locarno Filmfestival 2005 - KinoTV

Alle Filme


Text?20 Centímetros Regie: Ramón Salazar,Spanien - 2005
Regisseur: Ramón Salazar - Drehbuch: Ramón Salazar - Kamera: Ricardo de Gracia - Schnitt: Teresa Font - Ausstattung: Alejandro Prieto Barral - Darsteller: Concha Galán Berta - Pilar Bardem Candelaria - Juan Sanz Gustavo - Najwa Nimri Bunny - Rossy de Palma Ice Box - Mónica Cervera Marieta - Pablo Puyol Stocker - Miguel O'Dogherty Tomás - Lola Dueñas Rebeccas Schwester -

Text?3 Grad kälter Regie: Florian Hoffmeister,Deutschland - 2005
Produktion: sabotage films - blue eyes Fiction - Produzent: Karsten Aurich - Martin Cichy - Martin Husmann - Corinna Mehner - Regisseur: Florian Hoffmeister - Drehbuch: Mona Kino - Florian Hoffmeister - Kamera: Busso von Müller - Musik: Adrian Corker - John Conboy - Schnitt: Susanne Hartmann - Architekt: Mona Kino - Kostümbild: Daniela Selig - Tonmeister: Frank Hoyer - Darsteller: Bibiane Beglau Marie - David Scheller René - Sebastian Blomberg Jan - Florian David Fitz Olli - Katharina Schüttler Babette - Johann von Bülow Frank - Alexander Beyer Steini - Meret Becker Jenny - Grischa Huber Mutter Engel - Brigitte Zeh Maren - Hubert Mulzer Vater Engel -
Kritiken : "Unterkühltes Drama über das Kreuz mit der Liebe: Ist es wichtiger zu lieben oder geliebt zu werden? (Cinema)

Text?Afrikaflug II - Kilimandscharo-Flug Regie: Walter Mittelholzer,Schweiz - 1930
Regisseur: Walter Mittelholzer -
Kritiken : Mittelholzers Expedition in die Serengeti, der Flug um den Mount Kenia sowie die Erstüberfliegung des 6000 Meter hohen Kilimandscharo. Nach wie vor ein interessantes Zeitdokument aus den Pioniertagen der Aviatik. (lhg 2005)

Text?Antarmahal - Views from the Inner Chamber Regie: Rituparno Gosh,Indien - 2005
Regisseur: Rituparno Gosh - Drehbuch: Rituparno Gosh - Kamera: Abhik Mukherijee - Musik: Dehajyoti Mishra - Schnitt: Argahayakamal Mitra - Architekt: Indranil Gosh - Kostümbild: Rituparno Gosh - Tonmeister: Bishwadeep Chatterjee - Darsteller: Jackie Shroff - Abhishek Bachchan - Rupa Ganguly - Soha Ali Khan -

Text?Being John Malkovich Regie: Spike Jonze,USA, Grossbritannien - 1999
Regisseur: Spike Jonze - Drehbuch: Charlie Kaufman - Kamera: Lance Acord - Musik: Carter Burwell - Schnitt: Eric Zumbrunnen - Architekt: K.K. Barrett - Kostümbild: Casey Storm - Darsteller: Cameron Diaz Lotte Schwartz - Ned Bellamy Derek Martini - John Cusack Craig Schwartz - John Malkovich John Malkovich - Michelle Pfeiffer - Catherine Keener Maxine -

Black Magic (Graf Cagliostro), Regie: Gregory Ratoff,USA - 1947
Produktion: United Artists - Regisseur: Gregory Ratoff - Drehbuch: Charles Bennett - Richard Schayer - Story : Alexandre Dumas novel - Darsteller: Barry Kroeger - Stephen Bekassy - Margot Grahame - Valentina Cortese - Frank Latimore - Orson Welles Cagliostro - Nancy Guild - Akim Tamiroff - Tatiana Pavlova - Silvana Mangano -

Text?Brudermord Regie: Yilmaz Arslan,Deutschland, Frankreich, LX - 2005
Produktion: Rhône-Alps Cinéma, Lyon - Tarantula, Paris - Tarantula, Luxembourg - Yilmaz Arslan Filmproduktion GmbH., Mannheim - Produzent: Yilmaz Arslan - Donato Rotunno - Eddy Géradon-Luyckx - Erich Tavitian - Regisseur: Yilmaz Arslan - Drehbuch: Yilmaz Arslan - Kamera: Jean-Francois Hensgens - Musik: Jevgenij Galperin - Schnitt: André Bendocchi-Alves - Architekt: Régine Constant - Darsteller: Bülent Büyükasik - Nuretin Celik - Erdal Celik - Xewat Gectan - Taies Farzan -

Text?Campanadas de Medianoche (Falstaff), Regie: Orson Welles,Grossbritannien, Schweiz - 1966
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: William Shakespeare - Kamera: Edmond Richard - Musik: Angelo Francesco Lavagnino - Darsteller: Beatrice Welles Falstaffs Page - Alan Webb - Orson Welles - Marina Vlady - Keith Baxter - Fernando Rey - Jeanne Moreau - John Gielgud - Walter Chiari - Margaret Rutherford -

Text?Citizen Kane Regie: Orson Welles,USA - 1941
Produktion: RKO Radio Pictures - Produzent: Orson Welles - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Herman J. Mankiewicz - Kamera: Gregg Toland - Musik: Bernard Herrmann /xx/ - Schnitt: Robert Wise - Architekt: Van Nest Polglase - Kostümbild: Edward Stevenson - Spezialeffekte: Vernon L. Walker - Darsteller: Jan Wiley Reporterin - Orson Welles Charles Foster Kane - Ray Collins James W. Gettys - Dorothy Comingore Susan Alexander Kane - Joseph Cotten Jedediah Leland - George Coulouris Bankier Thatcher - Alan Ladd Reporter - Agnes Moorehead Kanes Mutter - Erskine Sanford Carter - Harry Shannon Kanes Vater - Everett Sloane Bernstein - Ruth Warrick Emily Monroe Norton Kane - William Alland Jerry Thompson -
Inhaltsangabe : Von seiner Frau verlassen, stirbt der exzentrische Multimillionär Charles Foster Kane in seinem gigantischen Märchenschloss Xanadu. Das letzte Wort auf seinen Lippen lautet: "Rosebud". Um den Nachruf auf den berühmten Zeitungsmacher interessanter zu gestalten, will der Reporter Jerry Thompson den Sinn dieses Wortes ergründen. Thompson besucht Menschen, die Kane nahestanden, und bringt so die schillernde Lebensgeschichte des am Ende einsamen Mannes zum Vorschein: Kanes Mutter Mary kommt überraschend zu Reichtum. Gegen den Willen ihres Mannes gibt sie ihren achtjährigen Sohn in die Obhut eines Vormundes. Der Bankier Thatcher soll den Jungen in die Geschäftswelt einführen. Mit 25 verfügt Charles Foster Kane bereits über ein gigantisches Vermögen. Sein Interesse gilt jedoch ausschliesslich der kleinen Zeitung "The New York Inquirer". Zusammen mit seinem Freund Leland macht er diese bald zu einem einflussreichen Boulevardblatt. Kanes politischer Aufstieg scheitert an einer Affäre mit der Sängerin Susan Alexander. Seine erste Ehe zerbricht an dem Skandal. Charles heiratet Susan. Sein Ehrgeiz gilt von nun an Susans musikalischer Karriere. Er setzt alles daran, aus ihr eine berühmte Sängerin zu machen. Susans Talent ist allerdings bescheiden. Erst ihr Selbstmordversuch bringt Charles wieder auf den Boden der Realität zurück. Doch es ist zu spät, Susan verlässt ihren Ehemann. Wenig später erleidet C.F.K einen Herzanfall, an dem er kurz darauf stirbt. Thompson kann das Geheimnis von Charles letztem Wort für seinen Nachruf nicht lüften. Beim Aufräumen der monströsen Kunstsammlung in der Villa Xanadu wird der alte Rodelschlitten ins Feuer geworfen, mit dem der kleine Charles an dem Tag spielte, als seine Mutter ihn weggab. Auf dem Schlitten steht etwas geschrieben: "Rosebud".... (BR Presse)

Der Aufstieg des Medien-Tycoons Kane, dargestellt und inszeniert von dem jungen Orson Welles. In seinem Schloss Xanadu stirbt Charles Foster Kane, vielfacher Millionär und Beherrscher der öffentlichen Meinung. Er stirbt mit einem seltsamen Wort auf den Lippen: "Rosebud". Ein Reporter zieht aus, um die verborgene Bedeutung dieses Wortes zu ergründen. Durch die Berichte der verschiedenen Menschen, die Kane kannten, ergibt sich eine fast lückenlose Rekonstruktion seines außergewöhnlichen Lebens.
Kane, der mit acht Jahren ein Vermögen erbt, wird gegen seinen Willen von seinem Elternhaus getrennt, um in der Stadt eine angemessene Erziehung zu erhalten. Mit 25 Jahren übernimmt er die Redaktion einer kleinen Tageszeitung, des "New York Daily Inquirer". Ohne Rücksicht auf seine eigenen geschäftlichen Interessen entlarvt er Korruption und Unehrlichkeit im öffentlichen Leben und wird bald von Tausenden verehrt - aber auch gehasst. Kane gewinnt zunehmend Einfluss auf andere Zeitungen, doch dieser gigantische Aufstieg verändert ihn. An die Stelle seines Kampfes für die Wahrheit tritt das Verlangen nach weiteren, größeren Erfolgen. (3Sat Presse)
Kritiken : Ein epochaler Film. Seit Jahren hält dieser Geniestreich den ersten Platz der Hitparade der zehn besten Filme der Welt.(Gong-Lexikon Filme im Fernsehen)

"In vieler Hinsicht, in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, in seiner ausgefeilten Bildsprache, in seiner dichten Dramatrugie und in seiner politisch-menschlichen Aussage ein Meilenstein der Filmgeschichte." (Süddt. Ztg.)

"Welles (...) schockierte und faszinierte schon als Zwanzigjähriger das Publikum mit ungewöhnlichen Theaterinszenierungen. Und nachdem ihm 1938 eine Hörspielfassung von H. G. Wells' "Krieg der Welten" so realistisch geraten war, dass sie eine Massenhysterie auslöste, gab Hollywood dem jungen Mann den wohl grosszügigsten Vertrag in der Geschichte der Filmmetropole: Welles sollte jährlich einen Film in absoluter Freiheit drehen. So entstand Citizen Kane (1940). Aber bald gab es doch Meinungsverschiedenheiten, Einsprüche und Eingriffe. Orson Welles verliess 1947 Hollywood und filmte seither in verschiedenen Ländern, wobei man insgesamt dem Schauspieler Welles mehr Chancen bot als dem Regisseur. Seine Inszenierungen entstanden nicht selten durch die Unterstützung von Mäzenen, manche Filme blieben unvollendet, wie etwa sein in Mexiko begonnener Don Quijote.

Welles' erster Film war eine radikale Absage an die damals gültigen ästhetischen Regeln des Films. Er löste die übliche Handlung in Erinnerungsfetzen auf; mit Hilfe der Tiefenschärfe des Bildes, die ein Spiel im Vorder- und Hintergrund ermöglichte, zog er Gegenwart und Vergangenheit stellenweise in einer Szene zusammen; Weitwinkelobjektive verzerrten und verfremdeten die Handlung. Welles hat daraus aber keinen "neuen Stil" entwickelt, den er zum Prinzip erhoben hätte. So wie er sich stets wieder andersartiger Stoffe bemächtigt hat, so hat er sie auch in immer neuen Formen behandelt. Dabei wirken alle seine Filme, in denen er gewöhnlich auch die Hauptrolle spielte, gleichsam überlebensgross und ganz individuell. Selbst Macbeth und Othello erscheinen weniger als Shakespeare-Adaptionen, sondern als Welles-Filme." (Krusche, Dieter: Reclams Filmführer. Reclam Verlag, Stuttgart, 10. neu bearb. Aufl. 1996.)

"Ein Geniestreich, 1962 und 1972 von internationalen Kritikern jeweils zum besten Film aller Zeiten gekürt: Orson Welles' Citizen Kane, das Spielfilmdebüt eines Fünfundzwanzigjährigen, der damit 1941 Filmgeschichte schrieb. Ein Werk, das dem Kino seine erzählerischen Fesseln nahm.

"Rosebud" lautet das mysteriöse letzte Wort des Zeitungszaren Charles Foster Kane (Orson Welles), bevor er auf seinem monströsen Schloss Xanadu stirbt. Diesem Geheimnis möchte der Reporter der Wochenschau "News of the March" auf die Spur kommen. Dazu befragt er die Menschen, die dem legendären Pressemagnaten am nächsten standen: dessen zweite Frau Susan (Dorothy Comingore), eine heruntergekommene Barsängerin, Mr. Bernstein (Everett Sloane), den früheren Chefredakteur, Jedediah Leland (Joseph Cotten), Kanes besten Freund. Nach und nach entsteht ein Bild der Persönlichkeit.

Als Fünfundzwanzigjähriger gelangte Kane in den Besitz eines riesigen Vermögens, mit dem er erst die marode Zeitung "Inquirer" kaufte, zu einem auflagenstarken Sensationsblatt machte und sich dann rastlos in neue Aktivitäten stürzte. Seine Ehe zerbricht darüber, die - wie Leland den Reportern erzählt - endgültig scheitert, als Kane mit der Sängerin Susan Alexander ein Verhältnis eingeht, das von seinem politischen Rivalen an die Öffentlichkeit gebracht wird. Aber auch die Verbindung mit Susan scheitert an Kanes Eigenwilligkeit und dem Egoismus, mit dem er seine Frau in seinem Prunkschloss Xanadu einschloss. Vom Butler Raymond (Paul Stewart) erfährt der Reporter schliesslich, dass dem sterbenden Kane eine Schneeglaskugel aus der Hand glitt, wobei er jenes ominöse "Rosebud" murmelte. Während der Reporter das Schloss verlässt, ohne dessen Bedeutung zu kennen, fährt die Kamera auf einen Ofen, in dem allerlei Gerümpel verbrannt wird. Gerade wird ein alter Schlitten hineingeworfen, auf dem "Rosebud" zu lesen ist.

