Federico Fellini
| Regisseur, Autor - Italien geboren 20. Januar 1920 in Rimini Verstorben 31. Oktober 1993 in Rom |
Literatur HinweiseAngelo Solmi, Fellini, Merlin Press London 1967, 183 pg, mit Filmographie; Francesco Tornabene, Federico Fellini, Realist des Phantastischen, Benedikt
Taschen Verlag, Berlin 1990, 143 pg, mit Filmographie etc.; La Cinémathèque Suisse # 122, pg 3ff MOG 1994; Lothar R. Just, Filmjahrbuch 1994, Heine Filmbibliothek; L'année du cinéma 1994Filmographie als Regisseur:
1950: Luci del Varità --
Produktion:: Capitolium Film -
Regie:: Alberto Lattuada -
Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
Alberto Lattuada -
Tullio Pinelli -
Kamera:: Otello Martelli -
Musik:: Felice Lattuada -
Art Direction:: Aldo Buzzi -
Darsteller:: Dante Maggio -
Folco Lulli -
Franca Valeri -
Silvio Bagolini -
Gina Mascetti -
Giulietta Masina Melina -
Carla de Poggio Liliana -
Peppino de Filippo Checco Dalmonte -
Carlo Romano -
John Kitzmiller -
1951:Lo sceicco bianco --
Produktion:: P.D.C., Roma -
Produzent:: Luigi Rovere -
Enzo Provenzale -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Ennio Flaiano -
Federico Fellini -
nach einer Vorlage von:: Michelangelo Antonioni -
Tullio Pinelli -
Federico Fellini -
Kamera:: Arturo Gallea -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Rolando Benedetti -
Darsteller:: Nando Bruno -
Fanny Marchio Marilena Velardi -
Brunella Bovo Wanda -
Ernesto Almirante -
Enzo Maggio -
Leopoldo Trieste Ivan Cavalli -
Gina Mascetti -
Giulietta Masina Cabiria -
Alberto Sordi Der weisse Scheich -
Lilia Landi -
1953: I Vitelloni --
Produktion:: Cité Films -
Peg Film -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
Kamera:: Luciano Trasatti -
Carlo Carlini -
Otello Martelli -
Musik:: Nino Rota -
Art Direction:: Mario Chiari -
Darsteller:: Achile Majeroni -
Silvio Bagolini -
Paola Borboni -
Franco Fabrizi Fausto -
Riccardo Fellini Riccardo -
Lida Baarová Signora Giulia -
Franco Interlenghi Moraldo -
Enrico Viarisio -
Carlo Romano -
Eleonora Ruffo Sandra -
Vira Silenti -
Alberto Sordi Alberto -
Leopoldo Trieste Leopoldo -
Franca Gandolfi -
Synopsis: Fünf junge Leute haben sich in dem kleinstädtischen italienischen Badeort Pesaro an der Adria daran gewöhnt, ihre Tage mit Nichtstun zu verbringen. Sie liegen ihren Eltern und Verwandten auf der Tasche und schlagen die Zeit mit kindischen Reden und albernen Streichen tot. Alberto (Alberto Sordi) ist auf seine Mutter fixiert, Riccardo (Riccardo Fellini) pflegt seinen Bauch, Leopoldo (Leopoldo Trieste) fühlt sich als verkanntes Genie, Fausto (Franco Fabrizi) spielt den Don Juan. Als Fausto eines Tages Sandra (Leonora Ruffo), die Schwester von Moraldo (Franco Interlenghi), heiraten muss, weil sie ein Kind von ihm erwartet, sieht er sich gezwungen, eine Stellung anzunehmen. Nach wie vor ist er jedoch zum Leidwesen seiner jungen Frau auf Liebesabenteuer aus, und als er es auch bei der Frau seines Chefs versucht, fliegt er. So kann er wieder zu den anderen Tagedieben stoßen; ob eine Tracht Prügel, die ihm sein Vater schließlich verabfolgt, fruchten wird, bleibt offen.... (ARD Presse) Anmerkungen: "Der Spielfilm "Die Müßiggänger" ist Fellinis drittes Werk; er brachte ihm gleich zu Anfang seiner Karriere spektakulären Erfolg und den Silbernen Löwen von Venedig ein. Die Nähe zum Neorealismus ist noch unverkennbar; auch autobiographische Züge sind nicht zu leugnen: "Alles und nichts in meinem Werk ist autobiographisch" hat Fellini selbst einmal gesagt. Der Badeort Pesaro spiegelt sicherlich viel vom Leben und Treiben in Fellinis Heimatstadt Rimini wider; in Moraldo steckt natürlich auch ein Stück von ihm: Als einziger der fünf Freunde reist dieser schließlich nach Rom in ein neues Leben ab, während die anderen weiter flanieren, fabulieren und träumen. "I vitelloni" heißt wörtlich übersetzt "Die jungen Kälber", und darin klingt bei aller ironisch-kritischen Distanz doch schon ein Moment des versöhnlichen Verständnisses für alles Menschlich-Allzumenschliche an, wie es im späteren Werk Fellinis immer mehr hervortritt." (ARD Presse)
Amore in città - Un' agenzia matrimoniale -- Regie:
Produktion:: Faro Film -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Federico Fellini -
Kamera:: Gianni di Venanzo -
Musik:: Mario Nascimbene -
Art Direction:: Gianni Polidori -
Darsteller:: Antonio Cifariello -
1954: La Strada --
Produktion:: Ponti-De Laurentiis Cinematografica -
Produzent:: Dino De Laurentis -
Carlo Ponti -
Production Supervisor:: Luigi Giacosi -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
nach einer Vorlage von:: Federico Fellini -
Tullio Pinelli -
Kamera:: Otello Martelli -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Leo Catozzo -
Art Direction:: Mario Ravasco -
Kostüme:: Margherita Marinari -
Darsteller:: Anthony Quinn Zampanò -
Richard Basehart der Seiltänzer -
Marcella Rovere Die Witwe -
Aldo Silvani Der Zirkusdirektor -
Lidia Venturini die junge Nonne -
Giulietta Masina Gelsomina -
Kritiken: "Allein wie er die Landschaft in fragmentarisch Ausschnitten mit der Erzhlung
verschmilzt ... ist ein Zeichen seiner Meisterschsft, die diesen Film zu
einem anspruchsvollen ... Erlebnis werden lässt." (Filmbeobachter)
"...stellt endlich wieder den Anschluss an die wichtigsten und besten
Produkte der Filmwelt her" (Friedrich Luft, Neue Zeit 1954)
"...dem Regisseur gelingt es, diese Erzählung zwischen Traum und Wachen, die
in keinem Moment psychologisch aufgefasst werden darf, da sie sonst in den
Kompetenzbereich des Psychiaters fiele, mit den sparsamsten Mitteln suggestiv
zu machen. Allein wie er die Landschaft in fragmentarischen Ausschnitten mit
der Erzählung verschmilzt (...), ist ein Zeichen seiner Meisterschaft, die
diesen Film zu einem anspruchsvollen, aber bereichernden und dauernden
Erlebnis werden lässt." (Filmberater)
" Federico Fellinis magisches Werk aus dem Jahre 1954 begründete den
internationalen Ruhm des 1993 gestorbenen Maestro, der im Alter von 12 Jahren
kurzzeitig von zu Hause ausgerissen war, um sich dem Zirkus anzuschliessen.
