Bologna Filmfestival 2017 - KinoTV

Riscoperte e Restauri / Rediscoveries & Restorations


A Mosca cieca Regie: nicht genannt,Italien - 1966
Darsteller: Romano Scavolini -

Text?Annie Hall (Der Stadtneurotiker), Regie: Woody Allen,USA - 1977
Regisseur: Woody Allen - Regieassistent: Fred Blankfein - Fred Gallo - Drehbuch: Woody Allen - Marshall Brickman - Kamera: Gordon Willis - Schnitt: Ralph Rosenblum - Architekt: Robert Drumheller - Mel Bourne - Kostümbild: Ruth Morley - Darsteller: Sigourney Weaver - Donald Symington - Paul Simon Tony Lacey - Tony Roberts Rob - Janet Margolin - Diane Keaton Annie Hall - Carol Kane Allison - Shelley Duvall - Woody Allen Alvy Singer - Paula Trueman -

Inhaltsangabe
Der New Yorker Komiker Alvy Singer (Woody Allen) blickt in witzig-selbstironischer Weise auf seine Vergangenheit zurück, nachdem er durch die gescheiterte Beziehung zu Annie (Diane Keaton) aus Wisconsin wieder einmal in eine Krise geraten ist. Seine verkorkste Kindheit verbrachte er in einem nicht erschütterungsfreien Zuhause unter einer Achterbahn und hatte sich damals plötzlich geweigert, weiterhin seine Hausaufgaben zu erledigen. "Das Universum dehnt sich aus", hatte er nur lakonisch erklärt. In Anbetracht einer gewaltigen Explosion in zwei Millionen Jahren, die von der Erde nichts mehr übrig lassen würde, war für ihn jegliche Anstrengung sinnlos geworden. Die jahrelangen Sitzungen bei einem Psychiater hatten dem permanent unglücklichen Verlierer auch nicht geholfen, sich mit seinem Schicksal zu arrangieren (Alvy: "Ein Jahr geb ich dem Therapeuten noch, dann fahre ich nach Lourdes"). Selbst seine zwei Ehen gingen in die Brüche. Und nun blickt er auf die Scherben seiner Beziehung zu Annie, nachdem diese für eine Gesangskarriere nach Hollywood - für Alvy der Inbegriff des schönen, aber hohlen Scheins - gezogen ist... (SF DRS Presse)
Anmerkungen
Woody Allens von seiner eigenen Biografie geprägte Komödie porträtiert einen Intellektuellen, der mit ernsten Problemen hadert, diese aber auf komische Weise bewältigt. Der Träumer und geborene Verlierer - ein Stadtneurotiker eben - überlebt dank der eigenen Kreativität. Für seinen sechsten Film hat Allen im Vergleich zu seinen früheren Werken die eher episodischen Pointen zugunsten einer durchgehenden Geschichte weiterentwickelt, bei den Gags setzt er mehr auf bissig-ironischen Wortwitz als auf Slapstick. Die Unrast der Hauptfigur findet seine Entsprechung in Allens versiertem Jonglieren mit verschiedenen Stilen und Erzählformen (er blendet etwa in Untertiteln ein, was seine Figuren denken, das ganz im Gegensatz zu ihren Äusserungen steht). Prompt wurde "Annie Hall" 1978 mit insgesamt vier Oscars ausgezeichnet - als bester Film, für das beste Drehbuch, die beste Regie und die beste weibliche Hauptrolle (Keaton). Die dialogreiche Komödie hat damit sogar den allerersten "Star Wars"-Film im Rennen um die Oscars geschlagen und für damalige Verhältnisse die enorme Summe von 40 Millionen Dollar eingespielt. Der Film gilt als einer der besten Allens. Vielleicht auch deshalb, weil darin der Prototyp seiner Lieblingsfigur, dem mit seinem Alltag restlos überforderten, aber spitzzüngigen Grossstadtmenschen, ebenso etabliert wurde wie dessen leicht schusslige und naive Freundin, die ihm später in so manchen Filmen zur Seite stand. (SF DRS Presse)

Text?Belle de Jour (Von Liebe besessen, Schöne des Tages), Regie: Luis Buñuel,Frankreich, Italien - 1966
Regisseur: Luis Buñuel - Regieassistent: Pierre Lary - Jacques Fraenkel - Drehbuch: Luis Buñuel - Jean-Claude Carrière - Nach einer Vorlage von: Joseph Kessel nove - Kamera: Sacha Vierny - Darsteller: Francoise Fabian Charlotte - Jean Sorel Pierre - Francisco Rabal Hyppolite - Michel Piccoli Husson - Geneviève Page Madame Anais - Macha Méril Renée - Georges Marchal Herzog - Maria Latour Mathilde - Pierre Clémenti Marcel - Catherine Deneuve Severine - Francis Blanche M. Adolphe -