François Truffaut meinte von Citizen Kane, dass dies wohl der Film sei, der die meisten jungen Leute veranlasst habe, Regisseur zu werden. Unbestritten zählt Citizen Kane zu den Massstab setzenden Werken der Filmgeschichte - ein ungemein reiches, vielschichtiges Werk, verwirrend wie ein unfertiges Puzzle, ebenso exzentrisch wie poetisch. Orson Welles hatte für seinen Erstlingsfilm völlige künstlerische Freiheit erhalten, im starren Studiosystem der dreissiger und vierziger Jahre eine Ausnahme. Doch RKO, das den Film produzierte, erhoffte sich von dem jungen Welles Wunderdinge. Als Theaterschauspieler und -regisseur genoss er bereits einen guten Ruf, als Rundfunkmacher war er legendär. 1938 hatte seine Reportage über die (fiktive) Landung von Marsmenschen in New York eine Panik verursacht.

Welles' erstes Projekt war die Verfilmung von Joseph Conrads "Heart of Darkness". Dazu experimentierte er mit einer "subjektiven" Kamera, die die Geschichte gewissermassen mit den Augen der Hauptfigur sehen sollte. Doch das Verfahren erwies sich als undurchführbar. Welles nahm es aber in seinem zweiten Projekt Citizen Kane in abgeänderter Form wieder auf. So ist der Reporter fast nur von hinten zu sehen, schaut ihm die Kamera über die Schulter. Geradezu revolutionär aber sind Erzählweise und Kameraführung. Zwar gab es auch schon 1941 im Hollywood-Kino Ansätze, eine Geschichte nicht mehr chronologisch zu erzählen, doch erst Welles und sein Co-Autor Herman J. Mankiewicz führten einen weitgehenden Bruch mit dieser Tradition herbei.

Dauernd wechselt die Perspektive, werden die jeweiligen Erzähler konterkariert. Sie kennen immer nur Teile des Puzzles Kane, der Zuschauer indes erfährt mehr. Er kennt das Bild als Ganzes und erlebt nun mit, wie es von den Beteiligten nur unvollständig zusammengebracht wird. Angeschnittene Bilder, Einstellungen aus der Froschperspektive, eine an den deutschen Expressionismus erinnernde Lichtsetzung tun das ihre, die Person des Charles Foster Kane in ihrer Grösse zu relativieren und ihr Geheimnis zu bewahren.

Innovativ war hierbei der Einsatz von Tiefenschärfe. Wie auf einer Bühne spielt sich das Geschehen mal vorne, mal hinten im Raum ab, ohne dass durch Schnitte Figuren oder Aktionen herausgehoben oder isoliert werden. Das Bild wurde in seiner Unberechenbarkeit zum Spiegel der im Raum agierenden Personen - die Visualisierung der menschlichen Psyche.

Reales Vorbild für die Figur des Charles Foster Kane war der Zeitungszar William Randolph Hearst, der in seinen Blättern den Film heftig angreifen liess. Eingeschüchtert verzichteten vor allem ländliche Kinobesitzer darauf, Citizen Kane zu spielen, obwohl die Kritik begeistert war. Die enttäuschend schwachen Einspielergebnisse veranlassten RKO zu einer Vertragsänderung. Seinen nächsten Film, The Magnificent Ambersons, konnte Welles bereits nicht mehr selbst montieren, worauf er bei seinem dritten RKO-Projekt, Journey Into Fear, die Regie einem anderen überliess. Welles' weitere Karriere war fortan bestimmt durch die Beschneidung seiner künstlerischen Freiheit. Mit den Gagen als Schauspieler in anderen Filmen finanzierte er seine eigenen Projekte, etwa die Shakespeare-Verfilmungen Macbeth und Chimes at Midnight. Doch erreichte Welles, der im Oktober 1985 starb, mit keinem seiner anderen Filme mehr die Wirkung und Bedeutung wie mit Citizen Kane, seinem ersten." (Günter Engelhard/Horst Schäfer/Walter Schorbert in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung 'Rheinischer Merkur/Christ und Welt' (Hrsg.): 111 Meisterwerke des Films. Das Video-Privatmuseum. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M. 1989.)

"Nach dem Tod des einflussreichen Zeitungsmagnaten Charles Foster Kane arbeitet ein Wochenschau-Team an einem Porträt des Verstorbenen. Unzufrieden mit dem bisherigen Ergebnis, erinnert der Produktionsleiter an Kanes letztes Wort: "Rosebud". Der Reporter Thompson wird beauftragt, herauszufinden, was es damit auf sich hat - in der Hoffnung, damit einen Schlüssel zum Verständnis für Kanes Leben zu erhalten.

Im Verlauf der Recherche befragt Thompson fünf Zeugen; Rückblenden schildern Etappen aus dem Leben Kanes, so dass sich das Wissen des Zuschauers synchron mit dem des Reporters aufbaut. Mit einer Ausnahme: der Auflösung des vermeintlichen Rätsels in der letzten Einstellung des Films. Beim Verbrennen der Hinterlassenschaften Kanes erscheint auf einem Schlitten der Schriftzug "Rosebud", kurz bevor er von den Flammen verzehrt wird. Mit diesem Schlitten hatte sich der achtjährige Kane gewehrt, als er von seinem Vormund, einem Bankier, von Zuhause weggeholt wurde. Der plötzliche Reichtum der Familie Kane dank der Goldmine eines Schuldners hat seine Kindheit zerstört und scheint verantwortlich zu sein für seine Unfähigkeit zu Liebe und Freundschaft, sein Scheitern in sozialen Beziehungen. Ob dies jedoch wirklich der Schlüssel zu dem Leben des machtbesessenen Mannes ist, wird kurz zuvor von Thompson ausdrücklich in Frage gestellt: "Ich bin nicht der Meinung, dass ein Wort ein ganzes Leben erklären kann. Ich glaube, ‘Rosebud’ ist bloss ein Stein aus einem Puzzle-Spiel, ein verlorengegangener Stein." Der Zuschauer kennt diesen Stein, doch die geheimnisvolle Faszination wird dadurch nicht aufgehoben. Orson Welles: "Der Sinn des Films liegt nicht in seiner Auflösung des Rätsels, sondern in der Art und Weise seiner Darstellung."

Mit Citizen Kane, dem Debütwerk des 25jährigen, hat Orson Welles Filmgeschichte gemacht. Nach seinem sensationellen Erfolg mit dem Hörspiel The War of the Worlds konnte er bei der Produktionsfirma RKO einen Vertrag durchsetzen, der ihm sämtliche Freiheiten zusicherte. Regisseur, Hauptdarsteller und Coautor in Personalunion, wählte Welles einen brisanten Stoff: Offenkundig hat die Figur Kane in dem Pressezar Randolph Hearst ein reales Vorbild. Hinter den Kulissen versuchte Hearst, den Film und seine Premiere im Kino zu verhindern. Bei der Uraufführung erwies sich Citizen Kane zunächst als kommerzieller Misserfolg; der einst als Wunderkind Hollywoods gefeierte Welles musste sich bei allen anderen Filmen später den Restriktionen der Produzenten beugen und hat kaum eine Arbeit vollendet. Erst Jahrzehnte später wurde die Bedeutung von Citizen Kane erkannt: Das Meisterwerk, das einen amerikanischen Mythos zum Thema hat, ist längst selbst zu einem Mythos geworden. Der Film ist ein Puzzlespiel, dessen Teile nicht recht zusammenpassen: Thompson stösst auf subjektive Erinnerungen, die ein widersprüchliches Bild von Kane ergeben. Multiperspektivität bestimmt die Gestaltung und den Aufbau des Films: die fragmentarische Erzählweise in Ellipsen und nicht chronologisch geordneten Rückblenden, die Verwendung der Tiefenschärfe, die raffenden Bildfolgen und kühnen Überblendungen, die ungewöhnlichen Kameraperspektiven. Die Darstellungsweise, die oft manieristisch und eklektizistisch wirkt, legitimiert sich aus der Geschichte: Extreme Auf- und Untersichten machen den Zeitungsmagnaten zu einer hervorgehobenen Gestalt: Kane dominiert immer das Bild. Sein Durchsetzungswille ist so gross, dass er nur noch sich selbst bestätigt; zugleich leidet er unter seinem Versagen, anderen gegenüber frei und offen zu sein. Citizen Kane ist auch die Geschichte eines Scheiterns, begründet in Grössenwahn und Allmachtsphantasien. Am Ende haust er einsam in seinem Schloss Xanadu. Orson Welles, seinem Protagonisten in manchen Zügen verwandt, hat diese Biographie eindrucksvoll visualisiert." (Michael Töteberg (Hrsg.): Metzler Filmlexikon. J. B. Metzler Verlag, Stuttgart/Weimar 1995.)

"Wie nie ein einzelner Film zuvor oder danach revolutionierte und radikalisierte Welles mit CITIZEN KANE das gesamte Filmschaffen: Expressionistische Schrägperspektiven mit Unter- oder Aufsicht dienten ihm als Metaphern für Souveränität bzw. Abhängigkeit der Personen; eine bis dahin für unmöglich gehaltene Schärfentiefe nutzte er, um seinen Bildaufbau in mehreren Tiefenebenen zu staffeln; und mit der Chuzpe des Anfängers befreite er sich von dem Zwang chronologischer Erzählweise. (Paul Werner)

«Der 25-jährige Welles revolutionierte mit dieser fiktiven Biografie eines Zeitungstycoons die Grammatik filmischen Erzählens. Fast wäre der Film nie gezeigt worden, weil der Medienzar William Randolph Hearst sich durch Kane verunglimpft sah. Trotz des kommerziellen Misserfolgs führt "Kane" seitdem die Bestenlisten der Kritiker an. Der Geniestreich eines Wunderkindes, den Orson Welles so niemals mehr wiederholen konnte.
Unvergessen:
Kane flüstert sein letztes Wort "Rosebud" – für den Reporter, der sein Leben recherchiert, ein unlösbares Rätsel.» (Cinema, 2000)
Anmerkungen: Expo 1958 in Bruxelles als einer der besten 10 Filme der Welt gekürt.

Mit seinem letzten Atemzug entschlüpft Charles Foster Kane - einem millionenschweren Pressemagnaten, Politiker, Sammler und «Pygmalion» - ein rätselhaftes Wort: «rosebud». Was will er damit sagen? Um dies herauszufinden, befragt ein Journalist die, die dem Verstorbenen nahe standen. Aber kann so das Geheimnis eines solchen Menschen gelüftet werden? Als Meilenstein der Filmgeschichte und erstes Werk von Orson Welles beinhaltet Citizen Kane eine Reflexion über die Medien und die Macht. Dieses labyrinthische Spiel mit den Möglichkeiten überzeugt nicht zuletzt durch das Können des Kameramanns Gregg Toland.

– Ein Reporter versucht, der Bedeutung des Wortes »Rosebud« auf die Spur zu kommen, das der Medienmogul Charles Foster Kane im Augenblick seines Todes aussprach. »There are more conscious shots – for the sake of shots – in CITIZEN KANE than in anything I’ve done since. It has things like that shot where they’re all posed around that trophy which is just a ›let’s see if we can make that shot‹ kind of shot. There’s a kind of unjustified visual strain at times in CITIZEN KANE, which just came from the exuberance of discovering the medium.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

«Der damals 24-jährige Orson Welles spielte die Hauptrolle in seinem virtuos inszenierten Meisterwerk, das vielen Kritikern noch heute als "bester Film aller Zeiten" gilt.
Das Regiedebüt des damals 24-jährigen Orson Welles zählt zu den stilbildenden Meilensteinen der Filmgeschichte und gilt vielen Kritikern als "bester Film aller Zeiten".
Zwischen dem jungen selbstbewussten Genie Orson Welles und seinem Vorbild für "Citizen Kane", dem Zeitungszar William Randolph Hearst, kam es zu einem Kampf, der sich für beide als zerstörerisch erwies. Hearst setzte seinen ganzen Einfluss, seine ganze Medienmacht gegen den Film und seinen Macher ein. Der Pressezar verzieh dem Kinogenie nie das Porträt, das er von ihm in "Citizen Kane" gezeichnet hatte, er verzieh aber vor allem nicht, dass seine Lebensgefährtin Marion Davies dort als haltlose Trinkerin geschildert wurde. Dass Welles in die Figur des "Citizen Kane" mindestens ebenso viel Autobiografisches hatte einfliessen war, hatte er entweder nicht gesehen oder nicht sehen wollen. Noch bevor der Film fertig geschnitten war, begann die Fehde. Dass der Film herauskam, konnte Hearst nicht verhindern, dass "Citizen Kane" bei der Oscar-Verleihung trotz neun Nominierungen (darunter als bester Film, für den Regisseur und Hauptdarsteller Welles) fast leer ausging, ist sein 'Verdienst'. Nur das Drehbuch, das Welles mit Herman J. Mankiewicz verfasst hatte, gewann. Solange Hearst (1863 - 1951) lebte, verfolgte er Welles mit seinen Angriffen, sorgte u. a. auch dafür, dass dieser als Kommunistenfreund in Misskredit geriet. Auch Hearst verlor auf der ganzen Linie.» (BR Presse)

«"Citizen Kane" ist das Erstlingswerk des erst 25 Jahre alten Orson Welles, der zwei Jahre zuvor mit seiner Hörspielfassung vom "Kampf der Welten" ganz New York in Aufruhr versetzt hatte. Der Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte: in seiner assoziativen und anekdotischen Erzähltechnik, seiner ausgefeilten Bildsprache, der glänzenden Montage, der neuartigen Tonmischung und der dichten Dramaturgie. Durch die Zusammenarbeit Welles' mit Gregg Toland, einem der renommiertesten Kameramänner seiner Zeit, konnten die Bilder entstehen, die das Leben des Medienmoguls Kane so facettenreich beleuchten. Nominiert für insgesamt elf Oscars, erhielt "Citizen Kane" lediglich einen Oscar für das "Beste Originaldrehbuch" zugesprochen. Welles' Meisterwerk steht bis heute ganz oben auf den internationalen Listen der besten Filme aller Zeiten.

