KinoTV Filmtip

TV - Filmtips für heute
Wednesday, 17. January 2018

Wednesday, 12:30 Uhr mdr: I Battellieri del Volga Regie: Victor Tourjansky
Foto I Battellieri del Volga © Production Companies / mdr - Stills Photographer's name not on fileDeutschland, Italien, Jugoslawien, Frankreich, 1958 - Regisseur: Victor Tourjansky - Drehbuch: Arnaldo Genoino - Salka Viertel - Victor Tourjansky (AKA Arnaldo Genoino) - Damiano Damiani - Kamera: Mario Montuori - Musik: Norbert Glanzberg - Schnitt: Roberto Cinquini - Architekt: Vlastimir Gavrik - Darsteller: Nitza Constantin Grisha - Feodor Chaljapin - Ingmar Zeisberg Gräfin Olga - Rik Battaglia Oberleutnant Lisenko - Charles Vanel Ossip Semjonowitsch - Nerio Bernardi Oberst Elagin - Arturo Bragaglia Fürst - Wolfgang Preiss Ossip - Jacques Castelot Jakoviev - Elsa Martinelli Mascha - Nino Marchetti Mikhailov - Gert Fröbe Professor - John Derek Alexis Orloff - Dawn Addams Irina Nikolowna -
Inhaltsangabe : Saratow, um 1890. Der Kosakenhauptmann Alexej Orlow und Irina Nikolowna heiraten mit einem rauschenden Hochzeitsfest. Noch in der Hochzeitsnacht gesteht Irina ihrem Mann, dass General Gorew, der Mann ihrer Schwester Olga und Orlows Vorgesetzter, sie vor drei Monaten im Champagnerrausch verführte und schwängerte. Gorew habe sie zur Hochzeit mit Orlow gezwungen. Orlow schlägt daraufhin den General nieder und wird verhaftet. Um Irinas Ehre nicht zu beschmutzen, behält er die Hintergründe seiner Tat für sich. Das Militärtribunal degradiert Orlow zum gemeinen Soldaten in einem Infanterieregiment. Als Irina Gorew androht, die Hintergründe ans Licht zu bringen, lässt der General Orlow in das Strafbataillon Dubrowka nach Sibirien schicken. Dort findet ihn Irina und überredet ihn zur Flucht, doch sie wird dabei erschossen. Während Orlow beim "Professor", einem Wolgaschiffer, Hilfe findet, hat Gorew schon einen Trupp Kosaken unter Führung von Oberleutnant Lisenko losgeschickt, um den Flüchtigen zu jagen. Der "Professor" bringt Orlow zur Wirtstochter Mascha, die ihm einen Pass besorgen soll. Die schöne Mascha verliebt sich in Orlow, der inzwischen bei den Wolgaschiffern Unterschlupf und Auskommen gefunden hat. Doch dann glaubt sie den Lügen von Orlows Häschern, die erzählen, dass er seine Frau getötet und ihren Schmuck und ihr Gold gestohlen habe. Dank der Wolgaschiffer kann Orlow seinen Verfolgern immer wieder knapp entkommen. Als Mascha die Wahrheit über ihn erfährt, scheint ihrem Glück nichts im Wege zu stehen. Doch ihr Vater, der Wirt Ossip verrät Orlow an die Kosaken. In der Zwischenzeit wird Orlow in Saratow vom Kriegsminister rehabilitiert, Gorews Frau Olga hat gegen ihren Mann ausgesagt. Er soll nun vor das Militärtribunal gestellt werden. Doch der General flieht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, um Orlow endgültig zu beseitigen. (mdr Presse)
Anmerkungen : «Ein berührender, atmosphärisch dichter Abenteuerfilm, der in der Zeit des zaristischen Russlands spielt. Viktor Tourjansky (1891-1976), ein international tätiger Filmregisseur ukrainischer Herkunft, inszenierte seinen Film nach einem Drehbuch, das er unter dem Pseudonym Arnaldo Genoino gemeinsam mit dem berühmten italienischen Regisseur Damiano Damiani schrieb. Besonders hervorhebenswert ist Tourjanskys internationales Darstellerensemble. Neben dem Amerikaner John Derek, der später als Regisseur berühmt wurde, wirken die Engländerin Dawn Addams, die Italienerin Elsa Martinelli sowie die Deutschen Wolfgang Preiss und Gert Fröbe mit. Für Gert Fröbe war es eine seiner ersten größeren Rollen.» (mdr Presse)
Wednesday, 23:00 Uhr RBB: Rosa Luxemburg Regie: Margarethe von Trotta