Inhaltsangabe
Pierre und Séverine führen nach außen hin eine normale Ehe. Doch der Schein trügt. Mit den Zärtlichkeiten ihres Mannes weiß Séverine wenig anzufangen. Während Pierre seine Tage als Arzt in der Klink verbringt, flüchtet Séverine in Tagträume, die von masochistischer Lust und Vergewaltigungsfantasien geprägt sind. Als Séverine von Husson, einem Bekannten des Paares, die Adresse einer gewissen Madame Anáis erfährt, ist ihre Neugier geweckt. Wenige Tage später besucht sie das diskret geführte Bordell und verdingt sich als Prostituierte. Da sie nur am Nachmittag arbeitet, erhält sie den Namen "Belle de Jour". Ihren erotischen Fantasien scheint besonders der gewalttätige Marcel zu entsprechen, der eines Tages auftaucht und die neue Schönheit für sich beansprucht. Séverines sorgfältig inszeniertes Doppelleben droht zu zerbrechen, als Husson wieder einmal das Etablissement besucht und auf Séverine trifft. Voller Angst um ihre Ehe gibt sie ihre heimliche Beschäftigung auf. Doch Marcel lässt sich nicht so leicht abschütteln. In dem Wahn, nur auf diese Weise Séverine halten zu können, schießt er auf Pierre. Wenig später wird er selbst von der Polizei tödlich getroffen. Zwar hat Pierre überlebt, doch blind und an den Rollstuhl gefesselt, ist er nun völlig von seiner Frau abhängig. Séverine scheint als Pierres Krankenpflegerin Befriedigung zu finden. Doch auch diesem zerbrechlichen Frieden droht Gefahr, als Husson Pierre über das frühere Doppelleben seiner Frau aufklärt... (3Sat Presse)
Kritiken
"Einerseits eine hypnotische Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit, anderrrrrrerseits die gnadenlose Blosstellung der Doppelmoral in der 'guten Gesellschaft'" (tele)
Anmerkungen
«Eines der "ewigen Prinzipien", das Buñuel in "Belle de Jour" angreift, ist die Institution der Ehe. Die Verkehrung der ehelichen Ideale - Liebe, Treue und Vertrauen - präsentiert der spanische Regisseur in Gestalt seiner Hauptfigur: einer Frau, eindrucksvoll verkörpert von Catherine Deneuve, die über das sexuelle Erlebnis mit anderen Männern ihren eigenen Gatten immer stärker zu lieben lernt. Eine schizophrene Situation, die Buñuel in zwei verschiedenen Lebenswelten seiner Protagonistin zum Ausdruck bringt. Er stellt Realität und Traum mit denselben filmischen Stilmitteln dar, so dass eine Unterscheidung schwer fällt. Die literarische Vorlage zu "Belle de Jour" fand Buñuel in einem Roman von Joseph Kessel, der 1928 erschien und den Buñuel für nicht besonders gut hielt. Er übernahm lediglich die Konstellation der Figuren und deren Namen. Den Schluss schrieb er mit dem Drehbuchautoren Jean-Claude Carrière in weiten Teilen um.» (3Sat Presse) «Die Darstellung der Titelheldin gehört zu den aufregendsten schauspielerischen Leistungen von Frankreichs Kino-Ikone Catherine Deneuve - als "Symbol makelloser Eleganz" und "schönste Frau der Welt" gefeiert, als grandiose Charakterschauspielerin verehrt. Luis Buñuel wurde 1967 bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem "Goldenen Löwen", der Film selbst mit dem Preis der italienischen Filmkritik ausgezeichnet. Der Film entstand nach dem 1929 veröffentlichten Roman "Belle de Jour" von Joseph Kessel (1898-1979), der erst aufgrund des Kinoerfolgs 1968 auch in deutscher Übersetzung erschien ("Die Schöne des Tages"). "Belle de Jour" entfaltet das zentrale Thema des spanischen Regisseurs: die Deformation des Menschen durch gesellschaftliche Fehlentwicklungen, demonstriert am zwanghaften Verhalten Séverines, in dem die Widersprüche zwischen sozialen und moralischen Konventionen und einer ungestillten Sexualität zum Ausdruck kommen.» (BR Presse)

Text?Blow Up (Blow-Up), Regie: Michelangelo Antonioni,Grossbritannien - 1966
Produzent: Carlo Ponti - Regisseur: Michelangelo Antonioni - Drehbuch: Michelangelo Antonioni - Edward Bond - Tonino Guerra - Kamera: Carlo di Palma - Musik: Herbie Hancock - Schnitt: Frank Clarke (/xx/) - Darsteller: Peter Bowles Ron - David Hemmings Thomas - Jill Kennington Photomodell - Sarah Miles Patricia - Vanessa Redgrave Jane - Jane Birkin Teenager -

Inhaltsangabe
Der junge Fotograf Thomas (David Hemmings) hat eine Nacht in einem Obdachlosenasyl verbracht, um dort Aufnahmen für einen neuen Bildband zu machen. Als er in sein Atelier kommt, wartet dort bereits Veruschka auf ihn, eines der wenigen Modelle, mit denen er gern arbeitet. Beide steigern sich dabei in einen Zustand hinein, der der sexuellen Ekstase nahe kommt. Doch lieber sucht Thomas nach Motiven für sein Buch. Dabei gerät er in einen stillen Park, wo er ein Liebespaar fotografiert. Als die Frau (Vanessa Redgrave) ihn entdeckt, verlangt sie erregt die Herausgabe des Films. Die Frau verfolgt ihn bis in sein Atelier und macht ihm dort ein unzweideutiges Angebot. Zum Schein geht der junge Fotograf darauf ein, händigt ihr jedoch einen falschen Film aus, denn der richtige Film interessiert ihn jetzt umso mehr. Als er ihn entwickelt, glaubt er, Hinweise auf einen Mord zu entdecken. Für Thomas wird das zur Gewissheit, als er nach Einbruch der Dunkelheit wieder in den Park geht und dort tatsächlich eine Leiche sieht: Der Tote ist der Liebhaber der Frau. Er hetzt zurück in sein Atelier; dort herrscht Chaos, und die meisten seiner Filme sind gestohlen worden. Als er im Morgengrauen zum dritten Mal in den Park geht, findet er keinen Toten mehr... (ARD Presse)
Kritiken
"In Inszenierung, Fotografie und Darstellung hervorragender Film" (film-dienst)
Anmerkungen
"Drehbuch nach Motiven einer Erzählung von Julio Cortazar Erzählung Michelangelo Antonionis berühmter Film "Blow up", 1967 in Cannes mit der "Goldenen Palme" ausgezeichnet, bei Kritik und Publikum gleichermaßen erfolgreich, wurde zum Inbegriff von "Swinging London", der Hauptstadt der Pop-Kultur in den 60er und 70er Jahren." (ARD Presse)

Text?Bring me the head of Alfredo Garcia (Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia), Regie: Sam Peckinpah,USA, Mexico - 1974
Regisseur: Sam Peckinpah - Drehbuch: Gordon Dawson - Sam Peckinpah - Story : Frank Kowalski - Kamera: Alex Phillips jr. - Musik: Jerry Fielding - Darsteller: Helmut Dantine - Robert Webber - Isela Vega Elita - Warren Oates Bennie - Kris Kristofferson Paco - Emilio Fernández - Gig Young Quill -