Der amerikanische Schauspieler, Regisseur und Produzent wurde am 6. Mai 1915 als zweiter Sohn einer gut situierten Fabrikantenfamilie in Wisconsin geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern erprobte der junge Mann seine Talente auf der Bühne, als Maler und Stierkämpfer und war 1937 in New York Mitbegründer des künstlerisch engagierten Mercury-Theaters. Die legendäre Rundfunkinszenierung von "Krieg der Welten" machte das "Wunderkind" auch in Hollywood schlagartig bekannt. Mit seinen Filmen nach "Citizen Kane" aber verzettelte sich der Regisseur immer mehr, so dass er in den folgenden Jahrzehnten finanzielle Verluste durch schauspielerische Leistungen wettmachen musste. Orson Welles starb am 10. Oktober 1985 in Hollywood an Herzversagen.» (3Sat Presse)

Text?Compulsion (Der Zwang zum Bösen), Regie: Richard Fleischer,USA - 1959
Produktion: Darryl F. Zanuck Productions - 20th Century-Fox Film - Produzent: Darryl F. Zanuck - Regisseur: Richard Fleischer - Drehbuch: Richard Murphy - Story : Meyer Levine Novel 'Zwang' - Darsteller: Peter Brocco Albert, Chauffeur (/xx/) - Richard Anderson - Bradford Dillman Arthur A. Straus AKA Artie - Orson Welles Wilk - Diana Varsi Ruth Evans - Dean Stockwell Judd - Martin Milner Sid Brooks - E.G. Marshall Horn - Edward Binns -

Text?Mr. Arkadin (Herr Satan persönlich), Regie: Orson Welles,USA, Frankreich, Spanien - 1954
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Story : Orson Welles - Darsteller: Robert Arden Guy van Stratten - Gert Fröbe Münchner Polizeiinspektor - Eduard Linkers - Orson Welles Gregory Arkadin - Jack Watling Marquis of Rutleigh - Akim Tamiroff Jacob Zouk - Michael Redgrave Burgomil Trebitsch - Katina Paxinou Sophie - Paola Mori Raina Arkadin - Patricia Medina Mily - Mischa Auer Professor - Terence Longdon Secretary -
Kritiken : "Faszinierende, komplex gestrickte Handlung" (tele) "Nachdem man den Schock überwunden hat, Welles in Mr. Arkadin - mit Perücke und Bart unwahrscheinlich aufgemacht - in der Titelrolle zu begegnen. ein geistiger Vorgang, der es verlangt, dass man den Film etliche Male sieht, bevor man von einer Bewältigung sprechen kann, ist man sogar im stande, den Streifen als leidlich amüsant zu empfinden, als eine Kuriosität sozusagen, als so etwas wie ein jeu désprit. In rhapsodisch-barocken Stil wird das Optische dargereicht, während eine Galerie grossartiger Nebendarsteller den Film bereichert, so Michael Redgrave als Altwarenhändler, Mischa Auer als Flohzirkusdirektor und Akim Tamiroff als sterbendes menschliches Wrack mit letztem unstillbarem Appetit auf Gänseleber. Aber im Ganzen gesehen weckt die Story wenig gefühlsmässige Resonanz. Arkadin nämlich, der Tykoon, dessen düsteres Geheimnis jene kauzigen Figuranten kennen, bleibt eine verschwommene, synthetische Gestalt, der die Chargen die Schau stehlen." (Joseph McBride, Orson Welles, Heyne Filmbibliothek)

Text?Un couple parfait Regie: Nobuhiro Suwa,Frankreich, Japan - 2005
Regisseur: Nobuhiro Suwa - Drehbuch: Nobuhiro Suwa - Kamera: Caroline Champetier - Darsteller: Bruno Todeschini - Nathalie Boutefeu - Jacques Doillon - Valeria Bruni Tedeschi -

Crack in the mirror (Drama im Spiegel), Regie: Richard Fleischer,USA - 1960
Produktion: 20th Century-Fox Film - Produzent: Darryl F. Zanuck - Regisseur: Richard Fleischer - Drehbuch: Darryl F. Zanuck AKA Mark Canfield - Story : Marcel Haedrich novel - Darsteller: Orson Welles Hagolin / Lamorcière - Juliette Gréco - Alexander Knox - Catherine Lacey - William Lucas - Maurice Teynac - Austin Willis - Bradford Dillman Larnier / Claude -

David e Golia (David und Goliath), Regie: Ferdinando Baldi,Italien, USA - 1960
Produktion: Cineriz - Regisseur: Richard Pottier - Ferdinando Baldi - Drehbuch: Emimmo Salvi - Ambrigio Molteni - Gino Mangini - Umberto Scarpelli - Darsteller: Furio Meniconi - Pierre Cressoy - Eleonora Rossi Drago - Edward Hilton - Giulia Rubini - Orson Welles König Saul - Ivo Payer - Massimo Serato -

La décade prodigieuse (Der zehnte Tag), Regie: Claude Chabrol,Frankreich - 1971
Regisseur: Claude Chabrol - Darsteller: Michel Piccoli -

Dick Tracy Regie: Billy Burton,USA - 1990
Produktion: Touchstone Pictures - Regisseur: Warren Beatty - Billy Burton - Drehbuch: Jim Cash - Kamera: Vittorio Storaro - Musik: Danny Elfman - Ausstattung: Richard Sylbert - Optische Effekte: Michael Lloyd - Darsteller: Mandy Patinkin 88 Keys - Al Pacino Big Boy Caprice - Michael O'Donnell McGillicuddy - Madonna Heiserchen - Charlie Korsmo Der Junge - James Keane - Dustin Hoffman Murmler - Glenne Headly Tess Trueheart - Charles Durning Chief Brandon - James Caan Cameo Part - Warren Beatty Dick Tracy - Jim Wilkey Stooge -

Don't come knocking Regie: Wim Wenders,Deutschland, USA - 2005
Produktion: Reverse Angel Poduction GmbH - Arte France Cinéma - Produzent: Peter Schwartzkopff - Regisseur: Wim Wenders - Drehbuch: Sam Shepard - Nach einer Vorlage von: Sam Shepard - Wim Wenders - Kamera: Franz Lustig - Architekt: Nathan Amondson - Darsteller: Sarah Polley - Tim Roth - Jessica Lange - Sam Shepard - Eva Maria Saint - Fairuza Balk - Gabriel Mann -
Kritiken : "Heute, zwanzig Jahre danach, stapft nicht mehr der so gut wie besinnungslose Travis aus «Paris, Texas» durch bildschöne amerikanische Landschaften, sondern ein abgehalfterter Cowboydarsteller namens Howard (Sam Shepard). Aber er ist wie sein Vorgänger auf der Suche nach der eigenen Identität und findet - wie dieser - ganz überraschend die einstige Geliebte und gleich zwei erwachsene Sprösslinge dazu. Wim Wenders' neues Roadmovie ist als Western- und auch als Selbstparodie angelegt. Er will Ballast abwerfen und treibt einen Imagewechsel voran, dessen vorläufiges Ziel «Komödie» und «Leichtigkeit» heisst. Aber noch stehen ihm - merklich verringert - deutsche Langsamkeit und deutscher Tiefsinn im Wege." (NZZ, maf.)

F for Fake (F wie Fälschung), Regie: Orson Welles,Frankreich, Iran, Deutschland - 1975
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Oja Palinkas - Orson Welles - Darsteller: Joseph Cotten - Elmyr de Hory - Clifford Irving - Edith Irving - Francois Reichenbach - Orson Welles -

Face Addict Regie: Edo Bertoglio,Schweiz, Italien - 2005
Regisseur: Edo Bertoglio - Drehbuch: Edo Bertoglio - Gaia Guasti - Kamera: Edo Bertoglio - Gianfranco Rosi - Vito Robbiani - Darsteller: John Lurie - Walter Steding - Glenn O'Brien -

Text?Familia Regie: Louise Archambault,Canada - 2005
Regisseur: Louise Archambault - Drehbuch: Louise Archambault - Kamera: André Turpin - Musik: Ramachandra Borcar - Schnitt: Sophie Leblond - Darsteller: Juliette Gosselin - Mylène St-Sauver - Macha Grenon - Jacques L'Heureux - Vincent Graton - Sylvie Moreau - Micheline Lanctôt -

Text?The Flyer Regie: Revel Fox,ZA - 2005
Produktion: IMG Productions - Produzent: Michelle Wheatley - Joel Phiri - Jeremy Nathan - Executive Producer: Ronnie Apteker - Regisseur: Revel Fox - Drehbuch: Philip Roberts - Revel Fox - Kamera: Rob Malpage - Musik: Philippe Miller - Schnitt: Richard Starkey - Ausstattung: Keith Anderson - Darsteller: Kim Engelbrecht Mickey - Marvin Pasqualie Spies Junior - Jarrid Geduld Kier Junior - Craig Palm Spies Senior - Ian van der Heyden Kier Senior - Marcel van Heerden Anders Larsen - George Torres Jacques Vivier - Kurt Schoenraad Ricardo - Justin Rinquest Dingus - Keegan Petersen Benny - Leonard Moss Shopkeeper -

Text?La guerra di Mario Regie: Antonio Capuano,Italien - 2005
Regisseur: Antonio Capuano - Drehbuch: Antonio Capuano - Kamera: Luca Bigazzi - Musik: Pasquale Catalano - Schnitt: Gio Giò Franchini - Kostümbild: Daniela Ciancio - Darsteller: Valeria Golino - Marco Grieco - Andrea Renzi - Rosaria de Cicco - Anita Caprioli -

Histoire immortelle (Stunde der Wahrheit), Regie: Orson Welles,Frankreich - 1967
Produktion: Albina Films - ORTF - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Story : Tania Blixen AKA Isak Dinesen - Kamera: Willy Kurant - Musik: Eric Satie - Darsteller: Orson Welles Mr. Clay - Norman Ashley - Robert Coggio - Fernando Rey - Jeanne Moreau -

I'll never forget what's 'is name (Was kommt danach...?), Regie: Michael Winner,Grossbritannien - 1967
Regisseur: Michael Winner - Drehbuch: Peter Drager - Darsteller: Carol White - Orson Welles Jonathan Lute - Oliver Reed Andrew Quint - Ann Lynn - Michael Hordem - Marianne Faithfull - Wendy Craig - Hanrra Andrews -

Text?Jane Eyre Regie: Robert Stevenson,USA - 1943
Regisseur: Robert Stevenson - Story : Charlotte Brontë - Darsteller: Agnes Moorehead Mrs. Reed - Henry Daniell Henry Brocklehurst - Sara Allgood Bessie - John Sutton Dr. Rivers - Peggy Ann Garner die junge Jane Eye - Margaret O'Brien Adele Varens - Joan Fontaine Jane Eyre - Orson Welles Edward Rochester - Elizabeth Taylor Helen Burns (/xx/) -
Kritiken : Bemerkenswerte adaption des Romans von Emilie Brontë, die im Unterschied zu späteren versionen auch Janes Kindheit zeugt. Orson Welles als Produzent des Films scheint die teilweise dèstere Photographie der Szenen im Schloss Thornfield Hall beeinflusst zu haben, im ganzen aber doch eine sehr theatralische Inszenierung des Hollywood Routiniers Stevenson. Detail am Rande: die jungen Elizabeth Taylor in einer ihrer ersten Rollen als Janes Freundin im Waisenhaus. (lhg 2005)

Text?Jo Siffert - Live fast, die young Regie: Men Lareida,Schweiz - 2005
Produktion: Hugofilm Productions GmbH - Regisseur: Men Lareida -
Kritiken : Leben ist Fahren - «Jo Siffert. Live Fast - Die Young» Es dauerte seine Zeit, bis auch der neuere Schweizer Dokumentarfilm den Sport entdeckte - den vaterländischen vorab. Es war ein auch gesellschaftspolitischer Blick, der in einfühlsamen Bildern eine heutige Gesellschaft zeigte, wie sie mit den Traditionen verbunden ist. 1999 erschien «Schlagen und Abtun», Norbert Wiedmers Darstellung des Hornussens, und 2003 waren in «Die Wägsten und Besten des Landes» von Matthias von Gunten die Schwinger zu sehen. Aus dem gleichen Jahr stammt die Fernsehproduktion «Ferdy Kübler» von Anne Cuneo, wobei der Spitzname auf den «vaterländischen» Aspekt hinwies. Ohne einen spezifischen Schweizer Bezug hatte der ausserordentliche Film «Elf Freunde» (1998) von Miklós Gimes den Zerfall der einst überragenden ex-jugoslawischen Fussballnationalmannschaft vor dem Hintergrund des Balkankrieges thematisiert. Jetzt folgt ein Film über eine weitere helvetische Sportlegende: den am 24. Oktober 1971 im Alter von 35 Jahren in Brands Hatch verunfallten Automobilrennfahrer Jo Siffert, der nach seinem Tod zum Mythos wurde. Der 1968 in Chur geborene Men Lareida hat in seinem ersten langen Dokumentarfilm ein spannendes, von Sympathie und Respekt getragenes Charakterbild des Menschen und des Sportsmannes entworfen. Zu Wort kommen vor allem die Schwester Adélaide, die den Film mit ihrer temperamentvollen und träfen Ausdrucksweise ungemein belebt und vorantreibt, sowie der Sohn Philippe und die Tochter Véronique. Die Erinnerungen von Freunden, Zeitzeugen und Fachleuten, Wochenschaumaterial und weitere Archivaufnahmen ergänzen das Bild, das auch Aufschlüsse über den Rennsport vermittelt, der aus Kostengründen lange fast nur den Gentlemanfahrern vorbehalten blieb, in der Schweiz etwa Emanuel de Graffenried. Zur Welt gekommen war «Seppi» Siffert in der Freiburger Unterstadt. Seine Leidenschaft für die Kraft der Motoren trieb ihn aus der Armut des Herkommens und der Drangsal der Schule in den Erfolg, den er sich unter finanziellen Opfern zäh erarbeiten musste, ehe er via Nürburgring und Monza nicht nur in die Oberstadt aufstieg, sondern auch in die Ranglisten der grossen Automobilrennen. Schon früh hatte er seine Begabung erkannt, die ihn später auf den Rennbahnen der Welt mit dreihundert und mehr Kilometern pro Stunde herumkreisen liess. Sein Zustand war Geschwindigkeit, eine Droge, mit der er auch seine Freude am Leben genoss: ein Abenteurer und Charmeur gleichermassen - intensiv, rastlos und voller Energie wie die Motoren seiner Maschinen. Dem Film gelingt es denn auch, etwas von der Faszination des Rennsports zu vermitteln. Er veranschaulicht so den Ausspruch des amerikanischen Schauspielers Steve McQueen, der sich 1970 anlässlich der Aufnahmen zu Lee H. Katzins Rennfahrerfilm «Le Mans» mit Siffert angefreundet hatte und selber ein begeisterter Amateurrennfahrer war: «Das Leben, das ist während des Rennens. Alles davor und danach ist bloss Warten.» (Kino Riffraff in Zürich)(Rolf Niederer, NZZ 23. Dezember 2005)