Seine Geschichte des Gauklers Zampanò (Anthony Quinn) und seiner Gefährtin
Gelsomina (Giulietta Masina), die beide in den Untergang treiben, ist
allerdings frei von romantischer Verklärung der Artistenwelt. Stilistisch
noch stark im Neorealismus wurzelnd, ist "La Strada" ein zeitloses Drama über
Schuld und deren zerstörerisches Potenzial." (zz, nzz-Ticket) Preise und Auszeichnungen: 1954 - Venedig Silberner Löwe Preis der New Yorker Filmkritiker 1957 - Oscar als bester fremdsprachiger Film 1954 - Silberband der italienischen Filmkritik BRD - Film des Monats
1955: Il Bidone --
Produktion:: Titanus -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Ennio Flaiano -
Federico Fellini -
Kamera:: Otello Martelli -
Musik:: Nino Rota -
Darsteller:: Giulietta Masina Iris -
Franco Fabrizi Roberto -
Broderick Crawford Augusto -
Richard Basehart "Picasso" -
Synopsis: Der alternde Gauner Augusto Rocca (Broderick Crawford) ist ein begnadeter Schwindler, der den Ruf genießt, sogar noch den Eskimos ihr eigenes Eis verkaufen zu können. Seit einiger Zeit hat er eine schlitzohrige Masche ausgeheckt: Als angeblicher Sendbote des Vatikans erklärt Augusto einer Bäuerin, ein Mörder habe ihm in letzter Stunde gebeichtet, dass er sein Opfer samt einem Goldschatz auf ihrem Grundstück verscharrt habe. Augusto wolle nun die Überreste der armen Seele exhumieren, um sie in geweihter Erde zu bestatten. Den - in Wahrheit völlig wertlosen - Goldschatz würde die Kirche dem Grundstückseigner großzügig überlassen - falls dieser bereit sei, als Gegenleistung eine beträchtliche Summe Bargeld für die Verlesung von 500 Messen aufzubringen. Mit diesem Trick leben Augusto und seine beiden Komplizen nicht schlecht, besonders der Schürzenjäger Roberto (Franco Fabrizi) lässt die Puppen tanzen. Der verkrachte Maler Carlo (Richard Basehart), "Picasso" genannt, wird dagegen von Gewissensbissen geplagt. Nur mit großer Mühe kann er sein kriminelles Doppelleben vor seiner Frau Iris (Giulietta Masina) verbergen. Augusto dagegen hat offenbar überhaupt kein Gewissen. Er gilt als "il bidone" - ein lombardischer Dialektausdruck für Schwindler. Doch er ist schon 48 und weiß nur zu gut, dass man in dieser Branche nicht alt wird. Als er vor den Augen seiner 18-jährigen Tochter Patrizia (Lorella De Luca) verhaftet wird und eine Gefängnisstrafe absitzen muss, kommt Augusto nur schwer wieder auf die Beine. Mit neuen Komplizen versuchte er es auf die alte Tour und ist drauf und dran, auf einem Bauernhof ein gelähmtes Mädchen betrügen, das den falschen Priester obendrein gläubig um seinen Segen bittet. Erschüttert gibt Augusto dem Mädchen heimlich die Beute zurück und wird daraufhin von seinen wütenden Komplizen zusammengeschlagen, die den schwer Verletzten in menschenleerer Gegend alleine zurücklassen... (ARD Presse) Anmerkungen: "Nach "Die Müßiggänger" und "La Strada - Das Lied der Straße" ist "Il Bidone" das dritte Meisterwerk des erst 35-jährigen Fellini. Basierend auf einem authentischen Fall, schildert der noch stark unter dem Einfluss des Neorealismus stehende Regisseur das Schicksal dreier Gauner, deren Motive dem Zuschauer auf anrührende Weise nahe gebracht werden. Ein Film, der durch seine unaufdringliche Milieuschilderung und vor allem den gottverlassenen Tod des Protagonisten bewegt, dem seine erste gute Tat zum Verhängnis wird." (ARD Presse)
«Basierend auf einem authentischen Fall, schildert der noch stark unter dem Einfluss des Neorealismus stehende Regisseur Federico Fellini (1920-1993) das Schicksal dreier Gauner, deren Motive dem Zuschauer auf anrührende Weise nahe gebracht werden. Ein Film, der durch seine unaufdringliche Milieuschilderung und vor allem den gottverlassenen Tod des Protagonisten bewegt, dem seine erste gute Tat zum Verhängnis wird. Nach "Die Müßiggänger" (1953) und "La Strada - Das Lied der Straße" (1954) ist "Il Bidone" das dritte Meisterwerk des damals erst 35-jährigen Fellini. Als Picassos Frau Iris ist wieder Fellinis Ehefrau Giulietta Masina (1920-1994) mit von der Partie, ein Jahr zuvor spielte sie in "La Strada" als Kindfrau Gelsomina an der Seite von Anthony Quinn. Der Film schlug wie eine Bombe ein und machte das Künstlerehepaar international berühmt. Kennengelernt hatten sie sich 1943 beim Radio, wo die promovierte Philosophin als Aushilfssprecherin arbeitete und Fellini als noch unbekannter Journalist und Schriftsteller Fuß zu fassen versuchte. Die beiden heirateten sechs Monate später. Giulietta Masina spielte zunächst bei anderen, mit Fellini befreundeten Regisseuren, bis er endlich das Geld für die Verfilmung von "La Strada" zusammen hatte. 1957 drehte sie unter Fellinis Regie "Die Nächte der Cabiria". Mit der Verkörperung der engelhaften, aber energischen Prostituierten erreichte sie den Höhepunkt ihrer Karriere, in Cannes wurde ihr der Schauspielerpreis verliehen. Masina bewies ihr Talent auch unter anderen Regisseuren, so u.a. in "Fortunella" von Eduardo De Filippo. Doch immer ragten - auch aus ihren späteren Filmrollen - die Fellini-Filme heraus, wie z.B."Julia und die Geister" (1965) und "Ginger und Fred" (1985), das gleichzeitig ein Comeback im Kino nach vielen Jahren Fernseharbeit war. Giulietta Masina starb am 23. März 1994, fünf Monate nach Federico Fellini. Sie waren über 50 Jahre verheiratet.» (mdr Presse)
1956: Le notti di Cabiria --
Produzent:: Dino De Laurentis -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Pier Paolo Pasolini -
Ennio Flaiano -
Federico Fellini -
Kamera:: Aldo Tonti -