Inhaltsangabe
El Jefe, ein bigotter mexikanischer Großgrundbesitzer, zwingt seine Tochter, den Namen des Mannes preiszugeben, von dem sie ein Kind erwartet. Seine Rachsucht kennt keine Grenzen: Wer ihm den Kopf von Alfredo Garcia bringt, soll dafür eine Million Dollar erhalten. Zwei Killer versprechen dem heruntergekommenen Amerikaner Bennie (Warren Oates) 10.000 Dollar, wenn er ihnen hilft, den verschwundenen Mexikaner tot oder lebendig zu fassen. Bennie, der sich als Klavierspieler in schäbigen Kneipen durchschlägt und von einer gesicherten Existenz träumt, hat ein Verhältnis mit der mexikanischen Sängerin Elita - und die weiß, dass der gesuchte Garcia auf einem Bergpass tödlich verunglückt ist. Bennie drängt sie daraufhin, mit ihm zu dem Friedhof zu fahren, auf dem der Tote begraben liegt; da es nur um Garcias Kopf geht, will er sich die versprochene Belohnung nicht entgehen lassen. Doch damit ist er nicht allein. Rachsucht und Geldgier lösen eine Welle der Gewalt aus .... (wdr Presse)
Kritiken
"Eine realistisch-brutale, aber unzweifelhaft kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Gewalt im Stile Peckinpahs" (Lexkion des Intern. Films)
Anmerkungen
"Hintergrundinformationen: Der amerikanische Regisseur Sam Peckinpah (1925-1984) hat in Filmen wie "Getaway" oder "The Wild Bunch" immer wieder die Gewalt anprangern wollen und sie entsprechend exzessiv dargestellt; so auch in diesem Film, der düsteren Geschichte einer mörderischen Menschenjagd, in der Warren Oates in Mexiko in eine grausame Vendetta verwickelt wird und am eigenen Leibe erfährt, wozu Menschen aus Rachsucht und Geldgier fähig sind. Der Film, wie viele andere Peckinpah-Filme auch, steuert von einer brutalen Exposition aus zwangsläufig und folgerichtig in eine Orgie der Gewalt. Und wie bei anderen Peckinpah-Filmen hat das auch bei diesem zu heftigen Diskussionen über die Darstellung von Gewalt geführt. In Deutschland wurde der Film 1974 von einem Münchner Gericht zeitweise beschlagnahmt. Zur selben Zeit charakterisierte der wachsame "filmdienst" den Film aber so: "Harte Attacke gegen Gewalt erzeugende und begünstigende soziale Strukturen, eine realistische, aber unzweifelhaft kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Gewalt." (wdr Presse)

Text?Casanova Regie: Aleksandr Volkov,Frankreich - 1927
Produktion: Ciné-Alliance - Regisseur: Aleksandr Volkov - Regieassistent: Anatole Litvak - Drehbuch: Norbert Falk - Ivan Mosjoukin - Kamera: Nikolai Toporkov - Fjodor Burgasov AKA Fédote Bourgassoff - Léonce-Henri Burel - Musik: Georges Delerue Neufassung 1989 - Architekt: Noe Bloch - Kostümbild: Boris Bilinsky - Darsteller: Nathalie Lissenko - Nina Koshetz Gräfin Vorontsov - Ivan Mosjoukin Casanova - Michel Simon Sbire - Carlo Tedeschi - Rudolf Klein-Rogge Zar - Diana Karenne Maria, Fürstin von Lardi - Bouamerane - Olga Day - Rina de Liguoro Corticelli - Albert Decoeur - Paul Franceschi - Paul Guidé Orloff - Maria Ivogün - Jenny Jugo Carlotta - Suzanne Bianchetti Catherine II -

Inhaltsangabe
Venedig in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Alle Welt redet von Casanova und seinem ausschweifenden Leben, bis der Zehnerrat der Stadt ihn schließlich ausbürgert. Er geht zunächst nach Bayern, wo er sich in die schöne Schauspielerin Theresa verliebt, die unter dem Einfluß des Herzogs von Bayreuth steht. Es kommt zum Duell, bei dem Casanova den Herzog tötet. Seine Flucht kreuz und quer durch Europa führt ihn schließlich nach Rußland.
Kritiken
"Über den Inhalt braucht nicht viel gesagt zu werden. Casanova ist ein Begriff, ist die Konzentration von Liebe, Prunk und Abenteuer. Selbstverständlich gibt der Film nur Ausschnitte. Er beginnt mit der abenteuerlichen Flucht aus Venedig, zeigt russische Episoden und endet schließlich mit der Gefangennahme und Befreiung des interessantesten Mannes seiner Zeit. Das alles ist in einen pompösen Rahmen gestellt. Es gibt grandiose Massenszenen, wundervolle, feinkolorierte Einschaltungen und ausgezeichnete schauspielerische Leistungen. Wolkoff, der Regisseur, hat mit seltenem Geschick ein europäisches Ensemble zusammengebracht, wobei natürlich Mosjoukine, für die Rolle selten glücklich prädestiniert, die erste Geige spielt. Es war keine leichte Aufgabe, schauspielerisches Können mit Filmsensationen zu vereinbaren. Aber Darsteller und Regisseur haben jene glückliche Mischung gefunden, die den Erfolg trägt und stützt. Daneben spielt eine Reihe schöner Frauen. Zuerst zu nennen unsere deutsche Filmschauspielerin Jenny Jugo, dann Diana Karenne, eine Frau, die in Europa viel zu wenig beschäftigt wird und die man getrost mit der Nielsen auf eine Stufe stellen kann." (Kinematograph, Berlin, Nr. 1081/1927) "Wolkoffs CASANOVA ist lose strukturiert und mehr eine Abfolge von Episoden, deren Stil zwischen Komödie und Tragödie, Melodram und Satire pendelt. Die Rolle des Casanova war maßgeschneidert für Iwan Mosjoukine der die ganze Bandbreite seiner Darstellungskunst ausspielen konnte. CASANOVA ist vielleicht der Höhepunkt seiner Schauspielkarriere. Alles in allem spielte er Casanova wie einen Abenteurer à la Douglas Fairbanks, nur mit mehr Esprit, Ironie und kühler erotischer Ausstrahlung. Mehr als alles andere beeindruckt CASANOVA durch die Dekors von Lochakoff, Bilinskys Kostüme und Venedig selbst. Lochakoff verwandte die neuesten Techniken der deutschen Filmstudios in Verbindung mit Bauten, die nach Ausstattungsvorlagen italienischer Opern des 17 und 18. Jahrhunderts gestaltet waren. Ergänzt wurden diese fabelhaften Dekors von Bilinskys reicher Vielfalt der Kostüme. Schließlich wurden Bauten und Kostüme noch verschönert durch einen exquisiten Colorierungs-Prozeß, der sogar drei oder vier deutlich unterscheidbare Farben in einem einzigen Filmbild ermöglichte." (Richard Abel: French Cinema - The first Wave; Princeton 1984) "Auch fünfzig Jahre nachdem Wolkoffs Werk erstmals präsentiert wurde, sind die bewegten Ansichten von Venedig noch immer einfach hinreißend, die Wolkoff den Wasserstraßen und Palazzi, den schaukelnden Lichtern und dem ausgelassenen Karnevalstreiben abgewinnt. Immer wieder ist es staunenswert, auf welch hohem Niveau sich die Filmkunst der zwanziger Jahre bewegte. Der choreographische Tanz der Bilder, die Eleganz der szenischen Auflösung und erzählerischer Mut finden so bald nicht ihresgleichen." (Hans-Dieter Seidel, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31.8.1988) / zitiert nach Bonner Kinemathek