Journey into fear (Von Agenten gejagt), Regie: Norman Foster,USA - 1942
Regisseur: Norman Foster - Story : Eric Ambler - Darsteller: Joseph Cotten - Dolores Del Rio - Ruth Warrick - Orson Welles -
Anmerkungen: Ein Agenten-Thriller um einen amerikanischen Ingenieur, der in Istanbul von Nazi-Agenten gejagt wird. »I did the sets and I supervised the planning of the way it was going to be done. It was really quite a good script we did – it should have been a very decent picture. Good cast and everything. It was the opposite of an action picture, since it was based on the kind of thing that Ambler does so well, which is antiaction, antiheroics, and all that. And they just took out everything that made it interesting except the action – trying desperately to turn it into an action- B.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

Text?Keller - Teenage Wasteland Regie: Eva Urthaler,Österreich, Deutschland, Italien - 2005
Regisseur: Eva Urthaler - Drehbuch: Eva Urthaler - Kamera: Alfio Contini - Musik: Gerhard Potuznik - Schnitt: Gergana Voigt - Architekt: Elisabeth Klobassa - Tonmeister: Frieder Glöckner - Darsteller: Elisabetta Rocchetti - Ludwig Trepte - Sergej Moya - Georg Friedrich - Birgit Doll -

Text?The Lady from Shanghai (Die Lady von Shanghai), Regie: Orson Welles,USA - 1947
Produzent: William Castle - Richard Wilson - Orson Welles - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: Sherwood King Roman - Darsteller: Orson Welles - Glenn Anders - Everett Sloane - Rita Hayworth - Ted de Corsia - William Alland Reporter (/xx/) -
Inhaltsangabe : Elsa Bannister (Rita Hayworth) lässt sich eines Abends standesgemäß durch den Central Park kutschieren, als ihr ein herumspazierender Seemann mit irischem Akzent, Michael O'Hara (Orson Welles), auffällt. Als er sie vor einem Überfall beschützt, veranlasst sie, dass ihr Mann, Arthur Bannister (Everett Sloane), ihn als Skipper auf ihrer Luxusjacht anheuert. Während eines Trips in die Karibik verliebt sich Michael in die schöne Elsa. Doch ihre Affäre wird vom Freund des gehörnten Ehemanns, George Grisby (Glenn Anders), entdeckt.

Michael merkt, dass er den zynischen Juristen, die ständig aufeinander herumhacken, nicht gewachsen ist. Er verlässt das Boot in San Francisco. Doch dann lässt er sich von Grisby, der das Geld seiner Lebensversicherung einkassieren will, überreden, dessen Tod zu inszenieren und dafür eine Belohnung von 5.000 Dollar zu kassieren. Das Geschäft wird zum Desaster, als Grisby tatsächlich ermordet wird und Michael als dringend Tatverdächtiger auf der Anklagebank landet. Sein Anwalt ist ausgerechnet Elsas Mann. Es stellt sich heraus, dass dieser stets über die Affäre zwischen seiner Frau und Michael informiert war und nun keinerlei Veranlassung sieht, den Fall zu gewinnen. (arte Presse)
Kritiken : «Grandioses Verwirrspiel von Orson Welles - Regisseuer, Autor, Hauptdarsteller in einem und damals Gatte von Rita Hayworth» (TV Spielfilm)

Anmerkungen: «Welles jongliert virtuos mit Stereotypen des Film Noir wie Lust, Habgier, Verrat und Fatalismus. Gedreht wurde meist an Originalschauplätzen. Die ausgefeilte Kamera mit ihren bizarren und überraschenden Blickwinkeln verstärkt das Gefühl von Paranoia. Der Film hatte ursprünglich eine Länge von fast zweieinhalb Stunden, wurde dann auf Weisung des Produzenten Cohn umgeschnitten und bestimmte Szenen wurden nachgedreht. Die Weltpremiere fand im Dezember 1947 in Paris statt, erst im Sommer 1948 kam "The Lady from Shanghai" in die amerikanischen Kinos.

Die Produktionsgeschichte des Films ist wie bei den meisten Filmen von Orson Welles kompliziert. Nach den kommerziellen Reinfällen von "Citizen Kane" und "Der Glanz des Hauses Amberson" ("The Magnificent Ambersons") konnte Welles den Film nur durch die Zusage seiner Frau Rita Hayworth, die Hauptrolle zu übernehmen, finanzieren. Gleichzeitig war die Besetzung Rita Hayworths als herzlose Femme fatale ein Wagnis, das der Studioboss Harry Cohn nur ungerne einging.» (arte Presse)

Text?Landammann Stauffacher Regie: Leopold Lindtberg,Schweiz - 1941
Regisseur: Leopold Lindtberg - Drehbuch: Kurt Guggenheim - Richard Schweizer - Kamera: Emil Berna - Musik: Robert Blum - Schnitt: Käthe Mey - Darsteller: Emil Hegetschweiler - Ellen Widmann - Fred Tanner - Robert Trösch - Anne-Marie Blanc - Heinrich Gretler - Zarli Carigiet - Leopold Biberti -
Inhaltsangabe : 1315: Die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden geraten in die Spannungen zwischen dem Thronanwärter Ludwig von Bayern, dem sie Treue geschworen haben, und dem mächtigen Friedrich von Habsburg. Dass die Habsburger sehr einflussreich sind, beeindruckt insbesondere die Urner und Unterwaldner. Der Schwyzer Landammann Werner Stauffacher aber setzt sich mit seinen freiheitlichen Ideen durch. Es kommt zum Kampf und zum Sieg bei Morgarten. (3Sat Presse)
Kritiken : Patriotisches Stück aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, auf weite Strecken auch heute noch unterhaltsam, wenn auch nicht unbedingt überzeugend. (lhg 2005)
Anmerkungen: Leopold Lindtberg hat den Historien- und Widerstandsfilm "Landammann Stauffacher" 1941 nach einem Drehbuch von Kurt Guggenheim und Richard Schweizer gedreht. Wohl kein anderer Schweizer Spielfilm hat die Stimmung der "geistigen Landesverteidigung" während der Zeit des Zweiten Weltkriegs so treffend abgebildet. (3Sat Presse)

Text?Ma Hameh Khoubim Regie: Bizhan Mirbaqeri,Iran - 2005
Regisseur: Bizhan Mirbaqeri - Drehbuch: Mozhgan Farahawar Moghaddam - Kamera: Mahdi Jafari - Darsteller: Ali Rashvand - Melika Emammi - Leila Zareh - Pariviz Shahinkhou - Mohsen Ghazimorad - Ahou Kheradmand - Ayda Keykhani -

Text?Macbeth Regie: Orson Welles,USA - 1948
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: William Shakespeare - Kamera: John L. Russell - Musik: Jacques Ibert - Darsteller: Dan O'Herlihy - Jeanette Nolan - Orson Welles - Roddy McDowall - William Alland Zweiter Mörder - Lionel Braham Siward -
Anmerkungen: Eine in stark stilisierten Kulissen gefilmte Adaption des Shakespeare-Dramas, dessen düsterer Expressionismus dem Geschehen eine eigenwillige Künstlichkeit gibt. Orson Welles dominiert in der Titelrolle, in einer kleinen Nebenrolle ist seine 10jährige Tochter Christopher als Macduffs Sohn zu sehen. »It was done as a ›B‹ picture quickie. I thought I’d have a great success with it and then I’d be allowed to do all kinds of difficult things as long as they were cheap. But it was a big critical failure. The biggest critical failure I ever had.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

Text?Macbeth Regie: Orson Welles,USA - 1948
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: William Shakespeare - Kamera: John L. Russell - Musik: Jacques Ibert - Darsteller: Dan O'Herlihy - Jeanette Nolan - Orson Welles - Roddy McDowall - William Alland Zweiter Mörder - Lionel Braham Siward -
Anmerkungen: Eine in stark stilisierten Kulissen gefilmte Adaption des Shakespeare-Dramas, dessen düsterer Expressionismus dem Geschehen eine eigenwillige Künstlichkeit gibt. Orson Welles dominiert in der Titelrolle, in einer kleinen Nebenrolle ist seine 10jährige Tochter Christopher als Macduffs Sohn zu sehen. »It was done as a ›B‹ picture quickie. I thought I’d have a great success with it and then I’d be allowed to do all kinds of difficult things as long as they were cheap. But it was a big critical failure. The biggest critical failure I ever had.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

Text?The Magnificent Ambersons Regie: Orson Welles,USA - 1942
Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Story : Booth Tarkington - Kamera: Stanley Cortez - Musik: Bernard Herrmann - Schnitt: Robert Wise - Darsteller: J. Louis Johnson Sam - Richard Bennett Major Amberson - Anne Baxter Lucy Morgan - Erskine Sanford Roger Bronson - Agnes Moorehead Tante Fanny - Tim Holt Georges Minafer - Joseph Cotten Eugene Morgan - Dolores Costello Isabel Amberson - Ray Collins Jack Amberson - Don Dillaway Wilbur Minafer - Sprecher: Orson Welles Erzähler -
Inhaltsangabe : Amerika, 1873. Im Mittelpunkt des Dramas, das im Jahre 1873 in einer beschaulichen amerikanischen Kleinstadt einsetzt, stehen die Ambersons, eine reiche angesehene Familie.
Es überrascht nicht, dass Isabel, die Tochter der Familie, von vielen jungen Männern umworben wird, so auch vom draufgängerischen Eugene Morgan. Isabel, die zwar Sympathien für ihn hegt, fühlt sich durch ein Missgeschick Eugenes bei der Brautwerbung dermassen brüskiert, dass sie ihn zurückweist und stattdessen den bodenständigen Wilbur Minafer heiratet. Da sie ihren Ehemann aber nicht wirklich liebt, der aber viel eher den konservativen Wertvorstellungen ihrer Familie entspricht, konzentriert sie ihre Liebe voll und ganz auf ihr einziges Kind, ihren Sohn George, was diesen zu einem verzogenen, eingebildeten Bengel werden lässt, der meint, dass ihm die ganze Stadt gehört. Als Eugene, inzwischen als Automobilerfinder ein gemachter Mann, nach vielen Jahren in die Stadt zurückkehrt, lebt die Freundschaft mit Isabel wieder auf. Nach Wilburs Tod stünde einer Verbindung der beiden eigentlich nichts mehr im Wege, wäre da nicht George, der zum ersten Mal in seinem Leben die Liebe seiner Mutter teilen muss und dessen aristokratischer Auffassung Eugene, dessen Automobile und die Industrialisierung, für die diese stehen, aufs Äusserste widerstreben, und setzt alles daran, eine Beziehung zwischen ihm und Isabel zu verhindern. Gleichzeitig beginnt er ein Verhältnis mit Eugenes Tochter Lucy. Angestachelt von seiner eifersüchtigen Tante Fanny Minafer, die auch ein Auge auf Eugene geworfen hat, widersetzt er sich der Verbindung seiner Mutter mit Eugene und stürzt zugleich seine Familie ins Verderben. (wdr Presse)

Kritiken : «Liebevoll, ironisch, wehmütig und unerbittlich beschreibt Welles den äußerlich gefilterten, gleichwohl katastrophalen Aufeinanderprall von alter Aristokratie und industriellem Unternehmertum. "The magnificant Ambersons" - obgleich unter chaotischen Umständen entstandene, radikal gekürzte und veränderte Chronik zweier Großbürgerfamilien - erfüllt, was andere Sagas allenthalben schuldig bleiben: den unlösbaren Diskurs von Trauer und kritischer Einsicht, einer Welt geltend, die zu Recht zum Schwinden verurteilt ist und doch Unwiederbringbares mit sich nimmt...» (Theodor Kotulla)
Anmerkungen: Die Geschichte des Niedergangs einer Familie wurde gegen den Willen von Welles vom Studio umgeschnitten.

»The basic intention was to portray a golden world – almost one of memory – and then show what it turns into. Having set up this dream town of the ›good old days‹, the whole point was to show the automobile wrecking it – not only the family but the town. All this is out. What’s left is only the first six reels. Then there’s a kind of arbitrary bringing down the curtain by a series of clumsy, quick devices. The bad, black world was supposed to be too much for people.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

« Wie in seinem ersten Film "Citizen Kane" (1941) beschäftigt sich Orson Welles auch in seinem zweiten Werk mit dem Amerika des Spätkapitalismus. Der Film, der ohne Einwilligung des Regisseurs von den Produzenten verstümmelt wurde, erzählt von der Glanzzeit und dem Niedergang der vermögenden und einflußreichen Familie Amberson.

In nur neun Tagen schreib Welles das Buch zum Film, wobei er viel von Tarkingtons Sentimentalität aussparte und die psychologischen Aspekte verstärkte.

Welles' ursprünglich konzipierte und fertiggestellte Fassung war 148 Minuten lang, er selbst reduzierte sie später auf 131 Minuten. Als ihn seine Produzenten von RKO nach Brasilien schickten, um den Dokumentarfilm "It's all true" (1942) zu inszenieren, ging die Firma daran, das Werk auf 88 Minuten herunterzukürzen. Von Freddie Flick wurde eine neue Schlußszene aufgenommen. Diese verstümmelte Version vernichtete "das ganze Herz des Films", wie der Regisseur später feststellte.

Aber selbst die Kurzfassung läßt noch die geniale Gestaltung des Films erahnen. Der dramatische Einsatz von Licht und Schatten ließ ein Flair entstehen, das Jean Cocteau einmal als "stille Schönheit" bezeichnete. Welles verwendet die nostalgische Irisblende zu Beginn und zum Ende der Szenen. Er schnitt den Film sozusagen bereits in der Kamera - Szene für Szene, Vignette für Vignette -, ohne auf die Schneidetischarbeiten zu vertrauen. Die Erzählstimme sprach er selbst, ließ Dialoge, Straßengeräusche und Musik einander überlappen.» (Pressetext ZDF)

«Orson Welles' zweite Kinoregiearbeit war zum Zeitpunkt ihrer Erstaufführung nur mässig erfolgreich, zählt jedoch heute zu den ganz grossen Klassikern des amerikanischen Kinos.