Otello Martelli -
Musik:: Nino Rota -
Art Direction:: Piero Gherardi -
Darsteller:: François Périer d'Onofrio -
Amedeo Nazzari Aktor -
Giulietta Masina Cabiria -
Franca Marzi Wanda -
Dorian Gray Jessy -
1959: La Dolce Vita --
Produzent:: Angelo Rizzoli -
Giuseppe Amato -
Production Manager:: Franco Magli -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
Tullio Pinelli -
Brunello Rondi -
Kamera:: Otello Martelli -
Arturo Zavattini -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Leo Catozzo -
Art Direction:: Piero Gherardi -
Kostüme:: Piero Gherardi -
Darsteller:: Alain Cuny Steiner -
Anita Ekberg Sylvia -
Mino Doro Nadjas Liebhaber -
Enzo Doria Fotoreporter -
Yvonne Furneaux Marcellos Frau -
Carlo di Maggio Toto Scalise -
Sandra Lee Tänzerin -
Valeria Ciangottini Paola -
Enzo Cerusico Fotoreporter -
Adriano Celentano Rock-Sänger -
Lex Barker Robert -
Alain Dijon Frankie Stout -
Adriana Moneta Prostituierte -
Harriet White Edna -
Jacques Sernas -
Walter Santesso Paparazzo -
Polidor Clown -
Giulio Paradisi Fotoreporter -
Nico Otzak -
Giulio Girola Polizeiinspektor -
Annibale Ninchi Marcellos Vater -
Riccardo Garrone Riccardo -
Audrey McDonald Sonia -
Marcello Mastroianni Marcello Rubini -
Renée Longarini Steiners Frau -
Laura Betti -
Nadia Gray Nadja -
Anouk Aimée Maddalena -
Magali Noël Fanny -
Synopsis: Marcello Rubini (Marcello Mastroianni) ist ein Klatschreporter, der seine Schriftstellerambitionen noch nicht völlig beerdigt hat. Durch einige schönfärberische Homestorys hat er sich die Gunst der römischen High-Society erworben. Dort gabelt er die scheinbar in ihn verliebte Millionärstochter Maddalena (Anouk Aimée) auf, und verbringt mit ihr die Nacht in der heruntergekommenen Wohnung einer Prostituierten. Als er nach Hause zurückkehrt, hat seine anhängliche Verlobte Emma (Yvonne Furneaux) einen Selbstmordversuch unternommen, mit dem sie Marcello zu mehr Häuslichkeit zwingen will. Marcello bleibt nur die Flucht in seine Arbeit. Er begleitet die exzentrische schwedische Filmdiva Sylvia (Anita Ekberg), die im nächtlichen Rom ihr legendäres Bad im Trevibrunnen nimmt, wofür Marcello sich einen filmreifen Kinnhaken von Sylvias versoffenem Verlobten Robert (Lex Barker) einhandelt. In der näheren Umgebung Roms muss Marcello über zwei Kinder berichten, denen angeblich eine Madonna erschienen ist. Marcello führt seinen Vater (Annibale Ninchi) durch Szenelokale, ohne rechten Kontakt zu ihm zu bekommen. Marcellos Freund Steiner (Alain Cuny), der auf Grund seiner intellektuellen Zielstrebigkeit als Vorbild fungiert, nimmt sich das Leben, worauf Marcello auf einer der immergleichen Szenepartys einen Eklat produziert. Bei Sonnenaufgang zieht die übernächtigte Partygesellschaft an den Strand, wo Fischer einen riesigen Rochen an Land ziehen, der die Paradiesvögel mit seinen toten Augen unheimlich anstarrt...... (ARD Presse) Kritiken: "Künstlerisch das grossartigste Werk, das Federico Fellini drehte"
(Frankfurter Rundschau);
Preise und Auszeichnungen: 1960 - Cannes: Goldene Palme
Anmerkungen: Fellinis Meisterwerk "Das süße Leben" ist ein beißendes Gesellschaftsporträt, das nach 40 Jahren nichts von seiner Faszination verloren hat. Neben der Kultszene - dem Bad Anita Ekbergs im Trevibrunnen - besticht der Film durch den zwanglos gezeigten Kontrast zwischen dem hohlen Luxus des römischen Jet-Sets und der provisorischen Idylle der Neubausiedlungen am Rande Roms. Grandios ist Fellinis Beobachtung, wie das Mediengeschäft (etwa bei der Madonna-Erscheinung) mit dem italienischen Alltag geräuschvoll-chaotisch ineinander fließt. (ARD Presse)
«Federico Fellinis berühmtes römisches Gesellschaftsporträt mit Marcello Mastroianni und Anita Ekberg gehört zu den Kultfilmen, zu den Meisterwerken des europäischen Kinos, für Marcello Mastroianni wurde "Das süße Leben" zum Durchbruch, in Cannes gab es die "Goldene Palme" für Fellini, während er beim Oscar des Jahres 1962 nicht über die Nominierung hinauskam. Nur der Kostümbildner Piero Gherardi konnte die begehrte Statue entgegennehmen.» (BR Presse)
1961:Boccaccio '70 - La Tentazione del Dottor Antonio --
Produzent:: Carlo Ponti -
Regie:: Luchino Visconti Episode Il Lavoro -
Federico Fellini -
Vittorio De Sica -
Regieassistent:: Roger Fritz-Film Episode Il Lavoro -
Drehbuch:: Brunello Rondi -
Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
Tullio Pinelli -
Goffredo Parise -
Kamera:: Otello Martelli -
Giuseppe Rotunno Episode Il Lavoro -
Musik:: Nino Rota -
Art Direction:: Piero Zuffi -
Darsteller:: Donatella della Nora -
Peppino de Filippo Dottor Antonio Mazzuolo -
Monique Berger -
Anita Ekberg Anita -
Antonio Acqua -
Tomas Milian -
Romy Schneider Poupé -
Sophia Loren -
1962:Otto e mezzo --
Produktion:: Francinex -
Cineriz -
Produzent:: Angelo Rizzoli -
Executive Producer:: Clemente Fracassi -
Nello Meniconi -
Regie:: Federico Fellini -
Regieassistent:: Lina Wertmüller -
Drehbuch:: Tullio Pinelli -
Ennio Flaiano -
Federico Fellini -
Brunello Rondi -
nach einer Vorlage von:: Ennio Flaiano -
Federico Fellini -
Kamera:: Gianni di Venanzo -
Pasquale de Santis -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Leo Catozzo -
Production Design:: Piero Gherardi -
Kostüme:: Piero Gherardi -
Darsteller:: Jean Rougeul Der Intellektuelle -
Anouk Aimée Luisa -
Guido Alberti pace -
Claudia Cardinale Claudia -
Yvonne Casadei -
Eugene Walter Amerikanischer Journalist -
Mario Tarchetti Claudias PR Agent -
Marisa Colomber -
Mario Conocchia Produktionsdirektor -