Text?Johnny Guitar (Wenn Frauen hassen, Johnny Guitar, gehasst, gejagt, gefürchtet), Regie: Nicholas Ray,USA - 1954
Produktion: Republic Pictures - Produzent: Herbert J. Yates - Nicholas Ray - Regisseur: Nicholas Ray - Drehbuch: Philip Yordan - Nach einer Vorlage von: Roy Chanslor Roman - Kamera: Harry Stradling - Musik: Victor Young - Peggy Lee Song - Schnitt: Richard L. Van Enger - Architekt: Hal Pereira - Henry Bumstead - Set Decoration: Edward G. Boyle - John McCarthy jr. - Darsteller: Trevor Bardette Jenks - Frank Marlowe Sam - Robert Osterloh Sam - Ian McDonald Pete - Paul Fix Eddie - John Maxwell Jake - Will Wright Ned - Rhys Williams Mr. Andrews - Ernest Borgnine Bart Lonergan - John Carradine Old Tom - Ben Cooper Turkey Ralston - Joan Crawford Vienna - Royal Dano Corey - Frank Ferguson Sheriff Williams - Sterling Hayden Johnny 'Guitar' Logan - Mercedes McCambridge Emma Small - Scott Brady Dancin' Kid - Ward Bond John McIvers -

Inhaltsangabe
Die resolute Vienna (Joan Crawford) führt in Arizona einen lukrativen Spielsalon. da sie durch Grundstückkäufe noch reicher wurde, wird sie von den Siedlern neidisch beäugt. Emma (Mercedes MacCambridge) hasst sie sogar, denn beide liebten einst den Revolverhelden Johnny Guitar (Sterling Hayden). Als der unerwartet zurückkehrt, eskalieren die Ereignisse. (tele 2008/50)
Kritiken
"Diese Geschichte aus dem Wilden Westen hat trotz ihrer handlungsmässigen Üblichkeit ein gewisses Format. Das ist vor allen Dingen der Hauptdarstellerin Joan Crawford und ihrem Partner Sterling Hayden zu verdanken. Beide bieten Leistungen, die in den Rahmen eines jeden grossen Filmes passen würden. Man sieht sich zurückversetzt in jene Zeit, in der im Westen Amerikas die grossen Eisenbahnen gebaut werden. In ihrem Gefolge befinden sich skrupellose Frauen, harte Desperados sowie Hass und Liebe. Wenn dann zum Schluss eine Spielhölle zum Raub der Flammen wird, die Desperados unter den Schüssen der Polizei sterben und sich eine schöne Frau mit einem Guitarrenspieler in Liebe verbindet, dann gibt das den Farben von Trucolor alle Möglichkeiten. Und so möchten wir glauben, dass der Film WENN FRAUEN HASSEN bei Leuten, die das Genre lieben, besonders gute Kassen machen wird." Dieter Fritko in: Film-Echo (Wiesbaden), Nr. 45, 6.11.1954.

"Der Guitarren-Johnny (Sterling Hayden) weckt in der feurig-schönen Roulette-Bossin (Joan Crawford) fast gelöschte Leidenschaften und gerät dadurch in den Intrigenmittelpunkt ihrer Gegenspielerin. In letzter Sekunde kann er die Geliebte noch dem Strangulationskommando entreissen. Folgen noch viele Komplikationen, bis die beiden in ein neues, sauberes, edleres Leben ziehen können. Ein Wild-West-Reisser mit Ambitionen: hart, nahtgenau, mit grossartiger Charakterisierung der Personen, scharfäugiger Kamera und in Trucolor. In seiner Klasse: Klasse." Walter A. Persich in: Filmblätter (Berlin), Nr. 47, 26.11.1954.

"Ein Western ausserhalb der gängigen Schemata, schon der Anfang des Films überrascht: da fliegt bei Sprengungen die halbe Landschaft in die Luft, ein Reiter mit einer Gitarre macht auf einem Hügel halt und sieht, wie unten im Tal eine Postkutsche ausgeraubt wird, und der Boss des in der gottverlassenen Einsamkeit stehenden Saloons ist eine Lady (Vienna). Bald spürt man, dass es um sie gehen wird, dass hier die Frauen das Sagen haben, dass ihre Rivalin Emma alles daran setzen wird, sie zu vernichten. Nach weniger als 48 Stunden ist die Katastrophe perfekt, der Saloon niedergebrannt, Vienna um Haaresbreite gelyncht, die vier Männer um Dancing Ted tot. Nur Johnny, der sich Guitar nennt, weil er 'vielleicht nicht der schnellste Schütze' ist, überlebt die organisierte Hetzjagd auf die Aussenseiter durch eine Bande ach so wohlanständiger Bürger in ihren schwarzen Trauergewändern, umd am Schluss klingt dann programmatisch das Lied von Johnny Guitar, die Melodie, die Johnny früher im Film nicht zu Ende spielen durfte, weil sie Vienna wohl an ihre Zeit davor erinnerte."