Foto Rosa Luxemburg © Production Companies / RBB - Stills Photographer's name not on fileDeutschland, 1986 - Regisseur: Margarethe von Trotta - Drehbuch: Margarethe von Trotta - Kamera: Franz Rath - Musik: Nikolas Economou - Schnitt: Dagmar Hirtz - Architekt: Karel Vacek - Bernd Lepel - Darsteller: Charles Brauer - Charles Regnier - Jan Biczycki August Bebel - Winfried Glatzeder Paul Levi - Adelheid Arndt Luise Kautsky - Barbara Sukowa Rosa Luxemburg - Doris Schade Clara Zetkin - Otto Sander Karl Liebknecht - Daniel Olbrychski Leo Jogiches - Hannes Jaenicke Kostja Zetkin - Jürgen Holtz Karl Kautsky - Karin Baal Mathile Jacob - Barbara Kwiatkowska Rosas Mutter -
Inhaltsangabe : Ein Gefängnis in Warschau, 1906. Die „Vorwärts"-Redakteurin Rosa Luxemburg (Barbara Sukowa) ist unter dem Eindruck der Ersten Russischen Revolution nach Polen gekommen, um mit ihrem Geliebten Leo Jogiches (Daniel Olbrychski) die Ideen der Arbeiterbewegung zu verbreiten. Es ist nicht ihre erste Haft. Geboren 1871 als Tochter einer wohlhabenden, polnisch-jüdischen Kaufmannsfamilie, hatte Luxemburg früh begonnen, sich politisch zu exponieren. Nach ihrer Promotion zum Dr. jur. ließ sie sich in Berlin nieder und trat der SPD bei. Innerhalb der deutschen Sozialdemokratie, neben Figuren wie August Bebel (Jan-Paul Biczycki) und Karl Kautsky (Jürgen Holtz), wirkte sie wie ein Paradiesvogel: eine eigenwillige, dem Leben zugewandte Frau, kompromisslos im Privatleben und in ihrer Politik.
Nachdem Bebel ihre Freilassung aus der Warschauer Zitadelle erkauft hat, gerät die hoch begabte Journalistin und Rednerin in Konflikt mit der zunehmend staatstragenden Linie ihrer Partei. Verbündete findet sie in Clara Zetkin (Doris Schade), mit deren Sohn Kostja (Hannes Jaenicke) sie ein Verhältnis beginnt, und schließlich in Karl Liebknecht (Otto Sander), dem einzigen Reichstagsabgeordneten, der 1914 gegen die Kriegskredite stimmt. Luxemburgs leidenschaftliche Reden gegen den Krieg führen zum Zerwürfnis mit der SPD, zu Prozessen und weiteren Haftstrafen. Aber weder Isolation noch Krankheit brechen ihren Geist. Als Mitbegründerin des „Spartakus"-Bunds und Redakteurin der „Roten Fahne" setzt sie nach dem Krieg ihre Arbeit unter veränderten Vorzeichen fort. Den Optimismus ihres Genossen Liebknecht, der auf eine deutsche Revolution hofft, teilt sie allerdings nicht. Und die Ereignisse geben ihr auf furchtbare Weise recht: In der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 werden Luxemburg und Liebknecht verhaftet und ermordet. (ARD Presse)
Kritiken : "Unsentimentales Porträt" (tele)
Anmerkungen : «„Wie kommt das, dass Menschen über andere Menschen entscheiden dürfen?" Im Gefängnis notiert Rosa Luxemburg eine Frage, die sie ihr Leben lang umgetrieben hat: als politische Autorin, Rednerin, Führerin der deutschen Sozialdemokratie und des revolutionären Spartakusbunds. Margarethe von Trottas passioniert inszenierter historischer Film sucht nach den utopischen Versprechen in der Vita einer Frau, die für die einen die „blutige Rosa", für die anderen eine politische Ikone war. - Margarethe von Trottas „Rosa Luxemburg" ist eines der wenigen herausragenden Porträts heroischer Frauen im westdeutschen Kino. Glänzend gespielt, sorgfältig recherchiert und mit immenser Leidenschaft entfaltet der Film die Biografie einer Politikerin und Intellektuellen, die auch für die Linke der 70er und 80er noch so etwas wie eine Ikone war: die Repräsentantin eines „Sozialismus mit menschlichem Antlitz". Barbara Sukowas beeindruckende Leistung in der Hauptrolle wurde mit dem Darstellerpreis von Cannes gewürdigt.» (ARD Presse)

TV - Filmtips für morgen
Thursday, 18. January 2018

Thursday, 00:15 Uhr arte: Flags of Our Fathers Regie: Clint Eastwood
Foto Flags of Our Fathers © Production Companies / arte - Stills Photographer's name not on fileUSA, 2006 -
FSK ab 12  