1940 hatte Orson Welles sein vielbeachtetes, aber kommerziell desaströses Regiedebüt "Citizen Kane" vorgelegt, der Filmkritikern und Filmhistorikern heute als einer der besten Filme aller Zeiten gilt. Für Welles' zweiten Film forderte das Produktionsstudio RKO ein Projekt mit grösserem kommerziellem Potenzial. Der 1919 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Roman "Die stolzen Ambersons" von Booth Tarkington über den Aufstieg und Fall einer aristokratischen Familie zur Zeit der Jahrhundertwende, schien ein geeignetes Projekt. Zudem hatte Welles 1939 bereits eine Radio-Inszenierung des Stoffes erstellt. Doch ähnlich wie bei fast allen von Welles' Projekten nach "Citizen Kane" kam es auch hier bald zu Problemen zwischen der Produktionsfirma und dem begabten Regisseur. Nach Fertigstellung von "Der Glanz des Hauses Amberson" entschied sich das Studio, das barock-melodramatische Werk um eine Dreiviertelstunde auf knapp 88 Minuten zu kürzen. Bis heute ist Welles' ursprünglich konzipierte Fassung verschollen. Dennoch gilt der Film, der 1943 für vier Oscars nominiert war, heute als einer der ganz grossen Klassiker des amerikanischen Kinos und als Einfluss auf Meisterwerke wie Luchino Viscontis "Der Leopard" und Martin Scorseses "Zeit der Unschuld".» (BR Presse)

Text?Mah Nakorn Regie: Wisit Sasanatieng,Frankreich, TH - 2005
Produktion: Five Star Production - The Film Factory - Regisseur: Wisit Sasanatieng - Darsteller: Mahasamut Boonyaruk - Saengthong Gate-Uthong - Pen-ek Ratanaruang -

Malpertuis Regie: Harry Kumel,Belgien - 1971
Regisseur: Harry Kumel - Drehbuch: Jean Ferry - Story : Jean Ray novel - Darsteller: Sylvie Vartan - Dora van der Groen - Walter Rilla - Daniel Pilon - Michel Bouquet - Charles Janssens - Susan Hampshire - Jean-Pierre Cassel - Mathieu Carrière - Orson Welles Cassavius -

Man in the Shadow (Des Teufels Lohn), Regie: Jack Arnold,USA - 1957
Produktion: Universal - Produzent: Albert Zugsmith - Regisseur: Jack Arnold - Drehbuch: Gene L. Coon - Schnitt: Edward A. Curtiss - Darsteller: Jeff Chandler - Orson Welles Virgil Renchler - Ben Alexander - Barbara Lawrence - John Larch - James Gleason - Royal Dano - Colleen Miller -

Text?Mirrormask Regie: Dave McKean,Grossbritannien, USA - 2004
Regisseur: Dave McKean - Drehbuch: Neil Gaiman - Kamera: Antony Shearn - Architekt: Dave McKean - Darsteller: Dora Bryan - Jason Barry - Rob Brydon - Gina McKee - Stephanie Leonidas - Stephen Fry -

Murderball Regie: Henry Alex Rubin,USA - 2005
Produktion: Eat Film - Regisseur: Dana Adam Shapiro - Henry Alex Rubin - Darsteller: Mark Zupan - Joe Soares - Keith Cavill -

Text?Nashville Regie: Robert Altman,USA - 1975
Produzent: Robert Altman - Executive Producer: Jerry Weintraub - Regisseur: Robert Altman - Drehbuch: Joan Tewkesbury - Kamera: Paul Lohmann - Musik: Richard Baskin Arrangements - Darsteller: Barbara Baxley - David Arkin - Gwen Welles - Lily Tomlin - Rod Steiger - Michael Murphy - Shirley Jones - Barbara Harris - Shelley Duvall - Geraldine Chaplin - Keith Carradine - Ronee Blakely - Karen Black - Ned Beatty - Henry Gibson -

Text?La neuvaine Regie: Bernard Emond,Canada - 2005
Regisseur: Bernard Emond - Drehbuch: Bernard Emond - Kamera: Jean-Claude Labrecque - Musik: Robert Marcel Lepage - Architekt: Louise Pillon - Darsteller: Stéphane Demers - Isabelle Roy - Denise Gagnon - Patrick Drolet - Elise Guilbault - Lise Castonguay -

Text?Nine Lives Regie: Rodrigo García,USA - 2004
Regisseur: Rodrigo García - Drehbuch: Rodrigo García - Kamera: Xavier Pérez Grober - Darsteller: Amanda Seyfried - Lisa Gay Hamilton - Sissy Spacek - Holly Hunter - Glenn Close - Elpidia Carillo - Amy Brenneman - Kathy Baker - Robin Wright Penn -

Text?On a clear day Regie: Gaby Dellal,Grossbritannien - 2005
Produktion: Take Partnership Production - Jn Films - Forthcoming Productions - Regisseur: Gaby Dellal - Darsteller: Jamie Sives - Sean McGinley - Benedict Wong - Brenda Blethyn - Peter Mullan - Ron Cook -
Inhaltsangabe : Nach 35 harten Arbeitsjahren verliert der Glasgower Werftarbeiter Frank (Peter Mullan) praktisch über Nacht seinen Job. Für den stolzen und sturen Mann ist die Entlassung eine tiefe Demütigung – ebenso die Tatsache, dass er auf dem Arbeitsamt ausgerechnet mit seiner dort beschäftigten Schwiegertochter Angela (Jodhi May) verhandeln muss. Während einer Schiffstour mit seinen Ex-Kollegen nach Frankreich kommt der seelisch angeschlagene Frank schließlich auf die Idee, wie er seinem Leben einen neuen Impuls geben könnte: Er will den Ärmelkanal von Dover nach Calais durchschwimmen. Unterstützt von seinem Freund Chan (Benedict Wong) und seinen ehemaligen Kollegen Eddie (Sean McGinley), Norman (Ron Cook) und Danny (Billy Boyd), beginnt er mit dem Training und den logistischen Vorbereitungen. Als seine nichts ahnende Frau Joan (Brenda Blethyn) von dem Plan erfährt, reagiert sie wütend und enttäuscht, weil Frank sie nicht in sein Vorhaben eingeweiht hat – zumal sie selbst versucht, die Familie mit einer Ausbildung zur Busfahrerin über Wasser zu halten. Auch Franks Beziehung zu seinem erwachsenen Sohn Rob (Jamie Sives) wird zusehends angespannter. Seit dem Tod von Robs Zwillingsbruder, der als Kind ertrank, haben die beiden sich immer weiter entfremdet. Um die ohnehin brüchigen Beziehungen zu Joan und Rob nicht weiter zu gefährden, überlegt Frank, seine Kanal-Durchquerung aufzugeben. Schließlich aber erkennt er, dass er seine berufliche Frustration und vor allem das Trauma durch den Verlust seines zweiten Sohnes nur überwinden kann, wenn er sein waghalsiges Vorhaben zu Ende bringt... (ARD Presse)
Kritiken : Portrait eines arbeitslos gewordenen Familienvaters, der versucht, mit dem Durchschiwmmen des Ärmelkanals seine Schulgefühle gegenüber Frau und Sohn aufzuarbeiten. Der Erstlingsfilm der englischen Regisseurin Gaby Delall überrascht mit einer frischen Story und überzeugenden Darstellern, bleibt aber letztlich in teils langatmigen Szenen unter den Erwartungen zurück. (lhg 2005) "Ab durch den Ärmelkanal - «On a Clear Day», eine Arbeitslosenkomödie von Gaby Dellal In den letzten Jahrzehnten war das Verhältnis des britischen Kinos zur Arbeiterklasse etwa so innig wie dasjenige eines Bierglases zu seinem Guinness: Flüssig und passgenau, ja symbiotisch fast schmiegt sich der (sozialkritische) Inhalt da immer wieder von neuem der (strengen, schnörkellosen) Form ein. Die oft bitter-realistischen, manchmal auch heiter-herzerwärmenden Milieustudien eines Ken Loach oder Mike Leigh ziehen ihre Spannung dabei vor allem aus dem Widerspruch zwischen den harten Bedingungen des Arbeitsmarktes und dem Wunsch und Kampf der einzelnen Figuren, darin zu bestehen; während die optimistischeren Porträts eines Stephen Frears oder Peter Cattaneo das Umfeld der Underdogs und Docker eher zum Anlass von skurrilen Sprachwitzen und Slapstickeinlagen benutzen, wodurch die Figuren letztlich oft untergründig mit ihrem schwierigen Schicksal versöhnt werden. Auch das Spielfilmdébut «On a Clear Day» der irischen Regisseurin Gaby Dellal reiht sich nun in diese letztere, mittlerweile fast zu einem eigenen Genre gewachsene Tradition des Arbeitslosen-Feelgood-Movie ein: Wie Mark Herman in «Brassed Off», Stephen Frears in seiner burschikosen Roddy-Doyle-Verfilmung «The Van» oder Peter Cattaneo in der Striptease-Komödie «The Full Monty» erzählt Dellal die Geschichte eines von der Arbeitswelt Ausgespuckten, der sich dank einem Haufen verschrobener Freunde mit seiner ungewohnten Situation abfindet - und letztlich neuen Lebensmut fasst. Eines schönen Tages, als gerade ein stolzes Schiff zu seiner Jungfernfahrt ausläuft, muss der 55-jährige Frank (Peter Mullen) seinen Arbeitsplatz in einer Glasgower Schiffswerft räumen. Dass die Ausmusterung nach 30 Jahren hingebungsvoller Arbeit nicht gerade Franks Selbstvertrauen heben wird, ist vorauszusehen, zumal das wortkarge Raubein auch sehr traditionelle Vorstellungen über die männlichen Aufgaben und Pflichten in einer Familie hat. Gerade deshalb aber verschweigt ihm seine Frau Joan (Brenda Blethyn), dass sie dabei ist, die Fahrprüfung als Bus-Chauffeuse zu machen. Und auch Sohn Rob (Jamie Sives), der sich als Vollzeitvater und Hausmann von seinem eigenen Papa nicht akzeptiert fühlt, scheint alle Fäden zu Frank verloren zu haben - einzig das Trauma vom Tod seines Zwillingsbruders Stuart, der im Alter von sieben Jahren unter tragischen Umständen ertrunken ist, hält Vater und Sohn mit stummem Band umwickelt. In all dieser von Schweigen beschwerten Ratlosigkeit erkennt Frank, dass ihm nur eine kleine Heldentat die nötige Zuversicht und die alte Selbstachtung wieder zurückzubringen vermag. Auf einem Ausflug mit Freunden kommt der Hobbysportler so auf die Idee, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren. Doch die Strapazen, die Frank nun mit der gefährlich euphorischen Hilfe seiner Freunde auf sich nimmt, sind nicht nur körperlicher Art: Das Ringen mit dem Wasser wühlt vielmehr auch alte Erinnerungen an den Verlust des zweiten Sohnes wieder auf . . . Aber natürlich kommt zum guten Ende alles gut, die Figuren wachsen plötzlich wie aufschiessendes Gemüse über sich selbst hinaus, und die Kanaldurchquerung im reinigenden Wasser entpuppt sich als grosse Katharsis, mit der alle Konflikte beseitigt und das Gleichgewicht in Franks Familie wiederhergestellt werden kann. Weshalb genau aber die sportliche Resurrektion des männlichen Egos wirklich als (bisher allzu gut geheim gehaltene?) Wunderwaffe gegen alle Eheprobleme samt Schwierigkeiten einer Arbeitslosenexistenz wirken kann, bleibt in Dellals Komödie - die diesen Sommer ihre Premiere auf einer bestens amüsierten Piazza in Locarno gefeiert hatte - bis zuletzt irgendwie im Dunkeln. So umspielt den Clou zum Schluss der Geschichte ein Schweif von Fragen, während hingegen das restliche Drehbuch aus der Feder Alex Roses mit seinen wohldosierten Pointen und fanfarenlaut placierter Situationskomik sehr absichtsvoll und reissbretthaft daherkommt; ja, beinahe scheint es, als wäre die Geschichte entlang der Umrisse eines Stephen-Frears-Films durchgepaust worden, wobei allerdings einige Konturen nur undeutlich durch das Kopierpapier hindurchschimmerten. Mit etwas weniger eifrigem Feelgood und etwas mehr Movie würde man sich in diesem gleichwohl auch charmanten Erstling tatsächlich noch besser fühlen. (Kino Arthouse Movie in Zürich)" (Alexandra Stäheli , NZZ 23. Dezember 2005)
Anmerkungen: «Mit "An einem klaren Tag" ist der jungen Regisseurin Gaby Dellal eine wundervolle Gratwanderung zwischen genau beobachteter Charakterstudie und amüsanter Milieubeschreibung gelungen. In der Tradition von Filmen wie "Ganz oder gar nicht" oder "Mein Name ist Joe" erzählt "An einem klaren Tag" von den Problemen des Arbeiterlebens im heutigen Großbritannien. Zu Recht wurde der Film bei den British Academy Awards mit dem Preis für das "Beste Drehbuch" ausgezeichnet. In den Hauptrollen glänzen Peter Mullan ("Young Adam", "Mein Name ist Joe") und Brenda Blethyn ("Stolz und Vorurteil", „Grabgeflüster – Liebe versetzt Berge“). » (ARD Presse)

