Deckname Luna

Regie: Ute Wieland, , Deutschland, 2012


    Stab und Besetzung

    Produktion Neue Deutsche Filmgesellschaft (NDF)
    Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)
    Produzent Susanne Freyer
    Regisseur Ute Wieland
    Drehbuch Christian Jeltsch
    Monika Peetz
    Kamera Peter Przybylski
    Musik Oliver Biehler
    Schnitt Dunja Campregher
    Kostümbild Elena Wegner
    Darsteller Anna Maria Mühe [Lotte Reinhardt]
    Götz George [Dr. Arthur Noswitz]
    Heino Ferch [Moll]
    Maxim Mehmet [Dr. Oskar Herrmann]
    Kirsten Block [Elisabeth Reinhardt]
    Rike Dummin [Francesca]
    Ana Geislerova [Yella]
    André Hennicke [Bruhns]
    Benedikt Hösl [Frieder Huber]
    Aleksandar Jovanovic [Renz]
    Nikola Kastner [Fräulein Wirsing]
    Horst Kummeth [Horst Huber]
    Peter Lerchbaumer [Dr. Offermanns]
    Marleen Lohse [Marianne]
    Christian Näthe [Holger Langen]
    Uwe Preuss [Gustav Reinhardt]
    Andreas Schmidt [Schoen]
    Stefanie Stappenbeck [Martha]
    Ludwig Trepte [Kurt]

    Technische Angaben
    Kategorie: Fernseh Film
    Technische Info: Format: 16:9 Digital Video - Ratio: 16:9 - Farbfilm,
    Tonsystem: Ton
    Premiere: 5. November 2012 in ZDF

    Inhaltsangabe
    Als im August 1961 die Mauer gebaut wird, die Deutschland für die nächsten Jahrzehnte teilen wird, ist Lotte Reinhardt Anfang 20. Noch glaubt sie an den jungen DDR-Staat. Sie arbeitet als Schweisserin in einer Werft in Rostock, aber ihre Zukunft sieht sie ganz woanders. Das Weltall zieht sie magisch an, der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin ist ihr Held. Lotte träumt davon, in das Raumfahrtprogramm der UdSSR aufgenommen zu werden und selbst ins All zu fliegen. Um dieses Ziel zu erreichen, lässt sie, sehr zum Unmut ihrer Mutter, eine vormilitärische Ausbildung über sich ergehen: Mit immer waghalsigeren Fall-schirmsprüngen springt sie ihrer Karriere als Kosmonautin entgegen.
    Ihr Freund Holger teilt diese Leidenschaft nur halbherzig. Er will Sicherheit, heiraten, eine eigene Wohnung. Dafür arrangiert er sich auch mal mit "denen da oben". Das ist nichts für Lotte. Der Mauerbau enttäuscht sie zutiefst. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Kurt beginnt sie, Flugblätter zu drucken und zu verteilen. Doch Lottes Enthusiasmus wird schnell gebremst. Ausgerechnet ihr Freund Holger verrät sie. Lotte wird verhaftet und von dem unangenehmen Stasi-Mitarbeiter Schoen verhört.
    Lotte ahnt nicht, dass sie für die Stasi längst ein lohnendes Ziel darstellt:
    Ihr Grossvater Prof. Arthur Noswitz, den Lotte eigentlich immer noch in Sibirien vermutet, wo er für die Sowjets forschte, arbeitet nach seiner abenteuerlichen Flucht in den Westen als Wissenschaftler in Augsburg in der "BTT" (Bayerische Triebwerkstechnik), ein Unternehmen, das Raketenantriebstechnik entwickelt. Seit Kennedy zu Beginn der 60er Jahre den Wettlauf zum Mond verkündet hat, ist die Welt verrückt nach allem, was den Weg in den Weltraum eröffnet. Auch die DDR ist an wissenschaftlichen Erkenntnissen in Sachen Raketentechnik interessiert.
    Schoens Vorgesetzter Julius Moll hat die Qualitäten von Lotte längst erkannt.
    Er sieht in ihr eine ideale "Kundschafterin des Friedens", wie die Spione in der Hauptverwaltung Aufklärung genannt werden. Aber Moll ist ein intelligenter und feinsinniger Mensch, der spürt, dass man Lotte zu nichts zwingen kann. Deshalb lässt er Lotte laufen. Er ist sich sicher, dass er sie auf anderem Weg dazu bringen kann, zu tun, was er von ihr will.