«Herausragender Western und psychologische Studie» (tele 2008/50)

«Der ehemalige Revolverheld Johnny Guitar kommt auf der Suche nach einem friedlichen Leben in eine Gegend, in der eine Eisenbahnstrecke gebaut wird. Er hofft, in einem Spielcasino Arbeit zu finden, das von der resoluten Vienna geleitet wird. Viennas Erfolg - sie hat in Kenntnis des geplanten Streckenverlaufs der Eisenbahn fast das gesamte Weideland der Umgebung aufgekauft - provoziert den Neid ihrer Nachbarn, vor allem der Rancherin Emma Small, die zudem Grund hat, auf sie eifersüchtig zu sein. Dies sind die Voraussetzungen für ein Drama entfesselter Leidenschaften, dem sich Johnny Guitar auf Dauer nicht entziehen kann. Nicholas Rays aussergewöhnlicher Western wurde bei einer Umfrage unter französichen Kritikern (nach Rio Bravo) zum zweitbesten Western aller Zeiten gewählt.. "Nicolas Rays Western sind in ihren Outriertheiten unerreicht, zweifellos darin Meisterwerke einer spielerischen Phantasie. In der Thematik und Farbgebung, Inszenierung und Dimensionierung der Charaktere lassen sie alle anderen Stilrichtungen hinter sich. Die Geschichte Johnny Guitars und seiner Geliebten, einer Spielsalonbesitzerin, hat Akzente, die der klassischen Tragödie entnommen sein könnte. Es gibt in diesem Film Stellen von so krasser Brutalität, die selbst durch den Filter der Rayschen Inszenierung (Montagen aus der Totalen, Grossaufnahmen und Bewegung in schneller Folge) kaum gemildert werden. Die Farben sind künstlich und betonen den exemplarischen Charakter der Fabel. Für Ray gilt die Bezeichnung "Poet der grausamen Liebe": die Gegenspielerin Joan Crawfords, die als Besitzerin des Saloons fungiert, ist eine Megäre wie nur wenige andere in diesem Genre."» (Peter H. Schröder, Filmkritik 3/65)


Kean Regie: Aleksandr Volkov,Frankreich - 1923
Produktion: Les Films Albatros - Verleih: Compagnie Vitagraph de France - Produzent: Alexandre Kamenka - Regisseur: Aleksandr Volkov (AKA Alexandre Volkoff) - Drehbuch: Aleksandr Volkov (AKA Alexandre Volkoff) - Ivan Mosjoukin - Kenelm Foss - Nach einer Vorlage von: Alexandre Dumas père play - Kamera: Joseph-Louis Mundviller - Fjodor Burgasov (AKA F. Bourgassof) - Architekt: Aleksandr Loshakov (AKA Alexandre Lochakoff) - Edouard Gauche - Darsteller: Jules de Spoly - Joe Alex - Nathalie Lissenko La comtesse Elena de Koefeld - Konstantin Mic - Pierre Mindaist - Laurent Morléas - Albert Bras Le constable - Ivan Mosjoukin Edmund Kean (AKA Ivan Mosjoukine) - Nikolai Kolin Solomon - le souffleur - Kenelm Foss Lord Mewill - Mary Odette Anna Danby - Otto Detlefsen Prince of Wales - Pauline Ophélie / Juliette - Georges Deneubourg Comte de Koefeld (AKA G. Deneubourg) -

Text?Kid Boots (Fünf Minuten Angst, Der Zeuge im Ehebett), Regie: Frank Tuttle,USA - 1926
Produktion: Famous Players-Lasky Corporation - Verleih: Paramount Pictures, Inc. - Produzent: Adolph Zukor presenter - Jesse L. Lasky presenter - Regisseur: Frank Tuttle - Drehbuch: Tom Gibson (screenplay) - Luther Reed (adaptation) - Nach einer Vorlage von: Otto A. Harbach (play) - William Anthony McGuire (play) - Zwischentitel: George Marion Jr. - Kamera: Victor Milner - Darsteller: Lawrence Gray Tom Sterling - Clara Bow Clara McCoy - Eddie Cantor Samuel (Kid) Boots - Billie Dove Eleanore Belmore - Natalie Kingston Carmen Mendoza - Malcolm Waite Big Boyle - Aud Cruster (/xx/) - William Orlamond Tailor (/xx/) - Rolfe Sedan Physical Therapist (/xx/) - Harry von Meter Eleanor's Lawyer (AKA Harry Van Meter) - William Worthington Eleanor's Father - Fred Esmelton Tom's Lawyer -

Text?L' insoumis (Die Hölle von Algier), Regie: Alain Cavalier,Frankreich, Italien - 1964
Regisseur: Alain Cavalier - Drehbuch: Jean Cau - Alain Cavalier - Kamera: Claude Renoir - Musik: Georges Delerue - Darsteller: Lea Massari Dominique Servet - Georges Géret Lt. Frazer - Maurice Garrel Pierre Servet - Alain Delon Thomas - Viviane Attia Maria - Paul Clavel Felicien - Robert Castel Americo - Robert Bazil Marias Vater - Alain Cavalier Un passant à Lyon -

Kritiken
"Excellent photographierter Routine-Thriller mit eigenwilligem Ende" (Gong)

Text?L' uccello dalle piume di cristallo (Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe), Regie: Dario Argento,Italien, Deutschland - 1970
Regisseur: Dario Argento - Drehbuch: Dario Argento - Kamera: Vittorio Storaro - Musik: Ennio Morricone - Darsteller: Mario Adorf Berto Consalvi - Werner Peters Antique Dealer - Pino Patti Faiena - Enrico Maria Salerno Inspector Morosini - Renato Romano Professor Carlo Dover (AKA Raf Valenti) - Eva Renzi Monica Ranieri - Umberto Raho Alberto Ranieri - Tony Musante Sam Dalmas - Suzy Kendall Julia - Giuseppe Castellano Monti - Karen Valentine Tina -