Othello Regie: Orson Welles,USA, Frankreich, Italien, MA - 1951
Produzent: Orson Welles - Associate Producer: Julien Derode - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: William Shakespeare - Kamera: Alberto Fusi - G.R. Aldo AKA Aldo Graziati - Oberdan Troiani - Anchise Brizzi - George Fanto - Musik: Angelo Francesco Lavagnino - Alberto Barberis - Schnitt: John Shepridge - Jean Sacha - Renzo Lucidi - William Morton - Ausstattung: Alexandre Trauner - Kostümbild: Maria De Matteis - Darsteller: Robert Coote Rodrigo - Fay Compton Emilia - Orson Welles Othello - Suzanne Cloutier Desdemona - Nicholas Bruce Lodovico - Hilton Edwards Brabantio - Joseph Cotten Senator - Michael MacLiammoir Jago - Jean Davis Montano - Doris Dowling Bianca - Joan Fontaine Page (/xx/) - Michael Laurence Cassio -
Inhaltsangabe : Der Moor Othello (Orson Welles) zählt in Venedig auf Grund seiner Kriegskunst zu den angesehensten Männern und wird zum General befördert. Gegen den Willen ihres Vaters heiratet Othello die schöne Desdemona (Suzanne Cloutier), doch bevor er sein Eheglück genießen kann, wird der General in die venezianische Kolonie Zypern entsandt, die von den Türken angegriffen wird. Als Othello die Türken besiegt hat, lässt der Fähnrich Jago (Michael MacLiammoir) die Braut des Generals nach Zypern bringen. Der arglose Othello ahnt nicht, dass sein vertrauter Fähnrich eine heimtückische Intrige gegen seinen General ausheckt. Jago macht den ruhmreichen Leutnant Cassio (Michael Lawrence) betrunken und verwickelt ihn in eine Schlägerei, worauf Othello ein Exempel statuiert und den disziplinlosen Soldaten degradiert. Jago flüstert dem gebrochenen Cassio ein, er müsse nur die Fürbitte von Othellos Braut gewinnen, um vom General wieder in seinen alten militärischen Rang erhoben zu werden. Zugleich erweckt der geschickt intrigierende Jago beim gutgläubigen Othello den Eindruck, seine Braut betrüge ihn mit Cassio, sodass Desdemonas arglose Fürsprache für den degradierten Soldaten das Misstrauen des Generals nur noch steigert. Als Jago ein Taschentuch präsentiert, das Desdemona dem degradierten Leutnant nach ihrem Ehebruch angeblich geschenkt hat, bringt Othello seine Frau mit eigenen Hände um, bevor die Zofe Emilia (Fay Compton) die heimtückische Intrige aufklären kann.... (ARD Presse)
Anmerkungen: "Othello" ist nach "Macbeth" der zweite Shakespearefilm von Orson Welles. Der zwischen 1948 und 1951 in Marokko entstandene Film blieb wie einige andere Werke von Welles auch ein Fragment. Erst die Welles-Tochter Beatrice rekonstruierte den Film 1991 nach einem überraschenden Fund der Negative für mehr als eine Million Dollar in einer Fassung, die der Regisseur selbst seinerzeit auf Grund notorischen Geldmangels nicht präsentieren konnte. Der aufwendig rekonstruierte Soundtrack verbindet sich mit Welles' beeindruckendem expressionistischen Licht- und Schattenspiel zu einer dynamischen Shakespeare-Adaption." (ARD Presse) OTHELLO ist der erste von Welles außerhalb des amerikanischen Studio-Systems realisierte Film, der über zwei Jahre an verschiedenen Schauplätzen in Italien und Marokko gedreht wurde. »The picture was made in pieces. Three different times I had to close it and go away and earn money and come back, which meant you’d see me looking off-camera left, and when you’d cut over my shoulder, it would be another continent – a year later. And so the picture had many more cuts than I would have liked; it wasn’t written that way, but had them because I never had a full cast together.« (Orson Welles) (Filmmuseum München)

Text?A perfect day Regie: Khalil Joreige,Frankreich, Deutschland, LB - 2005
Regisseur: Joana Hadjithomas - Khalil Joreige - Kamera: Jeanne Lapoirie - Musik: Scrambled Eggs - Schnitt: Tina Baz - Architekt: Sophie Khayat - Darsteller: Ziad Saas - Julia Kassar - Julia Kahwagi -

Text?The Piano Tuner of Earthquakes Regie: Stephen Quay,Grossbritannien, Deutschland, Frankreich - 2005
Regisseur: Timothy Quay AKA Quay Brothers - Stephen Quay AKA Quay Brothers - Drehbuch: Timothy Quay AKA Quay Brothers - Stephen Quay AKA Quay Brothers - Kamera: Nic Knowland - Schnitt: Simon Laurie - Architekt: Eric Veenstra - Darsteller: Amira Casar - Gottfried John - Assumpta Serna - Cesar Sarachu -

Prince of Foxes (In den Klauen der Borgia), Regie: Henry King,USA - 1949
Produktion: 20th Century-Fox Film - Regisseur: Henry King - Drehbuch: Milton Krims - Story : Samuel Shellabarger - Darsteller: Felix Aylmer Herzog Verano - Katina Paxinou - Orson Welles Cesare Borgia - Everett Sloane Belli - Tyrone Power Orsini - Wanda Hendrix Camilla - Marina Berti Angela - Leslie Bradley -

Rag Tale Regie: Mary McGuckian,Grossbritannien - 2005
Produktion: Pembridge Pictures - Regisseur: Mary McGuckian - Darsteller: Simon Callow - Ian Hart - Rupert Graves - Jennifer Jason Leigh - Bill Paterson -

The Rising Regie: Ketan Mehta,Indien - 2005
Produktion: Kaleidoscope Entertainment - Regisseur: Ketan Mehta - Darsteller: Aamir Khan - Toby Stephens - Rani Mukerji - Amisha Patel -

Text?Riviera Regie: Anne Villacèque,Frankreich - 2005
Produktion: arte - Agat Films & Cie - Regisseur: Anne Villacèque - Drehbuch: Anne Villacèque - Kamera: Pierre Milon - Musik: Marc Collin - Schnitt: Anne Riegel - Kostümbild: Pierre Canitrot - Darsteller: Franc Bruneau Pizza Austräger - Antoine Basler Manager Le Milk - Mathieu Simonet Fabrizio - Vahina Giocante Stella - Miou-Miou Antoinette - Elie Semoun Romansky -

Rize Regie: David LaChappelle,USA - 2005
Regisseur: David LaChappelle -

Text?Senjo no Merrry Christmas Regie: Nagisa Oshima,Japan, Grossbritannien, NZ - 1983
Produktion: Asahi National Broadcasting Company - Regisseur: Nagisa Oshima - Darsteller: David Bowie - Tom Conti - Ryuichi Sakamoto - James Malcom - Takeshi Kitano -

Text?Snow White Regie: Samir,Schweiz, Österreich - 2005
Produktion: SF DRS [SRF] - FILMHAUS, Wien - Dschoint Ventschr Filmproduktion AG - Regisseur: Samir - Drehbuch: Samir - Michael Sauter - Kamera: Michael Saxer - Andreas Hutter - Darsteller: Wolfram Berger - Patrick Rapold - Martin Rapold - Benedict Freitag - Xaver Hutter - Stefan Kurt - Stefan Gubser - Zoé Mikuleczky - Carlos Leal - Julie Fournier - Sunnyi Melles -
Kritiken : "Reine Zeitverschwendung..." (lhg 2005) "Temporeiches und visuell spritziges Szene-Drama" (tele 10/2009)

Someone to Love (Ein Tag für die Liebe), Regie: Henry Jaglom,USA - 1985
Regisseur: Henry Jaglom - Darsteller: Henry Jaglom - Michael Emil Jaglom - Andrea Marcovicci - Orson Welles -

The Southern Star (Stern des Südens), Regie: nicht genannt,USA - 1968
Darsteller: Ursula Andress - Harry Andrews - Michel Constantin Jose - George Segal - Orson Welles -

Text?Soy Cuba (Ich bin Cuba), Regie: Mikhail Kalatozov,Kuba, UdSSR - Sowjet Union - 1964
Regisseur: Mikhail Kalatozov - Drehbuch: Enrique Pineda Barnet - Jevgenij Jevtushenko - Kamera: Sergej Urusevskij - Musik: Carlos Farinas - Darsteller: Celia Rodriguez Gloria - Jean Bouise Jim - Sergio Corrieri Alberto - Raul García Enrique - José Gallardo Pedro - Luz Maria Collazo Maria / Betty - Salvador Wood -
Inhaltsangabe : In vier Episoden singt der legendäre russische Regisseur Mikhail Kalatozov in «Soy Cuba» eine Hymne auf die kubanische Revolution gegen Cubas Diktator Battista: Die Prostituierte wird vom amerikanischen Freier gedemütigt; der Bauer leidet unter der Enteignung durch die American Fruit Company; der Student kann Gedanken nicht in Taten umsetzen; der Bauer, dem auf der Suche nach Rebellen Familie und Besitz zusammengeschossen wurden, stösst zu Castros Rebellen, um zu kämpfen.- Während in den ersten beiden Episoden die soziale Ungerechtigkeit und die Schlechtigkeit der dafür verantwortlichen Yankees angeprangert werden, feiern die andern beiden Teile den Heroismus und die Opferbereitschaft der Revolutionäre.

Havanna im Jahre 1958 ist geprägt von den Folgen der kolonialen und handelspoli- tischen Unterdrückung. In einem Luxushotel bietet Maria ihren Körper ungehobelten US-Amerikanern an. Einer der Männer verbringt die Nacht mit ihr und entdeckt am nächsten Morgen das Elend des Quartiers, in welchem er aufwacht.
Seit Jahren verrichtet Pedro harte Arbeit auf den Zuckerrohrfeldern und die nächste Ernte verspricht fruchtbar zu werden. Da teilt der Grundbesitzer dem Arbeiter mit, dass das Haus und die Felder einem US-amerikanischen Unternehmen verkauft wurden. Ausser sich vor Wut legt Pedro Feuer an das Zuckerrohr und das Haus und kommt selber in den Flammen um.
Enrique gehört zu einer Gruppe junger Opponenten an der Universität Havanna, die gegen das Batistaregime kämpfen. Als er einen Polizisten umbringen soll, verlässt ihn im entscheidenden Moment der Mut. Später wird er Zeuge, als derselbe Polizist einen jungen Dissidenten erschiesst. Als er dem Polizisten wieder begegnet, ist er entschlossen, ihm furchtlos entgegenzutreten und sein Leben zu opfern.
Mario und seine Familie führen ein Leben in Armut und Abgeschiedenheit in der Sierra Maestra. Nachdem sie einen jungen Soldaten bei sich aufgenommen haben, der an der Seite Fidel Castros kämpft, werden sie von Batistas Luftstreitkräften bombardiert. Entschlossen, sich den Revolutionären anzuschliessen und ebenfalls zu kämpfen, verlässt Mario Frau und Kinder und verliert schliesslich im Kampf sein Leben. (Trigon)

In vier Episoden erzählt der Film von der sich allmählich formenden Rebellion gegen den Diktator Batista bis zum siegreichen Einmarsch der Rebellen in Havanna am 2. Januar 1959 und der Machtübernahme durch Fidel Castro. Ein Film über die kubanische Revolution von Michail Kalatosow, dem Regisseur eines der größten Erfolge des sowjetischen Kinos der 50er Jahre: "Wenn die Kraniche ziehen" (1957).
Der Film beschwört zunächst das Havanna zur Zeit Batistas, ein einziges Vergnügungsviertel vor den Toren Floridas, eine Hochburg amerikanischer Dekadenz. Dem Zuschauer wird gezeigt - hier ist deutlich der Einfluss Brechts auf den Autor Jewtuschenko spürbar -, wie die aus einem Armenviertel Havannas stammende Prostituierte von ihrem amerikanischen Freier gedemütigt, ausgebeutet und malträtiert wird; wie der Bauer unter der Enteignung durch die American Fruit Company leidet, welcher der Großgrundbesitzer einfach das ganze Land verkauft; wie der Student Mühe hat, revolutionäre Gedanken in revolutionäre Taten umzusetzen, und zum Opfer des Polizeiterrors wird; wie der Bauer, dem die Luftwaffe des Diktators auf der Suche nach Aufständischen Familie und Besitz genommen hat, zu Castros Rebellen in der Sierra Maestra stößt, um von nun an selbst zu kämpfen.

Die handelnden Personen werden nicht individualisiert oder gar psychologisiert, sie werden als Typen skizziert, sie sind exemplarisch. Dass der Zuschauer ihr Schicksal auf höchst spannende Weise miterlebt, liegt an der dramatisierten visuellen Gestaltung, die das eigentliche Ereignis des Films ausmacht. (Arte Presse)
Kritiken : "Dramaturgisches Meisterwerk" (tele)
Anmerkungen: Der in Georgien geborene Regisseur Michail Kalatosow machte sich in den 50er und 60er Jahren insbesondere durch seinen Film "Wenn die Kraniche ziehen" einen Namen, für den er 1958 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. "Ich bin Kuba" gilt als Klassiker des Revolutionskinos und knüpft ästhetisch an die filmische Tradition von Eisenstein oder Pudowkin an. Die sowjetisch-kubanische Koproduktion besticht vor allem durch kreative Montagen und eine innovative Kameraführung und ermöglicht so einen ganz neuen Blick auf das Kuba der Revolution.
"Soy Cuba" ("Ich bin Kuba") von 1964 spielt zur Zeit des Batista-Regimes. Der russische Regisseur Michail Kalatosow prangert den Luxus und die Verkommenheit der herrschenden Klasse an, allesamt Yankees. Der Film wurde sowohl in der UdSSR als auch in Kuba scharf kritisiert, in den USA war er während des Kalten Krieges verboten. "Soy Cuba" ist ein Meilenstein der sowjetischen Filmkunst und besticht durch seine langsame und sehr subjektive Kameraführung. Dank Martin Scorsese und Francis Ford Coppola, zweier großen Bewunderer, fand der Film schließlich sein Publikum und wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2004 präsentiert.(arte Presse)