Ian Dallas Maurice -
Alfredo de Lafeld Sekretär des Kardinals -
Barbara Steele Gloria -
John Stacy Kassier -
Marco Gemini -
Rossella Falk Rossella -
Marcello Mastroianni Guido -
Giuditta Rissone Guidos Mutter -
Maria Raimondi -
Polidor Clown -
Mario Pisu Mezzabotta -
Cesarino Micelli Picardi -
Annibale Ninchi Guidos Vater -
Edra Gale Saraghina -
Bruno Agostini Sekretär -
Sandra Milo Carla -
Rosella Como Un'amica di Luisa -
Riccardo Gugliemi Guido als Kind -
Madeleine Lebeau französische Schauspielerin -
Tito Massini Kardinal -
Mino Doro Claudias Impressario -
Kritiken: "In Fellinis selbstreflektierter Bestandesaufnahme eines Künstlerlebens
verwischen sich die Grenzen von Realität und Phantasie. Ein melancholischer
Meilenstein des italienischen Kinos." (tele) Preise und Auszeichnungen: 1963 - Oscar bester ausländischer Film; 1963 - Moskau grosser Preis; 1963 - Nastro d'Argento
1965: Giulietta degli spiriti --
Produktion:: Rizzoli Film s.p.a., Roma -
Francoriz, Paris -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Brunello Rondi -
Tullio Pinelli -
Federico Fellini -
Ennio Flaiano -
Kamera:: Gianni di Venanzo -
Musik:: Nino Rota -
Art Direction:: Piero Gherardi -
Darsteller:: Caterina Boratto Giulietta's Mutter -
Alba Cancellieri Giulietta als Kind -
Valentina Cortese Valentina -
Luisa Della Noce Schwester Adela -
Elena Fondra Elena -
Irinia Alexeieva Susys Grossmutter -
Lou Gilbert -
José-Luis de Villalonga -
Silvana Jachino Dolores -
Sylva Koscina Sylvia -
Alessandra Mannoukine Susys Mutter -
Giulietta Masina Giulia -
Sandra Milo Susy - Iris - Fanny -
Cesarino Micelli Picardi -
Mario Pisu Giorgio -
Valeska Gert Medium -
Synopsis: Giulietta (Giulietta Masina) lebt als Frau des reichen Publicrelations-Managers Giorgio (Mario Pisù) in Luxus und geselliger Langeweile. Als sich ihr Hochzeitstag wieder einmal jährt, fällt Giorgio ihr abends überraschend mit zahlreichen Gästen ins Haus, obwohl sie ihn lieber für sich allein gehabt hätte. Unter ihnen ist ein viel gefragtes Medium (Valeska Gert), das der Dame des Hauses eine Kostprobe seiner Fähigkeiten gibt. Kurz darauf bekommt Giulietta Anlass, an der Treue ihres Mannes zu zweifeln. Der Verdacht, dass er sie betrügt, wird bald zur Gewissheit, die ihrerseits in Giulietta tiefe Zweifel an ihrem bisherigen Leben als ergebene Ehefrau weckt. Ihre Ängste und Hoffnungen, ihre Komplexe und verdrängten Wünsche gewinnen geisterhaftes Leben in vielschichtigen Tagträumen, verkörpern sich in Fantasiefiguren und Gestalten aus Giuliettas Vergangenheit und gegenwärtiger Umgebung. Vom toten Großvater (Lou Gilbert) bis zur kokottenhaften Nachbarin Susy (Sandra Milo) treiben sie ihr beziehungsreiches Spiel mit Giulietta.... (ARD Presse) Anmerkungen: "Julia und die Geister" wurde seinerzeit von der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen, die Bandbreite reichte von begeisterter Bewunderung bis zum Unverständnis. Wie die Geister mit Giulietta spielt Fellini hier mit zwei Realitätsebenen, mit innerer und äußerer Wirklichkeit. Giuliettas Biografie und ihre Umwelt bilden den Kern, um den sich Partikel aus ihren Träumen und Fantasien gruppieren. So entsteht ein psychisches Kaleidoskop mit vielfältig eingesprengten Realitätsfragmenten. Im Sog der Bilder und Begebenheiten spiegeln sich individuelle und kollektive Neurosen, jongliert Fellini ironisch mit Kräften und Mächten, die nicht nur Giuliettas Leben bestimmen und verwirren. Maßgeblichen Anteil an seiner filmischen Collage haben die vielseitig inspirierten Dekorationen und Kostüme von Piero Gheradi und die subtile Kameraarbeit Gianni Di Venanzos. (ARD Presse)
1967:Histoires extraordinaires --
Regie:: Roger Vadim -
Louis Malle -
Federico Fellini -
Story:: Edgar Allan Poe -
Kamera:: Tonino Delli Colli -
Giuseppe Rotunno -
Claude Renoir -
Darsteller:: Terence Stamp -
Françoise Prévost -
Peter Fonda -
Jane Fonda -
Alain Delon -
Brigitte Bardot -
1969: Satyricon --
Produktion:: P.E.A. -
Produzent:: Alberto Grimaldi -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Bernardino Zapponi -
Brunello Rondi -
Story:: Petronius -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Ruggero Mastroianni -
Kostüme:: Danilo Donati -
Darsteller:: Capucine Tryphaena -
Lucia Bosé la matrona -
Fanfulla Vernacchio -
Max Born Gitone -
Alain Cuny Lichas -
Hiram Keller Ascyltus -
Dancia La Loggia Scintilla -
Hylette Adolphe la Schiavetta -
Donuale Luna Oenothea -
Gordon Mitchell Brigant -
Magali Noël Fortunata -
Martin Potter Encolpius -
Salvo Randone Eumolpus -
Mario Romagnoli Trimalchio -
Joseph Wheeler il suicida -
Tanya Lopert Kaiser -
Synopsis: Die jungen Römer Encolpius (Martin Potter) und Ascyltus (Hiram Keller) sind Rivalen um die Gunst des Lustknaben Gitone (Max Born). Encolpius entführt ihn dem Schauspieler Vernacchio (Fanfulla), verliert ihn aber schnell wieder an Ascyltus. Der Dichter Eumolpus (Salvo Randone) nimmt Encolpius mit zum Gastmahl des Trimalchio (Mario Romagnoli), der seinen Reichtum protzig zur Schau stellt. Auf einem Piratenschiff finden Encolpius, Ascyltus und Gitone später wieder zusammen und werden in immer neue bizarre Abenteuer verstrickt. Encolpius muss wie Theseus gegen den Minotaurus kämpfen, aber der entpuppt sich als Schauspieler; als der blonde Jüngling seine Männlichkeit verliert, tun sich selbst sehr liebeskundige schöne Mädchen schwer mit ihm. Schließlich stirbt Ascyltus, und Encolpius macht sich auf die Suche nach einer neuen Welt. (ARD Presse) Anmerkungen: "In "Satyricon" hat Fellini, der 1993 gestorbene italienische Regisseur, Anleihen bei den Roman-Fragmenten des Petronius und antiken Mythen zu einer fantastischen Odyssee durch das Rom Neros und in die Abgründe der Seele verschmolzen. Wie Traumbilder reihen sich Szenen opulent-ausschweifender Lustbarkeiten und blutiger Gewalt aneinander; hinter antiker Maskierung grinst oft die Fratze der Gegenwart. Fellinis Lust an schönen und hässlichen, boshaften und verkommenen Gesichtern, an Körpern und an manieristischem Dekor feiert hier besonders fantastische Triumphe. An vielen verschiedenen Interpretationen des Films hat es nicht gefehlt; manche Kritiker sahen in ihm vor allem ein Loblied auf heidnische Sinnenfreude, andere eine apokalyptische Karikatur unserer Zeit im Gewande einer "altrömischen Walpurgisnacht". (ARD Presse)
