Cartouche

Cartouche, der Bandit, Cartouche - Rächer der Armen

Regie: Philippe de Broca, , Frankreich, 1962

  • FSK 12  

Plakatmotiv Cartouche, © Films Ariane, Filmsonor S.A., Paris, Mondex Films, Vides Cinematografica, Roma, stills by Raymond Voinquel


Stab und Besetzung

Produktion Les Films Ariane
Filmsonor S.A., Paris
Mondex Films
Vides Cinematografica, Roma
Produzent Alexandre Mnouchkine
Georges Dancigers
Regisseur Philippe de Broca
Drehbuch Daniel Boulanger
Philippe de Broca
Charles Spaak
Kamera Christian Matras
Musik Georges Delerue
Schnitt Laurence Méry-Clark [(Unter dem Namen Laurence Méry)]
Architekt François de Lamothe
Stand Photos Raymond Voinquel
Darsteller Jean-Paul Belmondo [Louis-Dominique Bourguignon alias Cartouche]
Claudia Cardinale [Venus]
Jess Hahn [La Douceur]
Marcel Dalio [Malichot]
Jean Rochefort [La Taupe]
Philippe Lemaire [Gaston de Ferrussac , Polizeipräfekt]
Odile Versois [Isabelle de Ferrussac]
Jacques Balutin [Le moine Capucine]
Raoul Billerey [Un complice de Cartouche]
Enzo Cerusico [Un bandit]
Jacques Charon [Le colonel]
Madeleine Clervanne [Pierette la duègne]
Alain Dekok [Louison]
Jacques Hilling [L'aubergiste]
René Marlic [Petit Oncle, le tavernier]
Paul Préboist [Un gendarme]
Lucien Raimbourg [Le maréchal]
Pierre Repp [Le marquis de Griffe]
Noël Roquevert [Le sergent recruteur]
Philippe de Broca [L'homme qui crie 'les aristocrates à la lanterne' (Nicht genannt )]
Henri Guégan [Un complice de Catouche (Nicht genannt )]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:2,35 - Ratio: Cinemascope - Farbfilm,Länge: 95 Minuten
Tonsystem: Mono
Premiere: 7. März 1962 in
FSK ab 12 Jahren,
Vorhandene Kopien: Kopien des Films sind erhalten

Inhaltsangabe
Cartouche (Jean-Paul Belmondo) ist ein Meister in der Kunst der Langfinger. Was er bei einem einzigen Diebeszug auf Pariser Strassen erbeutet, kann sich sehen lassen. Zwischendurch findet er noch Zeit, den Damen schöne Augen zu machen, beispielsweise der Gattin des Polizeipräfekten. Furcht kennt der junge Strauchdieb kaum, er legt sich sogar mit dem mächtigen Bandenchef Molichot (Marcel Dalio) an. Danach hält er es allerdings für ratsam, einige Zeit in der Armee unterzutauchen und dort zu demonstrieren, wie man auch in sicherer Deckung zu kriegerischem Ruhm gelangen kann. Später setzt er sich wieder nach Paris ab. Die Schelmenstückchen seiner Bande werden immer dreister, nicht einmal königliche Geldtransporte sind vor ihm sicher. Cartouche hat nur eine Schwäche, die vor allem seine Freundin Venus (Claudia Cardinale) bedauert: Er empfindet zu viel für Madame de Ferrussac (Odile Versois), deren Mann ihn jagen lässt. Um ihr zu imponieren, leistet er sich Streiche, die den Polizeipräfekten (Philippe Lemaire) schäumen lassen. Eines Nachts riskiert er allzu viel und wird gefangen genommen. Seine Bande lässt ihn jedoch nicht im Stich, in einem wilden Handgemenge mit den Gendarmen kann sie Cartouche befreien. Seine Rettung wird jedoch teuer erkauft: Einer der letzten Schüsse tötet Venus. Mit ihrem Leichnam auf den Armen dringt Cartouche in den Palast ein, wo der Pariser Adel seine Festnahme feiert, und bereitet seiner toten Geliebten ein einzigartiges Leichenbegräbnis.(ARD Presse)

Kritiken
«Ein bandit wohl ist Cartouche, der den Reichen das Geld wegnimmt, um es den Armen zu verschenken. In kurzer Zeit wird er der Liebling des Volkes, trotz allen gefahren und besteht die tollsten Abenteuer. Diebin Venus hilft ihm bei seiner Arbeit und weicht nicht von seiner Seite. Da verliebt sich Cartouche in die Frau seines Gegners, des Polizeipräfekten von Paris: alles legt er ihr zu Füssen, raubt die Diamanten des Paschas, um mit ihr ein Rendez-vous zu erhalten. Doch die Liebesgeschichte endet unvorhergesehen: an Isabellas Stelle erscheinen die Schergen ihres Mannes, um Cartouche festzunehmen. Venus befreit ihn, wird aber selbst tödlich verletzt. Nun kennt Cartouche kein Erbarmen mehr mit seinen Gegnern: er raubt den Damen allen Schmuck, um damit seine tote Venus zu übersäen. Cartouche plündert die Reichen, wo er sie trifft. Er kauft sich die Beschützer und hat es längst verlernt, den Tod zu fürchten. Er weiss: Cartouche ist unsterblich! - Philippe de Broca hat diesen "historischen Western" in Szene gesetzt, voll sprizuiger Phantasie und Lebensfreude. Schon in «Les Jeux de l'Amour», «Le Farceur» und «L'Amant de cinq jours» gab der junge Regisseur die besten Beweise seines Könnens in der modernen Komödie. Hier hat er einen ansprechenden Unterhaltungsfilm geschaffen, dessen Esprit uns an die früheren guten Filme René Clairs erinnert. Jean-Paul Belmondo spielt mit behender Geschicklichkeit den wagemutigen Cartouche, während Claudia Cardinale als Venus das Herz des Zuschauers erfreut. De Broca hat mit seinem «Cartouche» klargelegt, dass auch in Frankreichs «nouvelle vague» - der er ohne Zweifel angehört - der Sinn für Humor allen grauen Werken zum Trotz nicht erstorben ist. Es lebe Cartouche! Es lebe de Broca!» (lhg, Werkvolk [nicht datiert, circa 1963]

"Turbulenter Mantel- und Degen Film, der zu den besten seines Genres zählt." - "Flotte Outlaw-Komödie" (TV Spielfilm)

"Ein toller Streich löst den anderen ab, wenn der König der Pariser Diebe alle diejenigen erleichtert, die sowieso zuviel haben." (Falter Kinos, München)

Anmerkungen
Der 1933 geborene Regisseur Philippe de Broca begann als Assistent Claude Chabrols. Von Anfang an bewies de Broca, der zu den profiliertesten Regisseuren Frankreichs zählt, sein besonderes Talent für die Komödie, das sich im Mantel-und-Degen-Film „Cartouche, der Bandit“ mit einem Faible für rasante Aktion verbindet. Dabei kommen weder das Vergnügen an turbulenten Abenteuern noch der intellektuelle Spass an handfester Satire zu kurz. (ARD Presse)

Cartouche ist ein Film, der im Jahr 1962 in Frankreich produziert wurde. Regie führte Philippe de Broca, mit Jean-Paul Belmondo, Claudia Cardinale, Jess Hahn, Marcel Dalio, Jean Rochefort, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 07. März 1962 seine Premiere.

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