Text?The Stranger (Die Spur des Fremden), Regie: Orson Welles,USA - 1945
Produzent: Sam Spiegel AKA S.P. Eagle - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Decla Dunning - Anthony Veiller - John Huston /xx/ - Orson Welles /xx/ - Victor Trivas - Nach einer Vorlage von: Victor Trivas - Kamera: Russell Metty - Musik: Bronislau Kaper AKA Bronislaw Kaper - Schnitt: Ernest J. Nims - Ausstattung: Albert S. D'Agostino - Darsteller: Konstantin Shayne Konrad Meinike - Orson Welles Kindler / Professor Charles Rankin - Martha Wentworth Sara - Loretta Young Mary Longstreet - Philip Merivale Judge Adam Longstreet - Richard Long Noah Longstreet - Byron Keith Dr. Jeffrey Lawrence - Billy House Mr. Potter - Edward G. Robinson Mr. Wilson -
Inhaltsangabe : Der Geschichtsprofessor Charles Rankin lehrt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Harper, einer kleinen Stadt im Staat Connecticut, Geschichte an einem respektierten College. Er glaubt sich seiner Tarnung sicher, dass niemand ahnt, wer er wirklich ist, nämlich Franz Kindler, ein berüchtigter Kriegsverbrecher und bis Kriegsende Kommandant des deutschen KZ.
Der Kriegsverbrecher-Jäger Wilson hatte den ehemaligen Untergebenen Kindlers, Konrad Meinike, aus dem Gefängnis entwischen lassen, in der Hoffnung, dass dieser ihn zu Kindler führen kann. Tatsächlich findet Meinike Rankin, der sofort begreift, welche Gefahr von Meinike ausgehen kann. Er tötet ihn und verscharrt seine Leiche im Wald. Doch eine unvorsichtige Äusserung Rankins bei einem Abendessen macht Wilson stutzig, und dieser versucht nun Rankins junge Frau zu überzeugen, dass sie unwissentlich einen unmenschlichen Verbreher geheiratet hat. Sie aber glaubt Wilsons Verdächtigungen nicht und vertraut sich ihrem Mann an. Rankin sieht sich in die Enge getrieben und stellt ihr eine tödliche Falle... [lhg 2014]
Kritiken : "Technisch ist der Film erstklassig" (Motion Picture Guide)

Terra incognita Regie: Peter Volkart,Schweiz - 2005
Produktion: Reck Filmproduktion - Produzent: Franziska Reck - Regisseur: Peter Volkart - Kamera: Hansueli Schenkel - Darsteller: Paul Avondet - Sandra Künzi -

Text?The Third Man (Der Dritte Mann), Regie: Carol Reed,Grossbritannien - 1949
Produzent: Alexander Korda - David O. Selznick - Carol Reed - Regisseur: Carol Reed - Drehbuch: Graham Greene - Kamera: Robert Krasker - Musik: Anton Karas - Schnitt: Oswald Hafenrichter - Ausstattung: Vincent Korda - Joseph Bato - John Hawkesworth - Set Decoration: Dario Simoni - Darsteller: Paul Hörbiger Portier - Alida Valli Anna - Hedwig Bleibtreu - Siegfried Breuer Popescu - Joseph Cotten Martins - Erich Ponto Winkel - Bernard Lee - Ernst Deutsch Kuntz - Trevor Howard Calloway - Orson Welles Harry Lime -
Inhaltsangabe : Der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins versucht im geteilten Wien der Nachkriegszeit, den rätselhaften Tod seines Freundes Harry Lime aufzuklären. Dabei entdeckt er, dass Lime lebt und in ein scheussliches Verbrechen verwickelt ist.
Im Jahr 1948 kommt der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins nach Wien, das unter Viermächtekontrolle steht. Er will in der geteilten Stadt seinen alten Freund Harry Lime suchen, von dem er seit Monaten nichts mehr gehört hat. Bei seiner Ankunft erfährt er, dass Harry Opfer eines Unfalls geworden ist und noch am selben Tag beigesetzt wird. Auf dem Friedhof trifft Martin Harrys Freundin Anna und Calloway, den Chef der britischen Militärpolizei in Wien. Calloway versucht, ihn über Harry Lime auszuhorchen, und deutet an, dieser sei in sehr unsaubere Geschäfte verwickelt gewesen. Martins glaubt das nicht: Er entschliesst sich, in Wien zu bleiben, um Harrys rätselhaften Tod aufzuklären und den Freund zu rehabilitieren. Der Portier des Hauses, in dem Harry wohnte, schildert Martins den Unfallhergang. Harry sei nach dem Unglück von zwei Freunden und einem unbekannten dritten Mann an den Strassenrand getragen worden. Diesen dritten Mann möchte Martins unbedingt finden, da er sich von ihm entscheidende Auskünfte erhofft. Er riskiert viel und muss am Ende feststellen, dass Harry nicht der war, für den er ihn gehalten hat... (3Sat Presse)
Kritiken : "Nach einem Stoff von Grahame Green inszenierte Carol Reed einen subtilen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten Originalschauplätze eine unverwechselbare Stimmung erhielt..." (Lex. d. Int. Films);

"Ein Meisterwerk der englischen Filmkunst." (Filmdienst);

"Perfekt ausgearbeiteter Film" (Movies on TV);

"Klaustrophibische Verfilmung nach Graham Greene. Welles' Auftritt, seine Kuckucksuhr-Rede, Anton Karras' Zittermusik und die Flucht durch die Katakomben sind Meilensteine der Filmgeschichte." (tele)

«England hat zur Schwarzen Serie nur diesen einen echten Klassiker beigetragen. Orson Welles war nie besser – dabei spielt er als aalglatter und amoralischer Kriegsgewinnler Harry Lime im Nachkriegs-Wien eher eine Nebenrolle. Das düstere, zynische und bewegende Drehbuch entstand ursprünglich aus einer Notiz, die Graham Greene auf einen alten Briefumschlag kritzelte.
Unvergessen:
Anton Karas’ Soundtrack - die Klänge seiner Zither kombinieren auf einzigartige Weise Wiener Kaffeehausatmosphäre mit fröstelnd-gruseligem Krimi-Ambiente. » (Cinema, 2000)
Anmerkungen: "Tatsächlich zugetragen hat sich die Geschichte von Harry Lime nicht. Sie hätte aber genauso stattfinden können. Wien, Handlungsort und Originalschauplatz mit realen Kriegsruinen, lässt den Film zum Zeitdokument werden, das die spezifische Situation der Stadt im Winter des Jahres 1948 abbildet. Das Erscheinungsbild, die Atmosphäre, die Bewohner, der Alltag und die Geschichte Wiens schaffen eine authentische Kulisse. In der geteilten Stadt blühten der Schwarzmarkt und der illegale Handel mit Penicillin. Diese Medizin war lebensnotwendig, heilte sie doch gefährliche Infektionen, die aufgrund von Hunger und Armut nicht zu verhindern waren. Penicillin galt als Kostbarkeit und seine Verwendung war streng reglementiert. Zeitungsberichte wiesen auf einen immer bedrohlicher werdenden Medikamentenmangel hin, in dessen Folge Medikamente mehr und mehr zur illegalen Ware wurden. (Natascha Bleckmann, viennale.at

"Der dritte Mann, innerhalb von fünf Wochen im Nachkriegs-Wien gedreht, machte seinen Regisseur Carol Reed weltberühmt und wurde ein phänomenaler Erfolg, ein Klassiker der Filmgeschichte. Am Gelingen des Films hatten viele Anteil: Der Kameramann Robert Krasker, ein Könner seines Fachs, der die Magie, die Dramaturgie von Licht und Schatten effektvoll in Szene setzte; der Autor und ehemalige Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Graham Greene, der in Kooperation mit dem Regisseur die ökonomische und soziale Atmosphäre des besetzten Wien präzise auf den Punkt brachte; der Schauspieler Orson Welles, der dem Film mit seiner physischen Präsenz einen unverwechselbaren, eindringlichen Touch gab; die Zither-Musik von Anton Karas, der das musikalische Leitmotiv, das Harry-Lime-Thema, zum Ohrwurm machte und damit eine richtige »Zither-Welle« in Amerika und Europa auslöste." (ZDF)

Graham Greene hatte von dem Filmproduzenten Alexander Korda den Auftrag erhalten, ein Buch über das vierfach besetzte und arg zerstörte Nachkriegs-Wien zu verfassen. Vor seiner Ankunft in Wien hatte Greene für den projektierten Film bloss eine einzige Szene im Kopf: ein Mann trifft im Strassengewühl seinen seit Jahren totgeglaubten Freund. Die Handlung um dieses Motiv hoffte der Autor aufgrund seiner Wiener Eindrücke finden zu können. Greene war offenbar gleich gepackt von der seltsamen, traurigen Stimmung, die ihn in der zerstörten Stadt umgab und recherchierte sehr genau. Er fuhr mit dem Auto hinaus zum Zentralfriedhof, der damals im britischen Sektor lag und schrieb dann im Roman: "Sogar der Friedhof war in vier Zonen aufgeteilt, die russische war durch überlebensgrosse, geschmacklose Statuen bewaffneter Soldaten gekennzeichnet, die französische durch Reihen um Reihen namenloser Holzkreuze und schlaff herabhängende Tricolore." (Bernhard Denscher)

Wenn man der Kritik trauen darf ist dieser Film, in dem die Ruinen am Kai, der Prater, regennasse Strassen und unter- irdische Kanäle den düsteren Hintergrund eines grossen mensch- lichen Dramas bilden, ein echter Wiener Film geworden. Er zeigt uns ein Wien ohne Schrammeln und ohne Dulliöhstimmung, er zeigt uns das Wien der ersten Nachkriegsjahre, an dem österreichische Regisseure achtlos vorübergingen. (Mein Film, 1950)

In DER DRITTE MANN gaben sich drei noch verhältnismässig junge Künstler Rendezvous. Der Schriftsteller Greene, der Schau- spieler Orson Welles und der Regisseur Carol Reed. Freilich hätte auch dieses glückliche Zusammentreffen nicht genügt, um aus dem Film den Welterfolg zu machen, der er wurde. Hierzu musste Reed zwei ausgesprochene Regiestreiche führen: die nächtliche Jagd nach dem bösen Penicillinschieber durch die Kanäle der Stadt Wien und das Zitherspiel des bescheidenen Wiener Heurigenmusikers Anton Karas.

Mit der Kanaljagd hat Reed etwas ebenso Einfaches wie Gross- artiges unternommen. Er hat die traditionellen Dächerjagden der Kriminalfime unter die Erde verlegt und damit einer abgespielten Aktion eine neue Phantastik gegeben, die ein surrealistisches Element einschliesst und zudem an den Assoziationskomplex des "Untergrundes" rührt, der in jedem Nachkriegseuropäer bestimmte Empfindungen hervorruft. DER DRITTE MANN mit seinen Anklängen an politisches und wirtschaftliches Nachkriegsgeschehen, an Schwarzhandel und Geheimdienstkrieg, mit seiner einmaligen optischen Auswertung der Ruinenlandschaft und Elendsästhetik, mit Zittergeklimper und dem unheimlichen Riesenbabykopf des Orson Welles wurde einer der wirklich grossen europäischen Nachkriegsfilme. (Jean Amery)

"Orson Welles spielt die Titelrolle in Carol Reeds klassischem Film Noir mit internationaler Starbesetzung.
Für seine einzigartige Schwarz-Weiss-Fotografie der düsteren Stadtlandschaften des besetzten und geteilten Wiens und seiner "Unterwelt" erhielt Kameramann Robert Krasker (1913 - 1985) den Oscar. Carol Reed und sein Cutter Oswald Hafenrichter wurden nominiert.
Carol Reeds atmosphärisch faszinierende Inszenierung dieses Graham-Greene-Stoffs machte den "Dritten Mann" zu einem Welterfolg. Vor dem nächtlichen Dunkel labyrinthischer Stadtlandschaften - die Handlung gipfelt in der dramatischen Jagd auf Harry Lime im Kanalisationsnetz - entfaltet der Film ein vielfältig gebrochenes Spiegelbild menschlicher Existenz.
Orson Welles wurde als Darsteller des Harry Lime in Deutschland populärer als beispielsweise durch seinen grossartigen "Citizen Kane". Auch die Musik von Anton Karas, deren makabre Zitherklänge den dämonischen Charme des geteilten Wiens effektvoll unterstreichen, war seinerzeit ein Welterfolg.
Orson Welles (1915 - 1985), dessen "proteischer 'Citizen Kane' durch visuellen Einfallsreichtum und ätzende Charakterdarstellungen sowie die stilisierten Dialoge einen richtungsweisenden Einfluss auf den Film Noir ausübte", hat als Regisseur, Autor und Darsteller drei grandiose Films Noirs zu verantworten: "Die Spur des Fremden" (1945/46), die düstere Geschichte eines KZ-Schergen, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg hinter der Fassade eines braven Bürgers und Ehemanns verbirgt und von seiner Frau entlarvt wird, "Die Lady von Shanghai" (1946) mit seiner zeitweiligen Ehefrau Rita Hayworth als Femme fatale und vor allem "Im Zeichen des Bösen" (1957), "ein komplizierter Thriller, der an die Tradition der 'Schwarzen Serie' anknüpft, um sie zugleich ad absurdum zu führen" (Lexikon des Internationalen Films)." (Walter Greifenstein, BR-Presse)

Ein an Originalschauplätzen im Nachkriegs-Wien gedrehter Thriller um einen amerikanischen Schriftsteller, der den Schwarzmarktgeschäften eines Freundes nachspürt, der angeblich verstorben ist. Welles nahm für sich in Anspruch, die Figur des Harry Lime geschaffen zu haben: »I wrote everything to do with this character, I created him all round, it was more than just a part for me.« Dementsprechend griff Welles die Figur des Harry Lime in den 50er Jahren in einer englischen Hörfunkserie wieder auf und benutzte die Titelmelodie von Anton Karas (Filmmuseum München)