Kritiken
"Die Geschichte ist nicht folgerichtig aufgebaut" (Tagesspiegel, Berlin)

La fête à Henriette (Auf den Strassen von Paris), Regie: Julien Duvivier,Frankreich - 1952
Produktion: Filmsonor S.A., Paris - Produzent: Arys Nissotti - Pierre O'Connel - Georges Loureau - Regisseur: Julien Duvivier - 2nd Unit Regie: Régina sarl, Paris - Darsteller: Hildegard Knef - Dany Robin - Michel Roux - Michel Auclair -

Text?La nuit americaine (Die amerikanische Nacht), Regie: Francois Truffaut,Frankreich, Italien - 1972
Produktion: Pic Film - Les Films du Carrosse - PECF - Produzent: Marcel Berbert - Produktionsleiter: Claude Miller - Regisseur: Francois Truffaut - Regieassistent: Jean-Francois Stévenin - Suzanne Schiffman - Drehbuch: Suzanne Schiffman - Jean-Louis Richard - Francois Truffaut - Kamera: Pierre-William Glen - Musik: Georges Delerue - Schnitt: Yann Dedet - Martine Barraqué - Architekt: Damien Lanfranchi - Kostümbild: Monique Dury - Weiteres Team: Christine Pellé Script - Pierre Zucca Standphotos - Darsteller: Gaston Joly Lajoie - Martine Barraqué Martine - Maurice Seveno TV Reporter - Alexandra Stewart Stacey - Jean-Francois Stévenin Jean-Francois, Regieassistent - Nathalie Baye Joelle - Walter Bal Walter, Kameramann - Francois Truffaut Ferrand - Jean-Pierre Aumont Alexandre - Pierre Zucca Standphotograph - Marcel Berbert - Xavier Saint-Macary - Yann Dedet Yann - David Markham Doctor Nelson - Bernard Menez Bernard, Requisiteur - Valentina Cortese Sevérine - Jean Champion Bertrand - Jean-Pierre Léaud Alphonse - Marc Boyle Stuntman - Jacqueline Bisset Julie - Zénaide Rossi Madame Lajoie - Nike Arrighi Odile -

Inhaltsangabe
Der Regisseur Ferrand dreht in den Studios von Nizza seinen neuen Film 'Meine Ehefrau Pamela'. Jeden Tag gibt es neue technische Zwischenfälle, organisatorische Schwierigkeiten und menschliche Verwicklungen. Der Liebeskummer und die Launen einer kapriziösen Schauspielerin belasten die Dreharbeiten ebenso wie der tödliche Unfall eines der Hauptdarsteller. Aber immer wieder gelingt es dem Regisseur und seiner Assistentin mit viel Geduld, eine Lösung für die vielen Komplikationen zu finden und den Film schliesslich erfolgreich fertig zu stellen.... (ARTE Presse)
Kritiken
"Intelligent und amüsant gemachter Film über den Film und das Filmemachen - einer der schönsten Filme von Francois Truffaut !" (lhg)
Anmerkungen
"François Truffaut - 1959 mit 'Les Quatre Cents Coups' über Nacht berühmt geworden - drehte 1972 'Die amerikanische Nacht', ein inzwischen legendärer Film über sein eigenes Metier. Bekannt als Filmkritiker und Mitbegründer der 'Nouvelle Vague' kreierte der Meisterregisseur einen Film, der zeigt, wie das Filmemachen funktioniert, welche heiteren und schwierigen Momente sich dabei ergeben und wie das Kino Illusionen erzeugt. Der Titel selbst spielt bereits auf das Sujet an: 'Die amerikanische Nacht' ist die Bezeichnung für ein technisches Verfahren, bei dem sich mittels eines Filters die Tagesaufnahmen in Nachtsszenen verwandeln. Truffaut zeichnet das Bild eines Regisseurs - dessen Rolle Truffaut selbst spielt -, der sich wie eine Mutter um seine Stars kümmert, wie ein Psychologe mit ihren Problemen beschäftigt, jedoch am Drehort hart arbeitet und seine Kreativität umzusetzen versucht. Die Schauspieler erscheinen wie liebesbedürftige Kinder, die zwischen Film und realem Leben kaum zu unterscheiden wissen und die ihre Gefühle leichter in der fiktiven Welt darstellen als diese in der Realität ausleben können. Die Rollen sind mit grossen Persönlichkeiten des Kinos besetzt, neben Jacqueline Bisset sind Jean-Pierre Léaud, Valentina Cortese und Jean-Pierre Aumont zu sehen.

Prämiert mit einem 'Oscar' für den besten ausländischen Film stellt Truffauts Werk eine gelungene Mischung aus Heiterkeit und Tragik sowie Spiel und Wirklichkeit dar und ist zugleich 'die glühendste Liebeserklärung an die Magie des Kinos', wie die Stuttgarter Zeitung bemerkte. Der Film erhielt ausserdem folgende Auszeichnungen: BAFTA (British Academy Award) als bester Film, für die beste Regie (François Truffaut) und die beste Nebendarstellerin (Valentina Cortese)." (arte Presse)

La tragica fine di Caligula Imperator Regie: Ugo Falena,Italien - 1917
Produktion: Film d'Arte Italiana, Roma - Verleih: Pathé Frères, Italien - Regisseur: Ugo Falena - Drehbuch: Jean Carrére - Darsteller: Stacia Napierkowska Eglea, la danzatrice - Raffaello Mariani Caligula - Elio Gioppo Chereras - Marconi Masi -

Text?Le Crime de Monsieur Lange Regie: Jean Renoir,Frankreich - 1935
Produktion: Oberon - Produktionsleiter: André Halley des Fontaines - Regisseur: Jean Renoir - Drehbuch: Jacques Prévert - Nach einer Vorlage von: Jean Castanier - Jean Renoir - Kamera: Jean Bachelet - Musik: Joseph Kosma - Jean Wiener - Schnitt: Marguerite Renoir - Darsteller: René Génin - Marcel Duhamel - Maurice Baquet Charles - Henri Guisol Mounier - Marcel Lévesque Le concièrge - Sylvia Bataille Edith - Jules Berry Batalo - Odette Florelle Valentine - Nadia Sibirskaia Estelle - René Lefèvre Lange -

