The last sunset

El Perdido

Regie: Robert Aldrich, , USA, 1961

  • FSK 12  
  • Genre: Western, Drama, Romance,

Plakatmotiv The last sunset, © Production Company


Stab und Besetzung

Regisseur Robert Aldrich
Drehbuch Dalton Trumbo
Nach einer Vorlage von Howard Rigsby ["Showdown at Crazy Horse"]
Kamera Ernest Laszlo
Musik Ernest Gold
Dimitri Tiomkin [Pretty little Girl ...]
Schnitt Michael A. Luciano
Darsteller Rock Hudson [Dana Stribling]
Joseph Cotten [John Breckenridge]
Kirk Douglas [Brendan O'Malley]
Dorothy Malone [Belle Breckenridge]
Carol Lynley [Missy Breckenridge]
Neville Brand [Frank Hobbs]
Margarito de Luna [José]
Jack Elam [Ed Hobbs]
Rad Fulton [Julesburg Kid]
John Shay [Calverton]
Regis Toomey [Milton Wing]
Adam Williams [Bowman]

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm - Farbfilm,Länge: 112 Minuten, 3072 Meter
Tonsystem: mono
Premiere: 14. Juni 1961 in USA
FSK ab 12 Jahren,
Szenenphoto aus The last sunset, © Production Company

Inhaltsangabe
Der Texaner Dana Stribling verfolgt Brendan O'Malley nach Mexiko, um ihn zurück in die Staaten und an den Galgen zu bringen, weil O'Malley seinen Schwager erschossen hat. Bei einem abenteuerlichen Viehtreiben gewinnen die beiden Männer Respekt voreinander, bleiben aber Rivalen, weil sie dieselbe Frau lieben. Als sie die Grenze überschritten haben, kommt es zum dramatischen Showdown.

Brendan O'Malley kommt nach Mexiko, wo John Breckenridge mit seiner jungen Frau Belle und ihrer heranwachsenden Tochter Missy eine Ranch bewirtschaftet. O'Malley, der einmal in Belle verliebt war, hofft, sie wiederzugewinnen.
Breckenridge will zurück in die Staaten und seine Herde in Texas verkaufen. Er überredet O'Malley, sich dem Treck anzuschliessen, und er gewinnt den Texaner Dana Stribling als Treckführer. Stribling ist auf O'Malleys Spur nach Mexiko gekommen und macht keinen Hehl daraus, dass er diesen zurück nach Texas und an den Galgen bringen will, weil O'Malley seinen Schwager erschossen hat.
O'Malley ist überzeugt, sich als glänzender Revolverschütze gegen Stribling behaupten zu können. Er hofft auch, ihn bei Belle Breckenridge ausstechen zu können, nachdem deren Mann bei einer Schiesserei getötet worden ist und Stribling seinerseits um die junge Frau zu werben beginnt. O'Malley wiederum wird von der frühreifen Missy angehimmelt, die sich in ihn verliebt hat.
Als die kleine Gruppe nach manchen Abenteuern mit der Herde die Grenze nach Texas passiert, haben Stribling und O'Malley Achtung voreinander gewonnen. Dennoch treten sie zur entscheidenden Auseinandersetzung gegeneinander an... (ARD Presse)

Kritiken
"Die klassische Wildwest-Geschichte von dem Verfolgten, der eine Blutschuld büssen, und seinem Verfolger, der ihn widerwillig töten muss. Ein Starfilm im Vollbesitz wildwestlicher Reize." (FD 10275, Filme 1959-61)

"Zwei Todfeinde, der eine human und offenherzig, der andere düster und lebensverneinend, verdingen sich bei einer Farmersfamilie als Treckführer. Eines der klassischen Western-Themen, von Aldrich hinreissend variiert." (Falter, Studio-Kinos München)

"Robert Aldrichs packender Film mit grosser Starbesetzung gehört zu jenen herausragenden Western, die um psychologische Vertiefung ihrer Helden bemüht sind." (mdr Presse)