    Als Lotte, zurück aus der Untersuchungshaft, Holger zur Rede stellen will, kommt es zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge Holger tödlich verunglückt. Schoen, der Lotte beobachtet, unterstellt ihr Mord und will sie verhaften.
    Doch Lotte kann entkommen. Ihr Bruder Kurt sieht nur einen Weg: Seine Schwester muss das Land verlassen. Auf einem Fischerboot gelingt ihr die abenteuerliche Flucht über die Ostsee in den Westen. Sie reist weiter nach Augsburg, zu ihrer Tante Martha und ihrem Grossvater. Im Zug lernt sie Oskar kennen, einen jungen Ingenieur der BTT. Die beiden sind sich auf Anhieb sehr sympathisch. Doch Oskar ist auf dem Sprung in die USA, wo er die Chance hat, am Raumfahrtprogramm der NASA mitzuarbeiten. Und er ist verlobt mit Marianne Offermanns, der Tochter des Direktors der BTT.

    Obwohl Lotte ihre Familie, besonders ihren Bruder Kurt, sehr vermisst, fühlt sie sich sicher in Augsburg und lebt sich schnell ein. Bis eines Tages ein bekanntes Gesicht im Friseur-Salon ihrer Tante auftaucht: Julius Moll. So einfach entkommt Lotte der Stasi nicht. Kurt wurde wegen Fluchthilfe festgenommen, aber Lotte könnte ihm helfen. Moll schlägt ihr einen Deal vor: Wenn Lotte ihm Informationen über die Forschung ihres Grossvaters bringt, dann kann er etwas für Kurt tun. Lotte ahnt: Wenn sie ausschlägt, wird Kurt dafür büssen. Sie ist nicht so aufgeschlossen, wie Moll sich das wünscht, aber sie willigt schliesslich ein.
    Doch als Moll, zurück in Rostock, entdeckt, dass die echte Lotte Reinhardt schon seit 21 Jahren tot ist und er nicht die leiseste Ahnung hat, mit wem er es wirklich zu tun hat, ist seine Geduld mit ihr am Ende.

    Zweiter Teil: Moll hat Lotte entführt und zurück in den Osten verschleppt. Er will wissen, was sie ihm verheimlicht und was es mit ihrer Identität auf sich hat. Lotte ist verzweifelt. Sie weiss selbst nicht, wer in dem Grab liegt, auf dem ihr Name steht. Immerhin lässt Moll zu, dass sie Kurt sehen darf, der in einem erbärmlichen Zustand ist. Ein geschickter Schachzug Molls, mit dem er Lotte unter Druck setzen kann, weiter zu spionieren.
    Zurück in Augsburg begegnet Lotte Oskar, der aus den USA zurückgekehrt ist. Seine Verlobte hat ihn verlassen, und die beiden flirten miteinander. Moll kommt das sehr entgegen. Oskar arbeitet eng mit Prof. Noswitz zusammen, und Lottes Möglichkeiten, an wichtige Forschungsergebnisse heranzukommen, sind damit ungleich grösser. Lotte ist hin und her gerissen zwischen ihrer Liebe zu Oskar und zu ihrem Bruder Kurt. Den einen will sie nicht hintergehen, und den anderen will sie nicht dem Terror der Stasi überlassen.