Text?Mildred Pierce Regie: Michael Curtiz,USA - 1945
Produktion: Warner Bros. Pictures, Inc. - Produzent: Jerry Wald - Ausführender Produzent: Jack L. Warner - Regisseur: Michael Curtiz - Drehbuch: Catherine Turney - Ranald MacDougall - Nach einer Vorlage von: James M. Cain Novel - Kamera: Ernest Haller - Musik: Max Steiner - Anton Grot - Schnitt: David Weisbart - Architekt: Anton Grot - Set Decoration: George James Hopkins - Maskenbildner: Perc Westmore - Darsteller: George Tobias - Bruce Bennett Bert Pierce - Ann Blyth Veda Pierce - Jack Carson Wally Fay - Joan Crawford Mildred Pierce - Paul Panzer Waiter (/xx/) - Butterfly McQueen Lottie - Mildred's Maid (/xx/) - Jo Ann Marlowe Kay Pierce - Moroni Olsen Inspector Peterson - Veda Ann Borg Miriam Ellis - Lee Patrick Mrs. Maggie Biederhof - Leah Baird (/xx/) - Zachary Scott Monte Beragon - Eve Arden Ida Corwin -

Night of the living Dead (Die Nacht der lebenden Toten), Regie: George A. Romero,USA - 1968
Regisseur: George A. Romero - Darsteller: Duane Jones - Judith O'Dea - Russell Steiner -

Text?Popiół I diament (Asche und Diamant), Regie: Andrzej Wajda,Polen - 1958
Produktion: Film Polski - Regisseur: Andrzej Wajda - Drehbuch: Jerzy Andrzejewski - Andrzej Wajda - Story : Jerzy Andrzejewski - Kamera: Jerzy Wojcik - Darsteller: Adam Pawlikowski Andrzej - Ewa Krzyzanowska Krzysztyna - Bogumil Kobiela - Zbigniew Cybulski Maciek - Waclaw Zastrzezynski Szczuka -

Kritiken
"Voller Bitterkeit und tragischer Ironie in meisterhafter filmischer Gestaltung..." (Lex. d. Int. Films)
"Intelligente Auseinandersetzung mit Polens Tragödie nach dem 2. Weltkrieg" (tele)

Text?Scarface, Shame of the Nation (Scarface - Der Mann mit der Narbe, Narbengesicht), Regie: Howard Hawks,USA - 1932
Produktion: Atlantic Pictures - Produzent: Howard Hughes - Howard Hawks - Regisseur: Howard Hawks - Drehbuch: John Lee Mahin - Ben Hecht - Seton I. Miller - William R. Burnett - Story : Armitage Trail - Kamera: Lee Garmes - L. William O'Connell - Musik: Adolph Tandler - Gus Arnheim - Schnitt: Edward A. Curtiss - Architekt: Harry Olivier - Darsteller: Tully Marshall Chefredaktor - Henry J. Vejar "Big Luis" Costello - Vince Barnett Angelo - Ann Dvorak Cesca - Bert Starkey Advokat Epstein - George Raft Guino Rinaldo - Osgood Perkins Johnny Lovo - Ines Palance Toms Mutter - Paul Muni Toni Gamonte - Karen Morley Poppy - Henry Gordon Inspektor Guarino - Boris Karloff Tom Gaffney - Edwin Maxwell Der Kommissar -

Inhaltsangabe
Chicago zur Zeit der Prohibition: Tony "Scarface" Camonte arbeitet sich als kleiner Geldeintreiber hoch bis an die Spitze eines Gangstersyndikats. Auf dem Weg nach oben scheut er nicht vor brutalen Mitteln zurück, verfängt sich aber in seinen eigenen Intrigen und wird zum Schluss Opfer seines eigenen maßlosen Machtstrebens. (3Sat Presse)
Anmerkungen
Mit "Narbengesicht" setzte Howard Hawks neue Maßstäbe für die Darstellung von Gewalt im Kino. Vor-Verurteilungen vor dem Kinostart führten dazu, dass der Film erst zwei Jahre nach Fertigstellung veröffentlicht wurde. Die Produzenten fügten einen Vorspann hinzu, der wie eine kritische Distanzierung gegenüber gesellschaftlichen Verhaltensweisen wirkt.

"Narbengesicht" hat eine komplexe Entstehungsgeschichte: Aus Unzufriedenheit mit W. R. Burnetts ursprünglichem Drehbuch gab Howard Hawks den Auftrag an Ben Hecht, der es auf Grundlage von Armitage Trails Roman "Scarface" umarbeitete. Seton I. Miller und John Lee Mahin entwickelten die Dialoge und die Handlung weiter.

Wegen der strikten Zensur der 30er Jahre mussten subtile Stilmittel für die Darstellung der Morde gefunden werden. So etwa das immer wieder auftauchende X, erzeugt mit Licht- und Schatteneinstellungen, das als Leitmotiv für Morde dient. Oder Tonys Pfeifen im Vorfeld einer jeden Bluttat, das zuverlässig einen kalten Schauer beim Zuschauen erzeugt. Im Rückgriff auf die expressive Licht-und-Schatten-Dramaturgie werden die Gewalttaten visuell markiert, erst Schüsse aus dem Off besiegeln das Schicksal der Figuren. Noch heute greifen Regisseure des Genres auf diese Techniken zurück, sie gelten inzwischen als klassische Stilmittel des Film Noir.

Mit "Narbengesicht" gelang nicht nur dem Regisseur Howard Hawks der Durchbruch, sondern auch seinem Protagonisten Paul Muni. Für Nebendarsteller George Raft wurde der Münzwurf in "Narbengesicht" zum Markenzeichen, der auch in anderen Produktionen zum Einsatz kam.