"Ausserhalb des gängigen Schemas des Western siedelt Dalton Trumbos Drehbuch seine Helden: der Sheriff (Rock Hudson) mit dem Haftbefehl für den Killer, der in Mexico Zuflucht gefunden hat, der versoffene Rancher (Joseph Cotton), der mit seiner Vergangenheit in der Südstaatenarmee prahlt, von den Kämpfen, bei denen er angeblich verwundet wurde, die schöne blonde Frau (Dorothy Malone) und ihr junges Ebenbild, ihre 16-jährige Tochter (Carol Linley) und schliesslich der Mann in Schwarz (Kirk Douglas): sie alle haben ihre Geschichte, deren Fäden sich auf dem langem Treck von Mexico nach Texas kreuzen und verweben. Dass der Film letzlich dann doch nicht (mehr) überzeugt, liegt wohl gleichermassen an den Schwächen des Drehbuchs, an den (Studio)-Kulissen mancher Sets, an dem schwachen Spiel eines Kirk Douglas, an krassen Regiefehlern (Der Showdown, der eigentlich bei Sonnenuntergang (the last sunset) spielen sollte, ist im grellen Mittagslicht gedreht)." (lhg 2004)

Anmerkungen
"THE LAST SUNSET war eine sehr unangenehme Erfahrung. Dalton Trumbo hatte das Drehbuch geschrieben. Es war gegen Ende der MacCarthy Periode, und er musste noch anonym arbeiten. Preminger, für den er EXODUS schrieb, hatte versprochen, ihn offiziell als Drehbuchautor zu nennen. Er konzentrierte sich weniger auf unseren Film und mehr auf den Preminger-Film, und als er sich wieder uns zuwandte, war es zu spät, um den Film noch zu retten. Und Kirk Douglas war schrecklich. Er wusste, dass das Drehbuch nicht in Ordnung war. Die ganze Sache fing schlecht an, ging schlecht weiter und nahm ein übles Ende. Ausgerechnet Rock Hudson kam dabei noch am besten weg. Die meisten Leute finden ihn als Schauspieler nicht so toll. Aber ich fand, dass er hart arbeitete und sich sehr einsetzte und einfach seriös war. Ich will danit nicht sagen, dass Mr. Hudson für mich Laurence Olivier ist, aber er hat sich in dieser Sache bestimmt redlicher geschlagen als jeder andere." (Robert Aldrich, zitiert in Charles Higham / Joel Grennberg, THE CELLULOID MUSE, nach Joe Hembus, Western-Lexikon)

"Ein höchst ungewöhnlicher, um nicht zu sagen: "Perverser" Western. Mit den Hollywood-Stars Rock Hudson und Kirk Douglas glänzend besetzt und mit einer Geschichte, die einer Tragödie näher ist als den Erwartungen, die sich an Western knüpfen.
Ein Western, der mit mehreren überraschungen aufwartet: Für Robert Aldrich, den Regisseur von Action-Filmen, die wenig zimperlich sind und unmissverständlich zur Sache kommen, ist dies ein geradezu lyrischer Western, mit einem Kirk Douglas, der eine zugleich romantische und pathologische Figur verkörpert. Ungewöhnlich ist die inzestuöse Beziehung zwischen einem Mörder und einem Teenager, und schliesslich ist auch der finale Schusswechsel eine unerwartete Variante des vertrautesten aller Western-Rituale." (Roland Johannes, wdr-Presse)

"Mit dem Western "El Perdido" inszenierte Robert Aldrich (1918 - 1983) einen "Starfilm im Vollbesitz der Reize seines Genres", schreibt das "Lexikon des Internationalen Films". Der Filmkritiker und Westernspezialist T. J. Ross zählte 1970 "El Perdido" zu den "besten Hollywoodfilmen der letzten Dekade". Teils Western, teils Melodrama, teils romantische Liebesgeschichte, sei der Film "ein unterschätztes, superb besetztes Stück Kino", meint der "Motion Picture Guide". Neben den Stars Kirk Douglas und Rock Hudson ist in der Rolle des John Breckenridge Joseph Cotten, einer der Stillen unter den Grossen Hollywoods, zu bewundern, der am 6. Februar 1994 im Alter von 88 Jahren einer Lungenentzündung erlag." (HR Presse)

The last sunset ist ein Film, der im Jahr 1961 in USA produziert wurde. Regie führte Robert Aldrich, mit Rock Hudson, Joseph Cotten, Kirk Douglas, Dorothy Malone, Carol Lynley, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 14. Juni 1961 in USA seine Premiere.



Literatur Hinweise Film Ideal nr 84, pg 29; nr. 149, pg 516;
Nuestro Cine Nr 4, pg 61;
Cinéma 62/64m pg 113;
Filmkritik 2/1965;
Cinémathèque Suisse, Nr. 173, Lausanne 1999;

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