Text?Time Bandits Regie: Richard Lester,Grossbritannien - 1981
Produktion: Avco Embassy - Regisseur: Richard Lester - Terry Gilliam - Drehbuch: Michael Palin - Terry Gilliam - Kamera: Peter Biziou - Darsteller: Shelley Duvall Pansy - Sean Connery König Agamemnon - Ian Holm Napoleon - John Cleese Robin Hood - Michael Palin Vincent - Ralph Richardson - Kenny Baker Fidgit -
Inhaltsangabe : Mitten in der Nacht stürzen sechs zwergenartige Kreaturen, die "Time Bandits", durch ein Zeitloch auf die Erde und landen auf dem Schlafzimmerteppich des elfjährigen Kevin, der mit seinen Eltern in einem Vorort Londons wohnt. Der Junge erfährt, dass sich die "Time Bandits" auf ihrer Reise durch Raum und Zeit verirrt haben. Sie sind auf der Flucht vor dem Obersten Wesen, dem sie eine Karte entwendet haben, auf denen die verschiedenen Zeitlöcher eingetragen sind, durch die man in unterschiedliche Epochen gelangen kann. Nachdem Kevin seine anfängliche Furcht vor den "Time Bandits" verloren hat, schließt er sich begeistert der Reise quer durch die Zeiten an. Vom Schlachtfeld Napoleons führt der Weg die sieben Abenteurer über den mittelalterlichen Sherwood Forest. Dort treffen sie auf Robin Hood. Weiter geht es über das antike Griechenland, wo Kevin in den Kampf Agamemnons mit dem Minotaurus verwickelt wird, auf die Titanic, deren Untergang sie nicht verhindern können, bis in ein Fantasieland, wo sie im Schloss des Bösen gefangen genommen werden, aus dem sie nur das Oberste Wesen befreien kann. (arte Presse)
Anmerkungen: «Die Tür zu Parallelwelten wird aufgestoßen und die Zeitreisenden werden in den Sog der Dimensionen gezogen, denn nichts anderes als die Rettung der Erde steht auf dem Spiel. Ob Affen-Armeen, diebische Zwerge oder melancholische Teenager: Alle wandern zwischen hier, jetzt und irgendwann auf der Suche nach einer besseren Welt. Die Fantasykomödie bewegt sich zwischen dem typischen Humor der britischen Comedy-Truppe Monty Python und dem persönlichen Werk von Terry Gilliam ("Der König der Fischer", "12 Monkeys", "Fear and Loathing in Las Vegas",). In vielen Szenen scheint die beißende Ironie der Monty-Python-Truppe durch, doch insgesamt kommt der Film eher als Märchen daher und vermittelt eine dem Querdenker Gilliam am Herzen liegende humanistische Moral. Vor allem aber hält der Film einen wahren Fundus an visuellen Überraschungen bereit. Gilliam ist einer der wenigen Filmemacher, die exquisite Spezialeffekte in poetischer Absicht einsetzen. Ein sich zurückziehendes Zimmer, im Nichts aufgehängte Käfige und der letzte Kampf - all dies sind grafische Meisterleistungen, so eindrucksvoll und schön wie ein Kindertraum. Immer neue Einfälle, ein sarkastischer Humor und ein fester Glaube an den Menschen, der als eine Mischung aus Gut und Böse dargestellt wird, machen aus "Time Bandits" ein schier unvergessliches Vergnügen. "Time Bandits" ist einer der ersten großen Erfolge der britischen Produktionsfirma HandMade Films des Ex-Beatles George Harrison, die zuvor auch schon in Zusammenarbeit mit Monty Python den Film "Das Leben des Bryan" produziert hat. Das Lexikon des internationalen Films schreibt: "Ein fantastischer Abenteuerfilm, angesiedelt zwischen Parodie und vertracktem Traummärchen, gewürzt mit viel britischem Humor. Eine aufwendige und effektreiche, trotz einiger formaler Unstimmigkeiten amüsante und bisweilen sogar tiefsinnige Unterhaltung. Die vielschichtige Handlung und die parodistischen Feinheiten dürften sich erst dem erwachsenen Zuschauer ganz eröffnen."» (arte Presse)

Text?Touch of Evil (Im Zeichen des Bösen), Regie: Orson Welles,USA - 1958
Produktion: Universal Pictures - Produzent: Albert Zugsmith - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Nach einer Vorlage von: Whit Masterson novel Badge of Evil - Kamera: Russell Metty - Musik: Henry Mancini - Schnitt: Virgil W. Vogel - Walter Murch - Architekt: Alexander Golitzen - Robert Clatworthy - Darsteller: Akim Tamiroff Joe Grandi - Joanna Moore Marcia Linnekar - Valentin de Vargas Pancho - Mort Mills Al Schwartz - Joseph Calleia Police Sergeant Pete Menzies - Orson Welles Police Captain Hank Quinlan - Dennis Weaver Mirador Motel Nachtportier - Janet Leigh Susan Vargas - Charlton Heston Ramon Miguel Vargas - Zsa Zsa Gabor Night Club Owner - Marlene Dietrich Tanya - Ray Collins District Attorney Adair - Mercedes McCambridge - Sprecher: Whit Masterson -
Inhaltsangabe : In einem kleinen amerikanisch-mexikanischen Grenzort wird Mike Vargas, Vorsitzender der von der US-Regierung eingesetzten Rauschgiftkommission, Zeuge eines Sprengstoffattentats, in das eine Bande von Drogendealern verwickelt zu sein scheint. Mit wachsendem Misstrauen verfolgt er die seltsamen Ermittlungsmethoden des örtlichen Polizeichefs Quinlan. Der massige Polizeichef führt in seiner Stadt ein hartes Regiment, sein oft brutales, wenn auch meist erfolgreiches Vorgehen gegen Verdächtige, hat ihn zu einem der meistgehassten und -gefürchteten Männer gemacht, berühmt-berüchtigt weit über die Grenzen von Los Robles hinaus. Diesmal hat es Quinlan auf den jungen Mexikaner Manolo Sanchez abgesehen. Als Vargas hinter Quinlans Erfolgsgeheimnis - gefälschte und manipulierte Beweisstücke - kommt, gerät er in Lebensgefahr... (BR Presse)
Kritiken : "Bizarres und verschlungenes Meisterwerk" (Motion Picture Guide)

"Rigorosester Krimi der Filmgeschichte" (Gong)

"Touch Of Evil" ist ein Film über Korruption und den Missbrauch von Macht. Das Herausragende ist die virtuose und berühmte Eröffnungsszene. In spannenden und fesselnden Sequenzen werden der Schauplatz und die Hauptfiguren vorgestellt. Die Musik von Henry Mancini ist der rote Faden, der alle Szenen miteinander verbindet. Durch seine technische Brillanz sowie fantastische Kameraeinstellungen und einzigartige Schnitttechnik ist dieser Film ein aussergewöhnliches Stück Filmkunst." (Dirk Jasper FilmLexikon)

"Orson Welles' schillernder Thriller knüpft an die Traditionen des "film noir" an, um sie zugleich aufzuheben. Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch brillant, lebt er vor allem von der Ambivalenz der ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre. Erstmals ist im Kino die nach Welles' Absichten montierte ursprüngliche Fassung zu sehen." (film-dienst 2000-11)

"Ein komplizierter Thriller, der an die Tradition der "Schwarzen Serie" anknüpft, um sie zugleich ad absurdum zu führen. Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch eindrucksvoll, lebt der Film von der Ambivalenz einer ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre." (Lexikon des internationalen Films)

"Komplizierter Thriller von Orson Welles." (Rhein-Zeitung 1995-10-07)

«Orson Welles schiebt sich als selbstherrlicher Cop in drückender Hitze durch eine US-mexikanische Grenzstadt, stößt den Kollegen Charlton Heston vor den Kopf, plänkelt am Rande mit Marlene Detrich. Die Geschichte um die Aufklärung eines Bombenattentats, mit dem der Film so atemberaubend eröffnet, erzählt von Unschuld und Korruption, von einem Dickicht der Intrigen und vom Ende einer tragischen Figur in der Schwärze der Nacht - ein würdiger Schlusspunkt des Film noir. Jetzt ist der Klassiker in einer rekonstruierten Fassung, hergestellt nach Welles' Notizen, wieder im Kino zu sehen.» (Frank Arnold, tip, 12/2000)

Anmerkungen: – In einer Kleinstadt an der mexikanischen Grenze spielt sich ein tödliches Duell ab zwischen einem jungen mexikanischen Rauschgiftfahnder und einem korrupten Polizeichef. »Most of my friends and most critics who comment on TOUCH OF EVIL believe Quinlan had an essential goodness, while I think he’s a scoundrel. The fact that he’s human, that one can understand him in his humanity, all this is fine. But I for one have a profound belief in the primacy of law. And I think that a corrupt policeman is society’s worst creation.« (Orson Welles) TOUCH OF EVIL ist Orson Welles’ letzte Arbeit für ein Hollywood-Studio, die gegen seinen Willen vom Studio zusammengeschnitten wurde. (Orson Welles) (Filmmuseum München)

""Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch eindrucksvoll, lebt der Film von der Ambivalenz einer ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre", lobte das "Lexikon des Internationalen Films" diese Verfilmung eines düsteren Kriminalromans von Whit Masterson ("Badge of Evil", 1956 erschienen, dt. Titel "Unfehlbarkeit kann tödlich sein"). Wie bei seinem genialen Debüt "Citizen Kane" war Orson Welles Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Regisseur in einem. Und wie so oft geriet er mit dem Studio - in diesem Fall Universal - aneinander, musste sich Kürzungen und Umstellungen gefallen lassen. Die später wieder aufgefundenen Sequenzen wurden in die gekürzte Fassung - nur sie liegt (deutsch) synchronisiert vor - eingefügt und sind mit Untertiteln versehen." (BR Presse)

«Une bombe explose et fait deux victimes à Los Robles, petite ville à la frontière des Etats-Unis et du Mexique. Deux policiers, Charlton Heston et Orson Welles, s'affrontent sur leur conception de la justice. Réalisé par Orson Welles à la demande de Charlton Heston, un festival de contre-plongées, de cadrages insolites et une ouverture d'anthologie : un sublime plan-séquence de plus de trois minutes.» (TCM)

La Isla del tesoro (Die Schatzinsel), Regie: John Hough,Spanien, Grossbritannien, Italien, Deutschland - 1972
Regisseur: John Hough - Story : Robert Louis Stevenson Roman - Darsteller: Kim Burfield - Orson Welles - Walter Slezak -

Text?The Trial (Der Prozess), Regie: Orson Welles,Frankreich, Italien, Deutschland - 1962
Produzent: Alexander Salkind - Michel Salkind - Regisseur: Orson Welles - Drehbuch: Orson Welles - Antoine Tudal - Story : Franz Kafka - Kamera: Edmond Richard - Musik: Jean Ledrut - Darsteller: Jean-Claude Remoleux - Raoul Delfosse - Wolfgang Reichmann - Thomas Holtzmann - Mayora Shore - Max Buchsbaum - Karl Studer - William Chapell - Katina Paxinou - Paola Mori /xx/ - Arnoldo Foà - Jess Hahn - Billy Kearns - Maurice Teynac - Max Haufler - Fernand Ledoux - Elsa Martinelli Hilde - Jeanne Moreau Frl. Bürstner - Anthony Perkins Josef K. - Madeleine Robinson - Romy Schneider Leni - Akim Tamiroff - Orson Welles Rechtsanwalt - Michel Lonsdale - Suzanne Flon Pittle - Madeleine Robinson -
Inhaltsangabe : Der unbescholtene Angestellte Josef K. wird eines Nachts plötzlich in seinem Zimmer von zwei Polizeibeamten geweckt. Ein Inspektor erklärt ihm, er sei angeklagt und solle von nun an auf seinen Prozess warten. Grund und Inhalt der Anklage werden ihm nicht genannt. Herr K. ist verstört - und wartet. Es kommt der Tag der Verhandlung. Josef K. versucht, sich zu verteidigen, jedoch vergeblich. Sein Prozess schleppt sich dahin. Erneut will er den Richter aufsuchen, aber der ist verschwunden. Hinter der Tür, die zu seinem Büro führte, befindet sich eine Wohnung. Josef K. sucht nach Mitteln und Wegen, um sich aus seiner Lage zu befreien. Als weder ein Rechtsanwalt noch Bekannte mit vermeintlich einflussreichen "Beziehungen" einen Ausweg aus der seltsamen Situation weisen, beschließt Josef K. verzweifelt, endgültig auf fremde Hilfe zu verzichten und auf seine Unschuld zu vertrauen. Doch dann wird er abgeholt und hingerichtet. (3Sat Presse)
Anmerkungen: "Hintergrundinformationen: Nach dem gleichnamigen Roman von Franz Kafka "Der Prozeß" verdichtet die Vorlage Franz Kafkas durch virtuos verfremdete Schauplätze zu düster-expressionistischen Bildern. Orson Welles umstellt Josef K. mit einer gespenstisch verwirrenden Umwelt, lässt dessen Leben von fantastischen Bedrohungen überwuchern und zeigt die unaufhaltsame Auflösung eines Menschen. Mit Anthony Perkins, der als Norman Bates in Alfred Hitchcocks "Psycho" (1960) Kultstatus erlangte, hat Welles einen Darsteller für Josef K. gefunden, der die hektische Angst und Verzweiflung eines von unsichtbaren Mächten Gehetzten unmittelbar deutlich macht. Auch die weiblichen Rollen sind mit Romy Schneider und Jeanne Moreau hochkarätig besetzt. Welles' Interpretation des Kafka-Romans ist ein suggestiv-fesselndes filmisches Meisterwerk." (3 Sat Presse)

Twelve plus one (Zwölf plus eins), Regie: Nicolas Gessner,Grossbritannien, Italien, Frankreich - 1970
Regisseur: Nicolas Gessner - Drehbuch: Nicolas Gessner - Kamera: Giuseppe Ruzzolini - Musik: Carlo Rustichelli - Darsteller: Terry Thomas Albert - Tim Brooke Taylor Jacki - Sharon Tate Pat - Vittorio De Sica Commendatore - Vittorio Gassman Mario - Mylène Demongeot Judy - Orson Welles Markau -

Text?Vendredi ou un autre jour Regie: Yvan Le Moine,Belgien, Frankreich, Italien, SK - 2005
Regisseur: Yvan Le Moine - Drehbuch: Yvan Le Moine - Darsteller: Philippe Nahon - Alain Moraida - Ornella Muti - Hanna Schygulla -

Village Football Regie: Sainath Choudhury,Indien - 2005
Produktion: Corcoise Films - Regisseur: Sainath Choudhury - Darsteller: Kashish Dasani -

Zaïna, cavalière de l'Atlas Regie: Bourlem Guerdjou,Frankreich, Deutschland - 2005
Produktion: Rézo Films International - Regisseur: Bourlem Guerdjou - Darsteller: Simon Abkarian - Sami Bouajila -

Text?Zir e Darakhatan é zeyton Regie: Abbas Kiarostami,Iran, Frankreich - 1994
Regisseur: Abbas Kiarostami - Darsteller: Hossein Rezai - Mohamad Ali Keshavarz - Farhad Keradmand - Zarifeh Shiva -

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