Hintergrundinformationen:
Howard Hawks (1896-1977) war einer der bedeutendsten Regisseure Hollywoods. Erst wenige Jahre vor seinem Tod wurde er mit dem Oscar für sein Lebenswerk geehrt. Als Regisseur, der sein Publikum lieber unterhalten als belehren wollte, schuf er cineastische Meisterwerke verschiedener Genres, unverkennbar ist sein Gesamtwerk durch den Film Noir geprägt. Zu seinen großen Erfolgen zählen neben "Narbengesicht" die Filme "Leoparden küßt man nicht" (1938), "Sergeant York" (1941) und "Rio Bravo" (1959). (3Sat Presse)

Secrets Regie: Frank Borzage,USA - 1924
Regisseur: Frank Borzage - Darsteller: Norma Talmadge Mary Carlton - Eugene O'Brien John Carlton - Patterson Dial Susan -

Sons of the Desert Regie: William A. Seiter,USA - 1933
Regisseur: William A. Seiter - Darsteller: Mae Busch - Charley Chase - Dorothy Christy - Oliver Hardy - Stan Laurel - Lucien Littlefield -

The Closed Road Regie: Maurice Tourneur,USA - 1916
Produktion: Paragon Films, Inc. - Verleih: World Film Corporation - Produzent: Maurice Tourneur - Ausführender Produzent: William A. Brady - Regisseur: Maurice Tourneur - Regieassistent: Clarence Brown - Drehbuch: Maurice Tourneur - Schnitt: Clarence Brown (AKA Clarence L. Brown) - Architekt: Ben Carré - Darsteller: George Cowl Griswold - Leslie Stowe Dr. Appledan - Lionel Adams Dr. Hugh Annersley - Barbara Tennant Julia Annersley - House Peters Frank Sargeant -

The Informer (Die Nacht nach dem Verrat), Regie: Arthur Robison,USA - 1929
Regisseur: Arthur Robison - Drehbuch: Arthur Robison - Darsteller: Lya de Putti - Lars Hanson - Warwick Ward - Carl Harbord - Dennis Wyndham - Janice Adair - Dorothy Green -

Anmerkungen
Nach der Vorlage des Romans „The Informer“ von Liam O’Flaherty verfilmte der deutsche Regisseur Arthur Robison eine Geschichte aus dem irischen Kampf gegen die britische Fremdherrschaft, in der ein Verräter aus den Reihen der Freiheitskämpfer verstoßen und durch die nächtlichen Gassen von Dublin gejagt wird. Unter Mitwirkung von im deutschen Stummfilm geschulten Kameramännern und Set-Designern entstand ein faszinierender Thriller, der vom British Film Institute restauriert wurde. (Förderverein Filmkultur Bonn)

The Seventh Voyage of Sindbad (Sindbads siebente Reise), Regie: Nathan Juran,USA - 1958
Regisseur: Nathan Juran - Drehbuch: Kenneth Kolb - Musik: Bernard Herrmann - Optische Effekte: Ray Harryhausen - Darsteller: Kerwin Mathews Sindbad - Alec Mango Kalif - Richard Eyer Lampengeist - Danny Green Karim - Kathryn Grant Prinzessin Parisa - Torin Thatcher Sokurah -

Trouble in Paradise (Ärger im Paradies), Regie: Ernst Lubitsch,USA - 1932
Produktion: Paramount Pictures, Inc. - Produzent: Ernst Lubitsch - Regisseur: Ernst Lubitsch - Drehbuch: Grover Jones - Samson Raphaelson - Nach einer Vorlage von: Aladar Laszlo play "The honest finder" - Kamera: Victor Milner - Musik: W. Franke Harling - Architekt: Hans Dreier - Kostümbild: Travis Banton - Darsteller: Larry Steers Gast - Herbert Marshall Gaston Monescu - Rolfe Sedan Verkäufer - C. Aubrey Smith Adolphe J. Giron - Charles Ruggles Major - Luis Alberni verärgerter Opernbesucher - Leonid Kinskey Schimpfender Russe - Hooper Atchley Versicherungsagent - Tyler Brooke Sänger - Kay Francis Mariette Colet - Robert Greig Butler - Miriam Hopkins Lily - Edward Everett Horton Francois Filiba - George Humbert Kellner - Perry Ivins Radio-Ansager - Nella Walker Madame Bouchet -

Inhaltsangabe
«Eine Diebin und ein Gauner mit Stil werden – nachdem sie sich gegenseitig bestahlen – zu einem Liebespaar. Ihre Devise ist: Besitz ist Diebstahl und Diebstahl das einzige Mittel, um dem Besitz zu entgehen» (Sébastien Roulet). Liebe und Lüge vermengen sich in diesem unbeschwerten Meisterwerk, gezeichnet von Lubitsch und seinem Drehbuchautor Raphaelson. (Locarno 2010)

Women in Love (Liebende Frauen), Regie: Ken Russell,Grossbritannien - 1969
Regisseur: Ken Russell - Darsteller: Alan Bates - Glenda Jackson - Oliver Reed - Ken Russell -

Young Frankenstein (Frankenstein Junior), Regie: Mel Brooks,USA - 1974
Regisseur: Mel Brooks - Darsteller: Peter Boyle Frankenstein's Monster - Marty Feldman - Teri Garr - Madeline Kahn - Cloris Leachman - Gene Wilder Baron Frankenstein - Oscar Beregi jr. -

Die obenstehenden Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben den Informationsstand unserer Datenbanken zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung an. Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, Rechtsansprüche aus falschen oder fehlenden Angaben werden ausdrücklich abgelehnt.
     Auf Grund der aktuellen Rechtssprechung in einigen Ländern kann derjenige haftbar gemacht werden, der auf Adressen verweist, die möglicherweise einen strafbaren Inhalt verbreiten oder auf strafbare Inhalte und Seiten weiterverweisen, es sei denn, er schliesst eindeutig eine solche Haftung aus. Unsere angeführten Links sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, dennoch können wir in keiner Weise für die Inhalte der von uns aufgeführten Links und Webseiten irgendwelche Haftung übernehmen. Wir geben diese Erklärung sinngemäss für alle Länder und alle Sprachen ab.
     Soweit nicht anderweitig gekennzeichnet sind Fremdzitate im Rahmen des üblichen Zitatenrechts mit Kennzeichnung der Quellen aufgenommen. Das Copyright dieser Zitate liegt bei den Autoren. - Bologna Filmfestival 2017 - KinoTV