Die Missbrauchten Liebesbriefe

Regie: Leopold Lindtberg, , Schweiz, 1940

    Szenenphoto aus Die Missbrauchten Liebesbriefe, © Praesens-Film AG, Zürich
    SF 1 - Samstag, 23. 06, 2018, 14.05 Uhr


    Stab und Besetzung

    Produktion Praesens-Film AG, Zürich
    Produzent Lazar Wechsler
    Regisseur Leopold Lindtberg
    Drehbuch Richard Schweizer
    Horst Budjuhn
    Kurt Guggenheim
    Leopold Lindtberg
    Story Gottfried Keller
    Kamera Emil Berna
    Musik Robert Blum
    Schnitt Käthe Mey
    Architekt Robert Furrer
    Kostümbild Robert Gamma
    Hans Prüfer
    Ruth Zürcher
    Tonmeister Max Niederer
    Darsteller Alfred Rasser [Viggi Störteler]
    Anne-Marie Blanc [Gritli Störteler]
    Paul Hubschmid [Wilhelm]
    Elsie Attenhofer [Anneli]
    Mathilde Danegger [Kätter Ambach]
    Heinrich Gretler [Schulpfleger]
    Rudolf Bernhard [Apotheker]
    Therese Giehse [Marie]
    Emil Hegetschweiler [Pfarrer]
    Adolf Manz [Richter]
    Roland Rasser [Martinli]
    Schaggi Streuli [Früherer Schullehrer]

    Technische Angaben
    Kategorie: Langspiel Film
    Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,37 - Ratio: 1:1,37 - Schwarz-Weiss Film,Länge: 117 Minuten
    Tonsystem: mono
    Szenenphoto aus Die Missbrauchten Liebesbriefe, © Praesens-Film AG, Zürich

    Inhaltsangabe
    Irgendwann im 19. Jahrhundert meldet sich in Seldwyla der Junglehrer Wilhelm (Paul Hubschmid) beim Schulpfleger (Heinrich Gretler) zum Stellenantritt. Er wirkt schüchtern und gehemmt. In der Schule aber pflegt er einen so modernen Stil, dass sich der Pastor (Emil Hegetschweiler) bald besorgt fragt, ob da gar ein Atheist am Werk sei. Sorgen ganz anderer Art macht sich der Kaufmann Viggi Störteler (Alfred Rasser), der unter dem Pseudonym Kurt von Walde literarische Produkte publiziert. Diese nämlich gefallen dem feinsinnigen Wilhelm ganz und gar nicht. Weil er für vier Monate nach Berlin reisen muss, plant Störteler einen «Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt - Alwina». Dafür schreibt er seiner Frau Gritli (Anne-Marie Blanc) einen geschwollenen Liebesbrief, den sie geistreich beantworten soll. Weil sich die Überforderte nicht zu helfen weiss, greift sie zu einer List: Sie schreibt Viggis Brief ab, unterzeichnet mit ihrem Namen und steckt ihn kommentarlos dem Lehrer zu. Der sieht eine Romanze keimen und antwortet. Sein Brief geht, in Gritlis Handschrift, nach Berlin. Weitere Liebespostillen folgen. Viggi Störteler ist entzückt über die Begabung seiner Frau, bis er nach seiner Rückkehr dem wahren Verfasser auf die Schliche kommt. (Presse DRS)

    Kritiken : "Gottfried Keller's Novelle gegen das Spiessertum des Seldwylers "Literaten" und der sturen Schulmeisterei gilt immer noch als einer der schönsten Schweizer Filme aus den Vierziger Jahren: Nur oberflächlich hat sich auf den Bildern etwas Staub angesetzt, und das Liebespaar Anne-Marie Blanc als Gritli und Paul Hubschmid als junger Lehrer hat über all die Jahre sich die Frische bewahrt. Paul Rasser spielt mit viel Intelligenz den Spiesser und Literaten Viktor Störzel alias Kurt vom Walde, und in einer kleinen Rolle ist Therese Giehse zu sehen. Wenn auch die Interieurs eher eng wirken, so bezaubernder dann wieder die Aussenaufnahmen von Emil Berna." (lhg 2001)

    "Mit fast allen Stars der damaligen Schweizer Filmszene gespickter, patriotisch angehauchter Biederkeitserguss vom gebürtigen Wiener Regisseur Leopold Lindtberg" (tele)

    Anmerkungen : «Nach der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller - Der Spielfilm "Die missbrauchten Liebesbriefe" basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Novellensammlung "Die Leute von Seldwyla". Regisseur Leopold Lindtberg gelang eine ebenso filmische wie stimmige Umsetzung der charmant-witzigen literarischen Vorlage.

    Ihre erste Rolle in einem Schweizer Film spielte Anne-Marie Blanc 1939 in «Wachtmeister Studer». Sie war die Tochter des ermordeten Gemeindekassiers und die Verlobte des vermeintlichen Mörders. Ein Jahr später bekam sie, wieder unter Leopold Lindtbergs Regie, ihre erste grosse Rolle. In «Die missbrauchten Liebesbriefe» war sie als Gritli neben Paul Hubschmid und Alfred Rasser die dritte Hauptdarstellerin. Die Komödie «Die missbrauchten Liebesbriefe» basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Sammlung «Die Leute von Seldwyla». Das Drehbuch schrieben Richard Schweizer, Horst Budjuhn und Kurt Guggenheim, drei ausgewiesene Kapazitäten in ihrem Bereich. Regisseur Leopold Lindtberg gelang eine ebenso filmische wie stimmige Umsetzung der charmant-witzigen literarischen Vorlage. Das Werk fand denn auch, mitten im Krieg, im Ausland Anerkennung. An der Biennale von Venedig wurden «Die missbrauchten Liebesbriefe» preisgekrönt.» (Presse DRS)

    Die Missbrauchten Liebesbriefe ist ein Film, der im Jahr 1940 in Schweiz produziert wurde. Regie führte Leopold Lindtberg, mit Alfred Rasser, Anne-Marie Blanc, Paul Hubschmid, Elsie Attenhofer, Mathilde Danegger, in den wichtigsten Rollen.



    Literatur Hinweise - Cinémathèque Suisse nr. 200, Lausanne 2002

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