1971: Roma --
Regie:: Federico Fellini -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Darsteller:: Gore Vidal Gore Vidal -
Alberto Sordi -
Marcello Mastroianni Marcello Mastroianni -
Stefano Majore Fellini als Kind -
Marne Maitland Führerin -
Anna Magnani -
Peter Gonzales Fellini mit 18 -
Renato Giovanelli Ottaviani -
Norma Giacchero Interviewerin -
Fiona Florence Dolores -
Federico Fellini Fellini -
Maria Pia de Doses Prinzessin -
Synopsis: Ende der 30er Jahre kommt der junge Federico Fellini aus der italienischen Provinz nach Rom, das er bisher nur aus pathetischen Geschichtsbeschwörungen im Schulunterricht, antiken Sittengemälden im Kino und faschistischen Propaganda-Phrasen kennt. Sein Rom-Erlebnis sieht ganz anders aus: Kleinbürgerliche Tafelfreuden wechseln ab mit billigen Vergnügungen in einem Volkstheater; beim Bau der U-Bahn stößt moderne Technik auf versunkene Vergangenheit. Darüber brodelt ein apokalyptisches Verkehrschaos, treffen sich Huren und Freier, veranstaltet eine alte Principessa in ihrem modrigen Palast eine makabre Modenschau für Aristokraten und Kleriker.... (ARD Presse) Kritiken: "Das mit imponierendem Aufwand inszenierte Stadtportrait fasziniert in seiner
Mischung aus Erinnerung und Gegenwart, Realität und Phantasie." (Lexikon des
Internationalen Films) "Herrlich private Fellini-Erfahrungen: Subjektiv, sentimental, voll Hohn und
grandioser Komik" (AZ, München) "Eine sinnesfreudige Ode an die Ewige Stadt..." (tele) Anmerkungen: Fellinis Film bildet Rom nicht ab, sondern gestaltet es aus seiner subjektiven Sicht in barock übersteigerten Episoden. Erinnerungen an die Kindheit in Norditalien bilden den Auftakt; mit 18 Jahren kommt der junge Fellini (Peter Gonzales) zum ersten Mal in die Metropole und beginnt, sie für sich zu entdecken. Das vollzieht sich auf mehreren Zeitebenen unter wechselnden Perspektiven. Das Rom der kleinen Leute präsentiert sich mit bombastischen Mietskasernen und überfüllten Straßenrestaurants, an deren brechend vollen Tischen die Straßenbahn quietschend vorbeifährt. Schon im Andrang zur käuflichen Liebe trennen sich die sozialen Milieus - die feineren Herren frequentieren feinere Etablissements. Die Parade der Huren mit ihren freizügig dargebotenen Proportionen und animierenden Derbheiten wechselt ab mit einer "kirchlichen Modenschau" für einen leutseligen Kardinal und anderes illustres Publikum, gipfelnd in einer gespenstischen Papst-Erscheinung. In einem Bautunnel der U-Bahn begegnen sich Gegenwart und Vergangenheit Roms, als man auf eine über 2.000 Jahre alte Villa stößt; die eindringende Luft zerstört ihre Fresken vor den Augen der Entdecker. Nur noch hektische Gegenwart ist der infernalische Verkehr auf der römischen Ringstraße, dort tritt Fellini mit seinem Team selber in Erscheinung. Beim beklemmenden Finale kreisen schwarz gekleidete Rocker auf ihren Motorrädern durch die verlassene nächtliche Stadt - moderne "Kentauren", Symbol für den Einfall neuer Barbaren? (ARD Presse)
1973: Amarcord --
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tonino Guerra -
Federico Fellini -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Musik:: Nino Rota -
Art Direction:: Danilo Donati -
Darsteller:: Bruno Zanin Titta -
Gennaro Ombra -
Magali Noël Grandisca -
Pupella Maggio Tittas Mutter -
Peppino Janigro -
Ciccio Ingrassia -
Armando Brancia Tittas Vater -
Antonietta Beluzzi -
1976: Casanova --
Produzent:: Alberto Grimaldi -
Regie:: Federico Fellini -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Darsteller:: Marika Rivera Astrodi -
Donald Sutherland Casanova -
Margareth Clementi -
Olimpia Carlisi -
Tina Aumont -
Synopsis: Ausgelassenes Treiben herrscht beim Karneval in Venedig. Während vor der Rialto-Brücke ein riesiger Frauenkopf aus dem Wasser gezogen wird, erhält Giacomo Casanova die Botschaft einer Nonne, die ihn zu treffen wünscht. Sie vergnügen sich ausgiebig in einer Villa, durch das Auge des Fisches vom französischen Botschafter beobachtet. Doch ein Empfehlungsschreiben für Paris bekommt Casanova von ihm trotzdem nicht, stattdessen wird er bei seiner Rückkehr im Namen der Inquisition verhaftet und der Schwarzen Magie bezichtigt. Er wird in die berüchtigten Bleikammern gesperrt. Doch Casanova kann fliehen und geht nach Paris, wo er sich in Marcolina, die Geliebte seines Bruders, verliebt und Aufnahme bei Madame D'Urfe findet. Zwei Jahre später lernt er in Forli die Liebe seines Lebens kennen - die Französin Henriette, die in Begleitung eines ungarischen Offiziers reist. Henriette ist eine außergewöhnliche Frau, doch ihr Glück währt nicht lange und Casanova ist todunglücklich. Jahre später in London trifft er auf Madame Charpillon, deren