Duck Soup

Die Marx Brothers im Krieg

Regie: Leo McCarey, , USA, 1933

  • Genre: Komödie, Zerbrochener Spiegel,

Szenenphoto aus Duck Soup, © Paramount Pictures, Inc.


Stab und Besetzung

Produktion Paramount Pictures, Inc.
Regisseur Leo McCarey
Drehbuch Lou Breslow [Nicht genannt]
Bert Kalmar
Nat Perrin
Harry Ruby
Arthur Sheekman
Kamera Henry Sharp
Architekt Hans Dreier
Wiard B. Ihnen
Darsteller Edmund Breese
Louis Calhern
Davison Clark
Margaret Dumont
Verna Hillie
Edgar Kennedy
Leonid Kinsky
George MacQuarrie
Groucho Marx
Chico Marx
Zeppo Marx
Harpo Marx
Marx Brothers
Edwin Maxwell
Eric Mayne
Charles B. Middleton
Fred Sullivan
Raquel Torres
William Worrington

Technische Angaben
Technische Info: Format: 35 mm - Schwarz-Weiss Film,Länge: 65 Minuten
Tonsystem: mono

Inhaltsangabe
Die reiche Witwe Mrs. Teasdale gewährt dem vor dem Bankrott stehenden Land Freedonia einen Kredit unter der Bedingung, dass Rufus T. Firefly dessen neuer Präsident wird. Mehr als an politischen Geschäfte ist dieser aber daran interessiert, Mrs. Teasdale Avancen zu machen und den Botschafter des benachbarten Staates Sylvania, Trentino, zu provozieren. Der wiederum will in Freedonia an die Macht und so kommen ihm die Provokationen Fireflys gerade recht, um Freedonia den Krieg zu erklären. Trentino beauftragt seine beiden Spione Pinky und Chicolini, die Kriegspläne Freedonias zu stehlen. Die Lage erscheint hoffnungslos für Freedonia, ein glücklicher Zufall kommt zur Hilfe: Beim Versuch, Fireflys habhaft zu werden, bleibt Trentino in der Tür stecken. Er kapituliert und der Krieg ist gewonnen.... (ARTE Presse)

Kritiken : "Einer der besten Filme der Marx Brothers: bitterböse, zynisch und mit
unvergesslichen Szenen" (tele)

Anmerkungen : "'Die Marx-Brothers im Krieg' ist die dritte und letzte Zusammenarbeit der Marx Brothers und der Paramount Studios in Hollywood. Zum ersten Mal führte hier Leo McCarey Regie in einem Marx-Brothers-Film. McCarey gilt als einer der talentiertesten Komödien-Regisseure Hollywoods, er schrieb und inszenierte auch einige der populärsten 'Laurel & Hardy'-Filme wie 'We faw down' ('Im Strudel der Gosse', 1928), 'Wrong again' ('Der Gaul auf dem Klavier', 1929) und 'Liberty' ('Freiheit', 1929). Für den Film 'The awful Truth' (1937) wurde er mit dem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet, für 'Going my way' bekam er 1944 zwei Oscars (beste Regie und bestes Drehbuch).

So hat Leo McCarey wohl auch entscheidenden Anteil daran, dass 'Die Marx-Brothers im Krieg' allgemein als bester Film der Marx Brothers gilt: Der Film ist eine ausgesprochen intelligente Kriegspersiflage und ist voll von virtuosen Szenen, die in der Filmgeschichte immer wieder kopiert wurden, ohne dass diese remakes an die Klasse des Originals heranreichten - so die legendäre 'Spiegelsequenz', in der sich zwei 'Fireflys' an einem nicht vorhandenen Spiegel gegenüberstehen und der eine den anderen perfekt synchron imitiert. Wegen dieser und anderer genial inszenierten Szenen gilt 'Die Marx-Brothers im Krieg' als ein absoluter Klassiker im Genre der Filmkomödien.

Die aus zahlreichen Kinofilmen bekannten Marx Brothers sind: Julius 'Groucho' Marx, 02.10.1895 - 19.08.1977, Adolph 'Harpo' Marx, 23.11.1888 - 28.09.1964, Leonard 'Chico' Marx, 22.03.1887 - 11.10.1961, sowie der weniger populäre Herbert 'Zeppo' Marx, 25.02.1901 - 30.11.1979. Ihr Vater Sam Marx stammt aus dem Elsass und auch ihre Mutter Minnie Schoenberg ist eine jüdische Immigrantin; ihre Wurzeln liegen in Deutschland - was kaum bekannt ist: in Ostfriesland.

Die Mutter ist es, die die vier talentierten Geschwister schon früh auf eine Karriere im Showbusiness vorbereitet. Sie treten in Musicals und Theaterstücken auf, bis ihr Stück 'The Cocoanuts' 1925 ein grosser Erfolg am Broadway wird. Aus diesem und ihrem nächsten Stück 'Animal Crackers' entwickeln sie 1929 und 1930 ihre ersten beiden gleichnamigen Filme, die noch in New York gedreht werden. Danach ziehen sie nach Hollywood, um sich ausschliesslich ihrer Filmkarriere zu widmen.

Dort drehen sie in den Jahren 1931-1933 drei Filme für Paramount, nämlich 'Monkey Business', 'Horse Feathers' und 'Duck Soup' (in dieser Triologie, die ARTE im März 2004 ausstrahlt). Diese Filme, nur wenig länger als eine Stunde, zeigen in wohl konzentriertester Form den anarchischen Humor, für den die Marx Brothers bekannt sind und den sie in ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten voll ausspielen:

Da ist erstens Groucho mit seinem Markenzeichen, dem aufgemalten schwarzen Schnurrbart und ebenso künstlichen Augenbrauen, und einem ätzenden, alles vernichtenden Wortwitz. Dann gibt es Chico, mit Tirolerhut und einem falschen italienischen Akzent, was immer wieder zu Missverständnissen führt. Harpo ist schliesslich der stumme Clown mit Perücke, der die seltsamsten Dinge aus seinem Mantel zaubert und vor allem pantomimisch für Lacher sorgt. Für Zeppo bleibt nur die Rolle des 'Normalen', der keine besonderen komödiantischen Talente in die Filme einbringen kann (oder darf) und der auch nicht in allen Marx-Brothers-Filmen mitspielt.

Nach diesen drei Filmen wechselten die Marx Brothers zu MGM, wo sie bis 1941 noch einige sehr bekannte Filme drehten, etwa 'A Night at the Opera' oder 'Go West'. Ihr letzter gemeinsamer Film war schliesslich 'Love Happy', bei dem United Artists den Vertrieb übernahm.

Filmografie Marx Brothers: 'The Cocoanuts' (1929), 'Room Service' (1938), 'Animal Crackers' (1930), 'At the Circus' (1939), 'Monkey Business' (1931), 'Go West' (1940), 'Horse Feathers' (1932), 'The Big Store' (1941), 'Duck Soup' (1933), 'A Night in Casablanca' (1946), 'A Night at the Opera' (1935), 'Love Happy' (1949), 'A day at the Races' (1937)" (ARTE Presse)

Duck Soup ist ein Film, der im Jahr 1933 in USA produziert wurde. Regie führte Leo McCarey, mit Marx Brothers, Louis Calhern, Davison Clark, Margaret Dumont, Verna Hillie, in den wichtigsten Rollen.

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