Himmel ohne Sterne

Regie: Helmut Käutner, Deutschland, 1955

Deutschland, 1955
Plakatmotiv Himmel ohne Sterne, © Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)


Stab und Besetzung

Produktion Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)
Verleih Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)
Produzent Harald Braun
Executive Producer Georg Richter
Produktionsleiter Lutz Hengst
Aufnahmeleiter Lutz Hengst [Unit manager]
Helmut Ringelmann [Unit manager]
Regisseur Helmut Käutner
Regieassistent Erica Balqué
Drehbuch Helmut Käutner
Kamera Kurt Hasse
Kamera Assistent Heinz Pehlke
Musik Bernhard Eichhorn
Schnitt Anneliese Schönnenbeck
Architekt Anneliese Schönnenbeck
Hans Berthel
Kostümbild Erica Balqué
Maskenbildner Erica Balqué
Tonmeister Erica Balqué
Darsteller Erik Schumann [Carl Altmann]
Eva Kotthaus [Anna Kaminski]
Eva Kotthaus [Willi Becker]
Gustav Knuth [Otto Friese]
Gustav Knuth [Elsbeth Friese]
Erich Ponto [Vater Otto Kaminski]
Lucie Höflich [Mutter Mathilde Kaminski]
Paul Bildt [Direktor Klütsch]
Pinkas Braun [Kommissar Engelbrecht]
Horst Buchholz [Mischa Bjelkin]
Horst Buchholz [Vopo]
Edith Hancke [Frau am Kontrollpunkt]
Siegfried Lowitz [Hüske]
Wolfgang Neuss [Vopo Edgar Bröse]
Joseph Offenbach [Polizei-Offizier]
Beppo Schwaiger [Inspektor Henning]
Beppo Schwaiger [Jochen (Unter dem Namen Rainer Stangl)]
Otto Wernicke [Inspektor Hoffmann]
Lina Carstens
Sprecher Helmut Käutner

Technische Angaben
Drehzeit: 13 July 1955 - 12 September 1955
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,37 - Ratio: 1:1,37 - Schwarz-Weiss Film,Länge: 103 Minuten, 2951 Meter
Tonsystem: Mono
Premiere: 14. Oktober 1955 in Nürnberg
Szenenphoto aus Himmel ohne Sterne, © Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)

Inhaltsangabe
Im geteilten Deutschland 1952: Die junge Ostdeutsche Anna Kaminski, eine Näherin im Volkseigenen Betrieb, lebt in Thüringen, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Ihr Sohn Jochen, dessen Vater im Krieg gefallen ist, lebt gezwungenermassen bei den Grosseltern Elsbeth und Otto Friese in Bayern, nur wenige Kilometer entfernt von der innerdeutschen Grenze. Elsbeth und Otto, saturierte und kaum zu Empathie fähige, gutbürgerliche Repräsentanten des westdeutschen Wirtschaftswunders, waren einst nur dann bereit, Anna zu helfen, wenn diese ihr Kind und das des Friese-Sohnes den Frieses zur Adoption überlassen würde, um Jochen die vermeintliche „Schande“ einer unehelichen Herkunft zu ersparen. Da Anna im Osten ihre alten Grosseltern versorgen muss, sträubt sie sich, endgültig in den Westen zu gehen und willigte dieser Forderung ein. Und so muss Anna, wenn sie Jochen regelmässig sehen möchte, jedes Mal heimlich die Grenze überschreiten.
Bei einem ihrer Grenzgänge trifft sie auf den bayerischen Grenzpolizisten Carl Altmann. Er hat ein grosses Herz und verspricht Anna, ihren Sohn Jochen zu ihr in den Osten zu bringen. Bei den folgenden Grenzübertritten lernen sich Anna und Carl immer besser kennen und verlieben sich ineinander. Die einzige Möglichkeit sich fortan an einem Ort zu treffen, ist ein zwischen den Grenzen liegender verlassener Bahnhof. Carl hilft ihr, jedes Mal rechtzeitig in den Osten zurückzukehren, damit sie nicht zu spät zum Dienstbeginn erscheint und dadurch auffällt. Als Anna eines Nachts an der Grenze wieder nach Carl sucht, damit er beide, sie und den Jungen, in den Osten fahren kann, springt der Junge heimlich vom Lkw ab, ohne dass es die beiden Erwachsenen es bemerken. Carls Kumpel Willi Becker bringt Anna diesmal rüber. Nun ist Anna wieder im Osten und Carl, zunächst ohne sein Wissen, mit Jochen im Westen.
Carl plant daher, den Jungen endgültig zu seiner Mutter zurückzubringen – nicht ungefährlich für ihn, da auch er durch solche Aktionen hochgradig gefährdet ist. Annas Liebe zu Carl und die Hoffnungslosigkeit, die sie bei der Vorstellung auf ein Leben in der DDR beschleicht, lassen in der Näherin endgültig den Entschluss reifen, in den Westen zu fliehen. Daran ändert auch nichts die Begegnung mit dem jungen Sowjetsoldaten Mischa Bjelkin, der sich, ganz anders als erwartet, äusserst mitmenschlich verhält. Anna will mit ihrem Sohn und Carl einen Neuanfang in der Bundesrepublik wagen, aber die Grenzen werden immer besser bewacht, ein Entkommen über die deutsch-deutsche Grenze wird zum lebensgefährlichen Wagnis. (wikipedia)

Szenenphoto aus Himmel ohne Sterne, © Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)
Kritiken : „Ausgezeichnet fotografiert, gut gespielt, doch ungleichwertig in der Gestaltung und mit einem prätentiösen Dialog belastet.“ (Lexikon des Internationalen Films)
„Ein durch die Aufrichtigkeit seiner Aussage nicht minder als durch starke Dramatik erschütternder Film von zwei Menschen, deren Liebesglück an der Zonengrenze zerbricht.(...) Daß Käutner sich für Himmel ohne Sterne die Hauptdarstellerin Eva Kotthaus aus dem Osten holte, war nicht nur gewissermaßen symbolisch, sondern hat auch den Film um eine bedeutende schauspielerische Leistung bereichert. Unvergeßlich bleiben Lucie Höflich und Erich Ponto in den Rollen der Großeltern. Die Höflich spielte die schon etwas irre Greisin, in deren armen Kopf die gespenstische Wirklichkeit der Gegenwart nicht mehr hineingeht, weil die nicht minder gespenstische Irrealität der Vergangenheit lebendig blieb – das war tief empfunden und die reife Kunst einer großen Schauspielerin.“ (Heinrich Fraenkel: 'Unsterblicher Film')
„Im Hintergrund ein paar vorzüglich gesehene Figuren. Die schon satten Westler, die die Brüder im Osten fast abgeschrieben haben. Ein russischer Soldat mit einem guten Herzen. Ein Berliner Lastwagenfahrer, der mit allen Wassern gewaschen ist. Als Russe ist der blutjunge Horst Buchholz – noch hat er kaum gefilmt – eine kleine Sensation. Als Chauffeur zeigt Georg Thomalla endlich einmal, daß er mehr kann, als Klamauk machen. In anderen kleinen Rollen herrlich: Gustav Knuth, Camilla Spira, Erich Ponto. Nur das Liebespaar bleibt ein wenig blaß.“ (Curt Riess: 'Das gibt‘s nur einmal')

General Information

Himmel ohne Sterne is a motion picture produced in the year 1955 as a Deutschland production. The Film was directed by Helmut Käutner, with Erik Schumann, Eva Kotthaus, , Gustav Knuth, , in the leading parts.

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