    Oskar hat in der BTT immer mehr Erfolg. Ausgestattet mit den neuesten Erkenntnissen der NASA ist er, gemeinsam mit seinem Mentor Prof. Arthur Noswitz, die treibende Kraft hinter der Entwicklung einer neuen, bahnbrechenden Treibstoff-Zusammensetzung. Und die Nähe zu Oskar bietet Lotte beste Gelegenheit, diese Ergebnisse an Moll weiterzugeben. Lotte bemerkt dabei nicht, dass noch jemand die Forschungsergebnisse der BTT genau beobachtet: eine Frau mit feuerroten Haaren, der Lotte eines Abends mit ihrem Grossvater im Park begegnet.
    Beflügelt von seinem beruflichen Erfolg und bis über beide Ohren verliebt, macht Oskar Lotte einen Heiratsantrag. Während Kurt in der DDR wegen Fluchthilfe zu fünf Jahren Haft verurteilt wird, bereiten Lotte und Oskar ihre Hochzeit vor. Lotte leidet darunter, Oskar hintergehen zu müssen. Sie ist wild entschlossen, ihm die Wahrheit zu sagen, aber dann verlässt sie der Mut. Schon kurz nach der Hochzeit macht Lotte Fehler. Sie verliert bei der Suche nach brisantem Material in der BTT ihre Haarnadel, die Oskar wiedererkennt. Er wird misstrauisch und beginnt, Lotte zu beobachten. Auf einer Konferenz europäischer Raketen-Wissenschaftler in Berlin wird Lotte von Arthur als Dolmetscherin eingesetzt. Dabei hat sie Gelegenheit, wichtige Ergebnisse zu notieren. Oskar bemerkt das und folgt ihr zu ihrem Übergabe-Ort in eine Kirche. Dort stellt er Lotte zur Rede. Fast erleichtert beichtet Lotte Oskar ihr Doppelleben. Oskar ist zutiefst erschüttert, will Lotte aber helfen und bringt sie mit dem BND-Agenten Bruhns zusammen, der auch schon Arthurs Flucht aus Sibirien organisierte. Lotte setzt grosse Hoffnung in Bruhns, wird aber bitter enttäuscht, denn der BND will Lotte als Doppelagentin einsetzen. Besonders interessiert ist Bruhns an Informationen über einen KGB-Agenten mit Decknamen "Kosmos". Lotte wird nun von beiden Seiten, dem Osten und dem Westen, unter Druck gesetzt.

    Als ein wichtiger Raketentest in Cuxhaven bevorsteht, zu dem sich sogar die NASA angekündigt hat, nimmt Lotte die Dinge selbst in die Hand. Sie will mit der Spionage ein für alle Mal abschliessen. Sie bietet Moll von sich aus an, relevante Forschungsergebnisse vom wichtigsten Raketentest in Oskars Karriere an ihn weiterzugeben, fordert dafür aber Kurts sofortige Freilassung.

    Der Raketenstart an der Ostseeküste verläuft mehr als erfolgreich, Oskar ist im Glückstaumel. Lotte, die alle Details mit einer versteckten Kamera aufgenommen hat, bringt es aber doch nicht übers Herz, Oskars Triumph zu verraten. Als sie den Mikrofilm auf der Toilette vernichtet, begegnet ihr dort die Frau mit den roten Haaren. Lotte will sie ansprechen, aber die Frau verschwindet eilig. Nun ist sich Lotte sicher, dass die Frau ihren Grossvater bespitzelt. Doch als sich Arthur am Abend von Oskars Siegesfeier entfernt, um an der weit ins Meer reichenden Mole auf jemanden zu warten, keimt in Lotte ein ungeheuerlicher Verdacht auf. (ZDF Presse)

    Deckname Luna ist ein Film, der im Jahr 2012 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Ute Wieland, mit Anna Maria Mühe, Götz George, Heino Ferch, Maxim Mehmet, Aleksandar Jovanovic, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 05. November 2012 in ZDF seine Premiere. Kritiken zu Deckname Luna sind leider nicht verfügbar.

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:


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