Produzent: Steven Spielberg - Clint Eastwood - Regisseur: Clint Eastwood - Drehbuch: William Broyles jr. - Paul Haggis - Nach einer Vorlage von: Ron Powers book - James Bradley book - Kamera: Tom Stern - Musik: Clint Eastwood - Ausstattung: Henry Bumstead - Darsteller: Ken Watanabe General Tadamichi Kuribayashi - David Rasche Senator - John Benjamin Hickey Keyes Beech - John Slattery Bud Gerber - Benjamin Walker Harlon Block - Judith Ivey Belle Block - Chris Bauer Commandant Vandegrift - Tom McCarthy James Bradley - Robert Patrick Colonel Chandler Johnson - Barry Pepper Mike Strank - Ryan Phillippe John 'Doc' Bradley - Adam Beach Ira Hayes - Jesse Bradford Rene Gagnon - Jamie Bell Ralph Ignatowski - Ben Walker Harlon Block - Paul Walker Hank Hansen - Neal McDonough Captain Severance - Tom Verica Lieutenant Pennel - Joseph Cross Franklin Sousley - Stark Sands Walter Gust - Melanie Lynskey Pauline Harnois -
Inhaltsangabe : Während des Zweiten Weltkriegs, im Februar 1945, landet ein Grossaufgebot amerikanischer Streitkräfte auf der Pazifikinsel Iwojima, einem strategisch wichtigen Stützpunkt des Kriegsgegners Japan. Nach blutigen, verlustreichen Gefechten können die Amerikaner zunächst die Küstenlinie der tropischen Vulkaninsel einnehmen. Zum Zeichen des Triumphs hissen sechs Soldaten auf einem Berg eine US-Flagge. Der Kriegsberichterstatter Joe Rosenthal (Ned Eisenberg) fotografiert das Ereignis - und schafft damit eines der berühmtesten Bilder der amerikanischen Militärgeschichte: Bei der US-Bevölkerung, des Krieges schon lange überdrüssig, löst das heroische Foto einen ungeahnten Stimmungswandel aus. Auch Politiker und Militärstrategen erkennen sehr schnell den symbolischen Wert des Motivs. Um die Bevölkerung zum Kauf von Kriegsanleihen zu animieren und damit die gähnend leere Staatskasse zu füllen, will man die beteiligten Soldaten auf eine Propagandatour durch das ganze Land schicken. Das Problem bei der Sache: Vier der Männer auf dem Foto sind inzwischen gefallen. Und in Wahrheit hält Rosenthals Bild auch lediglich das Hissen einer Ersatzflagge fest - der eigentliche, symbolträchtige Akt geschah bereits zuvor und wurde von anderen Soldaten durchgeführt. Für diese wenig rühmlichen Umstände scheint sich jedoch niemand zu interessieren. Und so werden die Marines Rene Gagnon (Jesse Bradford), John 'Doc' Bradley (Ryan Phillippe) und der Indianer Ira Hayes (Adam Beach), der nach eigener Aussage nicht einmal an der zweiten Aktion beteiligt war, auf eine endlose Tour durch die USA geschickt. Während Ira mit jedem der pompösen Showauftritte stärkere Gewissensbisse bekommt und seine Depressionen in Alkohol ertränkt, versuchen Rene und Doc, sich mit der Situation zu arrangieren. Im Namen ihres Vaterlandes spielen sie eine Rolle, die sie eigentlich nicht spielen wollen. (ARD Presse)
Kritiken : "Potenter Blick hinter die Propaganda-Maschinerie." (tele 3/2018)
Anmerkungen : «1945: Nach der legendären Schlacht um Iwojima hissen siegreiche US-Soldaten auf der japanischen Insel eine amerikanische Flagge. Von einem Reporter fotografisch festgehalten, wird dieser Akt des Triumphs zu einem Symbol für den Siegeswillen der amerikanischen Streitkräfte. Die Regierung erkennt den politischen Wert des Bildes und schickt drei der Soldaten auf eine endlose Propaganda-Tour durch die USA. Was kaum jemand weiss: Das symbolträchtige Hissen der Flagge spielte sich in Wahrheit nicht so heroisch ab wie kolportiert.
Clint Eastwoods preisgekröntes Kriegsdrama „Flags of Our Fathers - Die Flaggen unserer Väter" erzählt die wahre Geschichte dreier Soldaten, die zwischen Propagandalügen und persönlichem Ehrgefühl aufgerieben werden.
Mit „Flags of Our Fathers - Die Flaggen unserer Väter" wagt es der vierfache Oscar-Preisträger Clint Eastwood, die längst zur „Wahrheit" gewordene Legende um eines der berühmtesten Fotos der US-Geschichte zu hinterfragen. Das Kriegsdrama verbindet respektvoll Privates und Politisches, trennt unaufgeregt Mythos und Wahrheit. Auch in der Kritik findet es souverän das richtige Mass und mahnt in unaufdringlicher Weise, Heldeninszenierung und Propaganda zu hinterfragen. Das Drehbuch zu dem hochgelobten, mehrfach preisgekrönten Film stammt von Paul Haggis („L.A. Crash"). Die Hauptrollen spielen Ryan Phillippe („L.A. Crash"), Adam Beach („Windtalkers") und Jesse Bradford („Swimfan").» (ARD Presse)