Liebhaber er einst war, und ihre Tochter. Die beiden demütigen ihn so, dass er endgültig sterben will. In seinen besten Kleidern geht er ins Wasser, doch eine Erscheinung am Ufer weckt seine Lebensgeister. Auf einem Jahrmarkt in London stellt sich heraus, dass die "Erscheinung" Angelina war, eine Dame von zwei Metern Größe. Später flieht Casanova nach Rom. In der Residenz des englischen Botschafters Lord Talou wird er zum sexuellen Zweikampf mit dem Kutscher Righetto herausgefordert, Casanova gewinnt... (mdr Presse) Kritiken: Anmerkungen: «Meisterregisseur Federico Fellini schuf die aufwendigste und aufsehenerregendste Verfilmung der Erlebnisse des Giacomo Casanova (1725-1798). In seiner Lesart stellt er der grauen Verlorenheit Casanovas eine oberflächliche Welt gegenüber, die er freilich in den tollsten Farben schildert. Mit Donald Sutherland fand Fellini nach langer Suche den idealen Casanova. Die Entstehungsgeschichte des Films ist so spektakulär wie der Film selbst. Fellini verbrauchte die damals stattliche Summe von zehn Millionen Dollar. Sämtliche Originalschauplätze ließ er in der römischen Filmstadt Cinecittà nachbauen, und während der zweijährigen Drehzeit gaben mehrere Produzenten die Zusammenarbeit mit ihm auf.» (mdr Presse)
«Drehbuch nach der Autobiografie von Giacomo Casanova - Die Idee zu "Fellinis Casanova" entsteht in den frühen 70er Jahren, als Fellini bei dem Produzenten Dino De Laurentiis unter Vertrag steht. Ihre Zusammenarbeit bleibt nicht bestehen, Fellinis Interesse an einer Verfilmung von Casanovas Autobiografie "Geschichte meines Leben" schon. Die Suche nach einem neuen Produzenten dauert jedoch. Als er mit Alberto Grimaldi fündig wird, ist Fellinis Lust an dem Projekt reichlich gesunken. Besonders seiner Hauptfigur Casanova gegenüber äußert sich der Regisseur offen kritisch, indem er dessen Unfähigkeit für tiefe Emotionen anprangert oder schlicht die Aussage "Ich hasse Casanova" tätigt. Dieses gespaltene Verhältnis eines Regisseurs zu seiner Hauptfigur zeichnet sich auch im Film ab. Wie schon in "Fellinis Roma" (1972) steht hier die Handlung hinter den Bildern zurück. Die einzelnen Episoden aus Casanovas Leben sind nur lose durch eine Off-Stimme miteinander verknüpft. Mehr als die Dramaturgie ist es die elaborierte Inszenierung und die opulente Ausstattung, die den Film sehenswert machen. Danielo Donation wurde dann auch 1977 mit dem Oscar für das beste Kostümdesign ausgezeichnet. Die formale Perfektion und kreative Dekoration hat jedoch auch ihren Preis. Komplett in Roms Cinecittà gedreht, übersteigen die Produktionskosten bald das Budget. Die Dreharbeiten werden unterbrochen und können erst nach einem juristischen Vergleich fortgesetzt werden. Der fertige Film ist jedoch ein kommerzieller Misserfolg und stößt bei der Kritik auf gemischte Reaktionen, wobei die darstellerische Leistung Donald Sutherlands durchweg gelobt wird. » (Arte Presse)
1979:Prova d'orchestra --
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Brunello Rondi -
Federico Fellini -
nach einer Vorlage von:: Federico Fellini -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Musik:: Nino Rota -
Schnitt:: Ruggero Mastroianni -
Production Design:: Dante Ferretti -
Darsteller:: Ferdinando Villella -
Elisabeth Labi -
Giovanni Javarone -
Clara Colosimo -
Ronaldo Bonacchi -
Balduin Baas Dirigent -
1980: La città delle donne --
Produktion:: Opera Film Produzioni -
Gaumont -
Produzent:: Franco Rossellini -
Executive Producer:: Lamberto Pippia -
Francesco Orefici -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Bernardino Zapponi -
Federico Fellini -
nach einer Vorlage von:: Federico Fellini -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Schnitt:: Ruggero Mastroianni -
Production Design:: Dante Ferretti -
Art Direction:: Osvaldo Desideri -
Kostüme:: Gabriella Pesucci -
Ton:: Paul Marie Lorrain -
Tommaso Quattrini -
Darsteller:: Mara Ciukleva die alte Frau -
Marina Confalone -
Donatella Famiani Donatella -
Carla Terlizzi 1000. Geliebte von Katzone -
Marcello Mastroianni Snaporaz -
Iole Silvani die Motorradfahrerin -
Ettore Manni Dottore Sante Katzone -
Catherine Carrel Kommandantin -
Anna Prucnal Snaporaz' Frau -
Fiammetta Baralla Ollio -
Bernice Stegers Die Frau aus dem Zug -
Synopsis: Lüstern mustert der alternde Schürzenjäger Snàporaz (Marcello Mastroianni) während einer Bahnreise die ihm gegenüber sitzende, attraktive Frau (Bernice Stegers) und kennt, nach einer Fahrt durch den Tunnel, nur noch einen Gedanken. Wie hypnotisiert folgt er ihr, als der Zug unvermittelt auf offener Strecke hält und die Dame aussteigt. Die unbekannte Schöne führt ihn in ein abgelegenes Hotel, wo ein Kongress radikaler Feministinnen tagt. Konfrontiert mit Theateraufführungen, Vorträgen, Gruppenmeditationen und Dia-Shows - alle zum Thema Unterdrückung der Frau - fühlt Snàporaz sich wie ein Beobachter von einem anderen Stern. Was ist nur plötzlich mit den Frauen geschehen? Als die rätselhafte Dame aus dem Zug ihn unversehens als typisches Beispiel der verhassten Gattung Mann herausdeutet, kann Snàporaz nur mit knapper Not entkommen. Aus dem Hexenkessel voller närrischer Weiber flüchtet er in die phallokratische Trutzburg seines alten Schulfreundes Sante Katzone (Ettore Manni). Von militanten Feministinnen umzingelt, feiert der skurrile Sexprotz gerade seine 10.000. Geliebte. Katzone hat sich eine erotische Fotogalerie eingerichtet, in der die Lustschreie all seiner Verflossenen per Knopfdruck abrufbar sind. Als