der "Geschäftsmann" Hamal kann diesen Gesichtsverlust nicht ungesühnt lassen. Die Bewährungsprobe, die er für Michael wählt, übersteigt jede Vorstellungskraft. (ARD Presse)

Kritiken : "Von seiner jeweiligen Lebensgefährtin verlangt der wohl situierte Dr. Peters (Jan Henrik Stahlberg), dass sie ihn geil macht, wenn er sie bloss anschaut. Wozu wäre die Tusse sonst auch gut? Doch Miriam (Jenny Elvers-Elbertzhagen) ist fett geworden, findet der Chauvi, eine welke Schlampe. Die taugt nix mehr und soll sich verkrümeln. Und ihr blödes Balg kann sie auch gleich mitnehmen. Und so fallen Miriam, die bislang recht gut von wechselnden solventen Kerlen lebte, und ihr 15-jähriger Sohn Michael die soziale Leiter hinunter: vom feinsten Berliner Villenviertel direkt ins Ghetto Neukölln. Wo Michael unverzüglich auf der Shitlist der Schlägerbande des lokalen Gangstas Errol landet.

Diese Geschichte vom verzweifelten (Über-)Leben auf feindlichem Terrain ist Detlev Bucks erste Regiearbeit seit "LiebesLuder" (2000). Doch diesmal gibt's nichts zu lachen. In ruppigen, groben und trotzdem minutiös durchkomponierten Bildern verneigt sich Buck vor Martin Scorseses Frühwerk, vor Francis Ford Coppolas "Rumble Fish" und auch vor J. D. Salingers Adoleszenz-Ballade "Der Fänger im Roggen".

Michael, alles andere als ein verwöhntes Weichei, schützt sich vor seinen Peinigern, indem er als Laufjunge für die örtliche Drogenmafia zu arbeiten beginnt und unter deren Protektorat eine erschreckende kriminelle Karriere macht.

"Knallhart" ist der radikal reale deutsche Gegenentwurf zu lächerlichen Ghetto-Soaps aus den USA wie 50 Cents "Get Rich or Die Tryin'". Ein grosser Wurf. " (Cinema)

Anmerkungen : Soziale Verwahrlosung, Arbeitslosigkeit, jugendliche Gewaltbereitschaft und Ausländerkriminalität geben die Hintergründe für die beklemmende Geschichte eines Jugendlichen. Die Verfilmung eines wirklichkeitsnahen Jugendromans, zeichnet sich durch genaue Milieuzeichnung und authentische Darsteller aus. (ARD Presse)

Knallhart ist ein Film, der im Jahr 2006 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Detlev Buck, mit Arnel Taci, David Kross, Erhan Emre, Hans Löw, Jan Henrik Stahlberg, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 09. März 2006 seine Premiere.

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