Snàporaz ausgerechnet hier auf die "ewige Ehefrau" (Anna Prucnal) trifft, die ihm Vorhaltung über Vorhaltung macht, gerät die frivole Entdeckungsreise mehr und mehr zum Albtraum. Auf einer turbulenten Achterbahnfahrt passiert Snàporaz Stationen seiner eigenen Kindheit und Jugend, Erinnerungen an erotische Erlebnisse blitzen auf und verlöschen wieder. Mit letzter Kraft rettet Snàporaz sich in eine Gondel, die an einem Ballon in Form einer Riesenfrau hängt. Der Träumer entschwebt in den Himmel der Lüste, bis das Sperrfeuer einer Feministin den Luft- bzw. Lustballon zerstört. Snàporaz stürzt jäh in die Tiefe - und erwacht im Eisenbahnabteil, in dem er eingeschlafen war... (ARD Presse) Anmerkungen: "Skandal machte "Fellinis Stadt der Frauen", weil feministische Gruppen, die der Regisseur engagiert hatte, nur ein denunziatorisches Zerrbild ihrer Ideen wieder erkannten. Aus heutiger Sicht ist Fellinis mit überbordender Phantasie in Szene gesetzter, surrealer Bilderbogen eine Persiflage auf typische Männerphantasien und Männerängste. Neugierig, lüstern und feige stolpert Marcello Mastroianni, Alter Ego des Regisseurs, auf der Suche nach der idealen Frau durch das Labyrinth seiner eigenen Träume, Verblendungen und Vorurteile." (ARD Presse)
1983:E la nave và --
Produktion:: RAI-TV -
Gaumont -
Vides Produzione -
Produzent:: Franco Cristaldi -
Executive Producer:: Lucio Orlandini -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tonino Guerra -
Federico Fellini -
nach einer Vorlage von:: Federico Fellini -
Tonino Guerra -
Kamera:: Giuseppe Rotunno -
Musik:: Gianfranco Plenizio -
Schnitt:: Ruggero Mastroianni -
Production Design:: Dante Ferretti -
Kostüme:: Maurizio Millenotti -
Darsteller:: Barbara Jefford Ildebranco Cuffari -
Peter Cellier Sir Reginald Dongby -
Jonathan Cecil Ricotin -
Pina Bausch Prinzessini Lerinia -
Colin Higgins Polizeichef -
Freddie Jones Orlando -
Elisabeth Kaza Produzentin -
Maurice Barrier U.O. Ziloev -
Elisa Mainardi Teresa Valegnani -
Umberto Zuanelli Erster Maestro Rubetti -
Paoli Paolini Maestro Albertini -
Linda Polan Ines Ruffo Saltini -
Victor Poletti Aureliano Fuciletto -
Fiorenzo Serra Grossherzog -
Sarah-Jane Varley Dorothea -
Norma West Lady Violet Dongby -
Fred Williams Sabatino Lepori -
Vittorio Zarfati Zweiter Maestro Rubetti -
Pasquale Zito Conte di Bassano -
Philip Locke Premierminister -
1985: Ginger e Fred --
Produktion:: P.E.A. -
Produzent:: Alberto Grimaldi -
Production Manager:: Roberto Mannoni -
Gianfranco Codutti -
Walter Massi -
Raymond Leplont -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Tonino Guerra -
Federico Fellini -
Tullio Pinelli -
Kamera:: Tonino Delli Colli -
Ennio Guarnieri -
Musik:: Nicola Piovani -
Schnitt:: Nino Baragli -
Ugo De Rossi -
Ruggero Mastroianni -
Production Design:: Dante Ferretti -
Kostüme:: Danilo Donati -
Darsteller:: Elisabetta Flumeri Journalistin -
Francesco Casale Mafioso -
Martin Maria Blau Regieassistent -
Franco Fabrizzi Showmaster -
Jacques Henri Lartigue Pater Gerolamo -
Friedrich von Thun Industrieller -
Ezio Marano Autor -
Stefania Marini Produktions-Sekretärin -
Giulietta Masina Ginger -
Marcello Mastroianni Fred -
Toto Mignone Toto -
Augusto Poderosi Transvestit -
Barbara Scoppa Journalistin -
Ginestra Spinola Frau, die Stimmen hört -
Friedrich von Ledebur Admirakl -
Antonio Iuori Produktions-Sekretär -
Synopsis: Ihre große Stunde schlug in den späten 40er-Jahren. Amelia Bonetti (Giulietta Masina) und Pippo Botticella (Marcello Mastroianni) glänzten auf den Varietee-Bühnen mit der Imitation einer Stepptanz-Nummer von Ginger Rogers und Fred Astaire. Doch seit die beiden das letzte Mal unter dem Namen "Ginger und Fred" auftraten, sind mehr als 30 Jahre vergangen. Pippo ist inzwischen Vertreter und Amelia Großmutter und Besitzerin eines kleinen Ladens. Im Rahmen einer nostalgischen weihnachtlichen Unterhaltungssendung erinnert sich das Fernsehen an die beiden und lädt sie ein. Zu den weiteren Gästen dieser Show zählen die Doppelgänger von Franz Kafka und Marcel Proust sowie weitere skurrile Gestalten wie der Erfinder eines essbaren Damenslips, eine Kuh mit 20 Eutern und eine Frau, die unter Tränen berichtet, wie sie freiwillig einen Monat lang auf das Fernsehen verzichtete. Als sie sich für ihre alte Tanznummer vorbereiten, erfährt Amelia von einem Bühnenhelfer, einem Bekannten aus alten Zeiten, dass Pippo ihre Trennung seinerzeit nicht verschmerzte und einige Zeit in der "Klapsmühle" verbringen musste. Unmittelbar vor ihrem großen Auftritt taucht ein Stromausfall das Studio in Stille und Finsternis. Zusammengekauert auf dem Boden, nutzen die beiden die unerwartete Ruhe inmitten des Trubels für ein warmherziges Gespräch. Als das Licht wieder angeht, ist es Zeit für ihren ganz großen Auftritt... (ARD Presse) Kritiken: "Hinreissend" (AZ) Anmerkungen: Federico Fellinis spätes Meisterwerk "Ginger und Fred" ist eine kompromisslose und zugleich augenzwinkernde Abrechnung mit dem Fernsehen, dessen seelenlos-sterile Oberfläche einem farbenprächtigen, skurrilen Mikrokosmos hinter der Bühne korrespondiert, der mit typisch "fellinesken" Figuren und Gesichtern voller Spontaneität, Witz und Menschlichkeit bevölkert ist. Giulietta Masina und Marcello Mastroianni begeistern durch ihre großartige schauspielerische Leistung. (ARD Presse)
1987: Intervista --
Produktion:: RAI-TV -
Cinecittà -
Aljosha Produktion Company -
Fernlyn -
Produzent:: Ibrahim Moussa -
Executive Producer:: Pietro Notorianni -
Michele Janczarek -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Gianfranco Angelucci -
nach einer Vorlage von:: Federico Fellini -
Kamera:: Tonino Delli Colli -
Musik:: Nino Baragli -
Schnitt:: Nicola Piovani -
Production Design:: Danilo Donati -
Kostüme:: Danilo Donati -
Darsteller:: Paola Liguori die Diva -
Sergio Rubini -
Marcello Mastroianni -
Pietro Notorianni -
Nadia Ottaviani Nadia -
Anita Ekberg -
Danilo Donati -
Tonino Delli Colli -
Antonella Ponziani Antonella -
Federico Fellini -
Synopsis: Der Maestro (Federico Fellini) erzählt einem japanischen Fernsehteam, wie er vor vielen Jahren erstmals in die Studios von Cinecittà kam, um eine üppige Filmdiva zu interviewen. Diese autobiografischen Erinnerungen Fellinis werden vor den Augen des Zuschauers verfilmt. Der Regisseur Fellini wird dabei gespielt von dem Schauspieler Sergio (Sergio Rubini). Fellini erklärt ihm seine Rolle, und schon sehen wir die besagten Szenen als verfilmte Rückschau. Der schüchterne Reporter Sergio irrt über das Filmgelände, und gerät zwischen die Dreharbeiten wutschnaubender Regisseure, die mit Pappmaché-Elefanten und launischen Stars zu kämpfen haben. Fellini setzt seine eigene Arbeit selbstironisch in Szene und verweist dabei geschickt auf die eigentlichen Stars seine Filme. Freunde, Mitarbeiter, Darsteller, Techniker, Komparsen und Parasiten wirbeln in einem wohl geordneten Chaos kaleidoskopartig durcheinander. Höhepunkt dieser vexierbildartigen Revue ist ein gemeinsamer Besuch mit Marcello Mastroianni (Marcello Mastroianni) bei Anita Ekberg (Anita Ekberg), die in einer schwer zugänglichen Villa am Stadtrand von Rom lebt. Um ein Vierteljahrhundert gealtert, begegnen sich die beiden Stars aus "Das süße Leben" wieder, um gemeinsam die legendäre Trevi-Brunnen-Szene anzuschauen. Am Ende wird das Team vom Regen überrascht und flüchtet unter eine große Zeltplane, wo es von Indianern angegriffen wird, die an Stelle von Speeren mit Fernsehantennen bewaffnet sind... (ARD Presse) Preise und Auszeichnungen: 1987 - Sonderpreis der Filmfestspiele Cannes 1987 - Moskau: Publikumspreis und Grosser Preis der Filmfestspiele Anmerkungen: "Fellinis Intervista" ist eine warmherzig-vitale Hommage an die Filmstadt Cinecittà und zugleich eine amüsant-melancholische Darstellung des eigenen Filmschaffens aus der Innenperspektive. Dabei entsteht mehr als nur ein Insider-Spaß: Fellini tritt mit der Geste eines Film-Magiers vor die Kamera, der dem Zuschauer einen Trick erklärt, um in einem Atemzug vor den Augen des Publikums einen noch verblüffenderen Trick zu inszenieren... (ARD Presse)
Federico Fellini's Intervista -- Regie:
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Kamera:: Tonino Delli Colli -
Darsteller:: Anita Ekberg -
Marcello Mastroianni -
Sergio Rubini Reporter -
Nadia Ottaviani Vestalin -
Lara Wendel Braut -
Paola Liguori Star -
Antonella Ponziani Antonella -
Maurizio Mein -
1990: La voce della luna --
Produktion:: Tiger Cinematografica -
RAI -
Cinemax -
Produzent:: Mario Cecchi Gori -
Vittorio Cecchi Gori -
Production Supervisor:: Claudio Saraceni -
Bruno Altissimi -
Regie:: Federico Fellini -
Drehbuch:: Federico Fellini -
Tullio Pinelli -
Ermanno Cavazzoni -
Story:: Ermanno Cavazzoni Il Poema dei Lunatici -
Kamera:: Tonino Delli Colli -
Musik:: Nicola Piovani -
Schnitt:: Nino Baragli -
Production Design:: Dante Ferretti -
Kostüme:: Maurizio Millenotti -
Darsteller:: Paolo Villaggio Ex-Präfekt Gonella -
Nigel Harris Micheluzii -
Dominque Chevalier Micheluzzi -
Lorose Keller Herzogin -
Angelo Orlando Nestore -
Nadia Ottaviani Aldina -
Sysy Blady Aldinas Schwester -
Roberto Benigni Salvini -
Marisa Tomasi die "Dampflok" -
Dario Ghirardi Der Journalist -
Synopsis: Der schmächtige Salvini (Roberto Benigni) lebt in einer Welt aus Träumen, Erinnerungen und zärtlichen Hoffnungen. Er spürt geheimnisvollen Stimmen nach, die aus der Tiefe von Brunnen kommen oder vom Spiegelbild des Mondes in ihrem Wasser, und liebt die schöne Aldina (Nadia Ottaviani), auch wenn sie von dem närrischen Träumer nichts wissen will. Manchmal trifft Salvini sich auf dem Dach mit dem armen Nestore (Angelo Orlando), den seine liebestolle Frau Marisa (Marisa Tomasi) verlassen hat. Und mehr und mehr fühlt er sich zu dem vereinsamten Ex-Präfekten Gonella (Paolo Villaggio) hingezogen, der überzeugt ist, einem Komplott der Menschen gegen die Menschheit auf der Spur zu sein. Im Höllenlärm einer gigantischen Disco glaubt er, auf das Zentrum der Verschwörung gestoßen zu sein.... (ARD Presse) Anmerkungen: "Fellinis komplexer Film, wie gewohnt von barocker Bilderfülle und reich an skurrilen Figuren und Selbstzitaten, gipfelt in einem hektischen Fest mit einer marktschreierischen Miss-Wahl und dem ganzen Rummel kommerzialisierter Vergnügungssucht. Schauplatz ist eine Provinzstadt ohne Charme; der Lärm der Metropolen, das allgegenwärtige Fernsehen und die Stil-Mixturen der Postmoderne haben auch sie längst erobert. Fellini führt das in Bildern voll schneidender Brillanz, aber auch voller betörender Poesie vor; er macht keinen Hehl aus seiner Trauer über verlorene Alltags- und Festkultur und seinem Zorn über den schrillen Lärm der Gegenwart, er sperrt sich aber gegen eine Reduzierung auf eindeutig simple Botschaften. Nicht das, was er auf den ersten Blick zu sagen scheint, sondern die vieldeutige Art, wie er es sagt, gibt diesem Film des großen italienischen Regisseurs den Rang eines Meisterwerks." (ARD Presse)
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